Am heutigen Vormittag erhielten die Digital-Expert/innen aus 3ABK im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie fachkundigen Besuch aus der Praxis. Nadja Kropp, Marketingleiterin der Kleinen Zeitung in Kärnten und Osttirol, und Christian Wetternig, Büroleiter der Kleinen Zeitung in St. Veit und Feldkirchen, gaben spannende Einblicke, wie sich der Redaktionsalltag, aber auch das Wirtschaftsmodell von Tageszeitungen in Zeiten der Digitalisierung rasant verändern – Corona-Effekte inklusive!

„Von der Postkutsche zur Eisenbahn“

So beschreibt Wetternig die Wandlung in der Medienbranche, die sich in der jüngsten Vergangenheit vollzieht. „1999 fingen einzelne Kollegen an, Inhalte der gedruckten Zeitung online bereitzustellen, und lange Zeit blieb es bei diesem Vorgehen. Heute sind wir eine Redaktion, die die Bereiche Print und Online gleichermaßen abdeckt. Doch mittlerweile gilt das Prinzip online first. Das erhöht den Druck auf die Mitarbeiter enorm.“ Seit 2016 wird in diesem Zusammenhang auf kostenpflichtige Onlineinhalte gesetzt, auch um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sicherzustellen.

Die vielschichtigen Tätigkeitsfelder der Mitarbeiter/innen der Kleinen Zeitung sind nicht nur vom digitalen Wandel bestimmt. Kropp, die nach der Matura ein Wirtschaftsstudium absolvierte und zunächst in Graz beim größten Medienunternehmen Südösterreichs anheuerte, gab Einblicke in den Eventbereich, den die Kleine Zeitung bedient. So geht das Unternehmen rund 300 Kooperationen jährlich ein, hinzu kommen zahlreiche eigene Events. „Im letzten Jahr waren das natürlich viele Livestreams, es ist uns aber auch wichtig, in die Bezirke zu gehen. Regionalität ist ein wichtiger Wert für uns.“

Deutlich wurde dadurch auch die Verwobenheit von Medien und Wirtschaft. „Unsere Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über den Lesermarkt sowie den Werbemarkt.“ Dabei kann die Kleine Zeitung weiterhin auf einen treuen Kreis an Leser/innen bauen, rund 90.000 Abos werden alleine in Kärnten abgesetzt. Im Steigen begriffen sind die Digitalabos, mittlerweile rund 50.000 – immer häufiger als digital only.

„Wer postet, ist Journalist“

Diskutiert wurden angeregt von Fragen der Schüler/innen auch die Bedeutung von Journalist/innen im Social-Media-Zeitalter, das Thema Fake News und die Zukunft des Berufsfelds. Wetternig: „Wir in der Medienbranche sind uns einig, dass diese Themen in die Schulen müssen. Wer postet, ist heute eine Journalist – dessen muss man sich bewusst sein. Damit hat sich Grundlegendes in der Gesellschaft geändert.“

„Ihr seid die Champs der Zukunft!“

– Christian Wetternig über die Schüler/innen des Multimedia-Schwerpunkts

Sowohl für eine berufliche Karriere in der Medienbranche als auch im Umgang mit Informationen im Alltag sind digitale Kenntnisse heute das Um und Auf, darüber sind sich Kropp und Wetternig einig. „Die Anforderungen und das Tempo steigen in den verschiedensten Bereichen und wer hier einen Bezug zum Digitalen hat, ist enorm im Vorteil. Ihr Jugendlichen seid mit eurer Ausbildung die Champs der Zukunft.“

Für Wetternig war es übrigens eine virtuelle Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Er maturierte 1994 an der Praxis-HAK Völkermarkt und begann im Anschluss ein Studium der Fächer Psychologie und Philosophie. Aus dem Zuverdienst als freier Mitarbeiter bei der Kleinen Zeitung wurde jedoch nach zwei Monaten eine Fixanstellung – ebenso eine Erfolgsstory.

Unter dem Titel „Kärnten GESTERN – HEUTE – ÜBERMORGEN“ präsentiert die Praxis-HAK Völkermarkt an diesem Wochenende ihren Beitrag zum Jubiläumsjahr „100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“ auf YouTube. Prof. Mario Kraiger gestaltete im Rahmen der Carinthija-2020-Initiative eine sehenswerte Dokumentation, die ab sofort am YouTube-Kanal der Schule abrufbar ist.

