Um aus Fachwissen tatsächlich nützliche Kompetenzen zu formen, ist die aktive Anwendung von Wissen elementar. In diesem Zusammenhang besitzen die Übungsfirmen an der Praxis-HAK Völkermarkt seit vielen Jahren eine Schlüsselrolle, die Cyberbox GmbH wurde jüngst anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens ausgezeichnet. Um auch jenen Jugendlichen, die noch nicht im Betriebswirtschaftlichen Fachzentrum aktiv wurden, Einblicke zu ermöglichen, haben Ramona Jann und Michelle Müller (beide 4AK) bei Prof. Ulrike Messner-Lasnik nachgefragt, was das Modell der Übungsfirmen auszeichnet.

Schüler/innen des Ausbildungsschwerpunkts Multimedia und Informationstechnologie entwickelten im vergangenen Semester bei Prof. Martin Erian kleine Website-Projekt zu schulischen Themen und führten in diesem Zusammenhang auch Interviews. Ausgewählte davon werden nun auf www.hak-vk.at veröffentlicht.


Wie sind Sie auf die Idee gekommen, dass Sie das Fach ÜFA unterrichten wollen?

Die Übungsfirma Cyberbox GmbH wurde im Schuljahr 1997/1998 von meinem Kollegen Mag. Valentin Blantar gegründet, als er im Jahr 1999 Direktor an unserer Schule wurde, habe ich diese von ihm übernommen. Das Arbeiten und die Leitung einer Übungsfirma gilt als Herzstück und wird als der USP von Handelsakademien definiert. Da ich immer Neues kennenlernen will und mich gerne weiterentwickle, habe ich diese Herausforderung angenommen, denn das pädagogisches Modell Übungsfirma steht und fällt mit der Lehrperson. Das heißt, dass ich verschiedene Abteilungen und viele Bereiche gleichzeitig betreue, auf nicht vorhersehbare Themen reagiere, Gruppenprozesse coache, neben organisatorische auch technische Aufgaben ausführe. 

 Was hat sich durch die Digitalisierung in den letzten Jahren geändert?

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Ein Einblick in das Website-Projekt von Ramona Jann und Michelle Müller

Die Digitalisierung hat vieles verändert, dadurch gibt es spannende Prozessänderungen im Büroalltag der Cyberbox. Office 365, mit allen Microsoft-Apps bietet die Möglichkeit die smarte und digitale Übungsfirma zu gestalten. Das Ziel war und ist es, „papierlos“ zu werden, als Beispiel werden Ausgangsrechnungen nicht mehr ausdrucken, sondern mit Outlook versenden und im OneDrive-Ordner abgelegt. Die Papierordner wurden durch virtuelle Cloudspeicher ersetzt und die Aussendung sämtlicher Marketingmaßnahmen und Werbeflyern findet ausschließlich über das Internet statt.

Welchen Einfluss hat das Distance Learning auf die Arbeit in der ÜFA?

Einen sehr großen, denn die Kommunikation innerhalb der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. mit den anderen Übungsfirmen erfolgt im Distance Learning zu hundert Prozent online. Meine Aufgabe als Coach ist es zu koordinieren, denn Leitung bedeutet Schnittstellenmanagement zu betreiben und die Kommunikation zwischen den Einheiten sicherzustellen. Gleichzeitig versuche ich ausreichenden Freiraum zur kreativen und eigenverantwortlichen Gestaltung zur Verfügung zu stellen damit die Lernenden das Wissen, die Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten, um in einer sich ständig ändernden Berufswelt zu bestehen.

„Meine Aufgabe als Coach ist es zu koordinieren, denn Leitung bedeutet Schnittstellenmanagement zu betreiben und die Kommunikation zwischen den Einheiten sicherzustellen.“

– Prof. Ulrike Messner-Lasnik

Wie kann das Wissen aus den Wirtschaftsfächern hier angewendet werden?

