Der Flip2Go-Bildungsbus der Kärntner Sparkasse, Erste Bank und Erste Group hat zum 200-Jahr-Jubiläum am 24. Oktober 2019 auch Völkermarkt besucht. Die Übungsfirmenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der 4AK hatten in einer 100-minütigen Spielrunde die interaktiven Aufgaben im Bus zu lösen.

Was ist eigentlich Flip2Go? Darunter versteht man den Erste Financial Life Park in Wien, wobei die mobile Version in Form eines klimatisierten Doppelstock-Busses quer durch Österreich tourt und interaktive und innovative Finanzbildung in sieben multimedialen Spielstationen anbietet.

An verschiedenen digitalen Stationen wechseln sich Videosequenzen und Spiele rund um das Thema Geld, Beruf und Wirtschaft ab. Fragen zum Thema Veranlagung, zur globalen Produktionskette und zu den Bereichen Börse und Bank müssen gelöst werden.

Die Schülerinnen und Schüler der 4AK haben dabei auch selbst wirtschaftliche Entscheidungen getroffen und sich ihre Gedanken gemacht:

„Um wie viel Euro soll ich die gerade gekaufte Wassermelone wieder an die Kunden bringen?“

„Ich finde, den Flipbus sollte jede Klasse unserer Schule besuchen.“

„Spielerisch aufbereitete Stationen – die Zeit ist im Flug vergangen.“

„Anhand von Beispielen wurden Begriffe sehr gut erklärt.“

„Zuerst denkt man, dass man eine kleine Busreise macht – aber dann wurden alle Erwartungen übertroffen.“

„Station Job-o-mat – sehr interessante Berufe wurden vorgestellt, entsprechen auch den eigenen Stärken, auch außergewöhnliche Berufe wurden vorgestellt.“

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik, Prof. Heike Straßer

In der Vorwoche wurden die Übungsfirmen der Praxis-HAK Völkermarkt im inspire!Lab in Klagenfurt feierlich zertifiziert. Die betreuenden Lehrkräfte berichten nachfolgend über die Arbeiten im Betriebswirtschaftlichen Zentrum:


Übungsfirma goes QualitätsAudit – 95 % der teilnehmenden Übungsfirmen aus ganz Österreich sind erfolgreich zertifiziert!

Folgende Übungsfirmen haben an der Praxis-HAK Völkermarkt das QualitätsAudit erfolgreich absolviert:

Name der Übungsfirma Leiter/in
Art Creative GmbH Mag. Heike Straßer
MODELLWELT Modellbaufachhandel GmbH Mag. Günther Kurnig
CYBERBOX Handels GmbH Mag. Ulrike Messner-Lasnik

Unsere Übungsfirmen sind unsere Zukunft. Schule 4.0 und Digitalisierung 4.0 leben in diesem Konzept.

Unternehmerisches Denken und Handeln, selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten sowie soziale und fachliche Kompetenzen stehen im Focus der Übungsfirmenarbeit. Für die zukünftigen Entrepreneure sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit ebenso gelebter Alltag in der Übungsfirma wie Netzwerken und Globalisierung.

Um alle betrieblichen Vorgänge so praxisgerecht wie möglich durchführen zu können, gibt es die Servicestelle der österreichischen Übungsfirmen ACT (Austrian Center for Training firms), wo ungefähr 1.000 aktive Übungsfirmen registriert sind. ACT bietet verschiedene Dienste und Einrichtungen für die Übungsfirmen (z. B. Firmenbuch, Gewerbebehörde, Bank, Finanzamt, Sozialversicherung, Webshop, Kreditkarte und Gericht).

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses können sich alle aktiven Übungsfirmen aus Österreich, die im ACT-Firmenbuch eingetragen sind, einem externen QualitätsAudit unterziehen.

