Vor rund zwei Monaten kam es zur Gründungsversammlung der Schülergenossenschaft der Praxis-HAK Völkermarkt. Seither konnten die Jungunternehmer betreut von Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Theresia Müller-Tschischej nächste Schritte unternehmen, eine Maturaprojektgruppe stellte zudem unterstützt von Prof. Manuela Pinter eine innovative Kommunikationsplattform auf die Beine. Das Projekt nimmt also immer stärker Fahrt auf.

Damit sind die nahenden Weihnachtsfeiertage der ideale Zeitpunkt, um bei Karl Schnögl, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Eberndorf, neben Anja Aleschko (beide oben am Foto mit Direktorin Michaela Graßler) tatkräftiger Partner in der Projektentwicklung und Mitglied des Aufsichtsrats der Schülergenossenschaft nachzufragen, was dieses österreichweite Pionierprojekt auszeichnet.


Die Schülergenossenschaften sind ein Pionierprojekt. Worin sehen Sie den besonderen Wert des Vorhabens?

Karl Schnögl, Raiffeisenbank Eberndorf

Karl Schnögl: Praxiserfahrung hat in der Berufsbildung eine ganz wesentliche Bedeutung. Eine ganz besonders spannende Möglichkeit, Praxisorientierung zu gewinnen, sind dabei Schülerfirmen. Dass Schülerfirmen nun auch in der Rechtsform einer Genossenschaft möglich sind, ist ein sehr wichtiger Schritt, da wohl keine andere Rechtsform die Themen „Nachhaltiges Wirtschaften in der Region“, „Finanzbildung“ und „Kooperation“ so stark verkörpert wie die Genossenschaft.

Warum unterstützt die Raika Eberndorf dieses Projekt?

Bei einer Exkursion in Deutschland haben wir das Thema „Schülergenossenschaften“ das erste Mal  kennengelernt. Dort hat sich diese Idee schon vor etwa 15 Jahren durchgesetzt. Ein wesentliches Merkmal dieser Schülergenossenschaften ist die enge Kooperation mit regionalen Partnergenossenschaften, welche nicht nur als Inputgeber in Form von Workshops und Exkursionen mitwirken, sondern auch im Aufsichtsrat der Schülergenossenschaft vertreten sind und im täglichen Geschäftsbetrieb mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die gängige Praxis wird so zur gelebten Realität in der Schule. Dieses Modell hat uns sofort begeistert.

Und daher sollte dieses Modell auch nach Österreich und Völkermarkt.

Der Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler ist groß. Sie können einen Nutzen für die Gemeinschaft stiften und Dinge vertreiben, welche die Gemeinschaft brauchen kann. Sie erwerben soziale Kompetenzen und lernen mit demokratischen Grundregeln umzugehen. Und natürlich wird auf diese Art auch das Genossenschaftsmodell unter den Schülern wieder populärer.

Spannend finde ich dabei insbesondere die Möglichkeit, als regionales Unternehmen mit jungen Menschen stärker in Kontakt zu kommen – und das auf eine sehr unkomplizierte und ungezwungene Art und Weise. Das ist eine Form des Austauschs, die in der Praxis leider oft zu kurz kommt.

– Karl Schnögl, Raiffeisenbank Eberndorf

Was erwarten Sie sich von der Kommunikationsplattform Look@Us?

Als Kommunikationsplattform und Online-Marktplatz kann Look@Us sicher zu einer Drehscheibe in der Region werden. Spannend finde ich dabei insbesondere die Möglichkeit, als regionales Unternehmen mit jungen Menschen stärker in Kontakt zu kommen – und das auf eine sehr unkomplizierte und ungezwungene Art und Weise. Das ist eine Form des Austauschs, die in der Praxis leider oft zu kurz kommt.

Ich glaube, dass alle Beteiligten von diesem Austausch profitieren werden. Gemeinsam wird man es schaffen, wichtige Themen für unsere Region anzustoßen, aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Darauf freue ich mich schon!