Wissen aus vielen unterschiedlichen Fächern wird in der Übungsfirmenarbeit in die Praxis umgesetzt und durch „Learning by Doing“ erweitert. Die Übungsfirmenarbeit wird im Fach BPQM unterrichtet und benötigt die Wirtschaftskompetenzen der Unterrichtsgegenstände „Betriebswirtschaft“, „Unternehmensrechnung“, „Wirtschaftsinformatik“ und „Office Management und angewandte Informatik“. Zum Beispiel benötigt man, um Ein- und Verkaufsprozesse in der virtuellen Firma rechtlich korrekt und betriebswirtschaftlich reflektieren zu können, das Wissen aus dem Fach Betriebswirtschaft. Weiters benötigt man die Kompetenz aus dem Wirtschaftsfach Unternehmensrechnung, um Geschäftsfälle anhand von Belegen mit Vorsteuer und Umsatzsteuer erfassen und verbuchen zu können, usw. OMAI und WINF bieten das Grundlagenwissen, um Programme, die in der Übungsfirma essenziell sind, nutzen zu können, da diese Gegenstände gezielt darauf hinarbeiten, den Schülerinnen und Schülern Basiskompetenzen zu vermitteln.

Warum ist die ÜFA aus Ihrer Sicht sinnvoll?

In der Übungsfirma wird das theoretische Wissen der Schülerinnen und Schüler durch praxisnahe Arbeitsweisen gefestigt und sofort praktisch erprobt. Aktivitäten wie die Interaktion mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus anderen Übungsfirmen in Österreich bewirken, dass die Schülerinnen und Schüler motiviert arbeiten und setzt bei ihnen Lernprozesse in Gang. Die erlernten Kompetenzen, wie Fachwissen, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Selbstkompetenz, werden fächerübergreifend angewandt und vernetzt umgesetzt.

Was waren die schönsten Erfahrungen beim Unterrichten einer ÜFA?

Ich und mein ÜFA-Team unterziehen uns jedes Jahr einem strengen österreich-weiten Qualitätsaudit und wenn wir das Zertifikat erlangen wird groß gefeiert und ein kreatives Foto mit allen Teilnehmern gestaltet. Dieses Event ist immer das Highlight des Schuljahres und bleibt auch Absolventeninnen und Absolventen in guter Erinnerung, was bei Klassentreffen immer gerne erzählt wird. Der Erwerb von Schlüsselqualifikationen (z.B. Teamfähigkeit, vernetztes Denken, Sprachkompetenz) befähigt sie zu beruflicher Mobilität und Flexibilität in der internationalen Arbeits- und Berufswelt und das erfüllt mich mit großem Stolz. 

Warum sollte das Fach ÜFA genau in der 4. Klasse unterrichtet werden?

Damit Schülerinnen und Schüler auf ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten aus den ersten drei Jahren aufbauen können und diese für die praxisorientierte Aufgabenstellungen in der Cyberbox GmbH-Übungsfirma in ihrem Verantwortungsbereich anwenden können.



Auch Jugendliche vor dem Mikro

Jann und Müller fragten auch bei Mitschülerinnen nach, wie es ihnen in der ÜFA ergeht. Sarah Holzer stellte fest: „Durch die ÜFA bekommt man einen guten Einblick, wie ein echtes Unternehmen funktioniert. Da ich im Sekretariat arbeite und dies eine Arbeit ist, die sich fast nur vor dem Computer abspielt, kann ich meine OMAI-Kenntnisse gut umsetzen.“ Ihr pflichtete Laura Urban bei: „In der Einkaufsabteilung müssen oft Bestellungen und Angebote geschrieben werden, wie es uns bereits im Betriebswirtschaftsunterricht beigebracht wurde. Man lernt insgesamt vieles dazu, was man im späteren Leben benötigen könnte. Man sammelt in den verschiedenen Abteilungen Erfahrungen, wie es im realen Unternehmen aussehen könnte.“

Die Übungsfirma Cyberbox setzt sich bereits seit langem mit dem Thema Digitalisierung auseinander. Nun wurde das von Prof. Ulrike-Messner-Lasnik geführte fiktive Unternehmen anlässlich seines 25-jährigen Bestandsjubiläums ausgezeichnet. Ein Blick hinter die Kulissen:

Die Cyberbox ÜFA GmbH handelt mit elektronischen Geräten und technischem Zubehör. Das Sortiment umfasst Cyber-Artikel, Zubehör für den Computer und technische Kleingeräte. Die Mitarbeiter/innen setzen auf kompetente Beratung, gute Teamfähigkeit und rasche Lieferzeit. Durch Mitarbeitereinkäufe wird versucht, den Übungsfirmenmarkt zu beleben, wobei langfristige Beziehungen mit inländischen HAK-Übungsfirmen angestrebt werden. Die Kund/innen sollen durch die sofortige Bearbeitung aller Anfragen und Bestellungen zufrieden gestellt werden.


