Kärnten gedenkt dieses Jahr dem hundertjährigen Referendum, in dem sich 59% gegen den Anschluss Südkärntens an den jugoslawischen Staat und damit für ein geeintes Kärnten entschieden. Insbesondere den damals über 10.000 slowenischsprechenden Kärnter/innen ist der Verbleib Kärntens als Teil Österreichs verdanken. Heute, hundert Jahre nach der Volksabstimmung, gilt es, sich angemessen an diese Zeit zu erinnern. Aus diesem Grund finden zahlreiche Projekte, Veranstaltungen und Feiern – diesjährig leider im kleineren Rahmen – statt.  

Nach dem Startschuss, der Rede Anna Lobnigs am Völkermarkter Hauptplatz, werden auch an der Praxis-HAK Völkermarkt verschiedene interdisziplinäre schulische Projekte initiiert, die ab sofort in den zweiten, dritten, vierten und fünften Klassen starten. In den zweiten Klassen werden Prof. Martin Erian, Prof. Andrea Knauder und Prof. Georgi Wehr in Deutsch und Politische Bildung den Schüler/innen nicht nur einen Einblick in den historischen Teil des Themas gewähren, sondern auch Statistiken und Gedichte zur Thematik werden behandelt.

Prof. Hornbogner wird mit den dritten Klassen ehemalige Reden zum 10. Oktober analysieren. Ein Filmprojekt, das von Prof. Daniela Wiedenbauer in Recht und Prof. Tanja Kramer in Religion durchgeführt wird, beschäftigt die vierten Klassen. Am 3. November wird dafür die Künstlerin Milena Olip an die Schule kommen und den Schüler/innen des vierten Jahrganges einen Film vorführen, der als Grundlage für einen Diskurs dienen soll.

Prof. Erians fünfte Klassen wiederum setzen sich in Internationale Wirtschafts- und Kulturräume kritisch mit Aspekten der Erinnerungskultur auseinander.

Abstimmungsgebietekaernten

Titelbild: CC-BY Mglanznig

Das einhundertjährige Jubiläum des 10. Oktobers und damit der Kärntner Volksabstimmung ist für die Klassen der Praxis-HAK Völkermarkt der Startschuss für die intensive Auseinandersetzung mit der regionalen Geschichte.

Ein Highlight zum Start: Mit Anna Lobnig, Schülerin der 5AK, durfte ein Mitglied der Schulgemeinschaft die Gedenkfeier am Völkermarkter Hauptplatz eröffnen. In ihrer Rede blickte die angehende Maturantin nicht nur auf die vergangenen hundert Jahre zurück, sondern warf auch die Frage auf, vor welchen Herausforderungen die Erinnerungskultur heute steht.

Auszüge aus der Rede Lobnigs:

Wenn wir heute auf unsere Geschichte zurückblicken, sind wir auch gefordert, gemeinsam Ideen für die Zukunft zu entwickeln, um als Gemeinschaft der Kärntnerinnen und Kärntner, der hier Geborenen und der Zugezogenen, der Deutschsprachigen, der Slowenischsprachigen, der Anderssprachigen eine Vision zu verfolgen. Eine gemeinsame Vision, die es uns erlaubt, unsere Region in ihrer Schönheit zu erhalten, für uns und für die nächsten Generationen. Der Kärntner Abwehrkampf, die Volksabstimmung und die vielen Auseinandersetzungen sind unvergessliche Teile davon. Gemeinsam brauchen wir eine Perspektive, um diese Geschichte für unser Bundesland, unsere Region, unsere Heimat positiv fortschreiben zu können.

Dafür braucht es das Bemühen aller, und hier will ich gerade meine Generation in die Pflicht nehmen. Es liegt in unser aller Hand, verehrte Festgäste, und in unserer Verantwortung, Erinnerungen zu pflegen, aber auch Vorstellungen weiterzuentwickeln und unsere Region in eine positive Zukunft zu führen. Eines ist sicher: Es ist die Mühe wert.

Den gesamten Text lesen Sie auf kultur.hak-vk.at.

Bei herrlichem Herbstwetter trafen sich die Mädchen der fünften Klassen beim Reiterhof Peteln am Klopeiner See, um einen etwas anderen Turnunterricht zu erleben. Ausgestattet mit Helm ging es begleitet von Prof. Bettina Pešec und Prof. Margit Ragger in zwei Gruppen los: Für diejenigen, welche den Reitsport noch nie ausprobiert hatten, war es eine tolle Gelegenheit einmal hineinzuschnuppern. Die meisten waren sehr positiv überrascht, wie viel Spaß das Reiten eigentlich macht.

„Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.“

– Friedrich von Bodenstedt

Die Fortgeschrittenen konnten alleine in der Reithalle ihre Runden galoppieren. Die aufrechte Haltung einiger Mädchen sah schon sehr professionell aus. Für die meisten Schülerinnen war es ein toller Nachmittag am Reiterhof Peteln, der vielleicht im Laufe des Semesters noch einmal wiederholt werden wird.

Bereits traditionell lädt die Praxis-HAK Völkermarkt Anfang Oktober zum alljährlichen Stelldichein der Direktor/innen und Bildungsberater/innen der Region, um über aktuelle Entwicklungen zu informieren und den schulübergreifenden Austausch anzuregen. Dies ist auch im Corona-Jahr 2020 der Fall – allerdings diesmal in virtueller Form.

Am morgigen Dienstag kommt es daher zur Videokonferenz der Bildungsfunktionäre Südkärntens. Direktorin Michaela Graßler: „Es ist uns ein Anliegen, als nach außen offene Schule immer wieder mit verschiedensten Playern aus Bildungswesen und Wirtschaft im Gespräch zu bleiben. Wir freuen uns über die Bereitschaft der Vertreterinnen und Vertreter der Schulen des Bezirks, so dass wir dieses Treffen virtuell auf die Beine stellen können.“

Hier finden Sie Impressionen aus den Vorjahren:

Weitere Bilder gibt es in den sozialen Netzwerken:

„Immer höflich, aber nicht unterkriegen lassen!“: Mit diesem Fazit beschloss Organisator Gerhard Leeb einen stimmigen Abend unweit der Annabrücke, bei dem das Überwinden von Grenzen eine zentrale Rolle spielte – ob Alters- bzw. Generationsgrenzen oder Sprach- und Ortsgrenzen. Es war dies die Vernissage zur Ausstellung an der Draubrücke zwischen Gallizien und Grafenstein, die Teil des Projekts ist, das die Tageszeitung Kurier kürzlich als die „aktuell größte Kunst-Intervention im öffentlichen Raum in Europa“ bezeichnete.

Schüler/innen der Praxis-HAK Völkermarkt präsentierten gemeinsam mit Edwin Wiegele sowie den Projektbetreuern Prof. Daniela Wiedenbauer und Prof. Josef Zore ihre Arbeiten für das Projekt Brücken bauen – gradimo mostove im Rahmen der Carinthija-2020-Initiative des Landes Kärnten. Leonie Sablatnig (3BK), Leonie Heimhilcher (4BK) sowie Jakob Haimburger und Florian Stojec (beide 5BK) lasen dabei lyrische Texte und verdeutlichten, wie sich Probleme hin in Richtung globaler Problemfelder verschieben, von regionalen Zwistigkeiten hin zu großen Bedrohungen. So betonte auch Leeb: „Dieses Projekt ist ein Manifest für unseren Planeten. Die Jugend hat verstanden, dass wir einen Wandel brauchen. Wir Alten sind oft noch nicht so weit.“

Mit dabei waren nicht nur zahlreiche Mitglieder der Schulgemeinschaft, sondern u.a. Superintendent Manfred Sauer, Igor Pucker als Leiter der Kulturabteilung des Landes Kärnten sowie die Bürgermeister Stefan Deutschmann und Hannes Mak. Für den musikalischen Rahmen sorgten Klausi Lippitsch und Eliz Schweizer.


Weitere Schnappschüsse finden Sie auf Facebook wie auch Instagram.

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Die Brücke beim Verbund-Wasserkraftwerk Annabrücke an der Drau ist Schauplatz des Kunstprojektes „Grenzenlos – Neomejene“, das im Rahmen des kärntenweiten Projekts „Brücken Bauen – Gradimo Mostove“, durchgeführt wird.

Die Schülerinnen und Schüler aus drei verschiedenen Klassen der Praxis-HAK Völkermarkt haben gemeinsam mit dem Maler und Grafiker Edwin Wiegele die Brücke durch Bilder und Texte inszeniert. Das Thema der Arbeiten behandelt die kritische Auseinandersetzung mit Grenzkonflikten in einem vereinten Europa, angesichts einer globalen Umwelt- und Klimakrise. Das Projekt unterstreicht auch die Notwendigkeit, bisherige politische Problemlösungsstrategien zu überdenken, weil diese bisher meist national-staatlich orientiert waren. Umwelt- und Klimaschutz brauchen aber gesamteuropäische, noch besser globale Lösungsansätze.

