Am gestrigen Dienstag fand die erste Aufsichtsratssitzung der Schülergenossenschaft Look@Us statt. Im Medienraum der Praxis-HAK zog der Vorstand um Romi Hobel (2BK) und Maximilian Riepl (2AK) Bilanz zu den ersten Monaten und präsentierte Ziele und Pläne für das Jahr 2023. Lehrkräfte, Schüler_innen und Karl Schnögl, Geschäftsführer der Raiffeisenbank Eberndorf, diskutierten die Perspektiven der Schülergenossenschaft lebhaft – und sind gespannt auf die kommenden Monate.

„Was die Schülerinnen und Schüler in den ersten Monaten auf die Beine gestellt haben, ist beeindruckend. Ich freue mich auf die nächsten Schritte in diesem Vorzeigeprojekt und bin stolz, diesen Prozess als Aufsichtsrat begleiten zu dürfen.“

– Karl Schnögl, Geschäftsführer der Raiffeisenbank Eberndorf


Genossenschaft. Was im ersten Moment veraltet klingt, ist moderner denn je. Das Konzept von Schüler_innen, welche eine eigene Genossenschaft gründen, ist allerdings nicht neu. So wird das Konzept der Schülergenossenschaft bereits seit mehreren Jahren erfolgreich in Deutschland gelebt. 

Praxis-HAK Völkermarkt als Vorreiter

Die Praxis-HAK Völkermarkt hat den Schritt gewagt, als erste Handelsakademie in Österreich eine Schülergenossenschaft zu Gründen. Zusammen mit der Raiffeisenbank Eberndorf als Partnergenossenschaft veröffentlichten die Jugendlichen rund um Romi Hobel (2BK) und Maximilian Riepl (2AK) zusammen mit dem Maturaprojektteam des schulautonomen Ausbildungsschwerpunktes Multimedia und Informationstechnologie eine Online-Kommunikationsplattform. 

Unterstützt werden die Jugendlichen dabei von der Raiffeisenbank Eberndorf, welche sich bereits seit mehreren Jahren als zuverlässiger Partner der Praxis-HAK präsentiert. 

Funktionärsforum der Raiffeisen Landesbank Kärnten 

Im Rahmen der gelebten Kooperation stellte Prof. Theresia Müller-Tschischej zusammen mit Mag. Karl Schnögl, Geschäftsführer Raiffeisenbank Eberndorf und Moritz Maierhofer (2BK) die Schülergenossenschaft beim Funktionärsforum der Raiffeisen Landesbank Kärnten im Klagenfurter Lakeside Park vor. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, was die Praxis-HAK Völkermarkt dazu bewegte, Schülergenossenschaften in das österreichische Bildungswesen zu integrieren bzw. wie dieser Weg weiter beschreitet werden soll. 

Das Interesse war groß – weitere Schulen und Bankfilialen wollen nun dem Beispiel der Praxis-HAK Völkermarkt und Raiffeisenbank Eberndorf folgen und eigene Schülergenossenschaften gründen.   

Bericht: Moritz Maierhofer, 2BK

Die Jungunternehmerin Simone McPhee hat, inspiriert von der Kommunikationsplattform der Schülergenossenschaft Look@Us, die 2AK besucht und ihr Geschäftsmodell vorgestellt. Begonnen hat der interessante und spannende Weg von Simone, damals noch Simone Fellner, nach der Matura an unserer Schule im Jahr 2011. Sie studierte Pädagogik an der Universität Klagenfurt, absolvierte ein Auslandssemester in Australien, lernte dort ihren späteren Ehemann kennen, wanderte 2017 nach Perth aus, heiratete und gründete eine Familie.  

Ihre Liebe zur Natur, die besondere Magie der Steine, ihr Interesse am Spirituellen, ihre Kreativität, der Wunsch selbständig zu werden und Ideen umzusetzen, bildeten die Basis für Ihre Geschäftsidee.  

“Growing up in a little village in the very south of Austria, surrounded by forest and mountains, I always had a deep connection with nature. I loved to be outside to collect flowers, watch insects and look for rocks that I would try to crack open. when i was 8, I saw a crystal for the first time and I bought a clear quartz cluster, which is still one of my top 3 crystals. as pisces as my sun sign, I have always been a deep thinker and an empath. but also a dreamer. growing up, my magic got a little lost, party queen was my second name haha but as I got older I found my way back into the magic of crystals and natural healing (herbs, homeopathy, essential oils etc…) my dad always used to say that I am the witch of the family hence the name hex + stones.”