Im laufenden Schuljahr arbeiten Schüler/innen der 4AK in der Übungsfirma Cyberbox. Wie es ihnen geht?

Ich bin im Marketing tätig und mache die Aufgaben sehr gerne, weil ich hier meiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Außerdem gefällt es mir, Produkte zu finden bzw. einen Weg zu finden, wie sie sich gut verkaufen lassen.

– Sarah Plösch

Ich bin im Sekretariat tätig und erledige meine Aufgaben sehr gerne. Durch diese Abteilung bekomme ich einen guten Einblick, wie ein reales Unternehmen funktioniert und welche Aufgaben eine Sekretärin erledigen muss.

– Sarah Holzer

Ich bin im Einkauf tätig und mache meine Aufgaben sehr gerne. Ich finde, ich bekomme einen guten Einblick, wie es in einem Unternehmen im Einkauf abläuft.

– Eldar Kotoric

Ich bin im Verkauf tätig und mache meine Aufgaben sehr gerne, da ich durch diese Abteilung einen sehr guten Einblick in das reale Leben bekomme und sehe, welche Aufgaben in diesem Bereich zu erledigen sind.

– Verena Buch

Im Rahmen eines Interviewprojekts im Multimedia-Schwerpunkt befragten kürzlich Schüler/innen ÜFA-Leiterin Prof. Messner-Lasnik zur Arbeit im Betriebswirtschaftlichen Fachzentrum. Mehr dazu in Kürze!


Auszeichnung-Firmenjubiläum-ACT_2021

Mitarbeiter/innen der CyberBOX GmbH Übungsfirma an der Praxis-HAK Völkermarkt sind das Fundament des Unternehmens. „Ein Schlüssel zum Erfolg ist sicher, dass ich mich auf meine Schüler/innen voll verlassen kann und absolutes Vertrauen vorhanden ist!“, berichtet die Übungsfirmenleiterin Mag. Ulrike Messner-Lasnik. „Dadurch gelingt eine erfolgreiche Kommunikation und Koordination trotz räumlicher Distanz im Homeoffice. Unser Team steht am Puls entscheidender Entwicklungen für eine digitale und nachhaltige Zukunft.“

Motivierte und zufriedene Mitarbeiter/innen sind somit der entscheidende Faktor. Um Informationen einzuholen und um Verbesserungen einzuleiten, können Mitarbeiterbefragungen ein sehr wertvolles Instrument sein. Der Assistent der Geschäftsführung und somit auch Qualitätsmanager Peter Skuk plante und führte eine Mitarbeiterbefragung Ende 2020 zu den Themen Zufriedenheit des Personals und zum Business Profil der CyberBOX mittels Microsoft Forms durch. Die Ergebnisse, die er präsentierte, zeigen u.a., dass die Mitarbeiter/innen mit ihrer Arbeitsposition zufrieden sind, diese Frage wurde mit durchschnittlich 3,86 somit fast vier Sternen bewertet.

Schüler/innen der 4AK übernehmen die Rolle als Mitarbeiter/innen in verschiedenen Abteilungen, und jede/r hat seine/ihre Aufgaben: im Sekretariat, im Marketing, im Ein- oder Verkauf, in der EDV-Lohnabteilung oder im Rechnungswesen. Die Bewerbungen für die einzelnen Stellen finden am Beginn des Schuljahres statt.