Die Übungsfirmen haben zu drei Teilbereichen 24 verschiedene Muss-Kriterien zu erfüllen:

  • A-Bereich zum Geschäftsmodell: Ein Businessprofile für die Übungsfirma wird festgelegt, die Ziele und die Jahresschwerpunkte werden daraus abgeleitet. Die Übungsfirma stellt sich als Betrieb und als Lernort dar und gibt Einblicke in ihre Website und ihren ACT-Webshop.
  • B-Bereich zu den Geschäftsprozessen: Ausgehend von einem Investitionsplan und einer Plan-Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden komplette Geschäftsfälle, die Personalverrechnung und das Steuerwesen dargestellt. Natürlich werden hier alle Behördenwege praxisgerecht und digitalisiert mit den Online-Dienstleistungen von ACT abgewickelt.
  • C-Bereich zur Kompetenzentwicklung: Kompetenzchecks mithilfe von Online-Tools und Mitarbeitergespräche werden dargelegt.

Im Rahmen des QualitätsAudits 2019 haben österreichweit 4.000 Schülerinnen und Schüler bewiesen, dass sie für die Arbeitswelt 4.0 gerüstet sind.

Die Übungsfirmen stellen in Zusammenarbeit mit realen Betrieben ein wichtiges Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft dar. Eine Übungsfirma ist ein Modell eines realen Unternehmens, eine Unternehmenssimulation in den österreichischen berufsbildenden Schulen und der Erwachsenenbildung, vor allem in Handelsakademien und Handelsschulen. Die Schüler/innen können fächerübergreifend ihre bisher erlernten Kompetenzen (Fachwissen, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Selbstkompetenz) praktisch und vernetzt anwenden, erproben und erhöhen. In einer Übungsfirma werden alle betrieblichen Vorgänge, die auch in der realen Wirtschaft erforderlich sind, abgewickelt – die Übungsfirma ist Teil der Entrepreneurship Education.

Für die Übungsfirmen der Praxis-HAK Völkermarkt: Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Heike Straßer

Anlässlich des Jahres der Übungsfirmen blickten Schüler/innen der 4AK im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnik in einem Schwerpunkt zum Thema Öffentlichkeitsarbeit hinter die Kulissen des Betriebswirtschaftlichen Zentrums der Praxis-HAK Völkermarkt.

In einem letzten Teil präsentieren Matthias Baumann, Denise Policar und Oliver Unterwurzacher in zwei Berichten den Arbeitsalltag in den einzelnen Abteilungen der Übungsfirmen. Teil 2: Verkauf, Lohnverrechnung und EDV.

Abwechslungsreiches Arbeiten in der ÜFA 

Alle Bestellungen, die von anderen Übungsfirmen, ob aus der Steiermark oder aus Klagenfurt per Post, Webshop, E-Mail oder telefonisch bei uns ankommen, gelangen in die Verkaufsabteilung. Die meisten Bestellungen kommen per Post oder über den Webshop. „Ich wickle die Bestellungen im Webshop ab und das macht Spaß“, erläutert Victoria Nedwed (4AK). Sie arbeitet sehr stark mit dem Marketing zusammen.

Alle Verkäufe werden dann in der WINLINE verbucht – eine wichtige Möglichkeit, um seine Kenntnisse darin zu verbessern. Außerdem ist man zuständig dafür, Rechnungen zu schreiben und Bedarfsmeldungen zu erstellen. „Das selbständige Arbeiten im Verkauf gefällt mir besonders gut“, erzählt Adriana Nedwed (4AK).

Wir sorgen für ein gerechtes Gehalt

Neben den bereits vorgestellten Bereichen spielt auch die EDV-Lohn-Abteilung eine große Rolle in der Übungsfirma. Denn wie auch im echten Leben bekommen die Mitarbeiter/innen für ihre Leistungen ein Gehalt bzw. Lohn. Das Geld wird auf ein fiktives Bankkonto überwiesen, das von den Jugendlichen in dieser Abteilung eröffnet wird.

Damit auch die Buchhaltung stimmt, muss eine Lohnabrechnung in WinLine-LOHN durchgeführt werden. Sämtliche andere Arbeiten, die aufgrund der Lohnabrechnung anfallen, wie etwa Zahlungen an das Finanzamt oder an die Krankenkasse, werden hier erledigt.