Hex and Stones

Ausgehend von der Aussage des Vaters „witch of the family“ gründet sie bereits im Jahr 2020 in Australien ihr Unternehmen „Hex and Stones“. Sie handelt mit Kristallen, stellt Schmuck aus Edelsteinen mit ihrer besonderen Wirkung auf den/die Träger/in her und baut sich ihren Kundenstamm auf. Nicht die Gewinnorientierung um jeden Preis steht für Simone im Vordergrund. Sie will ihr Unternehmen nachhaltig erfolgreich führen, ein Familieneinkommen erwirtschaften und gleichzeitig soziale und ökologische Verantwortung übernehmen. Von jedem verkaufen Schmuckstück wird jeweils einen Euro an diverse Kinderschutzorganisationen gespendet. Im Jahr 2021 kehrte Simone mit der gesamten Familie nach Kärnten zurück und eröffnete dann im Mai 2021 ihr Unternehmen „Hex and Stones e.U.“ in Haimburg.

Spannend für die Jugendlichen war auch die Vielfalt der Kommunikationswege, die die Jungunternehmerin beschreitet und vor allem laufend pflegen muss, um einen Platz in den Köpfen oder besser in den Herzen ihrer Kund/innen zu finden.

Der Vorstand der Schülergenossenschaft der 2ABK hat sofort die Gelegenheit genutzt, Simone McPhee die Kommunikationsplattform www.lookatus-schügen vorzustellen. 



Nun hat Simone einen neuen, für sie spannenden Kommunikationsweg beschritten. Sie ist nun Genossenschafterin der Look@Us.SchüGen und kann damit ihre Netzwerke ausbauen, neue Kund_innen und auch in Zukunft Mitarbeiter_innen gewinnen. 

Werden auch Sie ein Teil der Schülergenossenschaft und treten Sie in Kontakt mit vielen interessanten Unternehmen. Besuchen Sie uns auf www.lookatus-schügen.at.

– Vorstand der Schülergenossenschaft


Die Schülergenossenschaft Look@Us der Praxis HAK Völkermarkt will nach den Semesterferien mit der Kommunikations-Plattform www.lookatus-schügen.at richtig durchstarten. Um das zu schaffen, arbeiten die Schüler und Schülerinnen der zweiten Klassen intensiv mit der Matura-Projektgruppe, der Anna-Lena Napetschnig, Michelle Höck, Daniela Nikić, Mihaela Topalović und Lauro Schondörfer (alle 4AK) angehören, und der Partnergenossenschaft, der Raiffeisenbank Eberndorf, zusammen.

Wozu dient die Plattform?

Die Plattform soll Schüler und Schülerinnen mit Unternehmen vernetzen und so können Jugendliche schon vor dem Einstieg ins Arbeitsleben wichtige Geschäftsbeziehungen knüpfen. Regionale Unternehmen können der Plattform beitreten und Umfragen durchführen, wobei sie so Meinungen von den Jugendlichen einholen können, um so ihre Produkte bzw. Dienstleistungen weiter zu entwickeln.

Wer profitiert von der Plattform?

Unternehmen profitieren zum einen von den Umfragen, bei denen sie schnell eine Meinung der potenziellen Kundschaft abfragen können. Die Schüler_innen der zweiten Klassen können zum anderen durch auf der Plattform inserierte Stellenangebote schon früh Praxisplätze sichern oder gar ihren Berufsweg schon jetzt mithilfe einer guten Partnerschaft mit den Unternehmen vorausplanen.

Stärkung der Region

Mit diesem Konzept, dass Jugendliche eng mit Unternehmen schon früh in Verbindung gebracht werden, können Kooperationen ermöglicht und so die Region mithilfe von jungen Leuten, die sich in Unternehmen engagieren, langfristig gestärkt werden.

Die Schülergenossenschaft ist fest von der Idee überzeugt und wird sich weiterhin um das Stärken unseres Umfeldes bemühen.

