Die globale Corona-Pandemie hatte auch für den Schulbetrieb an der Praxis-HAK Völkermarkt vielfältige Folgen. Nicht nur sorgte der Lockdown für wochenlanges Distance Learning, das Lehrkräfte und Schüler/innen gemeinsam gut meistern konnten, sondern setzte auch manchen Praktikumsträumen ein Ende.

Und trotzdem: Auch der Sommer 2020 ermöglicht es vielen Jugendlichen, Berufserfahrungen zu sammeln, und zwar in den verschiedensten Branchen. Bereits zum Schulschluss schnupperten Schüler/inen der ersten Klassen Praxisluft, etwa Antonio Kopic (1BK), der beim A1-Shop in Völkermarkt eine Woche im Dienst stand – und davon auch via Blog berichtete.

https://www.facebook.com/A1shopVK/posts/339594580774900?xts%5B0%5D=68.ARBRbOcwTVWKwnCgb8B0VeUwNnCsP4GidoXmoGhQzKti0liFrdfn5Fruxacu3oGbIIvoCTa7dVcIQPDKEsWxp-HYjcjq0ByW2hrNyI0x3OyfljExAucEtw0lH-fHQTGnTe68QomSBZ1pE4wtzqmFNoXnjuuaNjdpsQ-GjUgA4ilVf-ol_qxdidA0Wg5JF0CjMgqa1qG8eMRNBPfaxsevxUmew_3D5JfOKK2HpQDrc-B_pNCTVNCpaKtWGXdlWfUAUa_q4N2CKfzwJADODnN3H14uDSQPLTYRRSywCWMYQzDgfPzKfThf8aiaJjhE4KIrMpvc0hj-_StS09388xlT8M0&tn=-R

Die Kleine Zeitung Völkermarkt besuchte nun sechs Praktikant/innen, darunter auch Lisa Schirnik (3AK) und Absolvent Alois Meschnark, der im Herbst ein Studium im Fach Technische Mathematik beginnen möchte.

Lesen Sie nachfolgend Auszüge aus dem Bericht, an dem auch HAK-Absolvent Alexander Jegart mitgearbeitet hat:


Für Alois Meschnark (21) war die Anstellung als Praktikant beim Entsorgungsdienst Gojer in Kohldorf aufgrund der Corona-Situation lange fraglich. „Es gab bereits eine voraussichtliche Absage. Umso mehr habe ich mich gefreut, als im Juli die Nachricht kam, dass ich doch arbeiten darf“, so Meschnark. Dabei reichen seine Aufgabe von Sortierungs- und Reinigungsarbeiten im Bauhof bis zum Beifahrer bei der Müllabfuhr. Im Herbst steigt der Praxis-HAK-Absolvent aus Völkermarkt in das Studium „technische Mathematik“ an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt ein. Das Praktikum macht Meschnark, weil er damit sein Studium finanzieren und auch zusätzlich etwas für die Umwelt tun kann. „Wer diesen Job machen will, sollte sich auch lieber schnell an die harte Arbeit und das frühe Aufstehen gewöhnen, denn die Müllabfuhr startet bereits um 5 Uhr früh“, so Meschnark.

Da die meisten Firmen heuer keine Praktikanten aufnehmen, tat ich mir schwer, ein Unternehmen zu finden, in dem ich mein Pflichtpraktikum absolvieren kann“, sagt Lisa Schirnik, Schülerin der Praxis-HAK Völkermarkt. Schlussendlich fand die 17-Jährige doch noch eine Praktikumsstelle bei der Uster Installationen GmbH in Kühnsdorf. Dort macht sie so gut wie alle Stationen der Firma einmal durch. Vom Posteingang bis zur Personalverrechnung ist alles dabei. Für die Schülerin ist es sehr wichtig, heuer ein Praktikum zu absolvieren. „Für die Schule muss ich ein einmonatiges Praktikum machen“, so Schirnik. Im Herbst kommt sie in die vierte Klasse. Sorgen aufgrund der Corona-Krise macht sie sich keine. Sie hofft aber, dass es bis zu ihrer Matura keine Probleme mehr durch Corona gibt. Was Schirnik nach ihrer schulischen Ausbildung vor hat, lässt sie sich noch offen.

