Allen Widrigkeiten zum Trotz – technische Probleme, Internetschwankungen, zum Teil schlechte Akustik, Hybrid-Online-Meeting bedingt durch die aktuelle Coronasituation – fand heute ein interessantes Online-Meeting mit Markus Romano, Geschäftsleiter der Volksbank Völkermarkt, mit der 3AK. Frei nach dem Motto: Alles ist möglich, wenn man nur will! 

Markus Romano, Volksbank Völkermarkt

Um insbesondere die Themenbereiche rund um die Themen Strategieentwicklung, Management, Managementinstrumente besser verstehen zu können bzw. wahrzunehmen, dass diese betriebswirtschaftlichen Fragestellungen Erfolgsfaktoren für Unternehmen darstellen, war dieses Meeting besonders wertvoll.
 
Eines haben die Schüler_innen der 3AK erkannt: Der Strategieentwicklungsprozess in der Praxis entspricht jenem der Theorie. Auszug des Leitbildes der Volksbank:

Die Volksbank Kärnten ist die Hausbank der Kärntnerinnen und Kärntner und der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Kärnten.

Unsere Kunden erreichen mit der Volksbank Kärnten ihre Ziele besser, leichter und schneller.

Aus dem Leitbild der Volksbank

Ausgehend von der Mission und Vision des Unternehmens und den Werten Vertrauen, Regionalität und Kundennähe, den darauf aufbauenden Verhaltensregeln für Mitarbeiter_innen (code of coduct) und für das Management (corporate governance) und einer eingehenden Unternehmens- und Umfeldanalyse werden Strategien entwickelt. Folgende strategischen Ziele verfolgt die Volksbank in den nächsten drei Jahren, um damit die Vision, Hausbank für alle Kärntner_innen und klein- und mittelständische Unternehmen zu werden, zu verwirklichen: Steigerung der Ertragskraft, Erhöhung der Eigenkapitalquote, Kostenreduktion und gute Mitarbeiterausbildung.

Interessant war auch für die Jugendlichen die Darstellung der Volksbank im Rahmen einer SWOT-Analyse, um wahrzunehmen, dass dieses Managementinstrument helfen kann, ein Unternehmen grob zu analysieren, sich auf ein Segment zu fokussieren bzw. sich dann z.B. im Detail mit den erkannten Entwicklungspotenzialen auseinanderzusetzen, um diese dann in Stärken umzuwandeln. 

Stärken
– Regionalität
– Vertrauen
– Nähe
– Gelebte Partnerschaft 
Entwicklungspotenziale 
– Anpassung der Filialstruktur
– Kooperationen
– Digitalisierung
– Kostensenkung
– Ertragssteigerung 
Chancen
– Prozesse digitalisieren 
Risiken
– Steigerung der Ertragskraft (Grenzen?)
– Wirtschaftliche Veränderungen    

Spannend war zudem die Auseinandersetzung mit dem Thema Führung und vor allem der Einblick in die Motivation des Herrn Romano, sich dieser herausfordernden Aufgabe als Geschäftsleiter der Volksbank Völkermarkt zu stellen. Sein Wunsch, sich weiterzuentwickeln, sein betriebswirtschaftliches Interesse, seine Freude, Verantwortung für Mitarbeiter/innen zu übernehmen und mit seinen Mitarbeiter/innen am Erfolg der Bank mitzuarbeiten, haben waren seine Motivatoren diesen Weg zu gehen.  

Prof. Theresia Müller-Tschischej: „Herzlichen Dank für dieses interessante Meeting!“

Die 4AK konnte durch das Online-Meeting mit Daniel Primusch, Privatkundenbetreuer ihres Patenunternehmens, der Sparkasse Völkermarkt, die Besonderheit des Marketing-Konzeptes mit den 7 Ps von Dienstleistungsunternehmen besser verstehen.