Die Arbeit in der CyberBOX schult die eigenverantwortliche Mitarbeit im Unternehmen, die Teamarbeit und die Verantwortung für den eigenen Arbeitsbereich. Somit sind Kreativität und die Fähigkeit zur Problemlösung Alltag an der Praxis-HAK Völkermarkt.  Ob im Betriebswirtschaftlichen Zentrum der Schule oder im Homeoffice – immer mit vollem Engagement und voller Begeisterung und unter dem Motto „learning by doing“ leiten die Schüler/innen ihr eigenes Unternehmen.

„Unser Team lebt vom Übungsfirmen-Spirit!“, so lautet das Statement der Schüler/innen der 4AK ÜFA-Gruppe von Prof. Ulrike Messner-Lasnik.            

Bericht: Peter Skuk (4AK)

Das Büro der Zukunft bedeutet Digitalisierung – mit der ACT-Mailadresse für unsere Übungsfirmen steht allen Übungsfirmen-Mitarbeiter/innen der Praxis-HAK Völkermarkt der Zugang zur jeweiligen Übungsfirma zur Verfügung. Mit dem Account kann auf alle Microsoft-Apps (OneDrive, Outlook, Forms etc.) zugegriffen und somit die „smarte und digitale Übungsfirma“ im Herbst 2020 (im Lockdown) gestartet werden.

Die Übungsfirmen der Praxis-HAK

  • Art Creative GmbH,
  • Cyberbox GmbH,
  • Modellwelt GmbH und
  • Pizza Pazza e.U.

Die Schüler/innen arbeiten im 4. Jahrgang der Handelsakademie bzw. in der 3. Klasse der Handelsschule einmal pro Woche wie in einem richtigen Betrieb, die wöchentliche Arbeitszeit umfasst drei oder vier Unterrichtsstunden – und es zeigt sich, dass sie auch im Homeoffice praxisgerecht am Puls der Zeit arbeiten.
Die Übungsfirma ist das Modell eines Unternehmens zu Lernzwecken, an dem die betrieblichen Abläufe kennen gelernt werden und Lernende selbst arbeiten können. Es fallen alle der Praxis entsprechenden Geschäftsfälle vom Einkauf bis zum Absatz an. In Österreich stehen etwa 850 Geschäftspartner auf einem eigenen Markt (Ware und Geld sind virtuell) zur Verfügung.  Weltweit sind sogar etwa 5000 Übungsfirmen miteinander vernetzt.

Wie jedes Unternehmen ist auch die Übungsfirma in einem Markt tätig – hier handelt es sich um einen virtuellen Übungsfirmenmarkt. Die wichtigste Drehscheibe für die Übungsfirmen-Aktivitäten ist die Website www.act.at. ACT (Austrian Center for Training firms) ist die Servicestelle der österreichischen Übungsfirmen. Sie unterstützt die Übungsfirmen mit für ihren Betrieb nötigen Dienstleistungen wie ACT Bank, ACT Kreditkarte, ACT Webshop sowie den Zugang zu den Behörden ACT Finanzamt, ACT Firmenbuch oder ACT Sozialversicherung.  Auch die Services ACT Shopping Mall, ACT Übungsfirmensuche erfolgen ausnahmslos elektronisch.

Die Übungsfirmen der Praxis-HAK Völkermarkt „Art Creative GmbH“, „Cyberbox GmbH“, „Modellwelt GmbH“ und die „Trend Magic Market GmbH“ (derzeit ruhend) beweisen ihre professionelle Arbeit durch die Erreichung des Qualitätszertifikats QualitätsAudit – 100% unserer Praxis-HAK-Übungsfirmen sind im Schuljahr 2019/21 zertifiziert, welches zwei Jahre gilt.

Mehr zu den Übungsfirmen finden Sie hier.

