Im Rahmen ihres Projekts für ihre Abschlussarbeit „Future of farming“ organisierten Lea Majstorovic, Markus Hartl, Thomas Hartl, Fabian Koch und Pascal Wurmitzer, Schüler/innen der Abschlussklasse der Handelsschule, einen Livestream zum Thema „regionale Land- und Forstwirtschaft in Österreich“ für die gesamte Klasse 3BK.

Gabriel Meusburger vom Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum präsentierte das normalerweise als Wanderausstellung konzipierte Themenfeld rund um die Land- und Forst­wirtschaft. Im ersten Teil rückte dieser die Forstwirtschaft in den Mittelpunkt, die – wie in auch in anderen hochentwickelten Volkswirtschaften – mit 1,4 % nur einen geringen Teil am BIP ausmacht, dennoch von zentraler Bedeutung auch für das Gemeinwohl ist, hat der Wald neben seiner Ertragsfunktion für die betroffenen Betriebe auch wichtige Funktionen für alle Menschen.

Monokulturen durch den Anbau der schnell wachsenden und gut zu verarbeitenden und vermarktenden Fichte (Borkenkäfer) führten in letzter Zeit gemeinsam mit den Folgen der Klimakrise (trockene Böden) zu enormen Schäden für die Forstwirte, auch weil das Überangebot an Schadholz die Preise sinken ließ.

Im zweiten Teil ging es um den für die Ernährung jedes Landes zentralen Wirtschaftszweig der Landwirtschaft. Trotz drastischem Strukturwandel durch Technisierung und Globalisierung, der auch mit enormen Preissenkungen für landwirtschaftliche Produkte einherging, sichern österreichische Betriebe auch heute zu 90 % den Nahrungsmittelbedarf.

Strenge Auflagen und Kontrollen in Österreich sorgen für hohe Qualität der Lebensmittel, welche auch durch verschiedene Gütesiegel dokumentiert wird. Außerdem hat Österreich mit 25 % den größten Anteil an Biobetrieben in der Landwirtschaft.

Zahlreiche Maßnahmen der GAP (Gemeinsamen Agrarpolitik) in der EU unterstützen eine nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen. Dennoch stehen landwirtschaftliche Betriebe und die Menschen, die davon leben, aufgrund des Klimawandels und der anhaltenden Globalisierung vor ständig neuen Herausforderungen.

Die Ausführungen machten deutlich, dass auch Unternehmen in der Land- und Forstwirtschaft ständig auf die sich wandelnden Umfeldfaktoren reagieren müssen und in ihren Entscheidungen hinsichtlich Produktion, Investitionen, Vermarktung, Logistik usw. vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie andere Unternehmen auch.

Die Informationen boten somit auch für die Schüler/innen der HAK einen interessanten Einblick im Fach Betriebswirtschaft nicht explizit behandelte Wirtschaftszeige. Herzlichen Dank für die interessanten Ausführungen!

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik, Prof. Felizitas Wedenig und Prof. Daniela Wiedenbauer


So sieht es aus, wenn das Abschlussprojekt online geht! 🚀 Ein Bild von Markus Hartl, Mitglied der Gruppe unserer…