Abgesehen von den den Jugendlichen bekannten 4 Ps – Product, Price, Place, Promotion – setzten sie sich mit den drei für sie neuen Ps – People, Process und Physical Evidence – auseinander und erkannten wie sich Produkt- von Dienstleistungsmarketing unterscheidet.

Daniel Primosch erläuterte diese sieben marketingpolitischen Instrumente anhand der Sparkasse Völkermarkt:

ProductGrob lassen sich die Dienstleistungen einer Bank in drei Ertragsbereiche – Zinsmarge, Provisionen und das Eigengeschäft – einteilen. Die Zinsmargen, wenn auch noch immer der Hauptertrag einer Bank, werden immer geringer und die Bedeutung des Provisionsgeschäftes nimmt zu.
PriceDie Preisfestlegungen für die unterschiedlichen Dienstleistungen erfolgen zentral, wobei sich die Bank verglichen mit dem Mitbewerb im mittleren Peissegment bewegt und durch die interessanten Kontoführungspakete auffällt.
PlaceDie traditionellen Verkaufskanäle in Form des direkten Kontaktes sollen auf jeden Fall beibehalten werden, wenn auch viele Prozesse digitalisiert werden.
PromotionDer Kommunikationsmix ist sehr breit und reicht von der billigsten und besten Form der Mundpropaganda bis hin zu den sehr markanten Social-Media-Kampagnen mit dem Schwerpunkt auf Storytelling. Die neue Kampagne #glaubanmorgen thematisiert die Folgen der Klimakrise.
PeopleDie Qualität der Dienstleistung und damit der Erfolg hängt ganz stark von den Mitarbeiter_innen ab. Daher achtet die Bank besonders auf das Auftreten gegenüber den Kund_innen, auf eine gute fachliche Ausbildung der Mitarbeiter_innen und ein aktives Beschwerdemanagement.
ProcessDie Arbeitsabläufe und die Bedürfnisse der Kund_innen haben sich im Verlaufe der Zeit stark verändert. Mit dem Multibanking-Plugin George können je nach Bedürfnis des Kunden viele Dienstleistungen online abgewickelt werden, aber natürlich, wenn der Kunde das persönliche Gespräch wünscht, gerne auch face-to-face in der Bank.
Physical EvidenceDie für den Kunden sichtbare Umgebung einer Dienstleistung ist ein weiteres wichtiges Instrument im Marketing-Mix. Dabei geht die Sparkasse eine besonderen Weg. Die Bank ist eine Wohlfühloase, mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit, für die Kund_innen und damit ist sie ein zentraler Treffpunkt, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Abgeschlossen wurde dieses interessante Online-Meeting noch mit einem Blick auf die Besonderheiten in der Kreditvergabe bei Privatkunden, wobei besonders die Vorgangsweise beim Erstellen der Haushaltsrechnung betrachtet wurde.

Prof. Theresia Müller-Tschischej: „Danke nochmals für die Bilder, die die Jugendlichen durch dieses Meeting erhalten haben. Dadurch wird es ihnen erleichtert, die Theorie zu verstehen.“

Seit dieser Woche befinden sich Österreichs Schulen wieder in einer „Sicherheitsphase“, externe Personen dürfen daher aktuell nicht am Unterricht teilnehmen. Flexibilität ist also gefragt – und die Mitglieder der Praxis-HAK Völkermarkt stellen einmal mehr unter Beweis, solche Herausforderungen meistern zu können.

Schon in der vergangenen Woche besuchten – damals war das noch möglich! – unter Einhaltung der entsprechenden Hygienebestimmungen Karl Schnögl und Gerhard Wolf von der Raiffeisenbank Eberndorf die Schüler_innen der 1AK und gaben erste Einblicke in die aktuellen Herausforderungen, mit denen die Mitarbeiter_innen im Bankwesen konfrontiert sind.

