Wieder geht eine Patenschaft zu Ende… In feierlichem Rahmen mit coronabedingtem Abstand hat sich die 5AK von Ihrem Patenunternehmen der Raiffeisenbank Eberndorf im Bürgerlustpark unter dem von den Bürgerfrauen finanzierten Pavillon, geschützt vor Regen und Sonne, verabschiedet.

Karl Schnögl, Leiter der Raika Eberndorf, und Marketingverantwortliche Anja Aleschko haben vor fünf Jahren für die 5AK die Patenschaft übernommen. Die zahlreichen Vorträge, Diskussionen, Workshops und angebotenen Praxisplätze haben den Jugendlichen Bilder zur Theorie mit auf den Weg gegeben und sie reifen lassen, um viele Dinge zu hinterfragen bzw. besser zu verstehen.

🦖Auf Einladung des Patenunternehmens Raiffeisenbank Eberndorf ist die 2AK heute bei der 😎exklusiven VIP-Premiere😎 von Jurassic World im CineCity Klagenfurt mit dabei. 🦖

Gepostet von Praxis-HAK Völkermarkt am Donnerstag, 7. Juni 2018

Begonnen hat alles mit der Gründung einer Bank aus der Sicht von Jugendlichen, dabei entwickelten sie, angeleitet durch das Canvas-Geschäftsmodell, ihre Jugend-Bank. Aleschko gab ihnen tiefe Einblicke in den Marketing-Mix einer Bank und zeigte auf, welche Rolle heutzutage dabei auch der Social-Media-Auftritt spielt. Gerne ist die Klasse dann auch der Einladung gefolgt, an der Premiere des Films Jurrasic Park teilzunehmen.

Um das Personalrecht und die Rolle des Betriebsrates besser zu verstehen, hat Josef Hirm, als Betriebsratsvorsitzender der Bank, ihnen die bedeutende Rolle eines Betriebsrates im Spannungsfeld zwischen Mitarbeiter/innen und Führung vor Augen geführt. Spannend und lehrreich waren vor allem der Workshop und die Diskussionen zum Umgang mit Krisen und Veränderungen generell. Denn wenn z.B. die Mitarbeiter/innen verstehen, worum es geht, warum es wichtig ist, sich einer Veränderung zu stellen, welche Folgen ein Nicht-Handeln hat, dann können sie die Veränderungsmaßnahmen besser annehmen und mittragen. Darin liegt auch die besondere Herausforderung für Führungskräfte Veränderungen gut einzuleiten und zu begleiten.


Dem Wandel aktiv begegnen

Gerade an diesem Thema Change Management – Veränderungen managen – hat Schnögl ins seinem Schlussstatement angeknüpft. Er führten den Schüler/innen vor Augen, dass sie sich gerade mitten in so einem Veränderungsprozess befinden, sie aber, seiner Meinung nach, nicht zur verlorenen Generation durch Corona zählen, denn die Jugendlichen haben in dieser Zeit viele Kompetenzen erworben, sich auf Veränderungen eingestellt, diese angenommen, sich selbst organisiert, Prozesse verändert, Netzwerke genutzt, Verantwortung übernommen – und somit sind alle an dieser Krise gewachsen.

„Vielleicht habt ihr das eine oder andere Thema in der Schule nicht so intensiv besprochen, aber ihr seid persönlich daran gewachsen. Ihr werdet in Zukunft nicht an Noten gemessen werden, ihr werdet als Persönlichkeiten mit euren Kompetenzen wahrgenommen werden. Geht hinaus, macht Dinge, die euch Spaß machen, und spürt, was euren Neigungen und Kompetenzen entspricht.“

– Klassenpate Karl Schnögl, Raiffeisenbank Eberndorf

Am Schluss wurden die „Paten-Jugendlichen“ mit einem Geschenk zum Abschluss der fünf spannenden Jahre überrascht.