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

Viele Junge hatten in diesem Corona-Jahr Schwierigkeiten, ein Ferialpraktikum zu ergattern. Wir haben mit sechs Jugendlichen aus dem Bezirk Völkermarkt über Arbeit, Schule und Zukunftsängste gesprochen.

Gepostet von Kleine Zeitung Völkermarkt am Donnerstag, 20. August 2020

Die globale Coronapandemie durchkreuzte so manchen Plan, auch jene der Schüler/innen der Praxis-HAK Völkermarkt. Betroffen von Absagen sind nicht nur Veranstaltungen, sondern auch zahlreiche Auslandspraktika. Anna Lobnig, Schülerin der 4AK, hatte hingegen die Gelegenheit, Berufserfahrung im slowenischen Prevalje zu sammeln.

Lesen Sie selbst! Nachfolgend berichtet Lobnig über Ihre Erfahrungen:


Alles neu: Familie, Job, Kultur

Nach meinem vierwöchigen Aufenthalt in Slowenien bin ich nun wieder zurück in Österreich. Während meines Auslandspraktikums in der „Osnovna Šola“ (Grundschule) in Prevalje habe ich nicht nur meinen Wortschatz in der slowenischen Sprache verbessert, sondern auch viele positive Erfahrungen gesammelt.

Durch das Praktikum in Slowenien wollte ich mir einen Einblick ins Lehrerleben verschaffen. Es diente nicht nur dazu, meine Slowenischkenntnisse zu verbessern, sondern auch einen Beruf auszuprobieren, in dem ich mir vorstellen könnte, später selbst zu arbeiten.

Als ich in Prevalje angekommen war, wurde ich von meiner Gastfamilie, die zugleich auch zu meiner Verwandtschaft gehört, freundlich und offen aufgenommen. Durch sie konnte ich nicht nur die neue Kultur und die Traditionen Sloweniens, sondern auch neue Vokabeln sowie Redewendungen der Alltagssprache kennenlernen. Während meines Aufenthalts in Prevalje habe ich mich bei meiner Gastfamilie sehr wohl gefühlt, die wie eine zweite Familie für mich war.

Auch in der Schule, die für die nächsten Wochen mein Arbeitsplatz wurde, wurde ich mehr als herzlich empfangen. Die meiste Zeit arbeitete ich mit der 5. Klasse. Die Altersstufe der Klasse ist gleichzusetzen mit einer 1. Klasse der Sekundarstufe in Österreich, in Slowenien gibt es nämlich keine Trennung zwischen Volksschule und Neuer Mittelschule bzw. AHS-Unterstufe. Das bedeutet, dass die Schüler/innen neun Jahre dieselbe Schule besuchen. Grundsätzlich ist das Schulsystem in Slowenien ansonsten gleich wie in Österreich. Die Schulpflicht reicht vom sechsten bis zum 15. Lebensjahr. Danach können die Schüler/innen ein Gymnasium oder weitere Schulen wie Handels- oder Berufsschulen besuchen.

Die tägliche Jause steht fest im Stundenplan

Der Tagesablauf ist von der Struktur her ähnlich wie in Österreich. Um 08:15 Uhr in der Früh beginnt der Unterricht für die Schüler/innen. Gegen zehn Uhr vormittags gibt es eine Jause, die ins Klassenzimmer serviert und dort gemeinsam gegessen wird. Die Jause und auch das Mittagessen werden von der Küche, die sich direkt in der Schule befindet, zubereitet. Um 12:00 Uhr essen die Kinder das Mittagessen im Speisesaal. Nach dem Mittagessen wird der Unterricht fortgesetzt und endet ca. um 13:00 Uhr.

Nun zu meinen Arbeitsaufgaben: In den ersten Wochen bekam ich die Möglichkeit in ein paar Jahrgängen reinzuschnuppern und mir jeden Unterricht genau anzusehen. Dabei habe ich den Schülern/innen bei verschiedenen Aufgaben in Fächern wie Mathematik, Deutsch, Englisch und Slowenisch geholfen. Des Weiteren habe ich mit den Kindern Bücher gelesen, Lieder gesungen und Brücken gebastelt. Die Lehrer/innen integrierten mich in den Unterricht so oft es ging und ließen mich ebenso meine eigenen vorbereiteten Unterrichtsstunden durchführen.