Dieser Tage gastierte Daniel Primusch, Privatkundenbetreuer der Kärntner Sparkasse, nun virtuell in der 4AK. Er erläuterte die Bedeutung des Dienstleistungsmarketings für die Bank, zusätzlich wurden im BW-Unterricht von Prof. Theresia Müller-Tschischej die Besonderheiten im Kreditvergabeprozesss von Privatkunden gemeinsam analysiert.

Die 4BK erhielt wertvolle Tipps für professionelle Online-Auftritte. Das Projekt „Be Real! – Gutes Auftreten, leicht gemacht“, finanziert vom Landesjugendreferat Kärnten ermöglichte diesen Workshop, in dem Edith Reitzl, Persönlichkeitstrainierin und Modelschulbesitzern, sechs wichtige Regeln für einen gelungenen Online-Auftritt demonstrierte.

Anders als bei Präsenzmeetings und -unterricht fehlt bei Online-Auftritten der Blickkontakt zwischen Moderator und den Teilnehmer/innn. Dadurch sind die Teilnehmer leichter abgelenkt und sollten folglich noch mehr aktiviert werden.

Um sich professionell ins rechte Licht zu rücken, hat Edith Reitzl den Schüler/innen die folgenden „goldenen Regeln“ vorgestellt:

Regel #1: Professionelle technische Ausstattung und Rahmenbedingungen

Wesentlich sind gut funktionierende Headsets, Mikros und Kameras, eine stabile Netzverbindung, um eine optimale Tonalität und beste optische Verhältnisse zu garantieren. Der Einsatz von mehreren Lichtquellen in Form von Deckenflutern mit LED-Lampen, Schreibtischleuchten und anderen sorgt für eine vorteilhafte Belichtung. Der Hintergrund sollte neutral sein, ohne Motive und persönliche Gegenstände, um die TeilnehmerInnen gut voneinander abzugrenzen.

Eine Lichtquelle im Hintergrund (Fenster) verdunkelt das Gesicht. Zu beachten sind eine aufgeräumte Umgebung und das Vermeiden von Lärm und störenden Hintergrundgeräuschen.

Regel #2: Adäquates Auftreten und Aussehen vor dem Bildschirm

Zu den Netiquette-Regeln zählt vor allem der respektvolle und höfliche Umgang miteinander. Die eigene Vorstellung der Moderatorin/des Moderators erfolgt mit einem Klarnamen. Die Verwendung eines aktuellen und professionellen Fotos im Profil ist erforderlich. Interaktionen mit den Teilnehmern/innen erhöhen die Aufmerksamkeit.

Über 80% der Wahrnehmung eines Menschen erfolgt durch „Sehen“, daher ist sehr viel Aufmerksamkeit der Kleidung, der Wahl der Farben und Muster, der Körpersprache und dem gepflegten Äußeren zu widmen. Gut geeignet ist eine farbenfrohe, ungemusterte Bekleidung und für die weiblichen Teilnehmer ein intensiveres Make-up.

Regel #3: Klares Rollenverständnis als Host und TeilnehmerIn und deren Verantwortlichkeiten

Der Organisator des Meetings, auch „Host“ genannt, achtet auf seine Aufgaben, wie das Teilen von Bildschirmen, das Aufheben der Stummschaltung, des pünktlichen Starts des Meetings und vor allem auf die Kommunikationsregeln.

Regel #4: Didaktische Möglichkeiten wirksam nutzen

Um die Zusammenarbeit mit den Teilnehmern effizient und abwechslungsreich zu gestalten, setzt man unterschiedliche Methoden und Tools ein, wie Google Forms, Mentimeter, Jamboard, Conceptboard und viele andere. Mit diesen Tools können die vier wichtigsten Kompetenzen des 21. Jahrhunderts trainiert werden:

  • Kreativität
  • Kritisches Denken
  • Kommunikation
  • Kollaboration (Zusammenarbeit)

Regel #5: Besonderheiten des Kommunikationsverhaltens in Kollaborationstools

Die Konzentration bei Online-Meetings lässt sehr schnell nach, daher ist es ratsam, nach einer Stunde eine längere Pause von mindestens 15 Minuten zu machen („Power-Pause“).
Als Abstandsregel vor dem Bildschirm gilt, eine Armlänge Distanz einzuhalten, damit das Gesicht nicht zu breit und nicht zu gelblich wirkt. Es ist wichtig, ruhig zu sprechen, sich wenig zu bewegen und immer in die Kamera zu blicken.