Gepostet von Praxis-HAK Völkermarkt am Dienstag, 26. Januar 2021

Andreas Golob, Leiter der Arbeiterkammer Völkermarkt und Absolvent der Praxis-HAK, hat die 3AK online besucht. Interessant für die Schüler/innen war die Beschreibung seines Werdegangs, den er nach der Matura beschritten hat. Begonnen zunächst mit dem Studium der Betriebswirtschaft, wechselte er zum Jusstudium und durch sein Gerichtsjahr, die Erfahrungen der Arbeit eines Anwaltes bzw. die Mitarbeit in der Rechtsabteilung eines Unternehmens, hat er eine Orientierung für seine weitere Arbeit gefunden. Golob arbeitete zunächst als Referent für die Arbeiterkammer Klagenfurt und erhielt dann das Angebot, die Arbeiterkammer Völkermarkt zu leiten. Gerne stellt er sich dieser Herausforderung und ist stolz, wieder in seiner Heimatgemeinde den Menschen in rechtlichen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Die Jugendlichen, begeistert von dem sehr unkomplizierten Vortrag von Andreas Golob, spürten seine Begeisterung für seine Arbeit und nahmen gleichzeitig wahr, welche Rolle die Arbeiterkammer auch für sie spielen kann. Die AK ist eine gesetzliche Interessensvertretung und alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind Pflichtmitglieder dieser Arbeitnehmervertretung. Mit einem Beitrag von nur ca. sieben Euro pro Monat können sie aber eine Fülle von Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Zum Beispiel zählen dazu Dienstleistungen wie die Gewährung eines zinslosen Darlehens, die Hilfe bei allen rechtlichen Fragen wie z.B. dem Arbeitsrecht mit dem Check von Arbeitsverträgen, mit der Vertretung beim Arbeitsgericht, dem Finanzrecht mit der Steuerberatung und der Arbeitnehmerveranlagung. Diese Fülle and Dienstleistungen kann unentgeltlich in Anspruch genommen werden.

Mag. Andreas Golob, Absolvent der Praxis-HAK

Ein Generationenwechsel in der Bezirksstelle der Arbeiterkammer in Völkermarkt steht bevor: Andreas Golob, Referent im…

Gepostet von Arbeiterkammer Kärnten am Donnerstag, 26. November 2020


Damit man sich das immense Arbeitsvolumen der AK besser vorstellen kann, nun einige Zahlen: In Kärnten hat die AK ca. 200.000 Mitglieder. 40 Beraterinnen und Berater haben im Vorjahr ca. 133.000 Beratungen durchgeführt und haben den Mitgliedern zu ca. 32,1 Mio. Euro verholfen, sei es aufgrund arbeitsrechtlicher oder finanzrechtlicher Beratung bei der Arbeitnehmerveranlagung.

„Für mich als ehemalige Klassenvorständin von Andreas Golob ist es besonders schön zu sehen, welche interessanten Wege unsere Schülerinnen und Schüler nach der Praxis-HAK beschreiten. Ich freue mich mit ihren Erfolgen und Wegen.“

– Prof. Theresia Müller-Tschischej

Abgerundet wurde diese spannende Diskussion durch die Beschreibung der Aufgabengebiete des ÖGB, der WKO dabei wurde die Zusammenarbeit dieser Institutionen beleuchtet und die Bedeutung der Sozialpartnerschaft in Österreich aufgezeigt.

Zum Schluss wurde auch noch geklärt, dass die Arbeiterkammer eine wichtige Rolle bei der Vereinbarung der Kurzarbeit in der Corona-Krise gespielt hat, um eine massive Arbeitslosigkeit zu vermeiden und um den Unternehmen zu helfen, diese Krise zu überwinden. Gerade die Pandemie und damit zusammenhängend u.a. Fragen zum Home Office und zur unterschiedlichen Handhabung der Kurzarbeit führte und führt auch zu starken Anfragen bei der Arbeiterkammer.

Mitarbeiter/innen der CyberBOX GmbH Übungsfirma an der Praxis-HAK Völkermarkt sind das Fundament des Unternehmens. „Ein Schlüssel zum Erfolg ist sicher, dass ich mich auf meine Schüler/innen voll verlassen kann und absolutes Vertrauen vorhanden ist!“, berichtet die Übungsfirmenleiterin Mag. Ulrike Messner-Lasnik. „Dadurch gelingt eine erfolgreiche Kommunikation und Koordination trotz räumlicher Distanz im Homeoffice. Unser Team steht am Puls entscheidender Entwicklungen für eine digitale und nachhaltige Zukunft.“

Motivierte und zufriedene Mitarbeiter/innen sind somit der entscheidende Faktor. Um Informationen einzuholen und um Verbesserungen einzuleiten, können Mitarbeiterbefragungen ein sehr wertvolles Instrument sein. Der Assistent der Geschäftsführung und somit auch Qualitätsmanager Peter Skuk plante und führte eine Mitarbeiterbefragung Ende 2020 zu den Themen Zufriedenheit des Personals und zum Business Profil der CyberBOX mittels Microsoft Forms durch. Die Ergebnisse, die er präsentierte, zeigen u.a., dass die Mitarbeiter/innen mit ihrer Arbeitsposition zufrieden sind, diese Frage wurde mit durchschnittlich 3,86 somit fast vier Sternen bewertet.