Im Kern des Films geht es darum, unser Bundesland aus der Sicht von zwei zugezogenen Kärntnern zu beleuchten. Kraiger: „Neben einer Ist-Analyse der Stärken und Schwächen von Kärnten geht es dabei auch um mögliche Zukunftspotenziale unseres Bundeslandes. Medienmanager/innen des Ausbildungsschwerpunkts Multimedia und Informationstechnologie unserer Schule fungieren bei diesem Projekt als Regisseure des Films und „Forscher“ über ihr Bundesland, um es letztlich multiperspektivisch mit all seinen Facetten und seiner gewachsenen Vielseitigkeit zu erfassen und somit besser verstehen zu können.“


Erasmus+-Projekte im Bereich der „Strategischen Partnerschaften“ haben nicht nur die Mobilität, den Austausch guter Praxis von Schüler/innen und Lehrpersonen mit Partnerschulen in anderen EU-Ländern zum Ziel, es geht in dieser Sparte auch um die Realisierung eines konkreten Outputs in Form eines nachhaltigen Produkts. An der Praxis-HAK Völkermarkt wurde unter der Ägide von Prof. Mario Kraiger zwischen 2017 und 2019 ein länderübergreifender Kino-Spielfilm unter dem Projekttitel „Freund – Prijatelj II“ produziert. Herausgekommen ist der Krimi „Still ruht der See“, der mittlerweile auch zum Landesmeister 2020 der Kärntner Filmautoren gekürt wurde.

Die österreichische Nationalagentur als Verwalterin österreichischer Erasmus+-Projekte reicht alljährlich herausragende Projekte zu einem Award-Bewerb ein und tat dies auch mit unserem Projektergebnis. Eine internationale EU-Jury nominierte das Filmprojekt – gemeinsam mit vier anderen Projekten – für den „Erasmus+ Award 2020“ als Good-Practice-Projekt im Bereich Strategischer Partnerschaften. Mit der Auszeichnung wird zu diesem gelungenen und vorbildlichen Projekt gratuliert.

Die Verleihung des Preises wird Anfang Dezember stattfinden, wobei eines der fünf nominierten Projekte als Gesamt-Gewinner ausgezeichnet werden wird.

Wir dürfen also gespannt sein, ob sich „Still ruht der See“ tatsächlich als Siegerprojekt herausragen wird!

Es ist ohnehin eine Schattenseite unserer Zeit, doch gerade in Tagen wie diesen schießen die Fake News online regelrecht aus dem Boden: Totale Ausgangssperren, industriell hergestellte Viren im globalen Wirtschaftskrieg oder auch die Gerüchte um angeblich gefährliche staatliche Maßnahmen machen im Netz aktuell laufend die Runde. Hier ein Beispiel, dass die Aufdecker-Plattform mimikama.at aufgedeckt hat:

Faktencheck: „Nimm keine Maske aus dem Supermarkt an, sie hat Virus Spuren“Aktuell wird auf Social Media ein Sharepic…

Gepostet von mimikama am Samstag, 4. April 2020

In diesen besonderen Tagen besitzen Medien also eine Schlüsselrolle in der Gesellschaft, um die Bevölkerung verlässlich zu informieren. Daher machten sich die Schüler/innen der 3ABK im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie auf, um das Mediennutzungsverhalten in ihrem Umfeld mithilfe selbst entwickelter Fragebögen zu beleuchten. Was bei der Befragung dutzender Personen herausgekommen ist, präsentierten sie live als Onlinereferat im Unterricht von zuhause aus – eine gelungene technische Premiere.

Im Fake-News-Verdacht und doch im Fokus: Soziale Netzwerke

Gleich vierzig Personen befragten Sarah Holzer, Michelle Müller, Ramona Jann und Laura Urban (alle 3AK). Dabei zeigte sich, dass die Befragten vor allem klassischen Medien Glauben schenken: Fernsehen, Radio und Zeitung. Sozialen Netzwerken wird dagegen häufiger misstraut – und trotzdem nutzen viele vor allem Facebook, um einen Überblick über die Nachrichtenlage zu behalten.

Pia Benétik, David Grossauer, Melanie Uitz und Mic Wegner (alle 3BK) forschten in dieselbe Richtung. Sie hinterfragten insbesondere, wie die Leser/innen mit möglichen Fake News umgehen – und mehr als drei Viertel der Studienteilnehmer/innen gaben an, Nachrichten regelmäßig oder zumindest hin und wieder zu überprüfen. Ebenso setzte sich die Gruppe mit dem Umgang der Menschen mit den Maßnahmen der Bundesregierung auseinander. Erfreulich: Eine große Mehrheit hält sich an die Bestimmungen.