Highlights aus dem letzten Schuljahr:

Cyberbox GmbH, Modellwelt-HandelsgesmbH: Erreichung des ACT Upgrade (Dez. 2019)

Pizza Pazza e.U.: Abschlussprüfung Handelsschule (Mai 2020)

Art Creative GmbH, Cyberbox GmbH, Modellwelt-HandelsgesmbH, Trend Magic Market GmbH: Zertifizierung QualitätsAudit (Juni 2020)

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik, Prof. Heike Straßer, Prof. Günther Kurnig, ÜFA-Leiter/innen an der Praxis-HAK Völkermarkt


Vor Corona: Eindrücke aus dem ÜFA-Leben, von der Arbeit bis zur Zertifizierung

Der Flip2Go-Bildungsbus der Kärntner Sparkasse, Erste Bank und Erste Group hat zum 200-Jahr-Jubiläum am 24. Oktober 2019 auch Völkermarkt besucht. Die Übungsfirmenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der 4AK hatten in einer 100-minütigen Spielrunde die interaktiven Aufgaben im Bus zu lösen.

Was ist eigentlich Flip2Go? Darunter versteht man den Erste Financial Life Park in Wien, wobei die mobile Version in Form eines klimatisierten Doppelstock-Busses quer durch Österreich tourt und interaktive und innovative Finanzbildung in sieben multimedialen Spielstationen anbietet.

An verschiedenen digitalen Stationen wechseln sich Videosequenzen und Spiele rund um das Thema Geld, Beruf und Wirtschaft ab. Fragen zum Thema Veranlagung, zur globalen Produktionskette und zu den Bereichen Börse und Bank müssen gelöst werden.

Die Schülerinnen und Schüler der 4AK haben dabei auch selbst wirtschaftliche Entscheidungen getroffen und sich ihre Gedanken gemacht:

„Um wie viel Euro soll ich die gerade gekaufte Wassermelone wieder an die Kunden bringen?“

„Ich finde, den Flipbus sollte jede Klasse unserer Schule besuchen.“

„Spielerisch aufbereitete Stationen – die Zeit ist im Flug vergangen.“

„Anhand von Beispielen wurden Begriffe sehr gut erklärt.“

„Zuerst denkt man, dass man eine kleine Busreise macht – aber dann wurden alle Erwartungen übertroffen.“

„Station Job-o-mat – sehr interessante Berufe wurden vorgestellt, entsprechen auch den eigenen Stärken, auch außergewöhnliche Berufe wurden vorgestellt.“

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik, Prof. Heike Straßer

In der Vorwoche wurden die Übungsfirmen der Praxis-HAK Völkermarkt im inspire!Lab in Klagenfurt feierlich zertifiziert. Die betreuenden Lehrkräfte berichten nachfolgend über die Arbeiten im Betriebswirtschaftlichen Zentrum:


Übungsfirma goes QualitätsAudit – 95 % der teilnehmenden Übungsfirmen aus ganz Österreich sind erfolgreich zertifiziert!

Folgende Übungsfirmen haben an der Praxis-HAK Völkermarkt das QualitätsAudit erfolgreich absolviert:

Name der Übungsfirma Leiter/in
Art Creative GmbH Mag. Heike Straßer
MODELLWELT Modellbaufachhandel GmbH Mag. Günther Kurnig
CYBERBOX Handels GmbH Mag. Ulrike Messner-Lasnik

Unsere Übungsfirmen sind unsere Zukunft. Schule 4.0 und Digitalisierung 4.0 leben in diesem Konzept.

Unternehmerisches Denken und Handeln, selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten sowie soziale und fachliche Kompetenzen stehen im Focus der Übungsfirmenarbeit. Für die zukünftigen Entrepreneure sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit ebenso gelebter Alltag in der Übungsfirma wie Netzwerken und Globalisierung.

Um alle betrieblichen Vorgänge so praxisgerecht wie möglich durchführen zu können, gibt es die Servicestelle der österreichischen Übungsfirmen ACT (Austrian Center for Training firms), wo ungefähr 1.000 aktive Übungsfirmen registriert sind. ACT bietet verschiedene Dienste und Einrichtungen für die Übungsfirmen (z. B. Firmenbuch, Gewerbebehörde, Bank, Finanzamt, Sozialversicherung, Webshop, Kreditkarte und Gericht).

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses können sich alle aktiven Übungsfirmen aus Österreich, die im ACT-Firmenbuch eingetragen sind, einem externen QualitätsAudit unterziehen.