Entdeckungen über Entdeckungen

Während meines Aufenthaltes in Prevalje habe ich viel über die Stadt, aber auch über das Land selbst erfahren. In meiner Freizeit sind wir sehr viel gereist und haben uns einige Städte, unter anderem auch die Hauptstadt Ljubljana angesehen. Ljubljana ist eine sehr schöne Stadt, in der viele Cafes und Restaurants am Fluss „Ljubljanica“ angesiedelt sind.  Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten ist die Burg von Ljubljana, denn von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf die ganze Stadt.

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Alles in allem war dies eines der besten Praktika, das ich jemals hatte. Sprachlich hat mir mein Praktikum sehr geholfen und auch in beruflicher Hinsicht habe ich bemerkt, dass es mir wirklich viel Spaß bereitet, mit Kindern zu arbeiten.

Homeoffice! Diese Parole galt nicht nur für den Unterricht, sondern auch in der Arbeitswelt. Das bekamen ebenfalls die Junior Companies der Praxis-HAK Völkermarkt in der Lockdownphase im Frühjahr zu spüren. Dennoch qualifizierten sich die vier Gruppen für den Landeswettbewerb und konnten dann auch im Onlinemeeting die Jury überzeugen. Herausragend war dabei die Leistung des Teams von BodyNature – Carina Miklau, Rebecca Reichart und Janine Weitzer (alle 4AK, siehe Foto oben) sicherten sich Rang zwei.

Neugierig? Hier finden Sie die Präsentationen der erfolgreichen Teams:


BodyNature (4AK)


BellaRoba (2AK)


OwnWay (2AK)


PureHarmony (4AK)

Nicht nur für Schüler/innen und Lehrkräfte begannen dieser Tage die wohlverdienten Sommerferien, sondern auch für die Funktionäre des Elternvereins. Für den Jahresbericht blickte Obfrau Katrin Diederich noch einmal auf die bewegten vergangenen Monate zurück.


„Oftmals gar nicht schlecht, gewohnte Verhaltensweisen aufzugeben“

Wenn wir auf dieses Schuljahr zurückblicken, so ist es ein Jahr der Neuerungen und Veränderungen. Einige Mitglieder haben den Elternverein verlassen und neue sind gekommen. Der wohl wesentlichste Einschnitt für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft war sicherlich die Corona-Pandemie und die darauffolgende Schließung der Schule.

In diesem Zusammenhang kam mir sofort dieses Zitat in den Sinn:

Wer glücklich sein will, braucht Mut. Mut zur Veränderung, Mut, neue Brücken zu bauen, alte Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen.“ (Verfasser unbekannt)

Es erfolgte ein Umdenken und neue Wege wurden beschritten. Die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler stiegen auf Homeschooling um, und dies stellte alle Beteiligten vor ganz neue Probleme. Die Eltern und Jugendlichen mussten zu Hause mit der neuen Situation umgehen und alle technischen Voraussetzungen schaffen. Die Lehrkräfte gaben Onlinekonferenzen und stellten die Unterrichtsmaterialien und Hausaufgaben digital zur Verfügung. Auch für die Matura wurde eine Lösung gefunden. Es hat sich wieder gezeigt, dass es oftmals gar nicht schlecht ist, gewohnte Verhaltensweisen aufzugeben und Neues zu probieren. Von diesen Erfahrungen werden nicht nur die Absolventen und Absolventinnen, sondern auch die Schülerinnen und Schüler der anderen Klassen profitieren. Und wenn im nächsten Herbst die ersten Smart-Learning-Klassen starten, haben alle Beteiligten bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt.

Der Elternverein sieht sich als Teil der Schulgemeinschaft und somit auch als Ansprechpartner und Vermittler für Anliegen, welche sich im laufenden Schulbetrieb entwickeln können. Er vermittelt, unterstützt und greift als Berater und Ansprechpartner der Schülerinnen und Schüler und Eltern ein. Da wir als Gemeinschaft arbeiten, ist für uns die Unterstützung durch die Erziehungsberechtigten besonders wichtig. Dies erfolgt einerseits durch den Elternvereinsbeitrag und andererseits durch eine aktive Unterstützung im Team. Nur wenn alle Funktionen besetzt werden können, können wir auch weiterhin Schülerinnen und Schüler und Eltern finanziell unterstützen und Schulprojekte fördern und im Schulgemeinschaftsausschuss die Interessen der Eltern vertreten.