Schüler/innen der 4AK übernehmen die Rolle als Mitarbeiter/innen in verschiedenen Abteilungen, und jede/r hat seine/ihre Aufgaben: im Sekretariat, im Marketing, im Ein- oder Verkauf, in der EDV-Lohnabteilung oder im Rechnungswesen. Die Bewerbungen für die einzelnen Stellen finden am Beginn des Schuljahres statt.

Die Arbeit in der CyberBOX schult die eigenverantwortliche Mitarbeit im Unternehmen, die Teamarbeit und die Verantwortung für den eigenen Arbeitsbereich. Somit sind Kreativität und die Fähigkeit zur Problemlösung Alltag an der Praxis-HAK Völkermarkt.  Ob im Betriebswirtschaftlichen Zentrum der Schule oder im Homeoffice – immer mit vollem Engagement und voller Begeisterung und unter dem Motto „learning by doing“ leiten die Schüler/innen ihr eigenes Unternehmen.

„Unser Team lebt vom Übungsfirmen-Spirit!“, so lautet das Statement der Schüler/innen der 4AK ÜFA-Gruppe von Prof. Ulrike Messner-Lasnik.            

Bericht: Peter Skuk (4AK)

Am heutigen Vormittag erhielten die Digital-Expert/innen aus 3ABK im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie fachkundigen Besuch aus der Praxis. Nadja Kropp, Marketingleiterin der Kleinen Zeitung in Kärnten und Osttirol, und Christian Wetternig, Büroleiter der Kleinen Zeitung in St. Veit und Feldkirchen, gaben spannende Einblicke, wie sich der Redaktionsalltag, aber auch das Wirtschaftsmodell von Tageszeitungen in Zeiten der Digitalisierung rasant verändern – Corona-Effekte inklusive!

„Von der Postkutsche zur Eisenbahn“

So beschreibt Wetternig die Wandlung in der Medienbranche, die sich in der jüngsten Vergangenheit vollzieht. „1999 fingen einzelne Kollegen an, Inhalte der gedruckten Zeitung online bereitzustellen, und lange Zeit blieb es bei diesem Vorgehen. Heute sind wir eine Redaktion, die die Bereiche Print und Online gleichermaßen abdeckt. Doch mittlerweile gilt das Prinzip online first. Das erhöht den Druck auf die Mitarbeiter enorm.“ Seit 2016 wird in diesem Zusammenhang auf kostenpflichtige Onlineinhalte gesetzt, auch um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sicherzustellen.

Die vielschichtigen Tätigkeitsfelder der Mitarbeiter/innen der Kleinen Zeitung sind nicht nur vom digitalen Wandel bestimmt. Kropp, die nach der Matura ein Wirtschaftsstudium absolvierte und zunächst in Graz beim größten Medienunternehmen Südösterreichs anheuerte, gab Einblicke in den Eventbereich, den die Kleine Zeitung bedient. So geht das Unternehmen rund 300 Kooperationen jährlich ein, hinzu kommen zahlreiche eigene Events. „Im letzten Jahr waren das natürlich viele Livestreams, es ist uns aber auch wichtig, in die Bezirke zu gehen. Regionalität ist ein wichtiger Wert für uns.“

Deutlich wurde dadurch auch die Verwobenheit von Medien und Wirtschaft. „Unsere Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über den Lesermarkt sowie den Werbemarkt.“ Dabei kann die Kleine Zeitung weiterhin auf einen treuen Kreis an Leser/innen bauen, rund 90.000 Abos werden alleine in Kärnten abgesetzt. Im Steigen begriffen sind die Digitalabos, mittlerweile rund 50.000 – immer häufiger als digital only.