Klassenvorständin Prof. Theresia Müller-Tschischej: „Wir bedanken uns abschließend alle im Namen der Klasse und der Praxis-HAK Völkermarkt für diese interessanten fünf Jahre. Jetzt wird die 5AK in Kürze durch die in Kürze absolvierte Matura Flügel erhalten und die Schülerinnen und Schüler werden viele bunte Wege beschreiten, Erfahrungen sammeln und ihre Erfüllung im Studium und der Arbeit finden.“

Markus Romano, Leiter der Volksbank Völkermarkt, war kürzlich auf Online-Besuch in seiner Patenklasse, der 2AK. Wieder einmal hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihr theoretisches Wissen an der Praxis zu messen. Zwei Schwerpunkte – der Einfluss von Corona auf die Bank und die Prozesse und das Marketingkonzept der Bank – wurden beleuchtet. 

Die Jugendlichen nahmen wahr, dass Corona viele Prozesse im Unternehmen nachhaltig verändern wird. Bestimmte Dienstleistungen werden in Zukunft nur mehr online abgewickelt werden. Viele Besprechungen werden in Online-Meetings abgehalten werden, da damit auch Zeit und Geld gespart werden kann. Zusätzlich verändert sich die Kommunikation mit Kunden, da auch ältere Kunden durch Corona Freude an der digitalen Kommunikation gewonnen haben. Zugleich aber hält Romano aber Folgendes fest: „Das persönliche Gespräch kann kein Online-Kanal je ersetzen! Wir suchen, auch wenn viele Dienstleistungen in Zukunft digital abgewickelt werden, nach Wegen, mit unseren Kunden in persönlichem Kontakt zu bleiben!“ 

Im zweiten Teil des Online-Meetings wurde dann das Marketingkonzept der Volksbank analysiert. Ausgehend von Ergebnissen der Marktforschung, diese wird von der Zentrale der Volksbank in Wien durchgeführt, werden Marketing-Strategien für die gesamte Volksbank entwickelt.  

Interessant war die Betrachtung der produktpolitischen Maßnahmen einer Bank. Sparbücher werden in der nächsten Zeit sicherlich vom Markt verschwinden und von „Online-Sparbüchern“ ersetzt werden. In Deutschland zum Beispiel wird überlegt, für die physischen Sparbücher sog. Verwahrgebühren zu verrechnen. Damit verändert sich das Produkt- bzw. Dienstleistungsportfolio einer Bank laufend. Während das Kreditgeschäft ursprünglich zu den Stars einer Bank zählte, so ist zu erkennen, dass das Provisionsgeschäft z.B. durch den Verkauf von Wertpapieren, Versicherungen etc. eine immer größere Bedeutung im Ertrag einer Bank erlangt und somit in die sog. Star-Position des Portfolios rückt.

Zum Anschluss wurde das Kommunikationskonzept besprochen und vor allem die Werbung mit den Skispringern „V wie Flügel“ analysiert. Die erfolgreichen österreichischen Skispringer und der damit verbundene Slogan haben einen Platz in den Köpfen der Kunden gefunden. Der V-Stil der Springer spiegelt zusätzlich das V der Volksbank wider.

„Die Volksbank identifiziert sich als Regionalbank, die ihren Kundinnen und Kunden in allen finanziellen Angelegenheiten jederzeit vor Ort zur Seite steht“, beschreibt Roman den USP der Volksbank. „Wichtig für die Kundenbindung und -gewinnung und das Wohlfühlen der Kundinnen und Kunden sind jedoch die motivierten Beraterinnen und Berater der Bank.“ 

Karl Schnögl, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Eberndorf, steht als treuer Pate der 5AK während ihrer gesamten Schullaufbahn zur Seite und hat diesmal zwei große Themen – Geschäftsmodell der Bank im Wandel und Bonitätsbeurteilung für die Kreditvergabe – mit den angehenden Maturant/innen diskutiert.

Eine Aussage zu Beginn, dass die Raiffeisenbank Eberndorf betriebswirtschaftlich gesehen, trotz Corona, ein sehr erfolgreiches Jahr zu verzeichnet habe, hat die Jugendlichen positiv überrascht. Starke Zuwächse bei den Einlagen und noch stärkere Zuwächse bei den Finanzierungen haben, zusätzlich zu den Provisionserträgen, zur positiven Entwicklung der Bank beigetragen. Corona und die Angst um eine Geldentwertung haben nicht, wie vermutet, das starke Finanzierungswachstum verursacht,  sondern Investitionszuwachsprämien veranlassten Unternehmen und die Niedrigzinsphase die Privatkunden vermehrt zu investieren.