– Katrin Diederich, Obfrau des Elternvereins

Auch die Schülervertretung der Praxis-HAK Völkermarkt, die im abgelaufenen Schuljahr von Jakob Haimburger (4BK), Leon Hobel (4CK) und Selina Janesch (4AK) gebildet wurde, blickte anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts auf die letzten Monate zurück. Sie finden den Beitrag hier.


Liebe Mitglieder der Schulgemeinschaft der Praxis-HAK Völkermarkt!

Ein Schuljahr wie dieses entspricht einer Ausnahmesituation, einem Zustand, den es so zuvor noch nicht gegeben hat. Um auch so eine Zeit gut zu meistern und das Miteinander, aber vor allem das Füreinander angenehmer zu gestalten, benötigt man einige wenige Faktoren: Respekt, Wertschätzung und Vertrauen. All diese Faktoren waren an der Praxis-HAK gegeben und ermöglichten ein denkwürdiges und zugleich auch erfolgreiches Schuljahr. Wir, die Schülervertretung, möchten nun am Ende dieses Schuljahres noch einmal aus unserer Sicht auf die vergangenen Monate mit all ihren Ereignissen zurückblicken.

Für uns – Jakob Haimburger, Leon Hobel und Selina Janesch – war es trotz allem ein erfolgreiches Jahr. Ein ausschlaggebender Faktor dafür war unser gutes Miteinander, im Team wie auch mit Vertreter/innen der Schule. Besonders hervorheben möchten wir in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit unserer Direktorin Michaela Graßler, die uns in jeder Situation unterstützte.

Als Schülervertretung nahmen wir an einigen sehr interessanten Veranstaltungen teil, welche uns neue Sichten offenbarten und weiterbrachten. Wir waren auch Teil der Diskussion, als das ab 2020/21 gültige Schulkonzept ausgearbeitet wurde. Zudem konnten wir uns einen Überblick über aktuelle Themen im Bereich Schule machen und unsere Mitschülerinnen und Mitschüler sowie unsere Schule nach außen hin vertreten. Natürlich hatte jeder Einzelne von uns sehr viel Spaß und Freude an der Arbeit und repräsentierte die Schule mit Stolz.

Da vor allem die Corona-Zeit jeden von uns vor neue Herausforderungen stellte, haben auch wir, die Schülervertretung, die Zeit des Distance Learnings genutzt, um uns Gedanken über diesen besonderen Schulalltag zu machen. Es war eine herausfordernde Zeit, aber da die Digitalisierung an unserer Schule schon lange große Bedeutung besitzt, fiel uns das Arbeiten mit den verschiedensten Office-Tools nicht allzu schwer. Genauso hat uns diese Phase allerdings gezeigt, dass die zwischenmenschlichen Kontakte und der Austausch untereinander wichtige Bestandteile und Faktoren sind, damit der Schulalltag auf lange Sicht funktionieren und Bildung für alle ermöglicht werden kann. Wir nehmen also aus den vergangenen Monaten viele wichtige Eindrücke mit auf unseren weiteren Weg.

Wir dürfen somit auf ein gelungenes und sicherlich auch denkwürdiges Schuljahr 2019/20 zurückblicken und wünschen allen Schüler/innen, Professor/innen und weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft erholsame Ferien, um das kommende Schuljahr energiegeladen und erfolgreich starten zu können.

Auch an der Wirtschaftsakademie im Süden Kärntens brechen nun die verdienten Sommerferien an. Die Mitglieder der Schulgemeinschaft der Praxis-HAK Völkermarkt blicken auf ein bewegtes Jahr zurück, das nicht nur von Corona geprägt war.

Als Rückblick dient der Jahresbericht, der auch in diesen besonderen Monaten auf stattlichen Umfang angewachsen ist – demnächst kann er auch online abgerufen werden. Zu diesem Werk steuerte auch Bildungsdirektor Robert Klinglmair ein Vorwort bei, das Sie nachfolgend lesen.