Verfasst von Maxi Riepl, Vorstand Look@Us.SchüGen

Vor rund zwei Monaten kam es zur Gründungsversammlung der Schülergenossenschaft der Praxis-HAK Völkermarkt. Seither konnten die Jungunternehmer betreut von Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Theresia Müller-Tschischej nächste Schritte unternehmen, eine Maturaprojektgruppe stellte zudem unterstützt von Prof. Manuela Pinter eine innovative Kommunikationsplattform auf die Beine. Das Projekt nimmt also immer stärker Fahrt auf.

Damit sind die nahenden Weihnachtsfeiertage der ideale Zeitpunkt, um bei Karl Schnögl, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Eberndorf, neben Anja Aleschko (beide oben am Foto mit Direktorin Michaela Graßler) tatkräftiger Partner in der Projektentwicklung und Mitglied des Aufsichtsrats der Schülergenossenschaft nachzufragen, was dieses österreichweite Pionierprojekt auszeichnet.


Die Schülergenossenschaften sind ein Pionierprojekt. Worin sehen Sie den besonderen Wert des Vorhabens?

Karl Schnögl, Raiffeisenbank Eberndorf

Karl Schnögl: Praxiserfahrung hat in der Berufsbildung eine ganz wesentliche Bedeutung. Eine ganz besonders spannende Möglichkeit, Praxisorientierung zu gewinnen, sind dabei Schülerfirmen. Dass Schülerfirmen nun auch in der Rechtsform einer Genossenschaft möglich sind, ist ein sehr wichtiger Schritt, da wohl keine andere Rechtsform die Themen „Nachhaltiges Wirtschaften in der Region“, „Finanzbildung“ und „Kooperation“ so stark verkörpert wie die Genossenschaft.

Warum unterstützt die Raiffeisenbank Eberndorf dieses Projekt?

Bei einer Exkursion in Deutschland haben wir das Thema „Schülergenossenschaften“ das erste Mal kennengelernt. Dort hat sich diese Idee schon vor etwa fünfzehn Jahren durchgesetzt. Ein wesentliches Merkmal dieser Schülergenossenschaften ist die enge Kooperation mit regionalen Partnergenossenschaften, welche nicht nur als Inputgeber in Form von Workshops und Exkursionen mitwirken, sondern auch im Aufsichtsrat der Schülergenossenschaft vertreten sind und im täglichen Geschäftsbetrieb mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die gängige Praxis wird so zur gelebten Realität in der Schule. Dieses Modell hat uns sofort begeistert.

Und daher sollte dieses Modell auch nach Österreich und Völkermarkt.

Der Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler ist groß. Sie können einen Nutzen für die Gemeinschaft stiften und Dinge vertreiben, welche die Gemeinschaft brauchen kann. Sie erwerben soziale Kompetenzen und lernen mit demokratischen Grundregeln umzugehen. Und natürlich wird auf diese Art auch das Genossenschaftsmodell unter den Schülern wieder populärer.

Spannend finde ich dabei insbesondere die Möglichkeit, als regionales Unternehmen mit jungen Menschen stärker in Kontakt zu kommen – und das auf eine sehr unkomplizierte und ungezwungene Art und Weise. Das ist eine Form des Austauschs, die in der Praxis leider oft zu kurz kommt.

– Karl Schnögl, Raiffeisenbank Eberndorf

Was erwarten Sie sich von der Kommunikationsplattform Look@Us?

Als Kommunikationsplattform und Online-Marktplatz kann Look@Us sicher zu einer Drehscheibe in der Region werden. Spannend finde ich dabei insbesondere die Möglichkeit, als regionales Unternehmen mit jungen Menschen stärker in Kontakt zu kommen – und das auf eine sehr unkomplizierte und ungezwungene Art und Weise. Das ist eine Form des Austauschs, die in der Praxis leider oft zu kurz kommt.

Ich glaube, dass alle Beteiligten von diesem Austausch profitieren werden. Gemeinsam wird man es schaffen, wichtige Themen für unsere Region anzustoßen, aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Darauf freue ich mich schon!

Das Maturaprojektteam der 4AK, bestehend aus Anna-Lena Napetschnig, Michelle Höck, Daniela Nikić, Mihaela Topalović und Lauro Schondörfer, hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Schülergenossenschaft der Praxis-HAK bei der Installation und Einrichtung der Informationsplattform HumHub unter die Arme zu greifen.