Die Übungsfirmen haben zu drei Teilbereichen 24 verschiedene Muss-Kriterien zu erfüllen:

  • A-Bereich zum Geschäftsmodell: Ein Businessprofile für die Übungsfirma wird festgelegt, die Ziele und die Jahresschwerpunkte werden daraus abgeleitet. Die Übungsfirma stellt sich als Betrieb und als Lernort dar und gibt Einblicke in ihre Website und ihren ACT-Webshop.
  • B-Bereich zu den Geschäftsprozessen: Ausgehend von einem Investitionsplan und einer Plan-Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden komplette Geschäftsfälle, die Personalverrechnung und das Steuerwesen dargestellt. Natürlich werden hier alle Behördenwege praxisgerecht und digitalisiert mit den Online-Dienstleistungen von ACT abgewickelt.
  • C-Bereich zur Kompetenzentwicklung: Kompetenzchecks mithilfe von Online-Tools und Mitarbeitergespräche werden dargelegt.

Im Rahmen des QualitätsAudits 2019 haben österreichweit 4.000 Schülerinnen und Schüler bewiesen, dass sie für die Arbeitswelt 4.0 gerüstet sind.

Die Übungsfirmen stellen in Zusammenarbeit mit realen Betrieben ein wichtiges Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft dar. Eine Übungsfirma ist ein Modell eines realen Unternehmens, eine Unternehmenssimulation in den österreichischen berufsbildenden Schulen und der Erwachsenenbildung, vor allem in Handelsakademien und Handelsschulen. Die Schüler/innen können fächerübergreifend ihre bisher erlernten Kompetenzen (Fachwissen, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Selbstkompetenz) praktisch und vernetzt anwenden, erproben und erhöhen. In einer Übungsfirma werden alle betrieblichen Vorgänge, die auch in der realen Wirtschaft erforderlich sind, abgewickelt – die Übungsfirma ist Teil der Entrepreneurship Education.

Für die Übungsfirmen der Praxis-HAK Völkermarkt: Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Heike Straßer

Anlässlich des Jahres der Übungsfirmen blickten Schüler/innen der 4AK im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnik in einem Schwerpunkt zum Thema Öffentlichkeitsarbeit hinter die Kulissen des Betriebswirtschaftlichen Zentrums der Praxis-HAK Völkermarkt.

In einem letzten Teil präsentieren Matthias Baumann, Denise Policar und Oliver Unterwurzacher in zwei Berichten den Arbeitsalltag in den einzelnen Abteilungen der Übungsfirmen. Teil 2: Verkauf, Lohnverrechnung und EDV.

Abwechslungsreiches Arbeiten in der ÜFA 

Alle Bestellungen, die von anderen Übungsfirmen, ob aus der Steiermark oder aus Klagenfurt per Post, Webshop, E-Mail oder telefonisch bei uns ankommen, gelangen in die Verkaufsabteilung. Die meisten Bestellungen kommen per Post oder über den Webshop. „Ich wickle die Bestellungen im Webshop ab und das macht Spaß“, erläutert Victoria Nedwed (4AK). Sie arbeitet sehr stark mit dem Marketing zusammen.

Alle Verkäufe werden dann in der WINLINE verbucht – eine wichtige Möglichkeit, um seine Kenntnisse darin zu verbessern. Außerdem ist man zuständig dafür, Rechnungen zu schreiben und Bedarfsmeldungen zu erstellen. „Das selbständige Arbeiten im Verkauf gefällt mir besonders gut“, erzählt Adriana Nedwed (4AK).

Wir sorgen für ein gerechtes Gehalt

Neben den bereits vorgestellten Bereichen spielt auch die EDV-Lohn-Abteilung eine große Rolle in der Übungsfirma. Denn wie auch im echten Leben bekommen die Mitarbeiter/innen für ihre Leistungen ein Gehalt bzw. Lohn. Das Geld wird auf ein fiktives Bankkonto überwiesen, das von den Jugendlichen in dieser Abteilung eröffnet wird.

Damit auch die Buchhaltung stimmt, muss eine Lohnabrechnung in WinLine-LOHN durchgeführt werden. Sämtliche andere Arbeiten, die aufgrund der Lohnabrechnung anfallen, wie etwa Zahlungen an das Finanzamt oder an die Krankenkasse, werden hier erledigt.