Wie aber wirken sich Krise und Digitalisierung auf das Geschäftsmodell einer Bank aus?

Covid-19 mag gewisse Tendenzen verstärkt oder beschleunigt haben, aber am Kernstück der strategischen Ausrichtung – an der persönlichen Kundenbetreuung – wird sich nichts ändern. Im ländlichen Raum wird von den Kund/innen der direkte Kontakt mit den Berater/innen nach wie vor sehr geschätzt. Natürlich wird der Digitalauftritt modernisiert, E-Banking weiter fortschreiten und Bank-Dienstleistungen noch stärker online abschließbar werden, aber die persönliche Beratung wird bleiben.

Die Balance zwischen analogen und digitalen Gesprächskanälen zu finden, wird die Herausforderung in Zukunft werden. Die intensive Auseinandersetzung mit der Jugend hat auch gezeigt, dass Werte wie Regionalität und Nähe auch der jungen Generation wichtig sind und dass sie sich vor allem bewusst sein sollen, dass auch sie Verantwortung für ihre Region als Lebens- und Arbeitsort tragen.

Wie verläuft der Bonitätsbeurteilungsprozess und welche Auswirkungen hat dies auf die Bank?

Die Jugendlichen erkannten, dass ein guter Berater gemeinsam mit seinem Kunden seine Unterlagen, Businesspläne und Wünsche auf Plausibilität prüft, Worst-, Best- und Norm-Cases berechnet, um auch aufzuzeigen, dass man im Worst-Case imstande ist, den Kredit zurückzuzahlen. Damit erfüllt die Bank auch eine wichtige Schutzfunktion, wirkt als Korrektiv, speziell bei euphorischen Jungunternehmern.

Damit Ratingverschlechterungen bei Kunden sich nicht negativ auf das Eigenkaptalerfordernis der Bank auswirken, achtet der Kundenbetreuer trotzdem bereits bei jeder Kreditvergabe, unabhängig von der Ratingnote, auf eine gute Besicherung des Kreditengagements. Um zusätzlich unerwartete Schieflagen von Banken zu vermeiden, werden bei Banken sogenannte Stresstests vorgenommen, um auch bei ihnen Worst-Cases zu berechnen, um rechtzeitig Risikovorsorgen treffen zu können.

Prof. Theresia Müller begleitete die Einheit. Ihr Fazit: „Wieder ein spannendes Wirtschaftsgespräch! Danke für die investierte Zeit in die Patenklasse.“

Kevin Müller, Leiter der Sparkasse Völkermarkt, besuchte die 3AK, seine Patenklasse, um mit den Schüler/innen die im Unterricht behandelten Themen Führung, nachhaltige Unternehmensführung und Strategieentwicklung zu diskutieren. Natürlich war auch Corona ein Thema mit all den Auswirkungen.

Einleitend wurde aufgezeigt, dass, bedingt durch den Lockdown, die Digitalisierung wesentlich rascher vorangeschritten ist und viele Prozesse verändert hat. Rasch wurden u.a. viele Sitzungen und Schulungen, die vorher zeit- und kostenintensiv waren, auf Online-Meetings umgestellt und gleichzeitig wurden die Vorteile des digitalen Treffens von vielen wahrgenommen. In Zukunft wird sicherlich viel digital abgewickelt, auch Kredite werden per Klick gewährt werden. Aber für spezielles Fachwissen werden immer gut ausgebildete Berater gebraucht werden, die für Problemlösungen vor Ort zur Verfügung stehen.

All diese veränderten Prozesse und Abläufe, mit denen nun die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konfrontiert werden, gilt es natürlich demensprechend zu kommunizieren d.h. diese Veränderungen gilt es zu managen, um der Belegschaft auch Sicherheit zu geben.

Welche Anforderungen müssen daher Führungspersonen in der Bank erfüllen? Wird mehr Wert auf fachliche als auf persönliche Kompetenzen gelegt?