Die Mitglieder der Schülergenossenschaft aus 2AK und 2BK beteiligen sich bereits als Gesellschafter. Wie funktioniert eine Genossenschaft im Allgemeinen? Es handelt sich eine Vereinigung von Menschen, welche dieselben wirtschaftlichen Ziele verfolgen. In unserem Fall ist es die Vermarktung von Produkten von regionalen Unternehmen auf der Plattform HumHub. Jeder kann sich als Gesellschafter beteiligen. Dies gilt selbst für außenstehende Personen, die das Bedürfnis verspüren und Ziel verfolgen, einer Gruppe mit gleichdenkenden Personen, beizutreten.

HumHub ist eine Kommunikationsplattform, welche für Unternehmen gedacht ist. Unternehmen können hier ihre Produkte vermarkten. HumHub kann man dennoch nicht mit Facebook vergleichen, da Facebook für alle sichtbar ist. Unsere Kommunikationsplattform hingegen kann nur von eingeladenen Personen genutzt werden. Dadurch dass es für Unternehmen eine gewisse Privatsphäre herrscht, können sie sich so untereinander austauschen. Außerdem ist es ein nachhaltiges Konzept, bei welchem vor allem Firmen aus Österreich sich austauschen können. Natürlich können ebenfalls internationale Unternehmen diesem Netzwerk beitreten.

HumHub dient zur Verbreitung von Ideen und der Ausbreitung der eigenen Kreativität innerhalb des Unternehmens. Stammkunden könnten diesem Netzwerk beitreten, um so Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass so eine gewisse Bindung zwischen Business und Consumer aufgebaut werden kann.

Etwas, was die Plattform von anderen Kommunikationsplattformen unterscheidet, ist, dass es sogenannte Spaces gibt. Diese geben zusätzliche Privatsphäre, da man diesen Räumen nur gewisse Mitglieder hinzufügen kann, um sich mit diesen auszutauschen.

Warum sollte ein/e Unternehmer_in also HumHub nutzen? HumHub ist nicht nur da für Unternehmen, um ihre Produkte zu vermarkten, sondern es besitzt auch so genannte „Module“, wie z.B. den Kalender, in den man Termine eintragen kann. Doch es gibt nicht nur den Kalender, sondern viele andere vielfältige Module – ein paar sind kostenpflichtig, ein paar sind es nicht – wie Galerie oder Wiki.

Es ist eine gute Alternative, um auch die kleineren Unternehmen zu unterstützen. Dadurch können kleinere Unternehmen die Chance ergreifen, eventuelle Kooperationen mit anderen einzugehen oder sich einen Überblick in einem bestehenden Unternehmen verschaffen, wie diese ihre Produkte vermarkten, wie man selbst das Marketing verbessern kann etc.

Nicht nur die Schülergenossenschaft würde sich freuen euch als Gesellschafter begrüßen zu dürfen, sondern auch wir die Maturaprojektgruppe der 4AK.

Bericht: Mihaela Topalović, 4AK

„Dieser Tag ist ohne Zweifel ein Meilenstein in unserer langjährigen und intensiven Zusammenarbeit“, betonte Karl Schnögl, Geschäftsstellenleiter der Raiffeisenbank Eberndorf, in seinen Grußworten zum Auftakt der Generalversammlung der Schülergenossenschaft Look@Us.SchüGen. Unter der Aufsicht von Friedrich Sowak, Revisionsdirektor der Raiffeisen Landesbank Kärnten, und moderiert von Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Theresia Müller-Tschischej fand am heutigen Nachmittag im neugeschaffenen Creative Working Space im Parterre der Praxis-HAK Völkermarkt ein bundesweites Pilotprojekt seinen feierlichen Auftakt.

Im Zuge der Veranstaltung wurden sowohl der Genossenschaftsvorstand, der von Romi Hobel (2BK) und Maximilian Riepl (2AK) angeführt wird, wie auch der Aufsichtsrat gewählt. Zudem stellten Michelle Höck, Anna-Lena Napetschnig, Daniela Nikić und Mihaela Topalović jene Kommunikationsplattform vor, die sie im Rahmen ihres Maturaprojekts entwickeln und die den digitalen Rahmen der Arbeit der Schülergenossenschaft bilden soll.