Produkte im Webshop

Ein großer Schwerpunkt in der EDV-Lohn-Abteilung sind der Webshop und die Website der Übungsfirma. Die Mitarbeiter/innen haben die Aufgabe, regelmäßig die neuesten Angebote im Webshop hochzuladen und die Kund/innen mit Hilfe der Homepage über die Firma und die Produkte zu informieren.

Man sieht also, dass sehr viel Arbeit anfällt, und deshalb ist es ganz normal, dass manchmal einige Schwierigkeiten auftreten. „Ich habe mir zum Beispiel mit dem Webshop sehr schwer getan. Ich habe nicht gewusst, wie man neue Produkte erstellt, doch dank meiner Abteilungskollegin und der Unterstützung von Frau Professor Messner konnte ich mich auch diesem Problem stellen“, berichtet Denise Policar (4AK).


Weitere Meldungen zur Übungsfirma

Anlässlich des Jahres der Übungsfirmen blickten Schüler/innen der 4AK im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnik in einem Schwerpunkt zum Thema Öffentlichkeitsarbeit hinter die Kulissen des Betriebswirtschaftlichen Zentrums der Praxis-HAK Völkermarkt.

In einem letzten Teil präsentieren Matthias Baumann, Denise Policar und Oliver Unterwurzacher in zwei Berichten den Arbeitsalltag in den einzelnen Abteilungen der Übungsfirmen. Teil 1: Kreative und alltägliche Arbeiten.

Marketing und Verkauf: Kreative Köpfe in der ÜFA 

In der Marketingabteilung ist traditionell sehr viel Kreativität gefragt. Die Hauptaufgabe ist es, Werbeaktionen durchzuführen und Flugblätter zu erstellen. Zu jedem Flugblatt gehört auch ein Bestellschein. „Bei der Gestaltung von Flugblättern haben wir viele kreative Möglichkeiten“, berichtet Matthias Baumann (4AK).

Wenn ein Flyer erstellt wurde, wird er an andere Übungsfirmen in Österreich verschickt. Bevor man ein neues Produkt entwirft, ist es aber wichtig, Marktforschung zu betreiben. Zentrale Fragen: Welche Produkte gibt es schon am Markt und was wird noch benötigt?

Dabei kommt der Schwerpunkt der jeweiligen Übungsfirma zum Tragen. Während die Modellwelt mit Modellbauartikel handelt, gibt es bei CyberBox elektronische Geräte und Zubehör. Eine weitere, eng mit Marketing und Verkauf verbundene Aufgabe ist die Erstellung und Wartung des Webshops. Häufig sind die Jugendlichen gefordert, gleich mehrere Aufgaben zu übernehmen. „In der Modellwelt wird die Marketingabteilung vom Verkauf erledigt“, erzählt beispielsweise Victoria Nedwed (4AK).

Koordinative Arbeiten im Sekretariat

Im Sekretariat besteht die Hauptaufgabe darin, die Post weiterzuleiten. Außerdem muss man sämtliche Posteingänge und Postausgänge in den jeweiligen Excel-Dateien erfassen. E-Mails werden ebenfalls den zuständigen Abteilung übermittelt, Angebote ergehen an die Einkaufsabteilung, Bestellungen an die Verkaufsabteilung. Natürlich zählen auch traditionelle Tätigkeiten wie das Telefonieren, das Schreiben von Briefen und Faxen noch immer zu den maßgeblichen Aufgaben.

Erfolgreich in Einkauf und Verkauf

Und was geschieht, wenn Bestellungen eintrudeln? Die Abteilung Einkauf bekommt von der Verkaufsabteilung eine Bedarfsmeldung. Aufgrund dieser bestellt sie die geforderten Artikel.

Der Firmeneinkauf betrifft die restlichen Einkäufe der Übungsfirma, er wird ebenfalls in der Einkaufsabteilung vorgenommen. Im Betriebswirtschaftlichen Fachzentrum wie in der Realität: Um das ideale Angebot zu finden, müssen unterschiedliche Anbieter kontaktiert werden.