Regel #6: Energetische Impulse bis zum Abschluss einbringen

Längere Meetings führen zu Online-Müdigkeit, da es keine Körpersprache und kein persönliches Gegenüber gibt, was die Sicherheit verringert. Ständige Aktivierung ist daher noch wichtiger als bei Präsenzmeetings.

Die teilnehmenden Schüler/innen waren sehr beeindruckt von diesen Informationen und platzierten ihre Eindrücke mittels dem Tool „jambord“.

„Wir bedanken uns bei Edith Reitzl für die Zusammenarbeit mit unserer Schule, die bereits über viele Jahre hinweg im Gegenstand Business Behaviour erfolgt.“

– Prof. Judith Laschkolnig


Edith Reitzl – beliebter Gast an der Praxis-HAK

„Einzigartig. Wie du“ – Hinter dem neuen Slogan des Kärntner Erfolgsunternehmens Griffnerhaus verbirgt sich seine Philosophie: Jedes Fertighaus wird individuell geplant und hergestellt. Die Schüler/innen der 4BK erhielten in einem Online-Meeting viele interessante Details zur Unternehmensstrategie, zum Marketing, zur Personalpolitik und zur Markterweiterung. Michael Pletschko, selbst Absolvent der Praxis-HAK Völkermarkt und nun Leiter des Einkaufs, Projektmanager und Prokurist erläuterte gemeinsam mit Mag. Theres Lassnig, Marketingleiterin, die Besonderheiten dieses Fertigteilhausproduzenten.

Für die Schüler/innen waren dies Anknüpfungspunkte an zentrale Unterrichtsinhalte:

Grundlagen der Produktpolitik

  • Nachhaltige und ökologische Bauweise
  • Natürliche Materialen überwiegend aus heimischer Herkunft
  • Ausschließlich Niedrigenergiehäuser
  • Fertigbauweise, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten ist
  • Orientierung auf Design und besondere Architektur
  • Kooperation mit Partnern zur Designoptimierung: Gestaltung der Musterhäuser
  • Serviceleistungen nach Übergabe

Grundlagen der Kommunikationspolitik

  • Präsenz auf Social Media
  • Planung von Events und diversen Veranstaltungen
  • Pflege von Kundenbeziehungen
  • Inserate in Fachzeitschriften
  • Vertretung auf Messen
  • Maßnahmen im Bereich Public Relation in Form von: Werksführungen, Tage der offenen Tür, Medienberichte, Newsletter und Bauherren-Infoabende

Die Erkenntnis, dass das Unternehmen nur so gut ist wie seine Mitarbeiter/innen, ist in diesem Unternehmen besonders stark ausgeprägt. Die Mitarbeiterführung und -entwicklung basiert auf Mitarbeitergesprächen, familienfreundlichen Maßnahmen und individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen steht im Vordergrund aller Maßnahmen und Entscheidungen, lautete die klare Botschaft. Sei es der Kunde, der Mitarbeiter oder der Lieferant, nur die Zufriedenheit aller gewährleistet eine wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmensstrategie.

Mitarbeitermotivation erfolgt durch individuelle Arbeitszeitmodelle, viele Sozialleistungen und finanzielle Zuschüsse und vor allem durch ständige Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Welcher Haustyp bist du? 💛 Bungalow 💛 Box 💛 Sqaure 💛 Classic? https://www.griffner.com/haustypen/

Gepostet von Griffnerhaus am Dienstag, 2. März 2021

Im internationalen Geschäft beschränkt sich das Unternehmen auf den süddeutschen Markt. Um den CO2-Ausstoss des Transportes zu minimieren, sollen Häuser so nahe wie möglich am Werk aufgestellt werden. Die Marktbearbeitung erfolgt hauptsächlich durch selbständige Handelsvertreter/innen, die den Erstkontakt im jeweiligen Musterhauszentrum knüpfen.