Müller zeigte klar auf, dass die fachliche Kompetenz eine Grundvoraussetzung in der Führung ist. Ob jedoch ein fachliches Detailwissen oder ein fundiertes Fachwissen gefragt ist, hängt von der jeweiligen Position ab. Ein/e Standortleiter/in braucht neben den persönlichen Voraussetzungen auch das Detailwissen, da er/sie gegebenfalls auch am Schalter spontan aushelfen muss. Bei höheren Positionen kann man im Detail nicht mehr alles wissen, dann müssen vor allem die sozialen Kompetenzen im Bereich der Personalführung ausgeprägt sein und man muss ein Visionär sein, um Strategien zu entwickeln, um langfristig am Markt erfolgreich zu bestehen.

Interessant war auch die Feststellung, dass gute Führungskräfte differenziert führen, da es ein Generationsthema ist, denn junge Mitarbeiter/innen haben ganz andere Erwartungen und Einstellungen als ältere.

Wie wird die nachhaltige Unternehmensführung in der Sparkasse gelebt, um langfristig am Markt erfolgreich zu sein und um gleichzeitig der Gesellschaft zu dienen bzw. auf die Umwelt zu achten?

Dieser in der Theorie sogenannte Corporate-Social-Resposibility-Ansatz wird in der Kärntner Sparkasse gelebt. Die Kärntner Sparkasse ist zwar eine Aktiengesellschaft, die Dividenden ausschüttet, aber 75% der Anteile stehen im Eigentum der Privatstiftung der Kärntner Sparkasse, d.h. die Gewinne, die ausgeschüttet werden, fließen in die Privatstiftung und diese fördert und finanziert Projekte in Kärnten wie z.B. die Kulturinitiative in Bleiburg oder den Nachwuchs des KAC und vieles mehr. Der Umweltschutz liegt dem Unternehmen besonders am Herzen, daher werden die Filialen viel mit heimischem Holz und möglichst CO2-neutral gebaut.

„Wieder haben die Jugendlichen wertvolle Bilder zur Theorie erhalten. Herzlichen Dank für die Zeit!“

– Prof. Theresia Müller-Tschischej

Herbert Laßnig vom Unternehmen Holc-Naturpools hat mit seiner Mitarbeiterin Melisa Malovčić, Maturantin der Praxis-HAK aus dem Schuljahr 2019/20, haben die 4AK online besucht.

„Hatten Sie Angst ums Unternehmen? Wie sind Sie und ihre Belegschaft damit umgegangen?“

Eingestiegen mit der Frage, wie das Unternehmen mit der Krise beginnend im Frühjahr 2020 umgegangen ist, wurde eine interessante Diskussion eröffnet. Dieser erste Lockdown war sicherlich gefühlt viel intensiver als der zweite, natürlich auch verbunden mit Angst, wenn auch Angst nicht weiterhilft, sondern lähmt. Diese Herausforderung wurde jedoch sehr gut von der Unternehmensleitung und den Mitarbeiter/innen angenommen, vor allem wurde auch viel diskutiert, um auch ihre Bedenken anzunehmen. Unter Einhaltung aller Schutzvorschriften ist jedoch der Entschluss gefallen, so gut es geht weiterzuarbeiten. Diese Entscheidung stellte sich danach als richtige Entscheidung heraus.

Biedermeier im Garten

Das Unternehmen mit seinem besonderen Produkt, den Holc Naturpools, der Sorge der Geldentwertung und dem Trend – den Laßnig als „Biedermaier-Trend“ bezeichnet – den Garten als erweiterten Wohnraum zu sehen, haben sicherlich dazu geführt, dass die Nachfrage trotz Krise enorm gestiegen ist. Laßnig bezeichnet das Wirtschaftsjahr 2020 als das erfolgreichste Jahr für ihn.