„Wer postet, ist Journalist“

Diskutiert wurden angeregt von Fragen der Schüler/innen auch die Bedeutung von Journalist/innen im Social-Media-Zeitalter, das Thema Fake News und die Zukunft des Berufsfelds. Wetternig: „Wir in der Medienbranche sind uns einig, dass diese Themen in die Schulen müssen. Wer postet, ist heute eine Journalist – dessen muss man sich bewusst sein. Damit hat sich Grundlegendes in der Gesellschaft geändert.“

„Ihr seid die Champs der Zukunft!“

– Christian Wetternig über die Schüler/innen des Multimedia-Schwerpunkts

Sowohl für eine berufliche Karriere in der Medienbranche als auch im Umgang mit Informationen im Alltag sind digitale Kenntnisse heute das Um und Auf, darüber sind sich Kropp und Wetternig einig. „Die Anforderungen und das Tempo steigen in den verschiedensten Bereichen und wer hier einen Bezug zum Digitalen hat, ist enorm im Vorteil. Ihr Jugendlichen seid mit eurer Ausbildung die Champs der Zukunft.“

Für Wetternig war es übrigens eine virtuelle Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Er maturierte 1994 an der Praxis-HAK Völkermarkt und begann im Anschluss ein Studium der Fächer Psychologie und Philosophie. Aus dem Zuverdienst als freier Mitarbeiter bei der Kleinen Zeitung wurde jedoch nach zwei Monaten eine Fixanstellung – ebenso eine Erfolgsstory.

Markus Romano, Leiter der Volksbank Völkermarkt, war kürzlich auf Online-Besuch in seiner Patenklasse, der 2AK. Wieder einmal hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihr theoretisches Wissen an der Praxis zu messen. Zwei Schwerpunkte – der Einfluss von Corona auf die Bank und die Prozesse und das Marketingkonzept der Bank – wurden beleuchtet. 

Die Jugendlichen nahmen wahr, dass Corona viele Prozesse im Unternehmen nachhaltig verändern wird. Bestimmte Dienstleistungen werden in Zukunft nur mehr online abgewickelt werden. Viele Besprechungen werden in Online-Meetings abgehalten werden, da damit auch Zeit und Geld gespart werden kann. Zusätzlich verändert sich die Kommunikation mit Kunden, da auch ältere Kunden durch Corona Freude an der digitalen Kommunikation gewonnen haben. Zugleich aber hält Romano aber Folgendes fest: „Das persönliche Gespräch kann kein Online-Kanal je ersetzen! Wir suchen, auch wenn viele Dienstleistungen in Zukunft digital abgewickelt werden, nach Wegen, mit unseren Kunden in persönlichem Kontakt zu bleiben!“ 

Im zweiten Teil des Online-Meetings wurde dann das Marketingkonzept der Volksbank analysiert. Ausgehend von Ergebnissen der Marktforschung, diese wird von der Zentrale der Volksbank in Wien durchgeführt, werden Marketing-Strategien für die gesamte Volksbank entwickelt.  

Interessant war die Betrachtung der produktpolitischen Maßnahmen einer Bank. Sparbücher werden in der nächsten Zeit sicherlich vom Markt verschwinden und von „Online-Sparbüchern“ ersetzt werden. In Deutschland zum Beispiel wird überlegt, für die physischen Sparbücher sog. Verwahrgebühren zu verrechnen. Damit verändert sich das Produkt- bzw. Dienstleistungsportfolio einer Bank laufend. Während das Kreditgeschäft ursprünglich zu den Stars einer Bank zählte, so ist zu erkennen, dass das Provisionsgeschäft z.B. durch den Verkauf von Wertpapieren, Versicherungen etc. eine immer größere Bedeutung im Ertrag einer Bank erlangt und somit in die sog. Star-Position des Portfolios rückt.

Zum Anschluss wurde das Kommunikationskonzept besprochen und vor allem die Werbung mit den Skispringern „V wie Flügel“ analysiert. Die erfolgreichen österreichischen Skispringer und der damit verbundene Slogan haben einen Platz in den Köpfen der Kunden gefunden. Der V-Stil der Springer spiegelt zusätzlich das V der Volksbank wider.