Die Eröffnung der Bilderausstellung findet am Freitag, 25. September 2020 um 17:00 Uhr statt. Präsentiert wird außerdem ein Video, das auf Deutsch und Slowenisch gestaltet wurde und Schüler/innen und Professoren/innen der Praxis-HAK gemeinsam mit Edwin Wiegele zeigt. Untermalt wird dieses mit kreativer Wassermusik, komponiert von Klaus Lippitsch, der auch vor Ort für die musikalische Umrahmung sorgt.

Die Professoren Josef Zore und Daniela Wiedenbauer haben die Schülerinnen und Schüler seit dem Schuljahr 2019/20 betreut und begleitet und möchten noch gerne eine Kernaussage des Projektes in den Mittelpunkt rücken: „Diskutiert nicht über Ortstafeln, sondern über Möglichkeiten und Wege, wie wir unsere Heimat Erde für uns und unsere Nachkommen erhalten können!“

„Still ruht der See“ ist der Titel eines Heimatkrimis, der von einem engagierten Völkermarkter Filmteam unter Beteiligung zweier Schulen – der Praxis-HAK Völkermarkt und des Gymnasiums Ravne na Koroskem – sowie des Filmclubs Völkermarkt über zwei Jahre hindurch in Südkärnten realisiert wurde.

Der 78-minütige Spielfilm feierte vergangenen September seine Premiere im Stadtkino Villach und wurde nun bei der diesjährigen Landesmeisterschaft der Kärntner Filmautoren – ausgetragen vom Filmclub Villach – als bester Film bzw. Landesmeister 2020 ausgezeichnet.

„Im Namen der gesamten Filmcrew mit über 60 Beteiligten freuen wir uns ganz besonders, dass der enorme Aufwand, den wir über zwei Jahre betrieben haben, von der Jury honoriert wurde“, zeigt sich Regisseur und Hauptdarsteller Daniel Zivkovic, selbst früherer HAK-Schüler, überwältigt. Er zeichnet auch gemeinsam mit Andreas Oven und Marina Mang für das Drehbuch, die Grundlage eines guten Films, verantwortlich.

Neben dem Landesmeister-Titel und der Auszeichnung mit Gold – Filmclub-Mitglied Edwin Wiegele gewann mit seiner Dokumentation „500 Meter Luftlinie“ übrigens ebenfalls Gold – erhielt der „No-Budget-Film“ einen Sonderpreis für die bemerkenswerte Kameraarbeit von Mario Kraiger, der sich diese Funktion mit Nik Gradisnik teilte und auch als „Cutter“ und Produzent fungierte: „Ich bin stolz, dass wir mit unserer Arbeit ein international kinotaugliches Werk geschaffen haben und kann nur jedem Beteiligten – ob vor oder hinter der Kamera – sowie allen Unterstützern dafür danken.“

Dass ein solches Projekt überhaupt umsetzbar ist, ist natürlich auch den zahlreichen ehrenamtlichen Darstellern in Haupt- oder Nebenrollen geschuldet: Neben Kommissarin Simone Leski, die mittlerweile am Next Liberty in Graz tätig ist, Werner Wulz, als Theater-Darsteller international gefragt, Alfred Aichholzer, unter anderem tätig bei der Neuen Bühne Villach, oder Uros Zavodnik, der im Film den skurrilen Ortspfarrer spielt, tritt auch Völkermarkter Lokalmatador Franz Wank vor der Kamera in Aktion. Der besondere Aufwand, der bei diesem Projekt betrieben wurde, zeigt sich beispielsweise ebenso in der akustischen Gestaltung: Iris Wallner aus Wien komponierte eigens die Filmmusik für dieses Werk.

Der Plot: Am idyllischen Seeufer eines Bergdorfes wird die Leiche eines 17-jährigen Mädchens (gespielt von Anna Diederich von der Praxis-HAK Völkermarkt) aufgefunden. Sofort machen sich Kommissar Hannes Egger (Daniel Zivkovic) und seine Kollegen von der Mordkommission auf die Suche nach dem Mörder. Die eingeschworene Gemeinschaft scheint etwas zu wissen. Doch das Dorf schweigt.

Der Krimi geht nun weiter zur Staatsmeisterschaft, die Ende Mai in Kärnten im Kino Millstatt stattfindet. Einreichungen bei zahlreichen internationalen Filmfestivals sind ebenso geplant wie den Film demnächst für ein breites Fernseh- und Kinopublikum verfügbar zu machen.

In den vergangenen beiden Jahren konnte die Praxis-HAK Völkermarkt beim bundesweiten Starke-Schulen-Award gleich zwei Mal überzeugen: 2018 gab es den Landespreis der Expertenjury, 2019 wurde bundesweit ein Spitzenrang erreicht. Aus diesem Grund greift auch in diesem Jahr ein von Prof. Daniela Wiedenbauer unterstützes Team wieder an.

Das aktuelle Voting – hier kann abgestimmt werden!

Für Jakob Haimburger und Florian Stojec ist es ihr Maturaprojekt, Schüler/innen der 2BK und 3BK sind ebenfalls mit dabei: Gemeinsam mit Künstler Edwin Wiegele wird im Rahmen des Carinthija-2020-Projekts „Brücken Bauen – Gradimo Mostove“ die Annabrücke, die direkt über das Verbund-Wasserkraftwerk führt und eine Radfahrbrücke ist, kreativ bespielt. Mehr dazu hier.

Diese Initiative reichten die Jugendlichen beim Starke-Schulen-Award ein – und ab heute läuft das Voting. Täglich abstimmen – unter diesem Link!

https://www.facebook.com/PraxisHakVoelkermarkt/posts/1519731781532925?__tn__=-R

Kunstprojekt der Praxis-HAK Völkermarkt und Edwin Wiegele zum 100-Jahr-Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung 

Der Bürgerlustpark in Völkermarkt war heute Schauplatz der Dreharbeiten für den Videoclip zur Teilnahme der Praxis-HAK Völkermarkt am Starke-Schulen-Award 2019 in der Kategorie Starke Partnerschaft.

Die Projektgruppe, die aus Schüler/innen aus drei verschiedenen Klassen (2BK, 3BK und 4BK) besteht, hat gemeinsam mit Edwin Wiegele, Maler und Grafiker aus Haimburg, ein Kurzvideo zum Projekt „Brücken Bauen – Gradimo Mostove“ gedreht. Es handelt sich hier um ein Projekt der Landesausstellung Carinthija 2020, initiiert von Gerhard Leeb, Künstler aus Villach. Die Jugendlichen der Praxis-HAK Völkermarkt werden unter künstlerischer Anleitung Wiegeles die Annabrücke in Gallizien, die direkt über das Verbund-Wasserkraftwerk führt und eine Radfahrbrücke ist, bespielen.

Beim Starke-Schulen-Wettbewerb startet demnächst online das Voting für die besten Beiträge, ehe man sich der Expertenjury stellt. Wie in den Vorjahren peilt die Praxis-HAK einen bundesweiten Spitzenplatz an.

Michelle Müller und Ramona Jann, Schülerinnen der Praxis-HAK Völkermarkt, bekamen in der letzten Woche vor den Semesterferien die Möglichkeit, im Rahmen einer Veranstaltung des Umweltbildungszentrum Steiermark (UBZ) und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)  im JUFA Bleiburg eine dreitägigen Lehrgang zum Jugendgesundheits-Coach zu besuchen, um ihr Bewusstsein und Wissen zu erweitern. Die fachlich-methodische Ausbildung beinhaltet Themen der Umwelt (Klima, Lärm, Lebensmittel), der psychischen und physischen Gesundheit sowie Konsum- und Medienwelt.

Mithilfe dieser Ausbildung werden die SchülerInnen ausgewählte Gesundheitsthemen in Form von Workshops oder Vorträgen Inhalte an jüngere SchülerInnen vermitteln, um ihr Zertifikat als Jugendgesundheitscoach zu erhalten. Begleitet werden die Schülerinnen von den Lehrpersonen Prof. Claudia Eberhard, Prof. Tanja Kramer und Schulärztin Dr. Johanna Mayr.

„Die dreitägige Ausbildung war sehr abwechslungsreich und anschaulich gestaltet. Wir bekamen viel Inputs für die Gestaltung von Workshops und freuen uns schon unser Wissen umzusetzen“, so Michelle Müller und Ramona Jann.