Produkte im Webshop

Ein großer Schwerpunkt in der EDV-Lohn-Abteilung sind der Webshop und die Website der Übungsfirma. Die Mitarbeiter/innen haben die Aufgabe, regelmäßig die neuesten Angebote im Webshop hochzuladen und die Kund/innen mit Hilfe der Homepage über die Firma und die Produkte zu informieren.

Man sieht also, dass sehr viel Arbeit anfällt, und deshalb ist es ganz normal, dass manchmal einige Schwierigkeiten auftreten. „Ich habe mir zum Beispiel mit dem Webshop sehr schwer getan. Ich habe nicht gewusst, wie man neue Produkte erstellt, doch dank meiner Abteilungskollegin und der Unterstützung von Frau Professor Messner konnte ich mich auch diesem Problem stellen“, berichtet Denise Policar (4AK).


Weitere Meldungen zur Übungsfirma

Anlässlich des Jahres der Übungsfirmen blickten Schüler/innen der 4AK im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnik in einem Schwerpunkt zum Thema Öffentlichkeitsarbeit hinter die Kulissen des Betriebswirtschaftlichen Zentrums der Praxis-HAK Völkermarkt.

In einem letzten Teil präsentieren Matthias Baumann, Denise Policar und Oliver Unterwurzacher in zwei Berichten den Arbeitsalltag in den einzelnen Abteilungen der Übungsfirmen. Teil 1: Kreative und alltägliche Arbeiten.

Marketing und Verkauf: Kreative Köpfe in der ÜFA 

In der Marketingabteilung ist traditionell sehr viel Kreativität gefragt. Die Hauptaufgabe ist es, Werbeaktionen durchzuführen und Flugblätter zu erstellen. Zu jedem Flugblatt gehört auch ein Bestellschein. „Bei der Gestaltung von Flugblättern haben wir viele kreative Möglichkeiten“, berichtet Matthias Baumann (4AK).

Wenn ein Flyer erstellt wurde, wird er an andere Übungsfirmen in Österreich verschickt. Bevor man ein neues Produkt entwirft, ist es aber wichtig, Marktforschung zu betreiben. Zentrale Fragen: Welche Produkte gibt es schon am Markt und was wird noch benötigt?

Dabei kommt der Schwerpunkt der jeweiligen Übungsfirma zum Tragen. Während die Modellwelt mit Modellbauartikel handelt, gibt es bei CyberBox elektronische Geräte und Zubehör. Eine weitere, eng mit Marketing und Verkauf verbundene Aufgabe ist die Erstellung und Wartung des Webshops. Häufig sind die Jugendlichen gefordert, gleich mehrere Aufgaben zu übernehmen. „In der Modellwelt wird die Marketingabteilung vom Verkauf erledigt“, erzählt beispielsweise Victoria Nedwed (4AK).

Koordinative Arbeiten im Sekretariat

Im Sekretariat besteht die Hauptaufgabe darin, die Post weiterzuleiten. Außerdem muss man sämtliche Posteingänge und Postausgänge in den jeweiligen Excel-Dateien erfassen. E-Mails werden ebenfalls den zuständigen Abteilung übermittelt, Angebote ergehen an die Einkaufsabteilung, Bestellungen an die Verkaufsabteilung. Natürlich zählen auch traditionelle Tätigkeiten wie das Telefonieren, das Schreiben von Briefen und Faxen noch immer zu den maßgeblichen Aufgaben.

Erfolgreich in Einkauf und Verkauf

Und was geschieht, wenn Bestellungen eintrudeln? Die Abteilung Einkauf bekommt von der Verkaufsabteilung eine Bedarfsmeldung. Aufgrund dieser bestellt sie die geforderten Artikel.

Der Firmeneinkauf betrifft die restlichen Einkäufe der Übungsfirma, er wird ebenfalls in der Einkaufsabteilung vorgenommen. Im Betriebswirtschaftlichen Fachzentrum wie in der Realität: Um das ideale Angebot zu finden, müssen unterschiedliche Anbieter kontaktiert werden.


Weitere Meldungen zur Übungsfirma

Anlässlich des Jahres der Übungsfirmen wurden in einem ersten Bericht bereits Cyberbox und Modellwelt vorgestellt. Damit allerdings nicht genug, gilt es im Rahmen eines Öffentlichkeitsarbeitsprojekts im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie doch auch die zwei weiteren virtuellen Unternehmen des Betriebswirtschaftlichen Zentrums der Praxis-HAK Völkermarkt vor den Vorhang zu holen.

Von der Gartengestaltung bis hin zu Topevents

Die Übungsfirma ArtCreative, geführt von Prof. Heike Straßer, verkauft wie die bereits vorgestellten Firmen fiktive Produkte. Die Palette reicht dabei von Rasenmähern und Hoverboards bis hin zu Ball-Karten und einem Limousinenservice. Erworben werden können diese Produkte über den Webshop oder über die erhaltenen Flyer per Post und E-Mail. „In der ArtCreative gibt es engagierte und motivierte Mitarbeiter, die qualitativ hochwertige Produkte verkaufen“, behauptet Mitarbeiter Marcel Ritscher (4BK).

Insgesamt arbeiten elf Mitarbeiter/innen in den sechs verschiedenen Abteilungen und miteinander zusammen. Durch das Ziehen an einem Strang können die Aufgaben des Tages effizient erledigt werden. Dazu zählen der Posteingang, die Verbuchung und Erstellung von Rechnungen, die Auswahl von Angeboten, die Erstellung von Flyern sowie die Versendung von Briefen und E-Mails.

Übungsfirmen auch in der Handelsschule

Das besondere an der letzten Übungsfirma namens PizzaPazza ist, dass sie für die Schüler/innen der Abschlussklasse des dritten Jahrgangs der Handelsschule dient. Ein Unterschied zu den vierten Jahrgängen ist die Anzahl der Stunden, werden doch gleich vier Stunden der Übungsfirma gewidmet.

Für die Geschäftsführerin Prof. Ulrike Messner-Lasnik hat die Übungsfirma gerade für die sogenannte Kurzform einen besonderen Stellenwert. „Die Teamfähigkeit der Handelsschülerinnen und Handelsschüler sowie die Kommunikation spielen hierbei eine sehr wichtige Rolle.“ Damit werden für Messner-Lasnik wichtige Kompetenzen für die eigene Zukunft vermittelt: „Sie werden perfekt auf die Berufswelt vorbereitet. Innerhalb des Schuljahres müssen die Jugendlichen in Gruppen die verschiedenen Abteilungen durchlaufen, um schließlich die praktische Prüfung zu absolvieren.“

Die ÜFAs in Plakatform

Text: Vanessa Slamanig, Selina Weltz (4AK)

Die neueste Ausgabe von Praxis-HAK 100, dem Infomagazin der Praxis-HAK Völkermarkt auf YouTube, ist online. Der Rückblick auf den Monat April steht dabei ganz im Zeichen groß angelegter Schülerprojekte der letzten Wochen. So wird an den von der 3AK in Zusammenarbeit mit der Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten verantworteten Tourismustag 2018 erinnert, der unter dem Motto Next Generation auch den Maturaprojekten zum Regionsmaskottchen Ente Elsa und dem Mobiliätsprojekt 2025 die geeignete Bühne bot. Außerdem berichtet die mittlerweile siebte Ausgabe des schuleigenen Magazins über das Abschneiden von Kevin Enze (2AK) beim Jugendredewettbewerb sowie die feierliche Zertifizierung der Übungsfirmen.

Gestaltet wurde der Beitrag angeleitet von Prof. Mario Kraiger vom bereits bekannten Redaktionsteam des vierten Jahrgangs im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie. Als Sprecher bzw. Sprecherin fungierten diesmal Laureen Dreier und Lisa-Marie Krutner (beide 4AK) sowie Lukas Jenschatz und Marcel Ritscher (beide 4BK).

Das Video ist wie gewohnt auf dem YouTube-Kanal der Praxis-HAK Völkermarkt abrufbar:

Anlässlich des Jahres der Übungsfirmen wurden in einem ersten Bericht bereits Cyberbox und Modellwelt vorgestellt. Folgender Text, der im Rahmen eines Öffentlichkeitsarbeitsschwerpunkts im Fach Multimedia und Informationstechnologie entstanden ist, gibt nun auch detaillierte Einblicke in die Arbeit der zwei weiteren virtuellen Unternehmen im Betriebswirtschaftlichen Zentrum der Praxis-HAK Völkermarkt.

„Engagiert und motiviert“ – die Arbeit in der ÜFA

Die Übungsfirma ArtCreative, geführt von Prof. Heike Straßer, verkauft wie die bereits vorgestellten Firmen fiktive Produkte. Die Produktpalette reicht dabei von Rasenmähern und Hoverboards bis hin zu Ballkarten und einem Limousinenservice. Gekauft können diese Produkte über den Webshop oder über die erhaltenen Flyer per Post und E-Mail. „In der ArtCreative gibt es engagierte und motivierte Mitarbeiter, die qualitativ hochwertige Produkte verkaufen“, so Marcel Ritscher, Schüler der 4BK.

Insgesamt arbeiten elf Mitarbeiter/innen in den sechs verschiedenen Abteilungen. Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung stehen im Vordergrund, um so die Aufgaben des Tages effizient erledigen zu können. Dazu zählen Tätigkeitsfelder wie der Posteingang, Verbuchung und Erstellung von Rechnungen, Auswahl von Angeboten, Erstellung von Flyern sowie die Versendung von Briefen und E-Mails.

Übungsfirma als wichtiger Bestandteil der Handelsschule

Das Besondere an der letzten Übungsfirma namens PizzaPazza ist, dass sie sich an die Schüler/innen der Abschlussklasse der dritten Jahrgangs richte. Aufgrund der verkürzten Ausbildung findet dieser Gegenstand also bereits ein Jahr früher statt, um Gegensatz zur Handelsakademie aber sogar mit vier statt drei Stunden pro Woche.

Für die Geschäftsführerin Prof. Ulrike Messner-Lasnik hat die Übungsfirma einen besonderen Stellenwert. „Die Teamfähigkeit der Handelsschülerinnen und Handelsschüler sowie die Kommunikation spielen hierbei eine sehr wichtige Rolle.“ Damit werden für Messner-Lasnik wichtige Kompetenzen für die eigene Zukunft vermittelt: „Sie werden perfekt auf die Berufswelt vorbereitet. Innerhalb des Schuljahres müssen die Jugendlichen in Gruppen die verschiedenen Abteilungen durcharbeiten, um schließlich die praktische Prüfung zu absolvieren.“

Die ÜFAs in Plakatform

Text: Vanessa Slamanig, Selina Weltz

Cyberbox bei der Zertifizierung in Klagenfurt Mitte April

Anlässlich des Jahres der Übungsfirmen haben Adriana und Victoria Nedwed (beide 4AK) Prof. Günther Kurnig befragt, um die Entwicklungen im Betriebswirtschaftlichen Zentrum nachzuvollziehen. Kurnig wurde kürzlich im Rahmen der diesjährigen Zertifizierungsfeier in Klagenfurt für sein langjähriges Engagement in der praxisbezogenen Ausbildung geehrt.

Sie sind langjähriger Übungsfirmenleiter. Wie interpretieren Sie Ihre Aufgabe?

Die Schüler/innen sollen die Übungsfirma als Betrieb und als Lernort kennenlernen. Meine Verantwortung bezüglich des Lernortes sehe ich einerseits darin, die fächerübergreifenden Kompetenzen der Schüler (z.B. Sozialkompetenz, Methoden- und Selbstkompetenz) zu erhöhen, und andererseits möchte ich ihnen die innerbetrieblichen Abläufe in der Übungsfirma sowie die Zusammenarbeit mit externen Stellen (Kunden, Lieferanten, Finanzamt, Sozialversicherung, Banken usw.) näher zu bringen. In diesem Zusammenhang sehe ich mich in dieser Situation nicht als Lehrer, sondern als Betreuer.

Seit wann sind Sie in dieser Form in der Übungsfirma der Praxis-HAK Völkermarkt tätig?

Seit September 2004 mit Gründung der Modellwelt GesmbH.

Was hat sich im Laufe der Jahre beim Schriftverkehr verändert?

Wesentliches. Die meisten Geschäftsbriefe, Rechnungen usw. werden elektronisch übertragen. Ein- und Verkäufe über Webshops und Zahlungen per E-banking erledigt.

ÜFAs_Dez2017ArtCreative, Cyberbox, Modellwelt und Pizza Pazza – woher bekommen die Übungsfirmen ihre Namen? Sind sie vorgegeben?

Der Name wird nicht vorgegeben, sondern hängt natürlich vom Geschäftszweig ab. Natürlich werden auch die Ideen der Schüler berücksichtigt. Im Falle der Modellwelt GesmbH war für die Namensgebung die Partnerfirma MBZ –Modellbauzentrum ausschlaggebend.

Die ÜFAs in Plakatform

Interview: Adriana und Victoria Nedwed

Nicht nur die im Keller produzierenden Junior Companies sind in der Praxis-HAK Völkermarkt angesiedelt, sie beheimatet auch gleich vier Übungsfirmen. Anlässlich des österreichweiten Jahres der Übungsfirmen stellen Vanessa Slamanig und Selina Weltz (beide 4AK) die virtuellen Unternehmen des Betriebswirtschaftlichen Zentrums genauer vor.

Cyberbox und Modellwelt

Die betreuenden Lehrer/innen stellen zugleich auch die Geschäftsführung der Unternehmen dar. Bei Cyberbox ist Prof. Ulrike Messner-Lasnik für die Leitung zuständig, während bei Modellwelt Prof. Günther Kurnig das Unternehmen führt.

Bei Cyberbox verkaufen die Schüler/innen nicht nur Produkte, die das Internet betreffen, sondern auch Waren, die für den Konsumenten von Nutzen sein können. Dabei gibt es unter anderem kreative Produkte wie den Monsterschredder „Vielfraß“, der ein Dokumentenvernichter ist. Natürlich handelt es sich bei allen Produkten um fiktive Erzeugnisse. Weiters wird Businesskleidung für Frauen und Männer sowie auch eine CyberApp angeboten, in der alle Übungsfirmen Österreichs zu finden sind.

Modellwelt verkauft, wie der Name bereits verrät, Modellfahrzeuge, beispielsweise Autos, Lokomotiven, Motorräder. Zusätzlich können Drohnen erworben werden. Chantal Lamp (4AK) berichtet: „Das Arbeitsklima in der Modellwelt ist sehr angenehm und die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit. Besonders viel Spaß macht dabei die Suche und Auswahl neuer Produkte.“

Aus Wissen werden Fähigkeiten

In den Übungsfirmen werden die erworbenen Kompetenzen der anderen Schulfächer in die Praxis umgesetzt. Vor allem der Umgang mit dem Computer und speziellen Programmen wird geschult und verbessert. Für beide Übungsfirmen müssen je nach Produkt spezielle Maßnahmen im Marketing betrieben werden. Die Flyer sollten besondere Eye-Catcher sein und das beworbene Produkt perfekt in Szene setzen. Dabei können die Schülerinnen und Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen, da dies im normalen Unterricht nicht immer möglich ist. Weiters werden die Marketingstrategien den jeweiligen Zielgruppen angepasst und eine sorgfältige Auswahl der Produkte getroffen.

In einem weiteren Text werden Art Creative und Pizza Pazza vorgestellt.

Die ÜFAs in Plakatform

Text: Vanessa Slamanig, Selina Weltz

Im Jahr der Übungsfirmen stehen die „Wirkstätten der Handelsakademie“ besonders im Fokus der Aufmerksamkeit, ist praxisbezogener Unterricht doch das Um und Auf im Rahmen der Ausbildung. Doch Schüler/innen, die neu an die Praxis-HAK Völkermarkt kommen, wissen häufig nicht, was sich hinter dem Kürzel UEFA im Stundenplan wirklich verbirgt. Dabei wird man, ist man einmal in der vierten Klasse angekommen, gleich zu Semesterbeginn dazu aufgefordert, sich für eine Abteilung einer Übungsfirma zu entscheiden. „Durch das fehlende Vorwissen kann es schon passieren, dass man eine falsche Entscheidung trifft“, berichten Chantal Lamp, Kerstin Petz und Iris Sommer, aktuelle ÜFA-Mitarbeiter/innen der 4AK.

ÜFA_Zertifizierung 2018 (5)

Die heurigen ÜFAs wurden kürzlich in Klagenfurt zertifiziert

Das Trio will dem entgegenwirken und besser über die Übungsfirmen informieren. Im Rahmen eines Schwerpunkts zur Öffentlichkeitsarbeit in Multimedia und Informationstechnologie machten sie sich daher selbst ein Bild, welchen Wissensstand die Jugendlichen der unteren Jahrgänge zur Übungsfirma mitbringen.

Vorbereitung auf die Arbeitswelt

Die Umfrage hat ergeben, dass die meisten Schüler/innen der Praxis-HAK die Übungsfirmen als „wichtigen Bestandteil des Unterrichts“ sehen. Doch nicht alle Annahmen entsprechen der Wahrheit. Magdalena Glaboniat, Schülerin der 1BK, hat beispielsweise die Aussage getätigt, die Übungsfirmen an der Praxis-HAK würden die Produktion der Waren selbst übernehmen. Dies ist aber nicht der Fall. Prinzipiell verkaufen die ÜFAs nur fiktive Waren im Online-Shop, während die Junior Companies auch produzieren.

Deutlich wurde auch, dass sich nicht alle Übungsfirmen von vornherein derselben Beliebtheit erfreuen. So teilten die 15- und 16-Jährigen aus den zweiten Klassen mit, dass der Großteil in die Abteilungen von Pizza Pazza oder Art Creative gehen würden – auch wenn sie noch nicht wissen, was sie dort erwartet.

Unbestritten scheint für die künftigen ÜFA-Mitarbeiter/innen jedenfalls die Bedeutung der Übungsfirmen zu sein. So meinten die befragten Schülerinnen Freya Pospischil und Katja Tscherteu aus der 3BK, die Übungsfirmen hätten an der Handelsakademie eine sehr wichtige Funktion, da sie es ermöglichen schon gewisse Grundkenntnisse für die Arbeitswelt zu sammeln.

Was steckt wirklich hinter den Aufgaben der Übungsfirmen?

Schüler_ÜFA (2)

Im vierten Jahrgang ein zentraler Arbeitsplatz: die ÜFA

Insgesamt vier Übungsfirmen existieren im laufenden Schuljahr an der Praxis-HAK Völkermarkt, sie sollen zeitnah hier vorgestellt werden. Gemeinsam ist ihnen die Gliederung in verschiedene Abteilungen. Hier ein kleiner Überblick:

Im Sektor Marketing werden unter anderem Produktangebote der jeweiligen Übungsfirma erstellt und diese letztendlich an andere Übungsfirmen, welche in ganz Österreich betrieben werden, verschickt. Der Verkauf beschäftigt sich mit dem Verkaufen von Handelswaren und dem Schreiben von Rechnungen. In der Abteilung Einkauf werden sowohl Einkäufe für die Firma als auch Personaleinkäufe getätigt. Im EDV wird die Gehaltsabrechnung für die Mitarbeiter konzeptioniert und zusätzlich die Sozialversicherung bearbeitet. Mit dem Verbuchen von Rechnungen und sonstigen Aufwendungen beschäftigt sich die Abteilung Rechnungswesen. Die Koordination von wichtigen Terminen sowie die Organisation des Unternehmens hat sich das Sekretariat zur Aufgabe gemacht. Weiters beschäftigt sich diese Abteilung mit dem Postwesen.

Frisch zertifiziert: Hier geht es zum Bericht zur Messe der Übungsfirmen in Klagenfurt.

Text: Chantal Lamp, Iris Sommer