Wertvoller Beitrag zur Kärntner Bildungslandschaft

Liebe Schüler/innen,
geschätzte Eltern,
sehr geehrte Pädagog/innen,
sehr geehrte Schulleitung!

Die Praxis-HAK Völkermarkt zeichnet insbesondere durch die zeitgemäße Entrepreneurship Education aus, welche nicht nur auf wirtschaftliches Denken und Handeln, sondern auch auf eine Kultur der Mündigkeit, Eigenverantwortung sowie Solidarität als Wertebasis gesellschaftlichen Zusammenlebens abzielt. Dabei wird neben den traditionellen Fächern besonderer Wert auf die Entwicklung von methodischen, persönlichen und sozialen Kompetenzen gelegt.

Vor dem Hintergrund grundlegender Umwälzungen in der Gesellschaft und den damit einhergehenden Anforderungen des 21. Jahrhunderts zeigt sich der Wert einer bedarfsorientierten Bildung, welche sich unter anderem in der Bedeutsamkeit von Digitalisierung und Smart-Learning-Klassen manifestiert.

Diesen Anforderungen wird die Praxis-HAK mehr als gerecht. Vielmehr als dies befähigt die qualitativ hochwertige Ausbildung die Schüler/innen, selbst einen wesentlichen Teil zur Weiterentwicklung des (Wirtschafts-)Standortes und damit der Geschicke des Landes Kärnten zu übernehmen.

An dieser Stelle gilt mein Dank all jenen Beteiligten, die zum Erscheinen dieses Berichtes beigetragen haben, der wie jedes Jahr in übersichtlicher Weise die Projekte und Kooperationen aufzeigt und reflektiert. Auch möchte ich in meiner Funktion als Bildungsdirektor für Kärnten nicht nur weiterhin viel Erfolg und Gelingen für die Zukunft wünschen, sondern diese Gelegenheit insbesondere auch dafür nutzen, die wertvolle Arbeit der vergangenen Jahre hervorzuheben und dafür „Danke“ zu sagen.

Herzlichst

Dr. Robert Klinglmair | Bildungsdirektor der Bildungsdirektion für Kärnten

Foto: LPD/Helge Schneider

Das Projekt Müllinsel verwandelt die Praxis-HAK Völkermarkt im Finale des Schuljahres in einen Kunstraum. Die SchülerInnen sind fleißig am Schneiden, Kleben und Wischen. Was steckt dahinter?

Prof. Tanja Kramer und Prof. Claudia Eberhard hatten die Idee, zum Schulschluss das Thema Müll in den Vordergrund zu rücken.

„Am Umgang mit dem Abfall lässt sich der Stand der Zivilisation ablesen.“
– Jacques Lacan, französischer Psychoanalytiker


Immer wieder kam im Alltag bislang die Frage auf, welche Tonne für welchen Art von Abfall vorgesehen ist. Daraus resultierte ungetrennter Müll, sehr zum Ärger des Hauspersonals. „Mit diesem Projekt möchten wir die Schülerinnen und Schüler motivieren, ihren Müll richtig zu trennen, indem sie ihre eigenen Mülltonnen gestalten. Dabei kommt auch das Thema Recycling ins Spiel“, betont Eberhard.

Aus alten Jahresberichten erstellen die Schüler/innen in minutiöser Arbeit Collagen, mit denen die „neuen“ Mülltonnen versehen und neu beschriftet werden. Eberhard: „Somit können wir unseren bunt und abwechslungsreich gestalteten Jahresbericht aus dem Vorjahr nochmal aufleben lassen und wertschätzen.“

Es war für sie ein ganz spezielles Jahr – und zwar gar nicht erst wegen der Corona-Epidemie, die den regulären Schulbetrieb stoppte und Terminplanungen gehörig durcheinanderbrachte. Dies betonte Direktorin Michaela Graßler in ihrer Ansprache anlässlich der Verleihung der Abschluss- bzw. Reife- und Diplomprüfungszeugnisse an die Absolvent/innen der Handelsschule bzw. Handelsakademie der Praxis-HAK an diesem Abend in der Neuen Burg in Völkermarkt. Diese Stätte im Herzen der Stadt bildete den standesgemäßen Ort für eine Feier, die auch in Zeiten besonderer Hygienebestimmungen ein würdiger Abend für die Festgäste werden sollte.

Für besonderen Glanz sorgte nicht nur die Teilnahme von Bürgermeister Markus Lakounigg – der HAK-Absolvent erinnerte in seiner Ansprache an seine eigene Matura vor mittlerweile 24 Jahren – sowie die mehrsprachige musikalische Umrahmung durch Milena, Nadja und Tanja, sondern vor allem auch die emotionalen Reden der Klassenvorständinnen Judith Laschkolnig (3BS), Margit Ragger (5AK) und Felizitas Wedenig (5BK) sowie ihrer Klassensprecher/innen Franz Haimburger, Selina Persche und Peter Wukounig. Sie blickten einerseits auf die Erlebnisse der vergangenen Jahre zurück, wagten aber auch den Ausblick, mit welchen Erfahrungen und Werten die jungen Erwachsenen nun ihre Wege gehen werden.

Besonderer Dank gilt Burgwart Adi Hanschitz sowie Schulwart Günter Hanin, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung fachmännisch auf die Einhaltung der verschiedenen Hygienebestimmungen achteten – Bodenmarkierungen für die Erinnerungsfotos inklusive.

Auch im ausgehenden Schuljahr präsentierten sich die Schüler/innen der Praxis-HAK Völkermarkt immer wieder von ihrer kreativen Seite. Davon zeugen zahlreiche Beiträge, die in den vergangenen Monaten auf dem schuleigenen Kulturblog kultur.hak-vk.at veröffentlicht wurden.

Der aktuellste Beitrag wurde von Prof. Aleksander Lukan beigesteuert: Schüler/innen der vierten Klassen nahmen an der zehnten Ausgabe des Schreibwettbewerbs „Pisana promlad“ teil. Für den Sieg reichte es diesmal nicht, Gewinner/innen sind die Teilnehmer/innen dennoch. Das betont auch Prof. Lukan: „Jede/r Schüler/in bzw. jedes Team fand ein passendes Thema und mit der Unterstützung unserer Sprachassistentin Katarina Žagar, konnten die Schüler/innen nicht nur ihre Grammatikkenntnisse und den Wortschatz wiederholen, sondern auch ihrer Kreativität freien Lauf lassen.“

Die besten Beiträge lesen Sie hier.

In die Sommerpause verabschieden sich die Kreativköpfe damit noch nicht. Angekündigt ist noch ein Beitrag von Schüler/innen der 2BK zu den 44. Tagen der deutschsprachigen Literatur.

In diesen besonderen Wochen ließen sie sich nicht beirren: Die Abschlussklassen der Handelsschule sowie der Handelsakademie der Praxis-HAK Völkermarkt stellten sich in diesem Frühjahr ihren finalen Prüfungen und dürfen nun ihre abschließenden Zeugnisse in Empfang nehmen. Die positive Entwicklung der Corona-Pandemie in Österreich macht es nun auch möglich, diese Verleihung zumindest im Kleinen gemeinsam abzuhalten.

Am kommenden Mittwoch, 1. Juli, laden Bürgermeister Markus Lakounigg und Direktorin Michaela Graßler um 18 Uhr in die Neue Burg. Für einen würdigen Rahmen wird auch das aus Milena, Nadja und Tanja bestehende Trio sorgen, das die Feierlichkeiten musikalisch begleitet.

„Dieses besondere Jahr erhält einen feierlichen Abschluss. Auch wenn die Veranstaltung in kleinerem Rahmen als in den Vorjahren stattfindet, freut es mich, dass es für die erfolgreichen Absolvent/innen sowie ihre Angehörigen noch einmal die Möglichkeit einer offiziellen Zusammenkunft gibt.“

– Direktorin Michaela Graßler

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Situation gilt eine Teilnehmerbegrenzung. Wie den Klassen bereits kommuniziert wurde, dürfen je Absolvent/in maximal drei Angehörige der Feier beiwohnen. Die Hygienebestimmungen sind zu beachten.