„Die Volksbank identifiziert sich als Regionalbank, die ihren Kundinnen und Kunden in allen finanziellen Angelegenheiten jederzeit vor Ort zur Seite steht“, beschreibt Roman den USP der Volksbank. „Wichtig für die Kundenbindung und -gewinnung und das Wohlfühlen der Kundinnen und Kunden sind jedoch die motivierten Beraterinnen und Berater der Bank.“ 

Das Büro der Zukunft bedeutet Digitalisierung – mit der ACT-Mailadresse für unsere Übungsfirmen steht allen Übungsfirmen-Mitarbeiter/innen der Praxis-HAK Völkermarkt der Zugang zur jeweiligen Übungsfirma zur Verfügung. Mit dem Account kann auf alle Microsoft-Apps (OneDrive, Outlook, Forms etc.) zugegriffen und somit die „smarte und digitale Übungsfirma“ im Herbst 2020 (im Lockdown) gestartet werden.

Die Übungsfirmen der Praxis-HAK

  • Art Creative GmbH,
  • Cyberbox GmbH,
  • Modellwelt GmbH und
  • Pizza Pazza e.U.

Die Schüler/innen arbeiten im 4. Jahrgang der Handelsakademie bzw. in der 3. Klasse der Handelsschule einmal pro Woche wie in einem richtigen Betrieb, die wöchentliche Arbeitszeit umfasst drei oder vier Unterrichtsstunden – und es zeigt sich, dass sie auch im Homeoffice praxisgerecht am Puls der Zeit arbeiten.
Die Übungsfirma ist das Modell eines Unternehmens zu Lernzwecken, an dem die betrieblichen Abläufe kennen gelernt werden und Lernende selbst arbeiten können. Es fallen alle der Praxis entsprechenden Geschäftsfälle vom Einkauf bis zum Absatz an. In Österreich stehen etwa 850 Geschäftspartner auf einem eigenen Markt (Ware und Geld sind virtuell) zur Verfügung.  Weltweit sind sogar etwa 5000 Übungsfirmen miteinander vernetzt.

Wie jedes Unternehmen ist auch die Übungsfirma in einem Markt tätig – hier handelt es sich um einen virtuellen Übungsfirmenmarkt. Die wichtigste Drehscheibe für die Übungsfirmen-Aktivitäten ist die Website www.act.at. ACT (Austrian Center for Training firms) ist die Servicestelle der österreichischen Übungsfirmen. Sie unterstützt die Übungsfirmen mit für ihren Betrieb nötigen Dienstleistungen wie ACT Bank, ACT Kreditkarte, ACT Webshop sowie den Zugang zu den Behörden ACT Finanzamt, ACT Firmenbuch oder ACT Sozialversicherung.  Auch die Services ACT Shopping Mall, ACT Übungsfirmensuche erfolgen ausnahmslos elektronisch.

Die Übungsfirmen der Praxis-HAK Völkermarkt „Art Creative GmbH“, „Cyberbox GmbH“, „Modellwelt GmbH“ und die „Trend Magic Market GmbH“ (derzeit ruhend) beweisen ihre professionelle Arbeit durch die Erreichung des Qualitätszertifikats QualitätsAudit – 100% unserer Praxis-HAK-Übungsfirmen sind im Schuljahr 2019/21 zertifiziert, welches zwei Jahre gilt.

Mehr zu den Übungsfirmen finden Sie hier.

Highlights aus dem letzten Schuljahr:

Cyberbox GmbH, Modellwelt-HandelsgesmbH: Erreichung des ACT Upgrade (Dez. 2019)

Pizza Pazza e.U.: Abschlussprüfung Handelsschule (Mai 2020)

Art Creative GmbH, Cyberbox GmbH, Modellwelt-HandelsgesmbH, Trend Magic Market GmbH: Zertifizierung QualitätsAudit (Juni 2020)

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik, Prof. Heike Straßer, Prof. Günther Kurnig, ÜFA-Leiter/innen an der Praxis-HAK Völkermarkt


Vor Corona: Eindrücke aus dem ÜFA-Leben, von der Arbeit bis zur Zertifizierung

Karl Schnögl, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Eberndorf, steht als treuer Pate der 5AK während ihrer gesamten Schullaufbahn zur Seite und hat diesmal zwei große Themen – Geschäftsmodell der Bank im Wandel und Bonitätsbeurteilung für die Kreditvergabe – mit den angehenden Maturant/innen diskutiert.

Eine Aussage zu Beginn, dass die Raiffeisenbank Eberndorf betriebswirtschaftlich gesehen, trotz Corona, ein sehr erfolgreiches Jahr zu verzeichnet habe, hat die Jugendlichen positiv überrascht. Starke Zuwächse bei den Einlagen und noch stärkere Zuwächse bei den Finanzierungen haben, zusätzlich zu den Provisionserträgen, zur positiven Entwicklung der Bank beigetragen. Corona und die Angst um eine Geldentwertung haben nicht, wie vermutet, das starke Finanzierungswachstum verursacht,  sondern Investitionszuwachsprämien veranlassten Unternehmen und die Niedrigzinsphase die Privatkunden vermehrt zu investieren.

Wie aber wirken sich Krise und Digitalisierung auf das Geschäftsmodell einer Bank aus?

Covid-19 mag gewisse Tendenzen verstärkt oder beschleunigt haben, aber am Kernstück der strategischen Ausrichtung – an der persönlichen Kundenbetreuung – wird sich nichts ändern. Im ländlichen Raum wird von den Kund/innen der direkte Kontakt mit den Berater/innen nach wie vor sehr geschätzt. Natürlich wird der Digitalauftritt modernisiert, E-Banking weiter fortschreiten und Bank-Dienstleistungen noch stärker online abschließbar werden, aber die persönliche Beratung wird bleiben.

Die Balance zwischen analogen und digitalen Gesprächskanälen zu finden, wird die Herausforderung in Zukunft werden. Die intensive Auseinandersetzung mit der Jugend hat auch gezeigt, dass Werte wie Regionalität und Nähe auch der jungen Generation wichtig sind und dass sie sich vor allem bewusst sein sollen, dass auch sie Verantwortung für ihre Region als Lebens- und Arbeitsort tragen.

Wie verläuft der Bonitätsbeurteilungsprozess und welche Auswirkungen hat dies auf die Bank?

Die Jugendlichen erkannten, dass ein guter Berater gemeinsam mit seinem Kunden seine Unterlagen, Businesspläne und Wünsche auf Plausibilität prüft, Worst-, Best- und Norm-Cases berechnet, um auch aufzuzeigen, dass man im Worst-Case imstande ist, den Kredit zurückzuzahlen. Damit erfüllt die Bank auch eine wichtige Schutzfunktion, wirkt als Korrektiv, speziell bei euphorischen Jungunternehmern.

Damit Ratingverschlechterungen bei Kunden sich nicht negativ auf das Eigenkaptalerfordernis der Bank auswirken, achtet der Kundenbetreuer trotzdem bereits bei jeder Kreditvergabe, unabhängig von der Ratingnote, auf eine gute Besicherung des Kreditengagements. Um zusätzlich unerwartete Schieflagen von Banken zu vermeiden, werden bei Banken sogenannte Stresstests vorgenommen, um auch bei ihnen Worst-Cases zu berechnen, um rechtzeitig Risikovorsorgen treffen zu können.

Prof. Theresia Müller begleitete die Einheit. Ihr Fazit: „Wieder ein spannendes Wirtschaftsgespräch! Danke für die investierte Zeit in die Patenklasse.“

Kevin Müller, Leiter der Sparkasse Völkermarkt, besuchte die 3AK, seine Patenklasse, um mit den Schüler/innen die im Unterricht behandelten Themen Führung, nachhaltige Unternehmensführung und Strategieentwicklung zu diskutieren. Natürlich war auch Corona ein Thema mit all den Auswirkungen.

Einleitend wurde aufgezeigt, dass, bedingt durch den Lockdown, die Digitalisierung wesentlich rascher vorangeschritten ist und viele Prozesse verändert hat. Rasch wurden u.a. viele Sitzungen und Schulungen, die vorher zeit- und kostenintensiv waren, auf Online-Meetings umgestellt und gleichzeitig wurden die Vorteile des digitalen Treffens von vielen wahrgenommen. In Zukunft wird sicherlich viel digital abgewickelt, auch Kredite werden per Klick gewährt werden. Aber für spezielles Fachwissen werden immer gut ausgebildete Berater gebraucht werden, die für Problemlösungen vor Ort zur Verfügung stehen.