Ein wesentliches Erfolgskriterium ist sicherlich die mengenmäßige Begrenzung der produzierten Fertighäuser, um qualitative und quantitative Ressourcen nicht zu sprengen.

Die Schüler/innen stellten in dieser Konferenz zahlreiche fachbezogene Fragen und trugen damit zu einer lebendigen Gesprächssituation bei.

Prof. Judith Laschkolnig: „Wir bedanken uns recht herzlich für dieses Gespräch bei Michael Pletschko und Theres Lassnig.“

Kevin Müller, Teamleiter Jauntal und damit verantwortlich für die Filialen Völkermarkt, Bleiburg und neuerdings Eberndorf, sprach mit den Schüler/innen der 3BK kürzlich über das Personalmanagement in der Kärntner Sparkasse.

Kevin Müller, Kärntner Sparkasse

Jedes Jahr gehen zahlreiche Bewerbungen für Praktika, aber auch für fixe Anstellungen nach Abschluss der HAK im Unternehmen ein. Worauf kommt es dabei an? Was ist entscheidend dafür, dass man die Vorauswahl übersteht und am „Assessment Day“ teilnehmen darf? Darüber informierte Müller ebenso wie über die vielfältigen Möglichkeiten zur Weiterbildung, die das Unternehmen seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet.

Wichtige Tipps an die Schüler/innen waren:

  • vermeidet Standardbewerbungen mit nichtssagenden Floskeln
  • bereitet euch sorgfältig auf Bewerbungsgespräche vor und setzt euch vorab mit dem Unternehmen auseinander, in dem ihr arbeiten möchtet

Mitarbeitergespräche als wichtiges Führungs- und Feedbackinstrument und die vielfältigen Karriere­möglichkeiten auch auf Landesebene waren weiteren Themen, die zur Sprache kamen.

Wir danken herzlich für den interessanten Einblick in die Praxis.

– Prof. Felizitas Wedenig

Marco Sommer, Präventionsbeauftragter der Schuldnerberatung Kärnten, besuchte auch heuer wieder die vierten Klassen im Unterrichtsfach Recht. Er brachte den Schüler/innen in einem Online-Vortrag interessante und lehrreiche Informationen über seine Tätigkeit näher und gab hilfreiche Tipps im Umgang mit Geld. Um Überschuldung von Beginn an zu vermeiden, riet er z.B. zur Führung eines Haushaltsbuch, der verstärkten Verwendung von Bargeld und sich bei Anschaffungen bewusst Zeit für die Entscheidung zu nehmen.

Laut aktuellen Studien und Umfragen sind in Österreich speziell Menschen unter 35 Jahren immer stärker konsumgetrieben und können ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen. Auch unzählige Werbetouchpoints im Internet und den Sozialen Medien, die zielgerichtete Werbung an die Konsumenten/innen weitergeben, tragen zu diesem irrationalen Konsumverhalten bei. Sommer betonte daher auch die Notwendigkeit sich in der Schule stärker und bewusster mit dem Thema Geld auseinanderzusetzen und Geldthemen nicht als Tabu anzusehen.

Heuer war auch erstmals die 3. Klasse der Handelsschule im Fach BWRR (Betriebswirtschaft, Wirtschaftliches Rechnen und Rechnungswesen) mit dabei. Gerade für die Schüler/innen der Abschlussklasse sind die Appelle und Hinweise von Experten Sommer von besonderer Bedeutung, da sie schon bald ins Berufsleben einsteigen werden und so in der Lage sein müssen, sich einen guten Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen und ihr Geld eigenständig zu verwalten.