Diese Krise hat natürlich zu einer massiven Änderung von Prozessen im und außerhalb des Unternehmens geführt. Sitzungen, Seminare, Messen, Unternehmensprozesse werden sich verändern, gleichzeitig wird dabei die Umwelt geschont und Zeit gespart werden. Im Unternehmen habe sich, so Laßnig, vor allem Verkaufsprozesse massiv verändert. Bisher wurde vorwiegend durch den direkten, persönlichen Kundenbesuch Pools verkauft. In der Zwischenzeit hat das Unternehmen eine App erstellen lassen, die es Kunden mittels Link ermöglicht, den eigenen Garten zu filmen, einen Pool auszuwählen, um den zukünftigen Wohlfühlgarten virtuell zu sehen und vor allem zu fühlen. Vertriebspartner sollen, mit einer Fülle von digitalen Hilfsmitteln wie Image-Videos, Augmented-Reality-Brillen etc. ausgestattet, ihre Kunden betreuen. Damit wird ein Verkauf auch über weite Distanzen möglich sein.

Aus dem Archiv

Viele strategische Entscheidungen, als „Großdenken“ von Laßnig bezeichnet, sind gefällt worden. Einerseits soll der gesamte deutsche Markt durch neue Vertriebspartner, mit zahlreichen digitalen Instrumenten ausgestattet, abgedeckt werden, eine weiteres Wachstum evtl. über Franchisepartner erfolgen und die Produktpalette durch Außensaunen und Mobile Homes erweitert werden – und, ganz spannend, es soll im nächsten Jahr ein überbetrieblicher Schaupark entstehen.

Melisa Malovčić: Erfolgreicher Start ins Berufsleben

In diesem innovativen Unternehmen arbeitet Melisa Malovčić im Sekretariat mit, lernt alle Unternehmensbereiche kennen und ist derzeit stark auch in den VKI, den Verkaufsinnendienst, eingebunden. Potentielle Kunden werden von Melisa kontaktiert. Wenn diese als Zielgruppe interessant sind, dann werden diese an den VKA, Verkaufsaußendienst, weitergeleitet, mit der Hoffnung, dass der positive Verkaufsabschluss gelingt. „Grundsätzlich wollte ich mehr mit Lohnverrechnung machen, wobei ich aber jetzt sagen muss, dass mir der Verkauf auch gut gefällt, was ich nicht von mir gedacht hätte. Das Unternehmen gefällt mir auch, weil es klein ist und ich in viele Unternehmensbereiche hineinschnuppern kann. Das macht die Arbeit abwechslungsreich“, so die junge Angestellte.

Tipps hat Melisa der 4AK mit auf den Weg gegeben: Keine Angst vor der Matura zu haben, einfach laufend mit zu lernen und bezogen auf die Diplomarbeiten sollten die Jugendlichen Themen suchen, die sie wirklich interessieren, um dann mit Liebe und Interesse die dazu benötigte Literatur zu lesen.

Prof. Theresia Müller-Tschischej bilanziert: „Eine wahrlich interessante Diskussion für die 4AK, herzlichen Dank für die Zeit! Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch in Völkermarkt.“

Mit diesem Schuljahr startet in der Praxis-HAK nicht nur das neue Schulkonzept mit Smart-Learning-Klassen, auch sogenannte Schülergenossenschaften sind brandneu am Standort. Die Praxis-HAK Völkermarkt ist eine von insgesamt nur vier Schulen in ganz Österreich und die einzige in Kärnten, die an diesem Pilotprojekt des BMBWF teilnimmt und somit wieder einmal Vorreiter ist.

Schülergenossenschaften sind Schülerunternehmen mit realem Geschäftsbetrieb, klaren demokratischen Regeln und genossenschaftlichen Werten. Das didaktische Konzept der Schülergenossenschaften ermöglicht nicht nur den Aufbau eines hohen Maßes an Entrepreneurship-Kompetenz wie Eigeninitiative, Kreativität, Innovationsfreude und Marktverständnis, sondern bringt den Schülerinnen und Schülern die Genossenschaft als partizipative, regional verankerte Rechtsform näher.

Durch die Ausübung einer realen Geschäftstätigkeit der Schülergenossenschaften werden die Schülerinnen und Schüler zu logischem, kreativem und vernetztem Denken, zum genauen und ausdauernden Arbeiten, selbstständig und im Team sowie zum verantwortungsbewussten, partizipativem Entscheiden und Handeln angeleitet.