Weitere Meldungen zur Übungsfirma

Anlässlich des Jahres der Übungsfirmen wurden in einem ersten Bericht bereits Cyberbox und Modellwelt vorgestellt. Damit allerdings nicht genug, gilt es im Rahmen eines Öffentlichkeitsarbeitsprojekts im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie doch auch die zwei weiteren virtuellen Unternehmen des Betriebswirtschaftlichen Zentrums der Praxis-HAK Völkermarkt vor den Vorhang zu holen.

Von der Gartengestaltung bis hin zu Topevents

Die Übungsfirma ArtCreative, geführt von Prof. Heike Straßer, verkauft wie die bereits vorgestellten Firmen fiktive Produkte. Die Palette reicht dabei von Rasenmähern und Hoverboards bis hin zu Ball-Karten und einem Limousinenservice. Erworben werden können diese Produkte über den Webshop oder über die erhaltenen Flyer per Post und E-Mail. „In der ArtCreative gibt es engagierte und motivierte Mitarbeiter, die qualitativ hochwertige Produkte verkaufen“, behauptet Mitarbeiter Marcel Ritscher (4BK).

Insgesamt arbeiten elf Mitarbeiter/innen in den sechs verschiedenen Abteilungen und miteinander zusammen. Durch das Ziehen an einem Strang können die Aufgaben des Tages effizient erledigt werden. Dazu zählen der Posteingang, die Verbuchung und Erstellung von Rechnungen, die Auswahl von Angeboten, die Erstellung von Flyern sowie die Versendung von Briefen und E-Mails.

Übungsfirmen auch in der Handelsschule

Das besondere an der letzten Übungsfirma namens PizzaPazza ist, dass sie für die Schüler/innen der Abschlussklasse des dritten Jahrgangs der Handelsschule dient. Ein Unterschied zu den vierten Jahrgängen ist die Anzahl der Stunden, werden doch gleich vier Stunden der Übungsfirma gewidmet.

Für die Geschäftsführerin Prof. Ulrike Messner-Lasnik hat die Übungsfirma gerade für die sogenannte Kurzform einen besonderen Stellenwert. „Die Teamfähigkeit der Handelsschülerinnen und Handelsschüler sowie die Kommunikation spielen hierbei eine sehr wichtige Rolle.“ Damit werden für Messner-Lasnik wichtige Kompetenzen für die eigene Zukunft vermittelt: „Sie werden perfekt auf die Berufswelt vorbereitet. Innerhalb des Schuljahres müssen die Jugendlichen in Gruppen die verschiedenen Abteilungen durchlaufen, um schließlich die praktische Prüfung zu absolvieren.“

Die ÜFAs in Plakatform

Text: Vanessa Slamanig, Selina Weltz (4AK)

Die neueste Ausgabe von Praxis-HAK 100, dem Infomagazin der Praxis-HAK Völkermarkt auf YouTube, ist online. Der Rückblick auf den Monat April steht dabei ganz im Zeichen groß angelegter Schülerprojekte der letzten Wochen. So wird an den von der 3AK in Zusammenarbeit mit der Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten verantworteten Tourismustag 2018 erinnert, der unter dem Motto Next Generation auch den Maturaprojekten zum Regionsmaskottchen Ente Elsa und dem Mobiliätsprojekt 2025 die geeignete Bühne bot. Außerdem berichtet die mittlerweile siebte Ausgabe des schuleigenen Magazins über das Abschneiden von Kevin Enze (2AK) beim Jugendredewettbewerb sowie die feierliche Zertifizierung der Übungsfirmen.

Gestaltet wurde der Beitrag angeleitet von Prof. Mario Kraiger vom bereits bekannten Redaktionsteam des vierten Jahrgangs im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie. Als Sprecher bzw. Sprecherin fungierten diesmal Laureen Dreier und Lisa-Marie Krutner (beide 4AK) sowie Lukas Jenschatz und Marcel Ritscher (beide 4BK).

Das Video ist wie gewohnt auf dem YouTube-Kanal der Praxis-HAK Völkermarkt abrufbar: