Die 4BK erhielt wertvolle Tipps für professionelle Online-Auftritte. Das Projekt „Be Real! – Gutes Auftreten, leicht gemacht“, finanziert vom Landesjugendreferat Kärnten ermöglichte diesen Workshop, in dem Edith Reitzl, Persönlichkeitstrainierin und Modelschulbesitzern, sechs wichtige Regeln für einen gelungenen Online-Auftritt demonstrierte.

Anders als bei Präsenzmeetings und -unterricht fehlt bei Online-Auftritten der Blickkontakt zwischen Moderator und den Teilnehmer/innn. Dadurch sind die Teilnehmer leichter abgelenkt und sollten folglich noch mehr aktiviert werden.

Um sich professionell ins rechte Licht zu rücken, hat Edith Reitzl den Schüler/innen die folgenden „goldenen Regeln“ vorgestellt:

Regel #1: Professionelle technische Ausstattung und Rahmenbedingungen

Wesentlich sind gut funktionierende Headsets, Mikros und Kameras, eine stabile Netzverbindung, um eine optimale Tonalität und beste optische Verhältnisse zu garantieren. Der Einsatz von mehreren Lichtquellen in Form von Deckenflutern mit LED-Lampen, Schreibtischleuchten und anderen sorgt für eine vorteilhafte Belichtung. Der Hintergrund sollte neutral sein, ohne Motive und persönliche Gegenstände, um die TeilnehmerInnen gut voneinander abzugrenzen.

Eine Lichtquelle im Hintergrund (Fenster) verdunkelt das Gesicht. Zu beachten sind eine aufgeräumte Umgebung und das Vermeiden von Lärm und störenden Hintergrundgeräuschen.

Regel #2: Adäquates Auftreten und Aussehen vor dem Bildschirm

Zu den Netiquette-Regeln zählt vor allem der respektvolle und höfliche Umgang miteinander. Die eigene Vorstellung der Moderatorin/des Moderators erfolgt mit einem Klarnamen. Die Verwendung eines aktuellen und professionellen Fotos im Profil ist erforderlich. Interaktionen mit den Teilnehmern/innen erhöhen die Aufmerksamkeit.

Über 80% der Wahrnehmung eines Menschen erfolgt durch „Sehen“, daher ist sehr viel Aufmerksamkeit der Kleidung, der Wahl der Farben und Muster, der Körpersprache und dem gepflegten Äußeren zu widmen. Gut geeignet ist eine farbenfrohe, ungemusterte Bekleidung und für die weiblichen Teilnehmer ein intensiveres Make-up.

Regel #3: Klares Rollenverständnis als Host und TeilnehmerIn und deren Verantwortlichkeiten

Der Organisator des Meetings, auch „Host“ genannt, achtet auf seine Aufgaben, wie das Teilen von Bildschirmen, das Aufheben der Stummschaltung, des pünktlichen Starts des Meetings und vor allem auf die Kommunikationsregeln.

Regel #4: Didaktische Möglichkeiten wirksam nutzen

Um die Zusammenarbeit mit den Teilnehmern effizient und abwechslungsreich zu gestalten, setzt man unterschiedliche Methoden und Tools ein, wie Google Forms, Mentimeter, Jamboard, Conceptboard und viele andere. Mit diesen Tools können die vier wichtigsten Kompetenzen des 21. Jahrhunderts trainiert werden:

  • Kreativität
  • Kritisches Denken
  • Kommunikation
  • Kollaboration (Zusammenarbeit)

Regel #5: Besonderheiten des Kommunikationsverhaltens in Kollaborationstools

Die Konzentration bei Online-Meetings lässt sehr schnell nach, daher ist es ratsam, nach einer Stunde eine längere Pause von mindestens 15 Minuten zu machen („Power-Pause“).
Als Abstandsregel vor dem Bildschirm gilt, eine Armlänge Distanz einzuhalten, damit das Gesicht nicht zu breit und nicht zu gelblich wirkt. Es ist wichtig, ruhig zu sprechen, sich wenig zu bewegen und immer in die Kamera zu blicken.

Regel #6: Energetische Impulse bis zum Abschluss einbringen

Längere Meetings führen zu Online-Müdigkeit, da es keine Körpersprache und kein persönliches Gegenüber gibt, was die Sicherheit verringert. Ständige Aktivierung ist daher noch wichtiger als bei Präsenzmeetings.

Die teilnehmenden Schüler/innen waren sehr beeindruckt von diesen Informationen und platzierten ihre Eindrücke mittels dem Tool „jambord“.

„Wir bedanken uns bei Edith Reitzl für die Zusammenarbeit mit unserer Schule, die bereits über viele Jahre hinweg im Gegenstand Business Behaviour erfolgt.“

– Prof. Judith Laschkolnig


Edith Reitzl – beliebter Gast an der Praxis-HAK

Um aus Fachwissen tatsächlich nützliche Kompetenzen zu formen, ist die aktive Anwendung von Wissen elementar. In diesem Zusammenhang besitzen die Übungsfirmen an der Praxis-HAK Völkermarkt seit vielen Jahren eine Schlüsselrolle, die Cyberbox GmbH wurde jüngst anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens ausgezeichnet. Um auch jenen Jugendlichen, die noch nicht im Betriebswirtschaftlichen Fachzentrum aktiv wurden, Einblicke zu ermöglichen, haben Ramona Jann und Michelle Müller (beide 4AK) bei Prof. Ulrike Messner-Lasnik nachgefragt, was das Modell der Übungsfirmen auszeichnet.

Schüler/innen des Ausbildungsschwerpunkts Multimedia und Informationstechnologie entwickelten im vergangenen Semester bei Prof. Martin Erian kleine Website-Projekt zu schulischen Themen und führten in diesem Zusammenhang auch Interviews. Ausgewählte davon werden nun auf www.hak-vk.at veröffentlicht.


Wie sind Sie auf die Idee gekommen, dass Sie das Fach ÜFA unterrichten wollen?

Die Übungsfirma Cyberbox GmbH wurde im Schuljahr 1997/1998 von meinem Kollegen Mag. Valentin Blantar gegründet, als er im Jahr 1999 Direktor an unserer Schule wurde, habe ich diese von ihm übernommen. Das Arbeiten und die Leitung einer Übungsfirma gilt als Herzstück und wird als der USP von Handelsakademien definiert. Da ich immer Neues kennenlernen will und mich gerne weiterentwickle, habe ich diese Herausforderung angenommen, denn das pädagogisches Modell Übungsfirma steht und fällt mit der Lehrperson. Das heißt, dass ich verschiedene Abteilungen und viele Bereiche gleichzeitig betreue, auf nicht vorhersehbare Themen reagiere, Gruppenprozesse coache, neben organisatorische auch technische Aufgaben ausführe. 

 Was hat sich durch die Digitalisierung in den letzten Jahren geändert?

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Ein Einblick in das Website-Projekt von Ramona Jann und Michelle Müller

Die Digitalisierung hat vieles verändert, dadurch gibt es spannende Prozessänderungen im Büroalltag der Cyberbox. Office 365, mit allen Microsoft-Apps bietet die Möglichkeit die smarte und digitale Übungsfirma zu gestalten. Das Ziel war und ist es, „papierlos“ zu werden, als Beispiel werden Ausgangsrechnungen nicht mehr ausdrucken, sondern mit Outlook versenden und im OneDrive-Ordner abgelegt. Die Papierordner wurden durch virtuelle Cloudspeicher ersetzt und die Aussendung sämtlicher Marketingmaßnahmen und Werbeflyern findet ausschließlich über das Internet statt.

Welchen Einfluss hat das Distance Learning auf die Arbeit in der ÜFA?

Einen sehr großen, denn die Kommunikation innerhalb der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. mit den anderen Übungsfirmen erfolgt im Distance Learning zu hundert Prozent online. Meine Aufgabe als Coach ist es zu koordinieren, denn Leitung bedeutet Schnittstellenmanagement zu betreiben und die Kommunikation zwischen den Einheiten sicherzustellen. Gleichzeitig versuche ich ausreichenden Freiraum zur kreativen und eigenverantwortlichen Gestaltung zur Verfügung zu stellen damit die Lernenden das Wissen, die Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten, um in einer sich ständig ändernden Berufswelt zu bestehen.

„Meine Aufgabe als Coach ist es zu koordinieren, denn Leitung bedeutet Schnittstellenmanagement zu betreiben und die Kommunikation zwischen den Einheiten sicherzustellen.“

– Prof. Ulrike Messner-Lasnik

Wie kann das Wissen aus den Wirtschaftsfächern hier angewendet werden?

Wissen aus vielen unterschiedlichen Fächern wird in der Übungsfirmenarbeit in die Praxis umgesetzt und durch „Learning by Doing“ erweitert. Die Übungsfirmenarbeit wird im Fach BPQM unterrichtet und benötigt die Wirtschaftskompetenzen der Unterrichtsgegenstände „Betriebswirtschaft“, „Unternehmensrechnung“, „Wirtschaftsinformatik“ und „Office Management und angewandte Informatik“. Zum Beispiel benötigt man, um Ein- und Verkaufsprozesse in der virtuellen Firma rechtlich korrekt und betriebswirtschaftlich reflektieren zu können, das Wissen aus dem Fach Betriebswirtschaft. Weiters benötigt man die Kompetenz aus dem Wirtschaftsfach Unternehmensrechnung, um Geschäftsfälle anhand von Belegen mit Vorsteuer und Umsatzsteuer erfassen und verbuchen zu können, usw. OMAI und WINF bieten das Grundlagenwissen, um Programme, die in der Übungsfirma essenziell sind, nutzen zu können, da diese Gegenstände gezielt darauf hinarbeiten, den Schülerinnen und Schülern Basiskompetenzen zu vermitteln.

Warum ist die ÜFA aus Ihrer Sicht sinnvoll?

In der Übungsfirma wird das theoretische Wissen der Schülerinnen und Schüler durch praxisnahe Arbeitsweisen gefestigt und sofort praktisch erprobt. Aktivitäten wie die Interaktion mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus anderen Übungsfirmen in Österreich bewirken, dass die Schülerinnen und Schüler motiviert arbeiten und setzt bei ihnen Lernprozesse in Gang. Die erlernten Kompetenzen, wie Fachwissen, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Selbstkompetenz, werden fächerübergreifend angewandt und vernetzt umgesetzt.

Was waren die schönsten Erfahrungen beim Unterrichten einer ÜFA?

Ich und mein ÜFA-Team unterziehen uns jedes Jahr einem strengen österreich-weiten Qualitätsaudit und wenn wir das Zertifikat erlangen wird groß gefeiert und ein kreatives Foto mit allen Teilnehmern gestaltet. Dieses Event ist immer das Highlight des Schuljahres und bleibt auch Absolventeninnen und Absolventen in guter Erinnerung, was bei Klassentreffen immer gerne erzählt wird. Der Erwerb von Schlüsselqualifikationen (z.B. Teamfähigkeit, vernetztes Denken, Sprachkompetenz) befähigt sie zu beruflicher Mobilität und Flexibilität in der internationalen Arbeits- und Berufswelt und das erfüllt mich mit großem Stolz. 

Warum sollte das Fach ÜFA genau in der 4. Klasse unterrichtet werden?

Damit Schülerinnen und Schüler auf ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten aus den ersten drei Jahren aufbauen können und diese für die praxisorientierte Aufgabenstellungen in der Cyberbox GmbH-Übungsfirma in ihrem Verantwortungsbereich anwenden können.



Auch Jugendliche vor dem Mikro

Jann und Müller fragten auch bei Mitschülerinnen nach, wie es ihnen in der ÜFA ergeht. Sarah Holzer stellte fest: „Durch die ÜFA bekommt man einen guten Einblick, wie ein echtes Unternehmen funktioniert. Da ich im Sekretariat arbeite und dies eine Arbeit ist, die sich fast nur vor dem Computer abspielt, kann ich meine OMAI-Kenntnisse gut umsetzen.“ Ihr pflichtete Laura Urban bei: „In der Einkaufsabteilung müssen oft Bestellungen und Angebote geschrieben werden, wie es uns bereits im Betriebswirtschaftsunterricht beigebracht wurde. Man lernt insgesamt vieles dazu, was man im späteren Leben benötigen könnte. Man sammelt in den verschiedenen Abteilungen Erfahrungen, wie es im realen Unternehmen aussehen könnte.“

Die Übungsfirma Cyberbox setzt sich bereits seit langem mit dem Thema Digitalisierung auseinander. Nun wurde das von Prof. Ulrike-Messner-Lasnik geführte fiktive Unternehmen anlässlich seines 25-jährigen Bestandsjubiläums ausgezeichnet. Ein Blick hinter die Kulissen:

Die Cyberbox ÜFA GmbH handelt mit elektronischen Geräten und technischem Zubehör. Das Sortiment umfasst Cyber-Artikel, Zubehör für den Computer und technische Kleingeräte. Die Mitarbeiter/innen setzen auf kompetente Beratung, gute Teamfähigkeit und rasche Lieferzeit. Durch Mitarbeitereinkäufe wird versucht, den Übungsfirmenmarkt zu beleben, wobei langfristige Beziehungen mit inländischen HAK-Übungsfirmen angestrebt werden. Die Kund/innen sollen durch die sofortige Bearbeitung aller Anfragen und Bestellungen zufrieden gestellt werden.


Im laufenden Schuljahr arbeiten Schüler/innen der 4AK in der Übungsfirma Cyberbox. Wie es ihnen geht?

Ich bin im Marketing tätig und mache die Aufgaben sehr gerne, weil ich hier meiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Außerdem gefällt es mir, Produkte zu finden bzw. einen Weg zu finden, wie sie sich gut verkaufen lassen.

– Sarah Plösch

Ich bin im Sekretariat tätig und erledige meine Aufgaben sehr gerne. Durch diese Abteilung bekomme ich einen guten Einblick, wie ein reales Unternehmen funktioniert und welche Aufgaben eine Sekretärin erledigen muss.

– Sarah Holzer

Ich bin im Einkauf tätig und mache meine Aufgaben sehr gerne. Ich finde, ich bekomme einen guten Einblick, wie es in einem Unternehmen im Einkauf abläuft.

– Eldar Kotoric

Ich bin im Verkauf tätig und mache meine Aufgaben sehr gerne, da ich durch diese Abteilung einen sehr guten Einblick in das reale Leben bekomme und sehe, welche Aufgaben in diesem Bereich zu erledigen sind.

– Verena Buch

Im Rahmen eines Interviewprojekts im Multimedia-Schwerpunkt befragten kürzlich Schüler/innen ÜFA-Leiterin Prof. Messner-Lasnik zur Arbeit im Betriebswirtschaftlichen Fachzentrum. Mehr dazu in Kürze!


Auszeichnung-Firmenjubiläum-ACT_2021

„Einzigartig. Wie du“ – Hinter dem neuen Slogan des Kärntner Erfolgsunternehmens Griffnerhaus verbirgt sich seine Philosophie: Jedes Fertighaus wird individuell geplant und hergestellt. Die Schüler/innen der 4BK erhielten in einem Online-Meeting viele interessante Details zur Unternehmensstrategie, zum Marketing, zur Personalpolitik und zur Markterweiterung. Michael Pletschko, selbst Absolvent der Praxis-HAK Völkermarkt und nun Leiter des Einkaufs, Projektmanager und Prokurist erläuterte gemeinsam mit Mag. Theres Lassnig, Marketingleiterin, die Besonderheiten dieses Fertigteilhausproduzenten.

Für die Schüler/innen waren dies Anknüpfungspunkte an zentrale Unterrichtsinhalte:

Grundlagen der Produktpolitik

  • Nachhaltige und ökologische Bauweise
  • Natürliche Materialen überwiegend aus heimischer Herkunft
  • Ausschließlich Niedrigenergiehäuser
  • Fertigbauweise, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten ist
  • Orientierung auf Design und besondere Architektur
  • Kooperation mit Partnern zur Designoptimierung: Gestaltung der Musterhäuser
  • Serviceleistungen nach Übergabe

Grundlagen der Kommunikationspolitik

  • Präsenz auf Social Media
  • Planung von Events und diversen Veranstaltungen
  • Pflege von Kundenbeziehungen
  • Inserate in Fachzeitschriften
  • Vertretung auf Messen
  • Maßnahmen im Bereich Public Relation in Form von: Werksführungen, Tage der offenen Tür, Medienberichte, Newsletter und Bauherren-Infoabende

Die Erkenntnis, dass das Unternehmen nur so gut ist wie seine Mitarbeiter/innen, ist in diesem Unternehmen besonders stark ausgeprägt. Die Mitarbeiterführung und -entwicklung basiert auf Mitarbeitergesprächen, familienfreundlichen Maßnahmen und individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen steht im Vordergrund aller Maßnahmen und Entscheidungen, lautete die klare Botschaft. Sei es der Kunde, der Mitarbeiter oder der Lieferant, nur die Zufriedenheit aller gewährleistet eine wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmensstrategie.

Mitarbeitermotivation erfolgt durch individuelle Arbeitszeitmodelle, viele Sozialleistungen und finanzielle Zuschüsse und vor allem durch ständige Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Welcher Haustyp bist du? 💛 Bungalow 💛 Box 💛 Sqaure 💛 Classic? https://www.griffner.com/haustypen/

Gepostet von Griffnerhaus am Dienstag, 2. März 2021

Im internationalen Geschäft beschränkt sich das Unternehmen auf den süddeutschen Markt. Um den CO2-Ausstoss des Transportes zu minimieren, sollen Häuser so nahe wie möglich am Werk aufgestellt werden. Die Marktbearbeitung erfolgt hauptsächlich durch selbständige Handelsvertreter/innen, die den Erstkontakt im jeweiligen Musterhauszentrum knüpfen.

Ein wesentliches Erfolgskriterium ist sicherlich die mengenmäßige Begrenzung der produzierten Fertighäuser, um qualitative und quantitative Ressourcen nicht zu sprengen.

Die Schüler/innen stellten in dieser Konferenz zahlreiche fachbezogene Fragen und trugen damit zu einer lebendigen Gesprächssituation bei.

Prof. Judith Laschkolnig: „Wir bedanken uns recht herzlich für dieses Gespräch bei Michael Pletschko und Theres Lassnig.“

In einem aktuellen Bericht gibt die Bildungsdirektion für Kärnten einen Überblick über Projekte und Initiativen im Bereich Entrepreneurship Education an den acht Handelsakademie-Standorten. Die Durchführung des bundesweiten Pilotprojekts der Schülergenossenschaften in den ersten Klassen der Praxis-HAK Völkermarkt wird dabei hervorgehoben:

Mit Junior Companies reüssieren Schülerinnen und Schüler aus Südkärnten schon seit vielen Jahren am Markt. Nun gehört die Praxis-HAK Völkermarkt bundesweit als eine von nur vier Schulen dem Projekt „Genossenschaft macht Schule“ an. Mit eigenen Geschäftsideen gründen Jugendliche Schülergenossenschaften und führen diese über mehrere Jahre. In enger Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Eberndorf reg. Gen. stehen nicht nur Regionalität und Nachhaltigkeit im Fokus, sondern auch die gelebte Kooperation: klassen- und in der Folge jahrgangsübergreifend – ein Projekt der besonderen Werte.

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

Kevin Müller, Teamleiter Jauntal und damit verantwortlich für die Filialen Völkermarkt, Bleiburg und neuerdings Eberndorf, sprach mit den Schüler/innen der 3BK kürzlich über das Personalmanagement in der Kärntner Sparkasse.

Kevin Müller, Kärntner Sparkasse

Jedes Jahr gehen zahlreiche Bewerbungen für Praktika, aber auch für fixe Anstellungen nach Abschluss der HAK im Unternehmen ein. Worauf kommt es dabei an? Was ist entscheidend dafür, dass man die Vorauswahl übersteht und am „Assessment Day“ teilnehmen darf? Darüber informierte Müller ebenso wie über die vielfältigen Möglichkeiten zur Weiterbildung, die das Unternehmen seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet.

Wichtige Tipps an die Schüler/innen waren:

  • vermeidet Standardbewerbungen mit nichtssagenden Floskeln
  • bereitet euch sorgfältig auf Bewerbungsgespräche vor und setzt euch vorab mit dem Unternehmen auseinander, in dem ihr arbeiten möchtet

Mitarbeitergespräche als wichtiges Führungs- und Feedbackinstrument und die vielfältigen Karriere­möglichkeiten auch auf Landesebene waren weiteren Themen, die zur Sprache kamen.

Wir danken herzlich für den interessanten Einblick in die Praxis.

– Prof. Felizitas Wedenig

Auf Initiative von Pascal Plankl, Schüler der 1AK, hat der innovative Unternehmer Roland Ludomirska sein Geschäftsmodell und sein Marketingkonzept den angehenden Genossenschaftern der LookatUs.SchüGen der 1ABK vorgestellt. Ludomirska hat, ausgehend von seiner Mission, Menschen glücklich zu machen, Käse zum Lifestyleprodukt erhoben.

Holländische Käsebauern setzen seine kreativen Käseideen um, kombiniert mit Champagner und Chutneys und der einzigartigen Produktpräsentation in seinen Stores sollen die Kund/innen ein unvergessliches Einkaufserlebnis haben, um dann zum Beispiel „absolut delicious“ einen Abend zu genießen. Am 5. März 2020 wurde der erste Store und trotz Lockdown wurden in der Zwischenzeit sechs weitere Stores eröffnet. Über ein „Fran(cheese)-System“ will er seine Crazy-Cheese-Idee weltweit verbreiten.

Crazy Cheese
Quelle: https://crazy-cheese.com/ueber-uns

Die Schüler/innen der 1AK haben im Anschluss an dieses Online-Meeting die Tipps für Unternehmensgründer folgendermaßen zusammengefasst:

  • Habe Spaß, was immer du machst!
  • Glaub an das, was du macht!
  • Gib nie auf!
  • Sei ehrgeizig!
  • Mach das was du selbst gern hast!
  • Stich aus der Masse heraus und schwimme gegen den Strom!
  • Habe einen guten Kontakt zu Kunden!
  • Sei motiviert und von deiner Idee überzeugt!
  • Folge deinem Können!
  • Fasziniere den Kunden!
  • Gib dem Kunden das Gefühl – Ich möchte das haben!
  • Schau, dass du kompetente und begeisterte Mitarbeiter hast!
  • Inszeniert eure Produkte und Dienstleistungen!
  • Verkaufe dem Kunden Freude!

„Ludomirska hat uns einen Einblick in sein Crazy-Geschäftsmodell gegeben und uns wertvolle Tipps mit auf den Weg gegeben! Er hat uns bestärkt, unsere Geschäftsideen weiterzuentwickeln und uns gezeigt, dass es wichtig ist, an die Ideen zu glauben, voll und ganz dahinterzustehen, aber auch Spaß dabei zu haben.“

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Theresia Müller-Tschischej


🧀 Crazy Cheese! 🧀 Unternehmer Roland Ludomirska präsentierte den Mitgliedern unserer Schülergenossenschaft sein Marketingkonzept. Wie passend zum Beginn der Fastenzeit! 🚫🍗🚫 #ausersterhand

Gepostet von Praxis-HAK Völkermarkt am Mittwoch, 17. Februar 2021

Marco Sommer, Präventionsbeauftragter der Schuldnerberatung Kärnten, besuchte auch heuer wieder die vierten Klassen im Unterrichtsfach Recht. Er brachte den Schüler/innen in einem Online-Vortrag interessante und lehrreiche Informationen über seine Tätigkeit näher und gab hilfreiche Tipps im Umgang mit Geld. Um Überschuldung von Beginn an zu vermeiden, riet er z.B. zur Führung eines Haushaltsbuch, der verstärkten Verwendung von Bargeld und sich bei Anschaffungen bewusst Zeit für die Entscheidung zu nehmen.

Laut aktuellen Studien und Umfragen sind in Österreich speziell Menschen unter 35 Jahren immer stärker konsumgetrieben und können ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen. Auch unzählige Werbetouchpoints im Internet und den Sozialen Medien, die zielgerichtete Werbung an die Konsumenten/innen weitergeben, tragen zu diesem irrationalen Konsumverhalten bei. Sommer betonte daher auch die Notwendigkeit sich in der Schule stärker und bewusster mit dem Thema Geld auseinanderzusetzen und Geldthemen nicht als Tabu anzusehen.

Heuer war auch erstmals die 3. Klasse der Handelsschule im Fach BWRR (Betriebswirtschaft, Wirtschaftliches Rechnen und Rechnungswesen) mit dabei. Gerade für die Schüler/innen der Abschlussklasse sind die Appelle und Hinweise von Experten Sommer von besonderer Bedeutung, da sie schon bald ins Berufsleben einsteigen werden und so in der Lage sein müssen, sich einen guten Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen und ihr Geld eigenständig zu verwalten.

Wie in vielen anderen Bereichen hinterlässt die allgegenwärtige Pandemie auch im täglichen Geschäft von Sommer und seinen Kolleg/innen in der Schuldnerberatung Kärnten seine Spuren. Sie rechnen, sobald die staatlichen Corona- Unterstützungssysteme auslaufen, mit einem enormen Anstieg an Personen, die in den nächsten Monaten bei ihnen um Beratung und Unterstützung anfragen werden. Bei derzeit über 500.000 Menschen ohne Job in Österreich müssen viele bereits den Gürtel enger schnallen und immer mehr Menschen haben immer weniger zum Leben.

Trotz Distanzunterricht sind die Schüler/innen der ersten Klassen mit großer Begeisterung bei der Entwicklung ihrer Geschäftsideen und den Vorbereitungsarbeiten zur Genossenschaftsgründung dabei. Nun steht der Firmenwortlaut der Schülergenossenschaft fest: LookAtUs.SGen. Die Jugendlichen haben entschieden. „Schaut auf uns!“ ist die Botschaft der 1ABK, „Schaut, was wir auf die Beine stellen werden!“

In der Zwischenzeit wird auch die Satzung, dies ist ein Vertrag, der u.a. die Beziehungen der Gründer untereinander und den Geschäftszweck der Genossenschaft festlegt, überprüft, um dann in weiterer Folge die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat zu wählen, die Genossenschaft zu gründen und die Firma dann in das Schülergenossenschaftsregister eintragen zu lassen.

Im Vorfeld haben die Jugendlichen, inspiriert von der Vision, bei einem in Österreich einzigartigen Projekt teilzunehmen und eine Schülergenossenschaft zu gründen, und mit dem Ziel vor Augen, die Mitglieder der zukünftigen Genossenschaft zu fördern und gleichzeitig dabei die Region zu stärken und nachhaltig zu wirtschaften, mit Expert/innen an Online-Meetings teilgenommen und ihre Geschäftsideen vorgestellt und weiterentwickelt.

Welche Ziele verfolgen unsere Schülergenossenschaften? Nachhaltig und regional handeln, Traditionen weiterführen und ihnen neue Impulse geben. Heute wieder mit Expertinnenbesuch! #motorfürdieregion

Gepostet von Praxis-HAK Völkermarkt am Dienstag, 2. Februar 2021

Inspiriert und begleitet durch starke Partner

Begonnen hat es, wie bereits erwähnt, mit der Auftaktveranstaltung mit Anja Aleschko von der Partnergenossenschaft, der Raiffeisenbank in Eberndorf. Aleschko wird die Jugendlichen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit begleiten.

Dann hat Stefan Robinig sein Unternehmen HeartOut Clothing, sein nachhaltiges Modelabel, vorgestellt, um der Schülergruppe, die nachhaltige Hoodies mit Kunst kombinieren möchte, bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee zur Seite zu stehen.

Margarete Rechelbacher, Aromapraktikerin, die schon viele Junior-Unternehmen mit ihrem Fachwissen begleitet hat, hilft bei den Geschäftsideen der nachhaltigen Badekugeln bzw. regionalen Tees, um damit einen Beitrag zum Wohlbefinden der potenziellen Kund/innen zu leisten.

Der Jungunternehmer Dominik Pototschnig vom Unternehmen Wogenfels.GmbH, der Geschenke personalisiert, wird die Gruppe begleiten, die überlegt Gläser bzw. Trinkflaschen zu personalisieren, um Plastikmüll zu reduzieren.

Weitere Geschäftsideen sind noch in Entwicklung. Es sollen u.a. Brettspiele, die individuell nach Themen angepasst werden können, entwickelt werden, um Freizeit sinnvoll zu gestalten, um Spaß zu haben und wenn gewünscht, um auch einen großen Lerneffekt zu haben.  

Ihr werdet noch auf uns schauen – Look at us! – Wir freuen uns schon auf unsere Genossenschaft!

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Theresia Müller-Tschischej

Im Rahmen ihres Projekts für ihre Abschlussarbeit „Future of farming“ organisierten Lea Majstorovic, Markus Hartl, Thomas Hartl, Fabian Koch und Pascal Wurmitzer, Schüler/innen der Abschlussklasse der Handelsschule, einen Livestream zum Thema „regionale Land- und Forstwirtschaft in Österreich“ für die gesamte Klasse 3BK.

Gabriel Meusburger vom Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum präsentierte das normalerweise als Wanderausstellung konzipierte Themenfeld rund um die Land- und Forst­wirtschaft. Im ersten Teil rückte dieser die Forstwirtschaft in den Mittelpunkt, die – wie in auch in anderen hochentwickelten Volkswirtschaften – mit 1,4 % nur einen geringen Teil am BIP ausmacht, dennoch von zentraler Bedeutung auch für das Gemeinwohl ist, hat der Wald neben seiner Ertragsfunktion für die betroffenen Betriebe auch wichtige Funktionen für alle Menschen.

Monokulturen durch den Anbau der schnell wachsenden und gut zu verarbeitenden und vermarktenden Fichte (Borkenkäfer) führten in letzter Zeit gemeinsam mit den Folgen der Klimakrise (trockene Böden) zu enormen Schäden für die Forstwirte, auch weil das Überangebot an Schadholz die Preise sinken ließ.

Im zweiten Teil ging es um den für die Ernährung jedes Landes zentralen Wirtschaftszweig der Landwirtschaft. Trotz drastischem Strukturwandel durch Technisierung und Globalisierung, der auch mit enormen Preissenkungen für landwirtschaftliche Produkte einherging, sichern österreichische Betriebe auch heute zu 90 % den Nahrungsmittelbedarf.

Strenge Auflagen und Kontrollen in Österreich sorgen für hohe Qualität der Lebensmittel, welche auch durch verschiedene Gütesiegel dokumentiert wird. Außerdem hat Österreich mit 25 % den größten Anteil an Biobetrieben in der Landwirtschaft.

Zahlreiche Maßnahmen der GAP (Gemeinsamen Agrarpolitik) in der EU unterstützen eine nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen. Dennoch stehen landwirtschaftliche Betriebe und die Menschen, die davon leben, aufgrund des Klimawandels und der anhaltenden Globalisierung vor ständig neuen Herausforderungen.

Die Ausführungen machten deutlich, dass auch Unternehmen in der Land- und Forstwirtschaft ständig auf die sich wandelnden Umfeldfaktoren reagieren müssen und in ihren Entscheidungen hinsichtlich Produktion, Investitionen, Vermarktung, Logistik usw. vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie andere Unternehmen auch.

Die Informationen boten somit auch für die Schüler/innen der HAK einen interessanten Einblick im Fach Betriebswirtschaft nicht explizit behandelte Wirtschaftszeige. Herzlichen Dank für die interessanten Ausführungen!

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik, Prof. Felizitas Wedenig und Prof. Daniela Wiedenbauer


So sieht es aus, wenn das Abschlussprojekt online geht! 🚀 Ein Bild von Markus Hartl, Mitglied der Gruppe unserer…

Gepostet von Praxis-HAK Völkermarkt am Dienstag, 26. Januar 2021