„Was lange währt, wird endlich gut“, resümierte Direktorin Michaela Graßler in ihrer Rede und sprach damit die mehrjährigen Vorarbeiten zu diesem Projekt an, an dem die Praxis-HAK als eine von vier Schulstandorten in Österreich und als einzige Handelsakademie teilnimmt.


„Dass diese Idee nach deutschem Vorbild in Völkermarkt geboren wurde und nun in die Bildungslandschaft getragen wird, darauf dürfen die Verantwortlichen wirklich stolz sein.“

– Friedrich Sowak, Revisionsdirektor der Raiffeisen Landesbank Kärnten

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat finden Sie hier.

Mit dem Schuljahr 2020/21 endet das erste Jahr des österreichweiten Pionierprojekts Schülergenossenschaft macht Schule. Die Schüler_innen aus 1AK und 1BK setzten sich angeleitet von Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Theresia Müller-Tschischej mit Geschäftsmodellen auseinander und spinnten eigene Ideen für die Gründung ihrer Genossenschaft LookAtUs.SchüGen. Sie wird im Herbst offiziell eingerichtet.

Bei diesem Projekt handelt es sich gewissermaßen um eine Südkärntner Idee nach deutschem Vorbild, die via Wien nun den Weg in die österreichische Bildungslandschaft findet. Entsprechend lange war auch die Vorlaufzeit: Mittlerweile über drei Jahre ist es her, dass erste Vorgespräche mit Vertretern der Raiffeisenbank Eberndorf stattgefunden haben. Das Ziel: die Gründung von Schülergenossenschaften. „Weitere Gespräche folgten und bald waren wir uns einig, dass dieses Projekt die Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung benötigen würde, damit es in den Schulen umgesetzt werden kann“, erinnert sich Direktorin Michaela Graßler.

Der Vorstoß gelang, das Projekt wird realisiert. Neben der Praxis-HAK sind auch das Josephinum in Wieselburg, die HLBLA St. Florian sowie die Försterschule Bruck an der Mur als Vorreiter vertreten – und zahlreiche weitere Standorte wollen dem Beispiel der Pilotschulen nun folgen.

Direktorin Michaela Graßler mit Karl Schnögl und Anja Aleschko, Raiffeisenbank Eberndorf

Die Wochenzeitung des österreichischen Raiffeisenverbands nahm sich kürzlich ebenfalls dem Projekt an. In der Titelstory berichtet Chefredakteurin Edith Unger über den Werdegang der Schülergenossenschaften, die in Deutschland seit 2006 existieren.

„Eine auch von wissenschaftlichen Studien begleitete Zwischenbilanz nach 15 Jahren Schülergenossenschaften in Deutschland fällt durchwegs positiv aus und bescheinigt hohe Zufriedenheit auf allen Seiten: Schüler schätzen besonders Praxisnähe, Gruppenerlebnis und Selbstständigkeit im Projekt […]. Lehrkräfte wiederum schätzen den Zugewinn in fachlichen, aber ebenso auch sozialen und persönlichen Kompetenzbereichen ihrer Schüler und sehen große Potenziale für die Berufsvorbereitung.“

Im ausführlichen Interview sprechen Andreas Thürnbeck und Justus Reichl, die Projektverantwortlichen von Genossenschaft macht Schule, zudem über die Ergebnisse der ersten Monate.

„Gekommen sind wir deutlich weiter, als wir uns angesichts der Begleitumstände dieses Jahr erhofft haben. Nämlich schon fast bis in die Gründungsphase. Dass das überhaupt möglich war, verdanken wir unseren Projektpartnern, sprich den zuständigen Ministerien, dem ÖGV [Österreichische Genossenschaftsverband, Anm.] und dem Wohnbauverband, unseren Landesrevisionsverbänden, den regionalen Partnergenossenschaften – und nicht zuletzt natürlich den Direktoren, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern vor Ort.“

– Justus Reichl

Geklärt wird im Interview auch die Frage, warum Schulen an diesem Pilotprojekt teilnehmen – und viele weitere einsteigen wollen.

„Weil Schülergenossenschaften unseres Zuschnitts drei Besonderheiten haben, die es so derzeit nirgendwo sonst im Unterrichtsbetrieb gibt: Sie können klassenübergreifend und sogar jahrgangsübergreifend geführt werden. Sie sind nicht auf ein Schuljahr beschränkt, sondern mehrjährig angelegt. Und sie machen – natürlich in einem gewissen Rahmen – echtes Business.“

– Andreas Thürnbeck


In einem aktuellen Bericht gibt die Bildungsdirektion für Kärnten einen Überblick über Projekte und Initiativen im Bereich Entrepreneurship Education an den acht Handelsakademie-Standorten. Die Durchführung des bundesweiten Pilotprojekts der Schülergenossenschaften in den ersten Klassen der Praxis-HAK Völkermarkt wird dabei hervorgehoben:

Mit Junior Companies reüssieren Schülerinnen und Schüler aus Südkärnten schon seit vielen Jahren am Markt. Nun gehört die Praxis-HAK Völkermarkt bundesweit als eine von nur vier Schulen dem Projekt „Genossenschaft macht Schule“ an. Mit eigenen Geschäftsideen gründen Jugendliche Schülergenossenschaften und führen diese über mehrere Jahre. In enger Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Eberndorf reg. Gen. stehen nicht nur Regionalität und Nachhaltigkeit im Fokus, sondern auch die gelebte Kooperation: klassen- und in der Folge jahrgangsübergreifend – ein Projekt der besonderen Werte.

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

Auf Initiative von Pascal Plankl, Schüler der 1AK, hat der innovative Unternehmer Roland Ludomirska sein Geschäftsmodell und sein Marketingkonzept den angehenden Genossenschaftern der LookatUs.SchüGen der 1ABK vorgestellt. Ludomirska hat, ausgehend von seiner Mission, Menschen glücklich zu machen, Käse zum Lifestyleprodukt erhoben.

Holländische Käsebauern setzen seine kreativen Käseideen um, kombiniert mit Champagner und Chutneys und der einzigartigen Produktpräsentation in seinen Stores sollen die Kund/innen ein unvergessliches Einkaufserlebnis haben, um dann zum Beispiel „absolut delicious“ einen Abend zu genießen. Am 5. März 2020 wurde der erste Store und trotz Lockdown wurden in der Zwischenzeit sechs weitere Stores eröffnet. Über ein „Fran(cheese)-System“ will er seine Crazy-Cheese-Idee weltweit verbreiten.

Crazy Cheese
Quelle: https://crazy-cheese.com/ueber-uns

Die Schüler/innen der 1AK haben im Anschluss an dieses Online-Meeting die Tipps für Unternehmensgründer folgendermaßen zusammengefasst:

  • Habe Spaß, was immer du machst!
  • Glaub an das, was du macht!
  • Gib nie auf!
  • Sei ehrgeizig!
  • Mach das was du selbst gern hast!
  • Stich aus der Masse heraus und schwimme gegen den Strom!
  • Habe einen guten Kontakt zu Kunden!
  • Sei motiviert und von deiner Idee überzeugt!
  • Folge deinem Können!
  • Fasziniere den Kunden!
  • Gib dem Kunden das Gefühl – Ich möchte das haben!
  • Schau, dass du kompetente und begeisterte Mitarbeiter hast!
  • Inszeniert eure Produkte und Dienstleistungen!
  • Verkaufe dem Kunden Freude!

„Ludomirska hat uns einen Einblick in sein Crazy-Geschäftsmodell gegeben und uns wertvolle Tipps mit auf den Weg gegeben! Er hat uns bestärkt, unsere Geschäftsideen weiterzuentwickeln und uns gezeigt, dass es wichtig ist, an die Ideen zu glauben, voll und ganz dahinterzustehen, aber auch Spaß dabei zu haben.“

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Theresia Müller-Tschischej


🧀 Crazy Cheese! 🧀 Unternehmer Roland Ludomirska präsentierte den Mitgliedern unserer Schülergenossenschaft sein Marketingkonzept. Wie passend zum Beginn der Fastenzeit! 🚫🍗🚫 #ausersterhand

Gepostet von Praxis-HAK Völkermarkt am Mittwoch, 17. Februar 2021