Die Schülergenossenschaften der Praxis-HAK werden von der Raiffeisenbank Eberndorf als Partnergenossenschaft unterstützt. Nachhaltiges Wirtschaften in diesen Betrieben soll den Herausforderungen, die Globalisierung und Klimawandel mit sich bringen, Rechnung tragen.

Ab diesem Schuljahr werden sich die Schüler/innen der ersten Klassen also als Unternehmer versuchen. Die erste Auftaktveranstaltung mit der Raiffeisenbank Eberndorf ist für den 16. Oktober 2020 geplant.

„Dieser neue Gegenstand bildet durch die Vernetzung mit allen anderen Unterrichtsgegenständen die Grundlage für den Aufbau fächerübergreifender Kompetenzen, welche insbesondere im Zusammenhang mit den übergreifenden Themen Entrepreneurship Education sowie Wirtschafts- und Finanzbildung gesehen werden können.“
– Direktorin Michaela Graßler


Kronen Zeitung, 31.8.2020

Gerhard Taupe, diplomierter Finanzberater und Leiter der Lebens.Bank der Raiffeisenbank Eberndorf, bestätigte den Jugendlichen der 4AK eine in vielen Zeitungen getätigte Aussage: „Sparbuch-Sparer verlieren Geld”.

Wie kann es sein, dass, wenn ich heute 100.000 Euro auf mein Sparbuch lege, dass ich Geld verliere, obwohl ich immer, egal wann ich es abhebe, 100.000 Euro von meiner Bank ausbezahlt bekomme? Den Schüler/innen der Patenklasse wurde rasch klar, dass es um die Kaufkraft des Geldes geht. Da der Zinsertrag die Inflation nicht mehr ausgleicht, verliert das Sparguthaben an Wert und man kann somit um 100.000 Euro Jahr für Jahr weniger kaufen.

Warum jedoch viele Sparer sich nicht nach Veranlagungsalternativen umsehen, hängt einerseits von der Mentalität des Menschen ab, aber andererseits auch von den mangelnden Kenntnissen über alternative Veranlagungsformen. Gerade dieses Wissen den Jugendlichen zu vermitteln, ist eine wichtige Aufgabe der kaufmännischen Schule, um junge Menschen fit in finanziellen Dingen zu machen. Wenn sie über ausreichend Wissen verfügen wie eine Anleihe, eine Aktie, ein Fonds und viele andere Veranlagungen funktionieren, welche Risiken und Chancen diese haben, wenn sie über den Tellerrand blicken, sich mit wirtschaftlichen Entwicklungen, Problemen und möglichen Problemlösungen auseinander setzen, damit dann auch Megatrends wahrnehmen, wird es ihnen auch gelingen langfristig gesehen einen guten Vermögensaufbau zu schaffen.

Taupe zeigte, dass er in Kundengesprächen zuerst ein Investmentprofil anlegt, wobei zuerst die finanziellen Verhältnisse, dann die Risikobereitschaft und der Veranlagungshorizont des jeweiligen Kunden hinterfragt wird. Der Kundenberater ist dann auch an die aus diesen Gesprächen erarbeiteten Profilen in seinen Beratungen gebunden. Weist somit ein Kunde ein Investmentprofil 1 auf, dann sollte das Portfolio zu 65% diverse Sparformen aufweisen und nur zu 35% Anleihen, allerdings von guten Emittenten. Weicht ein Kunde auf seinen eigenen Wunsch von diesem Investmentprofil ab, dann tätigt er sogenannte beratungsfreie Geschäfte.

Durch das Konzept der Wertpapierberatung der Raiffeisenbank Eberndorf wurde den Jugendlichen klar, dass es dabei nicht nur um die Erfüllung der Auflagen, die die Finanzmarktaufsicht der Banken vorschreibt, handelt, sondern dass es um den Schutz der Kunden der Bank geht. Der Kunde sollte nicht, bezogen auf seine finanzielle Situation, zu hohe Risiken eingehen, um kurzfristig Gewinne zu erzielen, sondern er sollte durch eine gute Beratung ein langfristig zufriedener Kunde der Bank sein.

Abschließend kann gesagt werden, dass die Schüler/innen der 4AK einen Einblick in die Vielfalt der Veranlagungsmöglichkeiten aus der Praxis erhalten und erkannt haben, dass langfristig gesehen eine gesunde Mischung ihres Vermögens in ihrem weiteren Leben dazu beitragen kann, dass die Kaufkraft ihres Geldes erhalten bleibt. Sie werden durch Wissen fähig sein, ihr Vermögen selbst, sicherlich zum Teil mit Hilfe von guten Beratern, erfolgreich zu managen und damit bewusst Risiken und Chancen abwägen.

Schule als Motor für die Region: Mit einem besonderen Maturaprojekt können Schülerinnen der 4AK im Ausbildungsschwerpunkt Marketing, Tourismus und Event aufwarten: Sofie Haslacher, Selina Janesch, Johanna Krainz, Johanna Huber und Anja Konatschnig laden am 14. und 21. Dezember zum Weihnachtszauber an den Klopeiner See.

Das Projektteam, das von Prof. Theresia Müller-Tschischej betreut wird, darf sich bereits jetzt über besondere Resonanz freuen, die Veranstaltung hat offensichtlich einen Nerv getroffen: In den sozialen Netzwerken wurden gemäß offiziellen Statistiken schon über 30.000 (!) Menschen erreicht. Auch Robert Karlhofer, Geschäftsführer der Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten, unterstützt das Team als Projektpartner:

https://www.facebook.com/robert.karlhofer/posts/2871984342820586

Lesen Sie nachfolgend die Einladung der Projektgruppe:

Das Maturaprojektteam der Praxis-HAK Völkermarkt lädt Sie recht herzlich dazu ein, den ersten Weihnachtsmarkt direkt am Klopeiner See am 14. und 21. Dezember 2019 ab 16 Uhr zu besuchen und sich gemeinsam mit Ihren Familien und Ihren Freunden auf die besinnliche Zeit einzustimmen. Dieser findet im Zentrum bei der Westuferstraße/Seenweg statt.

Sie erwartet unter anderem regionale Kulinarik, musikalische Unterhaltung und für die Kleinen gibt es ein breit gefächertes Kinderprogramm.

Für nähere Informationen besuchen sie uns auf Instagram unter @weihnachtszauber_klopeinersee oder Facebook unter Weihnachtszauber am Klopeiner See.

https://www.instagram.com/p/B5AZoaugy3C/

Daniel Primusch, Privatkundenbetreuer und Jungendbeauftragter der Kärntner Sparkasse, hat mit den Schüler/innen der Patenklasse, der 2AK, das Marketingkonzept der Kärntner Sparkasse analysiert. Auch bei diesem Workshop wurde viel über das Thema gestern, heute und morgen diskutiert. 

Lange Tradition – neue Ideen

Die Kärntner Sparkasse feiert ihr 200-jähriges Bestehen und in diesem Rahmen gibt es eine Fülle von Feierlichkeiten. Damit stellte sich für die Jugendlichen die Frage, wie eine Bank über so viele Jahre so erfolgreich am Markt sein kann, da sich doch die Rahmenbedingungen wesentlich geändert haben. Natur, Gesellschaft mit den Werten, Regulatorien für Banken und die Technik verändern sich, Wandel passiert immer rascher und diese Veränderungen müssen vom Unternehmen in all die strategischen Entscheidungen berücksichtigt werden, um nachhaltig erfolgreich zu bleiben. Das ist, betrachtet man die Jubiläumsfeiern, der Kärntner Sparkasse offensichtlich gelungen. 

Das Video, das Marie Schwarz, die erste Sparerin der Sparkasse, zeigt, hat bei den Jugendlichen erste Spuren hinterlassen und gezeigt, wie gestern, heute und morgen zusammengehören. Diese Dame hat aufgrund der Aussage: „Sparst du heute an, dann hast du ein besseres Leben!”  ihr erstes Sparbuch eröffnet. Dieser Moment wurde in dem Videobeitrag festgehalten – Storytelling eine der neuen kommunikationspolitischen Maßnahmen.  