Weniger kritisch präsentierten sich die Befragten, deren Meinungen Dominik Robnik (3BK) vorstellte. Sie überprüfen Quellen seltener, vertrauen aber vor allem auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie die sogenannten Qualitätszeitungen, der ORF wird als besonders wichtige Informationsquelle in diesen Tagen angesehen. Ausländische Medien spielen dagegen eine geringe Rolle.

Neugierig, jedoch kritisch: Schüler verfolgen die Entwicklungen

Ausgehend von den Ergebnissen der Erhebungen wurde auch der eigene Medienkonsum beleuchtet. „Was mir klar war, ist, dass fast keiner zu dieser Zeit auf die sozialen Netzwerke vertraut, denn es kursieren viele Fake-News. Auch ich erkundige mich in der Krisenzeit sehr viel über Neuigkeiten, jedoch nur über Fernsehen wie ORF, in der Zeitung oder im Radio“, meint etwa Michelle Müller. „Ich bin zwar gerne auf den sozialen Plattformen unterwegs, jedoch nehme ich hier die Infos nicht so ernst, denn auch ich wurde schon mit Fake-News konfrontiert.“

Dominik Robnik schlägt in dieselbe Kerbe. Er folgt führenden Politikern im Netz aktiv, um sich zu informieren: „In diesen Zeiten sehe ich hauptsächlich die ZIB, um mich jeden Tag auf den neuesten Stand zu bringen. Ich lese auch ab und an die Kleine Zeitung oder online Die Presse, weiters folge ich auf Twitter dem Bundeskanzler und lese mir auch seinen Tweets durch.“

Prof. Martin Erian, der die Jugendlichen per Distance Learning betreut, hält fest: „Die Umfragen sind natürlich nicht repräsentativ für ganz Österreich, verdeutlichen aber doch zwei Dinge: Auch Schülerinnen und Schüler konsumieren Nachrichten auf Facebook & Co. durchaus kritisch – und sie greifen in schwierigen Zeiten immer noch gerne auf klassische Medien zurück.“

„Still ruht der See“ ist der Titel eines Heimatkrimis, der von einem engagierten Völkermarkter Filmteam unter Beteiligung zweier Schulen – der Praxis-HAK Völkermarkt und des Gymnasiums Ravne na Koroskem – sowie des Filmclubs Völkermarkt über zwei Jahre hindurch in Südkärnten realisiert wurde.

Der 78-minütige Spielfilm feierte vergangenen September seine Premiere im Stadtkino Villach und wurde nun bei der diesjährigen Landesmeisterschaft der Kärntner Filmautoren – ausgetragen vom Filmclub Villach – als bester Film bzw. Landesmeister 2020 ausgezeichnet.

„Im Namen der gesamten Filmcrew mit über 60 Beteiligten freuen wir uns ganz besonders, dass der enorme Aufwand, den wir über zwei Jahre betrieben haben, von der Jury honoriert wurde“, zeigt sich Regisseur und Hauptdarsteller Daniel Zivkovic, selbst früherer HAK-Schüler, überwältigt. Er zeichnet auch gemeinsam mit Andreas Oven und Marina Mang für das Drehbuch, die Grundlage eines guten Films, verantwortlich.

Neben dem Landesmeister-Titel und der Auszeichnung mit Gold – Filmclub-Mitglied Edwin Wiegele gewann mit seiner Dokumentation „500 Meter Luftlinie“ übrigens ebenfalls Gold – erhielt der „No-Budget-Film“ einen Sonderpreis für die bemerkenswerte Kameraarbeit von Mario Kraiger, der sich diese Funktion mit Nik Gradisnik teilte und auch als „Cutter“ und Produzent fungierte: „Ich bin stolz, dass wir mit unserer Arbeit ein international kinotaugliches Werk geschaffen haben und kann nur jedem Beteiligten – ob vor oder hinter der Kamera – sowie allen Unterstützern dafür danken.“

Dass ein solches Projekt überhaupt umsetzbar ist, ist natürlich auch den zahlreichen ehrenamtlichen Darstellern in Haupt- oder Nebenrollen geschuldet: Neben Kommissarin Simone Leski, die mittlerweile am Next Liberty in Graz tätig ist, Werner Wulz, als Theater-Darsteller international gefragt, Alfred Aichholzer, unter anderem tätig bei der Neuen Bühne Villach, oder Uros Zavodnik, der im Film den skurrilen Ortspfarrer spielt, tritt auch Völkermarkter Lokalmatador Franz Wank vor der Kamera in Aktion. Der besondere Aufwand, der bei diesem Projekt betrieben wurde, zeigt sich beispielsweise ebenso in der akustischen Gestaltung: Iris Wallner aus Wien komponierte eigens die Filmmusik für dieses Werk.

Der Plot: Am idyllischen Seeufer eines Bergdorfes wird die Leiche eines 17-jährigen Mädchens (gespielt von Anna Diederich von der Praxis-HAK Völkermarkt) aufgefunden. Sofort machen sich Kommissar Hannes Egger (Daniel Zivkovic) und seine Kollegen von der Mordkommission auf die Suche nach dem Mörder. Die eingeschworene Gemeinschaft scheint etwas zu wissen. Doch das Dorf schweigt.

Der Krimi geht nun weiter zur Staatsmeisterschaft, die Ende Mai in Kärnten im Kino Millstatt stattfindet. Einreichungen bei zahlreichen internationalen Filmfestivals sind ebenso geplant wie den Film demnächst für ein breites Fernseh- und Kinopublikum verfügbar zu machen.

Bereits Tradition besitzt die Arbeit der Jugendlichen der Praxis-HAK mit Schüler/innen der Neuen Mittelschule Völkermarkt anlässlich des weltweiten Safer-Internet-Aktionsmonats. In diesem Jahr gestalteten Schüler/innen des Ausbildungsschwerpunkts Multimedia und Informationstechnologie interaktive Workshops rund um Instagram, Snapchat und TikTok.

Durchgeführt wurden die eineinhalbstündigen Einheiten am heutigen Vormittag mit den vier dritten Klassen. Diskutiert wurden gelungene und misslungene Postings, die Bedeutung persönlicher Daten und die Möglichkeiten, die Sicherheitseinstellungen den Usern bieten.

Der Vormittag bot nicht nur den Schüler/innen der NMS auf spielerische Art wichtige Informationen zum Umgang mit sozialen Netzwerken, sondern ermöglichte auch den HAK-Multimedia-Expert/innen wertvolle Erfahrungen. Simon Benétik fungierte als Referee beim Schere-Stein-Papier-Best-of-Three, Verena Buch und Sarah Plösch organisierten kurzerhand Ersatz für das vergessene Plakatpapier. Insgesamt war es einmal mehr ein gelungenes Unterfangen. Lena Werkl: „Es hat viel Spaß gemacht, weil die Kinder von Anfang aktiv mit bei der Sache waren. Es war eine spannende Erfahrung, einmal vor der Klasse zu stehen. Wir haben aber auch gemerkt, dass der Lehrerjob kein Zuckerschlecken ist.“ Nachsatz Michelle Poličars: „So etwas könnten wir öfter machen. Wir konnten der nächsten Generation wirklich Sinnvolles mitgeben.“

Prof. Martin Erian begleitete die Schüler/innen: „Unsere Jüngsten im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia haben im Stress der letzten Semesterwochen diese Workshops vorbereitet und mustergültig durchgeführt. Dazu kann ich nur gratulieren!“

Als Workshopleiter/innen fungierten Simon Benétik, Verena Buch, Maximilian Dumpelnik, Nicolas Lube, Nico Petrač, Sarah Plösch, Michelle Poličar und Lena Werkl aus der 3AK bzw. 3BK.

Der heutige Vormittag stand für die Schüler/innen der dritten Klassen im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie ganz im Zeichen eines Workhops mit Isabell Koinig. Die gebürtige Lavanttalerin leitet an der Alpen-Adria-Universität mit Media und Convergence Management ein englischsprachiges Masterstudium an der Schnittfläche von Kultur, Wirtschaft und Technik.

Im Vordergrund der eineinhalbstündigen Einheit standen Fragen rund um die Themenbereiche Medienmanagement und Medienkonvergenz – aus technischer, kultureller, aber auch wirtschaftlicher Perspektive. So wurden nicht nur Wertschöpfungsketten und die Anzeigen-Auflagen-Spirale diskutiert, sondern auch Medienunternehmen wie YouTube oder Disney analysiert, die den klassischen Medienmarkt gehörig durcheinanderbringen.

Anhand aktueller Zahlen zeigte Koinig nicht nur die globale Bedeutung von Medienunternehmen als wertvollste Großkonzerne auf, sondern thematisierte auch veränderte Konsumgewohnheiten und Werbestrategien im Streamingzeitalter.

Was besonders hängen blieb: Nur fünf Prozent der täglich wahrgenommenen Informationen bleiben bei den Konsument/innen tatsächlich hängen, zwei Prozent der Werbeeinschaltungen. Die betreuenden Lehrkräfte Prof. Martin Erian und Prof. Mario Kraiger im Ausbildungsschwerpunkt hoffen, der Unterricht erzielt etwas mehr Wirkung.

In der vergangenen Woche feierte die Erasmus+-Produktion „Still ruht der See“ im Villacher Stadtkino seine umjubelte Weltpremiere. Projektleiter Prof. Mario Kraiger durfte – wie berichtet – dabei zahlreiche Gäste begrüßen.

Bei der Erstaufführung mit dabei war aber auch ein Team des ORF Kärnten. Der Beitrag ist nun in der täglichen Informationssendung „Kärnten heute“ ausgestrahlt worden:

Im vollbesetzten Saal 1 des Villacher Stadtkinos im Zentrum der Stadt fand am gestrigen Abend die Weltpremiere des Heimatkrimis „Still ruht der See“ statt. Die 78-minütige Produktion entstand als Erasmus+-Projekt zwischen der Praxis-HAK Völkermarkt und dem Gymnasium Ravne na Koroškem, als Gesamtkoordinator fungierte Prof. Mario Kraiger. Ihm zur Seite stand der frühere HAK-Schüler Daniel Zivkovic, der unter anderem als Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Erscheinung trat.

Bei einer Premiere, die in Erinnerung bleibt, mit dabei waren nicht nur zahlreiche Schüler/innen der kooperierenden Schulen, die beiden Schulleiter, Lehrkräfte und Darsteller/innen, sondern auch viele Angehörige. Ebenfalls begrüßt werden konnten seitens der Praxis-HAK unter anderem der frühere Direktor Valentin Blantar sowie der frühere Administrator Prof. Harald Ebner.

An der zweijährigen Produktion waren Schüler/innen wie auch Professionisten beteiligt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Auf die erstmalige Vorführung folgt Mitte November die Premiere in Ravne, weitere Kino- oder auch TV-Ausstrahlungstermine sind aktuell in Verhandlung.

Alles begann im Oktober 2017 und wird am 27. September 2019 im Stadtkino Villach seinen würdigen Abschluss mit der Kino-Weltpremiere finden. Die Rede ist vom zweijährigen länderübergreifenden Spielfilmprojekt der Praxis-HAK Völkermarkt, das in Kooperation mit dem Gymnasium Ravne na Koroškem dank der Unterstützung von Erasmus+ realisiert wird.

Bei vorliegendem Projekt „Freund – Prijatelj“ geht es um einen 78-minütigen Krimi. Als Kulisse wurden verschiedene Südkärntner Locations wie der Turnersee, Eberndorf, Zell Pfarre bzw. das Koschutahaus, St. Margarethen am Kömmel oder die Pathologie des Krankenhauses Slovenj Gradec herangezogen. Da es sich um ein schul- und länderübergreifendes Jugendprojekt unter der Leitung von Prof. Mario Kraiger handelt, versteht sich das überregionale Filmprojekt als hervorragendes Mittel, den filmischen Nachwuchs in Kärnten und seiner Grenzregion zu Slowenien zu fördern und zu motivieren. Dies gelingt beispielsweise auch dadurch, dass die beteiligten Jugendlichen mit regionalen Professionisten aus der Film- und Tonbranche im Zuge des Projekts zusammenarbeiten.

„Am idyllischen Seeufer eines Bergdorfes wird die Leiche eines 17-jährigen Mädchens (gespielt von Anna-Sophie Diederich, 5AK) aufgefunden. Sofort machen sich Kommissar Hannes Egger (HAK-Absolvent Daniel Zivkovic) und seine Kollegen von der Mordkommission auf die Suche nach dem Mörder. Die eingeschworene Gemeinschaft scheint etwas zu wissen. Doch das Dorf schweigt.“
– Der Plot

Den Trailer gibt’s bereits auf YouTube:

Professionelle Arbeit vor und hinter der Kamera

Zudem zeichnet sich diese Filmproduktion durch ein hohes Niveau, ein originelles Drehbuch und darstellerische Qualitäten aus (nahezu alle Darsteller/innen sind Absolvent/innen der Filmschule Klagenfurt). Projektleiter Kraiger erklärt das weitere Vorgehen: „Nach der Premiere sind zahlreiche internationale Filmfestival-Teilnahmen und Ausstrahlungen geplant.“

Doch nicht nur die große Aufmerksamkeit für die künstlerischen Leistungen besitzen besonderen Stellenwert. Kraiger: „Ein wesentliches Ziel des Projektes war es etwa, die beteiligten Schülerinnen und Schüler aus beiden Schulen im Zuge von Workshops mit Professionisten aus der Film- und Audiobranche zu vernetzen.“ Besonders stolz darf die angehende Maturantin Anna-Sophie Diederich sein: Sie hat auch vor der Kamera eine wichtige Rolle inne.

Premiere: Freitag, 18:30 Uhr, Stadtkino Villach