Wie in vielen anderen Bereichen hinterlässt die allgegenwärtige Pandemie auch im täglichen Geschäft von Sommer und seinen Kolleg/innen in der Schuldnerberatung Kärnten seine Spuren. Sie rechnen, sobald die staatlichen Corona- Unterstützungssysteme auslaufen, mit einem enormen Anstieg an Personen, die in den nächsten Monaten bei ihnen um Beratung und Unterstützung anfragen werden. Bei derzeit über 500.000 Menschen ohne Job in Österreich müssen viele bereits den Gürtel enger schnallen und immer mehr Menschen haben immer weniger zum Leben.

Im Rahmen ihres Projekts für ihre Abschlussarbeit „Future of farming“ organisierten Lea Majstorovic, Markus Hartl, Thomas Hartl, Fabian Koch und Pascal Wurmitzer, Schüler/innen der Abschlussklasse der Handelsschule, einen Livestream zum Thema „regionale Land- und Forstwirtschaft in Österreich“ für die gesamte Klasse 3BK.

Gabriel Meusburger vom Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum präsentierte das normalerweise als Wanderausstellung konzipierte Themenfeld rund um die Land- und Forst­wirtschaft. Im ersten Teil rückte dieser die Forstwirtschaft in den Mittelpunkt, die – wie in auch in anderen hochentwickelten Volkswirtschaften – mit 1,4 % nur einen geringen Teil am BIP ausmacht, dennoch von zentraler Bedeutung auch für das Gemeinwohl ist, hat der Wald neben seiner Ertragsfunktion für die betroffenen Betriebe auch wichtige Funktionen für alle Menschen.

Monokulturen durch den Anbau der schnell wachsenden und gut zu verarbeitenden und vermarktenden Fichte (Borkenkäfer) führten in letzter Zeit gemeinsam mit den Folgen der Klimakrise (trockene Böden) zu enormen Schäden für die Forstwirte, auch weil das Überangebot an Schadholz die Preise sinken ließ.

Im zweiten Teil ging es um den für die Ernährung jedes Landes zentralen Wirtschaftszweig der Landwirtschaft. Trotz drastischem Strukturwandel durch Technisierung und Globalisierung, der auch mit enormen Preissenkungen für landwirtschaftliche Produkte einherging, sichern österreichische Betriebe auch heute zu 90 % den Nahrungsmittelbedarf.

Strenge Auflagen und Kontrollen in Österreich sorgen für hohe Qualität der Lebensmittel, welche auch durch verschiedene Gütesiegel dokumentiert wird. Außerdem hat Österreich mit 25 % den größten Anteil an Biobetrieben in der Landwirtschaft.

Zahlreiche Maßnahmen der GAP (Gemeinsamen Agrarpolitik) in der EU unterstützen eine nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen. Dennoch stehen landwirtschaftliche Betriebe und die Menschen, die davon leben, aufgrund des Klimawandels und der anhaltenden Globalisierung vor ständig neuen Herausforderungen.

Die Ausführungen machten deutlich, dass auch Unternehmen in der Land- und Forstwirtschaft ständig auf die sich wandelnden Umfeldfaktoren reagieren müssen und in ihren Entscheidungen hinsichtlich Produktion, Investitionen, Vermarktung, Logistik usw. vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie andere Unternehmen auch.

Die Informationen boten somit auch für die Schüler/innen der HAK einen interessanten Einblick im Fach Betriebswirtschaft nicht explizit behandelte Wirtschaftszeige. Herzlichen Dank für die interessanten Ausführungen!

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik, Prof. Felizitas Wedenig und Prof. Daniela Wiedenbauer


So sieht es aus, wenn das Abschlussprojekt online geht! 🚀 Ein Bild von Markus Hartl, Mitglied der Gruppe unserer…

Gepostet von Praxis-HAK Völkermarkt am Dienstag, 26. Januar 2021

Andreas Golob, Leiter der Arbeiterkammer Völkermarkt und Absolvent der Praxis-HAK, hat die 3AK online besucht. Interessant für die Schüler/innen war die Beschreibung seines Werdegangs, den er nach der Matura beschritten hat. Begonnen zunächst mit dem Studium der Betriebswirtschaft, wechselte er zum Jusstudium und durch sein Gerichtsjahr, die Erfahrungen der Arbeit eines Anwaltes bzw. die Mitarbeit in der Rechtsabteilung eines Unternehmens, hat er eine Orientierung für seine weitere Arbeit gefunden. Golob arbeitete zunächst als Referent für die Arbeiterkammer Klagenfurt und erhielt dann das Angebot, die Arbeiterkammer Völkermarkt zu leiten. Gerne stellt er sich dieser Herausforderung und ist stolz, wieder in seiner Heimatgemeinde den Menschen in rechtlichen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Die Jugendlichen, begeistert von dem sehr unkomplizierten Vortrag von Andreas Golob, spürten seine Begeisterung für seine Arbeit und nahmen gleichzeitig wahr, welche Rolle die Arbeiterkammer auch für sie spielen kann. Die AK ist eine gesetzliche Interessensvertretung und alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind Pflichtmitglieder dieser Arbeitnehmervertretung. Mit einem Beitrag von nur ca. sieben Euro pro Monat können sie aber eine Fülle von Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Zum Beispiel zählen dazu Dienstleistungen wie die Gewährung eines zinslosen Darlehens, die Hilfe bei allen rechtlichen Fragen wie z.B. dem Arbeitsrecht mit dem Check von Arbeitsverträgen, mit der Vertretung beim Arbeitsgericht, dem Finanzrecht mit der Steuerberatung und der Arbeitnehmerveranlagung. Diese Fülle and Dienstleistungen kann unentgeltlich in Anspruch genommen werden.

Mag. Andreas Golob, Absolvent der Praxis-HAK

Ein Generationenwechsel in der Bezirksstelle der Arbeiterkammer in Völkermarkt steht bevor: Andreas Golob, Referent im…

Gepostet von Arbeiterkammer Kärnten am Donnerstag, 26. November 2020


Damit man sich das immense Arbeitsvolumen der AK besser vorstellen kann, nun einige Zahlen: In Kärnten hat die AK ca. 200.000 Mitglieder. 40 Beraterinnen und Berater haben im Vorjahr ca. 133.000 Beratungen durchgeführt und haben den Mitgliedern zu ca. 32,1 Mio. Euro verholfen, sei es aufgrund arbeitsrechtlicher oder finanzrechtlicher Beratung bei der Arbeitnehmerveranlagung.

„Für mich als ehemalige Klassenvorständin von Andreas Golob ist es besonders schön zu sehen, welche interessanten Wege unsere Schülerinnen und Schüler nach der Praxis-HAK beschreiten. Ich freue mich mit ihren Erfolgen und Wegen.“

– Prof. Theresia Müller-Tschischej

Abgerundet wurde diese spannende Diskussion durch die Beschreibung der Aufgabengebiete des ÖGB, der WKO dabei wurde die Zusammenarbeit dieser Institutionen beleuchtet und die Bedeutung der Sozialpartnerschaft in Österreich aufgezeigt.

Zum Schluss wurde auch noch geklärt, dass die Arbeiterkammer eine wichtige Rolle bei der Vereinbarung der Kurzarbeit in der Corona-Krise gespielt hat, um eine massive Arbeitslosigkeit zu vermeiden und um den Unternehmen zu helfen, diese Krise zu überwinden. Gerade die Pandemie und damit zusammenhängend u.a. Fragen zum Home Office und zur unterschiedlichen Handhabung der Kurzarbeit führte und führt auch zu starken Anfragen bei der Arbeiterkammer.

Am heutigen Vormittag erhielten die Digital-Expert/innen aus 3ABK im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie fachkundigen Besuch aus der Praxis. Nadja Kropp, Marketingleiterin der Kleinen Zeitung in Kärnten und Osttirol, und Christian Wetternig, Büroleiter der Kleinen Zeitung in St. Veit und Feldkirchen, gaben spannende Einblicke, wie sich der Redaktionsalltag, aber auch das Wirtschaftsmodell von Tageszeitungen in Zeiten der Digitalisierung rasant verändern – Corona-Effekte inklusive!

„Von der Postkutsche zur Eisenbahn“

So beschreibt Wetternig die Wandlung in der Medienbranche, die sich in der jüngsten Vergangenheit vollzieht. „1999 fingen einzelne Kollegen an, Inhalte der gedruckten Zeitung online bereitzustellen, und lange Zeit blieb es bei diesem Vorgehen. Heute sind wir eine Redaktion, die die Bereiche Print und Online gleichermaßen abdeckt. Doch mittlerweile gilt das Prinzip online first. Das erhöht den Druck auf die Mitarbeiter enorm.“ Seit 2016 wird in diesem Zusammenhang auf kostenpflichtige Onlineinhalte gesetzt, auch um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sicherzustellen.

Die vielschichtigen Tätigkeitsfelder der Mitarbeiter/innen der Kleinen Zeitung sind nicht nur vom digitalen Wandel bestimmt. Kropp, die nach der Matura ein Wirtschaftsstudium absolvierte und zunächst in Graz beim größten Medienunternehmen Südösterreichs anheuerte, gab Einblicke in den Eventbereich, den die Kleine Zeitung bedient. So geht das Unternehmen rund 300 Kooperationen jährlich ein, hinzu kommen zahlreiche eigene Events. „Im letzten Jahr waren das natürlich viele Livestreams, es ist uns aber auch wichtig, in die Bezirke zu gehen. Regionalität ist ein wichtiger Wert für uns.“

Deutlich wurde dadurch auch die Verwobenheit von Medien und Wirtschaft. „Unsere Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über den Lesermarkt sowie den Werbemarkt.“ Dabei kann die Kleine Zeitung weiterhin auf einen treuen Kreis an Leser/innen bauen, rund 90.000 Abos werden alleine in Kärnten abgesetzt. Im Steigen begriffen sind die Digitalabos, mittlerweile rund 50.000 – immer häufiger als digital only.

„Wer postet, ist Journalist“

Diskutiert wurden angeregt von Fragen der Schüler/innen auch die Bedeutung von Journalist/innen im Social-Media-Zeitalter, das Thema Fake News und die Zukunft des Berufsfelds. Wetternig: „Wir in der Medienbranche sind uns einig, dass diese Themen in die Schulen müssen. Wer postet, ist heute eine Journalist – dessen muss man sich bewusst sein. Damit hat sich Grundlegendes in der Gesellschaft geändert.“

„Ihr seid die Champs der Zukunft!“

– Christian Wetternig über die Schüler/innen des Multimedia-Schwerpunkts

Sowohl für eine berufliche Karriere in der Medienbranche als auch im Umgang mit Informationen im Alltag sind digitale Kenntnisse heute das Um und Auf, darüber sind sich Kropp und Wetternig einig. „Die Anforderungen und das Tempo steigen in den verschiedensten Bereichen und wer hier einen Bezug zum Digitalen hat, ist enorm im Vorteil. Ihr Jugendlichen seid mit eurer Ausbildung die Champs der Zukunft.“

Für Wetternig war es übrigens eine virtuelle Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Er maturierte 1994 an der Praxis-HAK Völkermarkt und begann im Anschluss ein Studium der Fächer Psychologie und Philosophie. Aus dem Zuverdienst als freier Mitarbeiter bei der Kleinen Zeitung wurde jedoch nach zwei Monaten eine Fixanstellung – ebenso eine Erfolgsstory.