Weiters wurden den Jugendlichen klar, wie wichtig die Auseinandersetzung mit Zielgruppen im Marketing ist, um darauf aufbauend den richtigen Marketing Mix zu wählen.  

Intensiv hat sich die Gruppe mit der Zielgruppe Jugendliche auseinandergesetzt. Das Jugendkonto George, das auf den erkannten Bedürfnissen der Zielgruppe Jugendliche aufbaut, mit den Zusatzleistungen wie begünstigte oeTickets, Kinogutscheine und vor allem die neuen Debit-Karten, die auch Jugendlichen den Einkauf im Internet ermöglichen, zeigten, welche Überlegungen hinter der Entwicklung des „Produktes” Jugendkonto stehen. Beworben wurde diese neue Debit-Karte mit folgendem Videoclip „Twice the nice”:

Den Abschluss bildete die interessante Frage, ob die Bank von morgen die rein digitale Bank sein wird oder doch noch Treffpunkt für Menschen mit starker digitaler Unterstützung vieler Prozesse.  

Die Sparkasse hat sich für die zweite Variante entschieden – Wohlfühlbank mit starker Digitalisierung, um mehr Zeit für Gespräche mit ihren Kunden zu haben. 

Die 1AK hat ihren Patenbetrieb, die Volksbank Völkermarkt, die gerne eine neue Patenschaft übernommen hat, kennengelernt.

Markus Romano, Filialleiter der Volksbank Völkermarkt und Poggersdorf, zeigte den Jugendlichen die unterschiedlichen Arbeitsbereiche einer Bank. Anschließend setzte er sich intensiv mit der Bedeutung der Bank im Wirtschaftskreislauf, dem Mikro- und Makroumfeld der Volksbank, auseinander, um dann auf diesem Wissen aufbauend auf das Thema – Bank gestern, heute und morgen einzugehen.

Den Schüler/innen wurde klar vor Augen geführt, dass das sogenannte St. Galler Managementmodell nicht nur ein theoretisches Modell der Betriebswirtschaft ist, sondern dass es besonders wichtig ist, dass sich ein Unternehmen intensiv mit den Veränderungen des Umfeldes auseinandersetzt, um dann Strategien entwickeln zu können, um langfristig am Markt erfolgreich zu sein.

Die Veränderungen und vor allem die Notwendigkeit der Veränderungen von Geschäftsmodellen einer Bank wurde den Jugendlichen klar. Die aktuelle schon lang andauernde Niedrigzinsphase, die Regulatorien durch die Finanzmarktaufsicht, Veränderungen in Technik und den Werten der Gesellschaft, haben zu massiven Änderungen der Unternehmenskonzepte geführt. Wie genau die Bank von morgen aussieht, weiß niemand ganz genau, aber es gibt dazu schon Visionen.

Durch folgende Schlagworte hat Romano die Bank im Wandel der Zeit beschrieben:

GesternHeuteMorgen
persönlich persönlichpersönlich
regional regionalregional
Schaltermoderndigital – enormer Zuwachs bei Banking Applikationen
Kreditgeschäft nur vor Ortdigital
BarauszahlungenKreditgeschäft vor Ort und online
Überweisungen am Schaltervorwiegend Online-Überweisungen
Auszüge persönlich an KundenAuszüge durch Kunden selbst
Doppelt so viele Mitarbeiter pro Kundenweniger Mitarbeiter
Abschlüsse händischgeringe Zinsmargen
Hohe Zinsmargen starker Anstieg der Dienstleistungsgeschäfte
Kein Dienstleistungsgeschäft

Die aktuellen Dienstleistungen / Produkte der Volksbank zeigen, wie sich die Bank an die geänderten Bedürfnisse ihre Kundinnen und Kunden angepasst hat: Persönliche Beratung mit individuellen Beratungszeiten, Ausbau der Selbstbedienungszonen, Digitales Volksbank Banking mit App Lösungen für das Smartphone und Tablets und das Kundenservicecenter via Telefon und Email und vieles mehr.

Den Abschluss bildete das Video über das neue Filialkonzept der Haspa Bankfiliale. Eine Möglichkeit, wie trotz fortschreitender Digitalisierung dennoch die Schlagworte regional und persönlich gelebt werden können: