Am gestrigen Dienstag fand die erste Aufsichtsratssitzung der Schülergenossenschaft Look@Us statt. Im Medienraum der Praxis-HAK zog der Vorstand um Romi Hobel (2BK) und Maximilian Riepl (2AK) Bilanz zu den ersten Monaten und präsentierte Ziele und Pläne für das Jahr 2023. Lehrkräfte, Schüler_innen und Karl Schnögl, Geschäftsführer der Raiffeisenbank Eberndorf, diskutierten die Perspektiven der Schülergenossenschaft lebhaft – und sind gespannt auf die kommenden Monate.

„Was die Schülerinnen und Schüler in den ersten Monaten auf die Beine gestellt haben, ist beeindruckend. Ich freue mich auf die nächsten Schritte in diesem Vorzeigeprojekt und bin stolz, diesen Prozess als Aufsichtsrat begleiten zu dürfen.“

– Karl Schnögl, Geschäftsführer der Raiffeisenbank Eberndorf


Im Unterrichtsgegenstand Business Behaviour liegt der Fokus im Anwenden und Üben von typischen beruflichen Situationen. Die zweiten Klassen haben sich in den letzten Monaten mit dem Erstellen ihrer Bewerbungsunterlagen beschäftigt. Denn nur wer sich gut verkauft und bei der Bewerbung einen guten Eindruck hinterlässt, hat auch Chancen den ersehnten Job zu bekommen.

Prof. Manuela Pinter und Prof. Daniela Wiedenbauer, die die 2. Klassen in BB2 unterrichten, holten sich dazu von der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten Unterstützung aus der Praxis. Martina Bacher-Brunner, Kommunikationstrainerin am WIFI-Kärnten, gab ihr Wissen an die Schüler_innen auf interaktive und humorvolle Weise weiter. Sie lieferte Tipps, wie man sich auf den ersten Kontakt mit potentiellen Arbeitgeber_innen vorbereitet, die wichtigsten Benimmregeln und Umgangsformen wurden erarbeitet und diskutiert, wie man sich als Bewerber_in von der Masse abheben kann.

Es wurden Bereiche wie der erste Eindruck, das passende Outfit oder auch gepflegte Sprache und Konversation thematisiert. Wesentlich ist auch die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch. Dafür müssen sich die Bewerber_innen über das Unternehmen informieren und sich für mögliche Fragen im Bewerbungsgespräch wappnen.

Bacher-Brunner erzählte auch einige Anekdoten aus ihrer alltäglichen Berufspraxis, die bei den Schüler_innen für Schmunzeln sorgten. Um nicht ins Fettnäpfchen zu treten und sich peinliche oder negative Erlebnisse im Zuge des Bewerbungsverfahrens zu ersparen, gibt es folgende Tipps von der Expertin:

  • über das Unternehmen informieren
  • herausfinden, wer meine Ansprechperson ist
  • Interesse und Motivation zeigen
  • aktuelle, lückenlose und übersichtliche Unterlagen übermitteln
  • höfliche und respektvolle Umgangsformen mit der Gesprächspartnerin bzw. dem Gesprächspartner

Die Entwicklung innovativer Geschäftsideen durch das Erkennen von Marktchancen ist ein Schwerpunkt im Fach Businesstraining in den 2. Jahrgängen. Die Schüler_innen der 2AK und 2BK hatten kürzlich die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen in Form eines Elevator Pitch einer interessierten Kommission vorzustellen. 

Herwig Draxler, Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer und langjähriger Juror beim Businessplanbewerb „Next Generation Award“, folgte gemeinsam mit Direktorin Michaela Graßler und den für das Fach verantwortlichen Professorinnen den jeweils zweiminütigen Kurzpräsentationen. Anschließend gab diese hochkarätige Jury den jungen Leuten wertvolle Rückmeldungen und ein grundsätzlich sehr wertschätzendes Feedback zu den Darbietungen.

Ein erster erfolgreicher Präsentationsauftritt, der von den jungen Ideenentwicklern sehr gut gemeistert wurde.   

Bericht: Prof. Judith Laschkolnig, Prof. Manuela Pinter und Prof. Felizitas Wedenig 

Genossenschaft. Was im ersten Moment veraltet klingt, ist moderner denn je. Das Konzept von Schüler_innen, welche eine eigene Genossenschaft gründen, ist allerdings nicht neu. So wird das Konzept der Schülergenossenschaft bereits seit mehreren Jahren erfolgreich in Deutschland gelebt. 

Praxis-HAK Völkermarkt als Vorreiter

Die Praxis-HAK Völkermarkt hat den Schritt gewagt, als erste Handelsakademie in Österreich eine Schülergenossenschaft zu Gründen. Zusammen mit der Raiffeisenbank Eberndorf als Partnergenossenschaft veröffentlichten die Jugendlichen rund um Romi Hobel (2BK) und Maximilian Riepl (2AK) zusammen mit dem Maturaprojektteam des schulautonomen Ausbildungsschwerpunktes Multimedia und Informationstechnologie eine Online-Kommunikationsplattform. 

Unterstützt werden die Jugendlichen dabei von der Raiffeisenbank Eberndorf, welche sich bereits seit mehreren Jahren als zuverlässiger Partner der Praxis-HAK präsentiert. 

Funktionärsforum der Raiffeisen Landesbank Kärnten 

Im Rahmen der gelebten Kooperation stellte Prof. Theresia Müller-Tschischej zusammen mit Mag. Karl Schnögl, Geschäftsführer Raiffeisenbank Eberndorf und Moritz Maierhofer (2BK) die Schülergenossenschaft beim Funktionärsforum der Raiffeisen Landesbank Kärnten im Klagenfurter Lakeside Park vor. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, was die Praxis-HAK Völkermarkt dazu bewegte, Schülergenossenschaften in das österreichische Bildungswesen zu integrieren bzw. wie dieser Weg weiter beschreitet werden soll. 

Das Interesse war groß – weitere Schulen und Bankfilialen wollen nun dem Beispiel der Praxis-HAK Völkermarkt und Raiffeisenbank Eberndorf folgen und eigene Schülergenossenschaften gründen.   

Bericht: Moritz Maierhofer, 2BK

Im Fach Business Behaviour bekamen die Schüler_innen der 2BK die Aufgabe gestellt, sich Ideen für Projekte zum Thema Geld und zur Frage, wie man gut damit umgeht, auszudenken. Sie hatten völlig freie Hand, welche Projektideen sie bearbeiten und umsetzen möchten. Anfangs war es etwas schwierig, wirklich passende Themen zu finden, aber bald fanden alle großen Gefallen daran und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Es gruppierten sich vier Projektteams, die sich das Thema Geld aus unterschiedlichsten Perspektiven angesehen haben. Es reichte von einer umfangreichen Analyse unserer Währung, dem Euro, bis hin zu einem Onlinefragebogen für Jugendliche über das Sparen und dem täglichen Umgang mit Geld. Das Projektteam rund um Denise-Madlen Kronister, Angelina Lipouschek und Moritz Maierhofer hat sich intensiv mit dem Onlinehandel in Österreich beschäftigt und dazu ein informatives und qualitativ hochwertiges Video kreiert.

Mit diesen Projekten nahmen die Schüler_innen am österreichweiten Wettbewerb „KARDEA!“ – Der Preis für junge Menschen und ihre Ideen rund um das Thema Geld in der Kategorie „Almost erwachsen“ teil. Es handelt sich dabei um eine Initiative der Erste Stiftung und dem FLiP – Erste Financial Life Park unterstützt von der Wirtschaftsuniversität Wien, unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Finanzen.

Einreichfrist war der 28. Februar 2022 und das lange Warten auf eine Entscheidung hat nun ein Ende… Denise-Madlen, Angelina und Moritz sind Sieger in ihrer Kategorie und haben den österreichweiten Preis für Finanzkompetenz gewonnen. Sie werden am 7. Juni 2022 in der Wirtschaftsuniversität Wien ihren Geldpreis im Wert von eintausend Euro entgegennehmen.

Hier das Video:

Über Geld zu sprechen, zahlt sich also aus. Die Freude ist riesengroß, da die Ideenausarbeitung und die Produktion des Siegervideos viele Stunden in der Schule, aber auch in der Freizeit in Anspruch genommen haben. „Ich freue mich riesig für Projektgruppe. Die Schüler_innen haben durch selbständiges und engagiertes Arbeiten gezeigt, was man schaffen kann, und werden nun mit diesem tollen Preis belohnt“, so Prof. Daniela Wiedenbauer, Lehrerin im Fach Business Behaviour in der 2BK.

Spannender Besuch eines Absolventen der Praxis-HAK Völkermarkt in der 1AK: Andreas Golob, mittlerweile Leiter der Arbeiterkammer Völkermarkt, gastierte im Betriebswirtschaftsunterricht der 1AK bei Prof. Theresia Müller-Tschischej.

In einer spannenden Einheit gab Golob Einblicke in die Tätigkeitsbereiche der AK und ging auch auf aktuelle Neuerungen ein, etwa im Bereich des Gewährleistungsrechts. „Wir danken für den tollen Input, der dazu beiträgt, unsere Schülerinnen und Schüler wieder ein Stück fitter für ihren künftigen Arbeitsalltag zu machen.“

Die Schüler_innen der 4ABK verbrachten einen inspirierenden und abwechslungsreichen Tag im inspire!Lab im Lakesidepark in Klagenfurt. Das Ziel des Workshops war es, die Forschungsfragen für die anstehenden Diplomarbeiten auf kreativem Wege zu erarbeiten.

Angeleitet wurden sie von Mag. Nicole Mayer, die schon rund 15 Jahre selbständig als Business-Coach in ihrem Unternehmen TriSpirit arbeitet. Sie gab den Schüler_innen auch ihr Lieblingszitat von Apple-Gründer Steve Jobs mit auf dem Weg gab – „Stay hungry – stay foolish“. Damit wurde auch der Entrepreneurship-Gedanke, der während des gesamten Vormittages im Vordergrund stand, klar verdeutlicht.

Der Prozess der Ideenfindung fand auf unkonventionelle und kreative Weise statt. Die Schüler/innen konnten ihren Ideen freien Lauf lassen und diese in der Kreativwerkstatt des inspire! Lab auf den mobilen und beschreibbaren Einrichtungsgegenständen und Wänden festhalten. Die Stimmung war großartig und den angehenden Diplomanden/innen gelang es, ihre Vorstellungen und Interessen in eine Forschungsfrage zu verpacken.

„Für kreatives Arbeiten und Anders-Denken ist ein Ortswechsel für unsere Schüler_innen wichtig. Raus aus dem gewohnten Umfeld, unterstützt und inspiriert von Entrepreneuren_innen, die ihr Praxiswissen an sie weitergeben, ist eine Bereicherung und wirkt motivierend“, so die Projektbetreuerinnen Prof. Manuela Pinter und Prof. Daniela Wiedenbauer, die die Schüler_innen an diesem Tag begleitet haben.

Die Jungunternehmerin Simone McPhee hat, inspiriert von der Kommunikationsplattform der Schülergenossenschaft Look@Us, die 2AK besucht und ihr Geschäftsmodell vorgestellt. Begonnen hat der interessante und spannende Weg von Simone, damals noch Simone Fellner, nach der Matura an unserer Schule im Jahr 2011. Sie studierte Pädagogik an der Universität Klagenfurt, absolvierte ein Auslandssemester in Australien, lernte dort ihren späteren Ehemann kennen, wanderte 2017 nach Perth aus, heiratete und gründete eine Familie.  

Ihre Liebe zur Natur, die besondere Magie der Steine, ihr Interesse am Spirituellen, ihre Kreativität, der Wunsch selbständig zu werden und Ideen umzusetzen, bildeten die Basis für Ihre Geschäftsidee.  

“Growing up in a little village in the very south of Austria, surrounded by forest and mountains, I always had a deep connection with nature. I loved to be outside to collect flowers, watch insects and look for rocks that I would try to crack open. when i was 8, I saw a crystal for the first time and I bought a clear quartz cluster, which is still one of my top 3 crystals. as pisces as my sun sign, I have always been a deep thinker and an empath. but also a dreamer. growing up, my magic got a little lost, party queen was my second name haha but as I got older I found my way back into the magic of crystals and natural healing (herbs, homeopathy, essential oils etc…) my dad always used to say that I am the witch of the family hence the name hex + stones.”

Hex and Stones

Ausgehend von der Aussage des Vaters „witch of the family“ gründet sie bereits im Jahr 2020 in Australien ihr Unternehmen „Hex and Stones“. Sie handelt mit Kristallen, stellt Schmuck aus Edelsteinen mit ihrer besonderen Wirkung auf den/die Träger/in her und baut sich ihren Kundenstamm auf. Nicht die Gewinnorientierung um jeden Preis steht für Simone im Vordergrund. Sie will ihr Unternehmen nachhaltig erfolgreich führen, ein Familieneinkommen erwirtschaften und gleichzeitig soziale und ökologische Verantwortung übernehmen. Von jedem verkaufen Schmuckstück wird jeweils einen Euro an diverse Kinderschutzorganisationen gespendet. Im Jahr 2021 kehrte Simone mit der gesamten Familie nach Kärnten zurück und eröffnete dann im Mai 2021 ihr Unternehmen „Hex and Stones e.U.“ in Haimburg.

Spannend für die Jugendlichen war auch die Vielfalt der Kommunikationswege, die die Jungunternehmerin beschreitet und vor allem laufend pflegen muss, um einen Platz in den Köpfen oder besser in den Herzen ihrer Kund/innen zu finden.

Der Vorstand der Schülergenossenschaft der 2ABK hat sofort die Gelegenheit genutzt, Simone McPhee die Kommunikationsplattform www.lookatus-schügen vorzustellen. 



Nun hat Simone einen neuen, für sie spannenden Kommunikationsweg beschritten. Sie ist nun Genossenschafterin der Look@Us.SchüGen und kann damit ihre Netzwerke ausbauen, neue Kund_innen und auch in Zukunft Mitarbeiter_innen gewinnen. 

Werden auch Sie ein Teil der Schülergenossenschaft und treten Sie in Kontakt mit vielen interessanten Unternehmen. Besuchen Sie uns auf www.lookatus-schügen.at.

– Vorstand der Schülergenossenschaft


Zwar hat die Gesamtgruppe der 3BS beim Kahoot-Gewinnspiel dann doch nicht gewonnen, aber dennoch beim Online-Talent-Day, der am internationalen Frauentag digital abgehalten wurde, viele interessante Erfahrungen gemacht.


Via Zoom nahmen die Schüler_innen der Abschlussklasse mit Prof. Ulrike Messner-Lasnik an dieser Veranstaltung teil, die den Jugendlichen einen Einblick in diverse kaufmännische Berufe ermöglichen sollte. Vorgestellt haben sich die Unternehmen Thalia, BIPA, Post und Lidl mit tollen Präsentationen zum Arbeitsalltag, wobei die Jugendlichen aus ganz Österreich danach mit kurzweiligen Kahoot-Fragen die Informationen vertiefen konnten. Die Abschlussklasse lobte die aufgelockerte Form der Vorträge, die nicht nur Interesse weckten und das Wissen über diese Firmen vertieften, sondern auch noch den Spaßfaktor hereinbrachten.

„Ich habe die Veranstaltung sehr informativ und interessant gefunden. Man konnte einiges mitnehmen und die Zwischen-Fragen mittels Kahoot haben viel Spaß reingebracht.“

Für unsere Abschlussklasse eine gelungene Veranstaltung im Rahmen der SCHOOLGAMES, weil die teilnehmenden Unternehmen auch darüber informierten, welche Voraussetzungen man haben muss, um als Lehrling aufgenommen zu werden.

Die Schülergenossenschaft Look@Us der Praxis HAK Völkermarkt will nach den Semesterferien mit der Kommunikations-Plattform www.lookatus-schügen.at richtig durchstarten. Um das zu schaffen, arbeiten die Schüler und Schülerinnen der zweiten Klassen intensiv mit der Matura-Projektgruppe, der Anna-Lena Napetschnig, Michelle Höck, Daniela Nikić, Mihaela Topalović und Lauro Schondörfer (alle 4AK) angehören, und der Partnergenossenschaft, der Raiffeisenbank Eberndorf, zusammen.

Wozu dient die Plattform?

Die Plattform soll Schüler und Schülerinnen mit Unternehmen vernetzen und so können Jugendliche schon vor dem Einstieg ins Arbeitsleben wichtige Geschäftsbeziehungen knüpfen. Regionale Unternehmen können der Plattform beitreten und Umfragen durchführen, wobei sie so Meinungen von den Jugendlichen einholen können, um so ihre Produkte bzw. Dienstleistungen weiter zu entwickeln.

Wer profitiert von der Plattform?

Unternehmen profitieren zum einen von den Umfragen, bei denen sie schnell eine Meinung der potenziellen Kundschaft abfragen können. Die Schüler_innen der zweiten Klassen können zum anderen durch auf der Plattform inserierte Stellenangebote schon früh Praxisplätze sichern oder gar ihren Berufsweg schon jetzt mithilfe einer guten Partnerschaft mit den Unternehmen vorausplanen.

Stärkung der Region

Mit diesem Konzept, dass Jugendliche eng mit Unternehmen schon früh in Verbindung gebracht werden, können Kooperationen ermöglicht und so die Region mithilfe von jungen Leuten, die sich in Unternehmen engagieren, langfristig gestärkt werden.

Die Schülergenossenschaft ist fest von der Idee überzeugt und wird sich weiterhin um das Stärken unseres Umfeldes bemühen.

Verfasst von Maxi Riepl, Vorstand Look@Us.SchüGen