All diese veränderten Prozesse und Abläufe, mit denen nun die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konfrontiert werden, gilt es natürlich demensprechend zu kommunizieren d.h. diese Veränderungen gilt es zu managen, um der Belegschaft auch Sicherheit zu geben.

Welche Anforderungen müssen daher Führungspersonen in der Bank erfüllen? Wird mehr Wert auf fachliche als auf persönliche Kompetenzen gelegt?

Müller zeigte klar auf, dass die fachliche Kompetenz eine Grundvoraussetzung in der Führung ist. Ob jedoch ein fachliches Detailwissen oder ein fundiertes Fachwissen gefragt ist, hängt von der jeweiligen Position ab. Ein/e Standortleiter/in braucht neben den persönlichen Voraussetzungen auch das Detailwissen, da er/sie gegebenfalls auch am Schalter spontan aushelfen muss. Bei höheren Positionen kann man im Detail nicht mehr alles wissen, dann müssen vor allem die sozialen Kompetenzen im Bereich der Personalführung ausgeprägt sein und man muss ein Visionär sein, um Strategien zu entwickeln, um langfristig am Markt erfolgreich zu bestehen.

Interessant war auch die Feststellung, dass gute Führungskräfte differenziert führen, da es ein Generationsthema ist, denn junge Mitarbeiter/innen haben ganz andere Erwartungen und Einstellungen als ältere.

Wie wird die nachhaltige Unternehmensführung in der Sparkasse gelebt, um langfristig am Markt erfolgreich zu sein und um gleichzeitig der Gesellschaft zu dienen bzw. auf die Umwelt zu achten?

Dieser in der Theorie sogenannte Corporate-Social-Resposibility-Ansatz wird in der Kärntner Sparkasse gelebt. Die Kärntner Sparkasse ist zwar eine Aktiengesellschaft, die Dividenden ausschüttet, aber 75% der Anteile stehen im Eigentum der Privatstiftung der Kärntner Sparkasse, d.h. die Gewinne, die ausgeschüttet werden, fließen in die Privatstiftung und diese fördert und finanziert Projekte in Kärnten wie z.B. die Kulturinitiative in Bleiburg oder den Nachwuchs des KAC und vieles mehr. Der Umweltschutz liegt dem Unternehmen besonders am Herzen, daher werden die Filialen viel mit heimischem Holz und möglichst CO2-neutral gebaut.

„Wieder haben die Jugendlichen wertvolle Bilder zur Theorie erhalten. Herzlichen Dank für die Zeit!“

– Prof. Theresia Müller-Tschischej

Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein zu fördern – darauf zielt Entrepreneurship Education ab. Das Fach BPQM (Business Training), das ab dem 2. Jahrgang die Schüler/innen bis zur Matura begleitet, bietet beste Möglichkeiten, diese Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Die Teilnahme am Bank Austria Ideenwettbewerb „Idea Challenge – beste Geschäftsidee“ ist einer der Schwerpunkte im heurigen 2. Jahrgang. Es gilt eine innovative Geschäftsidee zu kreieren, ein Marketingkonzept zu entwerfen und Start-up-Kosten zu planen.

Die in den Fächern Betriebswirtschaft und Unternehmensrechnung erworbenen theoretischen Kenntnisse sind dabei wichtige Voraussetzungen, um diese Aufgaben zu bewältigen.

Weitere Schwerpunkte im 2. Jahrgang BPQM sind Kommunikation im betrieblichen Alltag, Präsentationskompetenzen und die professionelle Abwicklung von Beschaffungs- und Absatzvorgängen.

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Felizitas Wedenig

Herbert Laßnig vom Unternehmen Holc-Naturpools hat mit seiner Mitarbeiterin Melisa Malovčić, Maturantin der Praxis-HAK aus dem Schuljahr 2019/20, haben die 4AK online besucht.

„Hatten Sie Angst ums Unternehmen? Wie sind Sie und ihre Belegschaft damit umgegangen?“

Eingestiegen mit der Frage, wie das Unternehmen mit der Krise beginnend im Frühjahr 2020 umgegangen ist, wurde eine interessante Diskussion eröffnet. Dieser erste Lockdown war sicherlich gefühlt viel intensiver als der zweite, natürlich auch verbunden mit Angst, wenn auch Angst nicht weiterhilft, sondern lähmt. Diese Herausforderung wurde jedoch sehr gut von der Unternehmensleitung und den Mitarbeiter/innen angenommen, vor allem wurde auch viel diskutiert, um auch ihre Bedenken anzunehmen. Unter Einhaltung aller Schutzvorschriften ist jedoch der Entschluss gefallen, so gut es geht weiterzuarbeiten. Diese Entscheidung stellte sich danach als richtige Entscheidung heraus.

Biedermeier im Garten

Das Unternehmen mit seinem besonderen Produkt, den Holc Naturpools, der Sorge der Geldentwertung und dem Trend – den Laßnig als „Biedermaier-Trend“ bezeichnet – den Garten als erweiterten Wohnraum zu sehen, haben sicherlich dazu geführt, dass die Nachfrage trotz Krise enorm gestiegen ist. Laßnig bezeichnet das Wirtschaftsjahr 2020 als das erfolgreichste Jahr für ihn.

Diese Krise hat natürlich zu einer massiven Änderung von Prozessen im und außerhalb des Unternehmens geführt. Sitzungen, Seminare, Messen, Unternehmensprozesse werden sich verändern, gleichzeitig wird dabei die Umwelt geschont und Zeit gespart werden. Im Unternehmen habe sich, so Laßnig, vor allem Verkaufsprozesse massiv verändert. Bisher wurde vorwiegend durch den direkten, persönlichen Kundenbesuch Pools verkauft. In der Zwischenzeit hat das Unternehmen eine App erstellen lassen, die es Kunden mittels Link ermöglicht, den eigenen Garten zu filmen, einen Pool auszuwählen, um den zukünftigen Wohlfühlgarten virtuell zu sehen und vor allem zu fühlen. Vertriebspartner sollen, mit einer Fülle von digitalen Hilfsmitteln wie Image-Videos, Augmented-Reality-Brillen etc. ausgestattet, ihre Kunden betreuen. Damit wird ein Verkauf auch über weite Distanzen möglich sein.

Aus dem Archiv

Viele strategische Entscheidungen, als „Großdenken“ von Laßnig bezeichnet, sind gefällt worden. Einerseits soll der gesamte deutsche Markt durch neue Vertriebspartner, mit zahlreichen digitalen Instrumenten ausgestattet, abgedeckt werden, eine weiteres Wachstum evtl. über Franchisepartner erfolgen und die Produktpalette durch Außensaunen und Mobile Homes erweitert werden – und, ganz spannend, es soll im nächsten Jahr ein überbetrieblicher Schaupark entstehen.

Melisa Malovčić: Erfolgreicher Start ins Berufsleben

In diesem innovativen Unternehmen arbeitet Melisa Malovčić im Sekretariat mit, lernt alle Unternehmensbereiche kennen und ist derzeit stark auch in den VKI, den Verkaufsinnendienst, eingebunden. Potentielle Kunden werden von Melisa kontaktiert. Wenn diese als Zielgruppe interessant sind, dann werden diese an den VKA, Verkaufsaußendienst, weitergeleitet, mit der Hoffnung, dass der positive Verkaufsabschluss gelingt. „Grundsätzlich wollte ich mehr mit Lohnverrechnung machen, wobei ich aber jetzt sagen muss, dass mir der Verkauf auch gut gefällt, was ich nicht von mir gedacht hätte. Das Unternehmen gefällt mir auch, weil es klein ist und ich in viele Unternehmensbereiche hineinschnuppern kann. Das macht die Arbeit abwechslungsreich“, so die junge Angestellte.

Tipps hat Melisa der 4AK mit auf den Weg gegeben: Keine Angst vor der Matura zu haben, einfach laufend mit zu lernen und bezogen auf die Diplomarbeiten sollten die Jugendlichen Themen suchen, die sie wirklich interessieren, um dann mit Liebe und Interesse die dazu benötigte Literatur zu lesen.

Prof. Theresia Müller-Tschischej bilanziert: „Eine wahrlich interessante Diskussion für die 4AK, herzlichen Dank für die Zeit! Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch in Völkermarkt.“