Diese Frage stelle ich, Prof. Maria Mrčela, seit Beginn meiner Lehrtätigkeit in all meinen Deutschklassen und musste leider in den letzten Jahren feststellen, dass dies vielfach verneint wird. Diese Tatsache ist bedauerlich, denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Vorlesen …

  • das Einfühlungsvermögen stärkt
  • die Bindung zwischen Eltern und Kindern festigt
  • die Konzentration fördert
  • die Fantasie beflügelt
  • Kinder schlauer macht
  • Kindern einen größeren Wortschatz beschert
  • Kinder zu begeisterten Lesefans machen kann

Schon lange wissen wir, dass das Lesen eine Schlüsselkompetenz für Bildung, Wissenserwerb und Kommunikation ist. Es dient jedoch nicht nur dem beruflichen Weiterkommen, sondern bereichert außerdem das Leben an sich. So meint der deutsche Germanist und Philosoph Carl Peter Fröhling: „Ein Leben ohne Bücher ist wie eine Kindheit ohne Märchen, ist wie eine Jugend ohne Liebe, ist wie ein Alter ohne Frieden.“

Um jüngere Mitmenschen zum Lesen zu motivieren, möchte ich anlässlich des heurigen Vorlesetages am 18. März alle Schülerinnen und Schüler der Praxis-HAK Völkermarkt dazu ermutigen, Vorlese-Patinnen und Vorlese-Paten im Familienkreis zu werden:

Nehmt euch Zeit für eure jüngeren Geschwister, sucht euch ein lauschiges Plätzchen, wählt eine schöne Geschichte aus und lest ihnen vor. Vielleicht freuen sich aber auch eure Eltern oder Großeltern über einen humorvollen, interessanten, ernsten, philosophischen, tiefgründigen und anregenden Text? Probiert es einfach einmal aus!

In der vergangenen Woche erlangte das Projekt Brücken bauen – Gradimo mostove noch einmal österreichweite Bekanntheit. Hatten bereits zuvor Medien wiederholt auf die Kunstaktion im Rahmen der Carinthija-2020-Initiative des Landes Kärnten aufmerksam gemacht, besuchte der Radiosender Ö1 für die Sendung Journal-Panorama das Team bei der Vernissage bei der Annabrücke zwischen Grafenstein und Gallizien.

Die Projektmitglieder Jakob Haimburger und Florian Stojec standen dabei ebenso Rede und Antwort wie die Projektbetreuerin Prof. Daniela Wiedenbauer sowie Prof. Tanja Kramer und Prof. Josef Zore. Auch Künstler Edwin Wiegele und Gesamtkoordinator Gerhard Leeb kamen selbstverständlich zu Wort.

Mehr zur prominent besuchten Vernissage lesen Sie hier.

Kärnten gedenkt dieses Jahr dem hundertjährigen Referendum, in dem sich 59% gegen den Anschluss Südkärntens an den jugoslawischen Staat und damit für ein geeintes Kärnten entschieden. Insbesondere den damals über 10.000 slowenischsprechenden Kärnter/innen ist der Verbleib Kärntens als Teil Österreichs verdanken. Heute, hundert Jahre nach der Volksabstimmung, gilt es, sich angemessen an diese Zeit zu erinnern. Aus diesem Grund finden zahlreiche Projekte, Veranstaltungen und Feiern – diesjährig leider im kleineren Rahmen – statt.  

Nach dem Startschuss, der Rede Anna Lobnigs am Völkermarkter Hauptplatz, werden auch an der Praxis-HAK Völkermarkt verschiedene interdisziplinäre schulische Projekte initiiert, die ab sofort in den zweiten, dritten, vierten und fünften Klassen starten. In den zweiten Klassen werden Prof. Martin Erian, Prof. Andrea Knauder und Prof. Georgi Wehr in Deutsch und Politische Bildung den Schüler/innen nicht nur einen Einblick in den historischen Teil des Themas gewähren, sondern auch Statistiken und Gedichte zur Thematik werden behandelt.

Prof. Hornbogner wird mit den dritten Klassen ehemalige Reden zum 10. Oktober analysieren. Ein Filmprojekt, das von Prof. Daniela Wiedenbauer in Recht und Prof. Tanja Kramer in Religion durchgeführt wird, beschäftigt die vierten Klassen. Am 3. November wird dafür die Künstlerin Milena Olip an die Schule kommen und den Schüler/innen des vierten Jahrganges einen Film vorführen, der als Grundlage für einen Diskurs dienen soll.

Prof. Erians fünfte Klassen wiederum setzen sich in Internationale Wirtschafts- und Kulturräume kritisch mit Aspekten der Erinnerungskultur auseinander.

Abstimmungsgebietekaernten

Titelbild: CC-BY Mglanznig

Auch in den schwierigen Monaten der Corona-Pandemie funktioniert die Zusammenarbeit der Praxis-HAK Völkermarkt mit den Schulpartnern. So wurden die Sommermonate dazu genutzt, um mit der Unterstützung des Elternvereins gleich vier literarische Werke des 20. und 21. Jahrhunderts mithilfe des Elternvereins in Klassenstärke anzuschaffen, selbstverständlich bei einem Händler aus dem Bezirk Völkermarkt.

Prof. Martin Erian dankt dem Vorstand des Elternvereins um Katrin Diederich und Elisabeth Kogoj für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit: „Diese Aktion hilft uns, unsere Ausstattung weiter zu verbessern. Damit haben wir mehrere ansprechende Werke sofort griffbereit und entspannen damit die Brieftaschen der Jugendlichen sowie ihrer Eltern.“

Bei der Auswahl der Bücher wurde – nach eingehender Diskussion in der Fachgruppe – auf mehrere Faktoren geachtet. „Sie widmen sich Themen, die auch in der Gegenwart eine Rolle spielen, etwa Migration, Rechtsradikalismus oder die mediale Sensationsgier. Und zugleich sollen sie den Schülerinnen und Schülern natürlich Spaß und Spannung bieten.“

Wenig überraschend: Die Bücher sind bereits im Einsatz!

Jugendliche der 1AK mit den Neuanschaffungen

Nicht nur beim Native-Speaker-Workshop der zweiten Klassen zum Schulstart, im gesamten Schuljahr spielt die Sprechkompetenz der Schüler/innen der Praxis-HAK Völkermarkt in der Fremdsprache Englisch eine bedeutende Rolle. Daher freuen wir uns, mit Milena Kagel auch in diesem Jahr eine Sprachassistentin aus den Vereinigten Staaten von Amerika im Team begrüßen zu dürfen.

Milena stellt sich selbst vor:


My name is Milena and I’ll be working as an English Teaching Assistant at the Praxis-HAK this year. I hope to be a useful resource for students who want to improve their English and are curious about American culture.

I grew up in the southeastern state of Georgia, before moving north to Ohio for college. Although I expect my students may be more interested in hearing about California and New York, I hope to get them interested in the American South and Midwest as well.

In my free time, I like to run, cook, read and play guitar. My interests include music, foreign languages and cultures, popular culture and history.

I recently graduated from Oberlin College, where I studied History and German Studies. I knew I wanted to go abroad after college and am thrilled to be in Austria! I have always been interested in teaching and am excited to learn from the teachers at the Praxis-HAK and gain classroom experience this year.

Here’s to a great school year!

Auch im neuen Schuljahr steht die Mediathek Völkermarkt der Schulgemeinschaft der Praxis-HAK wieder als Schulbibliothek zur Verfügung. Die Mediathek lockt mit idealen Räumlichkeiten zum konzentrierten Arbeiten wie auch zum Entspannen und bietet über 20.000 Medien unterschiedlichster Art. Spezielle Materialien gibt es zudem für Abschluss- und Diplomarbeiten.

Prof. Maria Mrčela hat als Schulbibliothekarin soeben die neuen Zeiten bekanntgegeben. Sie steht täglich für Anfragen in der Mediathek zur Verfügung:

  • Montag, 13:30 bis 14:20 Uhr (Mittagspause)
  • Dienstag, 13:30 bis 14:20 Uhr (Mittagspause)
  • Mittwoch, 13:30 bis 14:20 Uhr (Mittagspause)
  • Donnerstag, 12:30 bis 13:20 Uhr
  • Freitag, 11:35 bis 13:20 Uhr

… sowie nach Vereinbarung!

Darüber hinaus hat die Mediathek Völkermarkt zu folgenden Zeiten geöffnet:

  • Dienstag, 14:00 bis 19:00 Uhr
  • Mittwoch, 8:30 bis 16:00 Uhr
  • Freitag, 10:00 bis 17:00 Uhr

„Immer höflich, aber nicht unterkriegen lassen!“: Mit diesem Fazit beschloss Organisator Gerhard Leeb einen stimmigen Abend unweit der Annabrücke, bei dem das Überwinden von Grenzen eine zentrale Rolle spielte – ob Alters- bzw. Generationsgrenzen oder Sprach- und Ortsgrenzen. Es war dies die Vernissage zur Ausstellung an der Draubrücke zwischen Gallizien und Grafenstein, die Teil des Projekts ist, das die Tageszeitung Kurier kürzlich als die „aktuell größte Kunst-Intervention im öffentlichen Raum in Europa“ bezeichnete.

Schüler/innen der Praxis-HAK Völkermarkt präsentierten gemeinsam mit Edwin Wiegele sowie den Projektbetreuern Prof. Daniela Wiedenbauer und Prof. Josef Zore ihre Arbeiten für das Projekt Brücken bauen – gradimo mostove im Rahmen der Carinthija-2020-Initiative des Landes Kärnten. Leonie Sablatnig (3BK), Leonie Heimhilcher (4BK) sowie Jakob Haimburger und Florian Stojec (beide 5BK) lasen dabei lyrische Texte und verdeutlichten, wie sich Probleme hin in Richtung globaler Problemfelder verschieben, von regionalen Zwistigkeiten hin zu großen Bedrohungen. So betonte auch Leeb: „Dieses Projekt ist ein Manifest für unseren Planeten. Die Jugend hat verstanden, dass wir einen Wandel brauchen. Wir Alten sind oft noch nicht so weit.“

Mit dabei waren nicht nur zahlreiche Mitglieder der Schulgemeinschaft, sondern u.a. Superintendent Manfred Sauer, Igor Pucker als Leiter der Kulturabteilung des Landes Kärnten sowie die Bürgermeister Stefan Deutschmann und Hannes Mak. Für den musikalischen Rahmen sorgten Klausi Lippitsch und Eliz Schweizer.


Weitere Schnappschüsse finden Sie auf Facebook wie auch Instagram.

Zum Start ins neue Schuljahr absolvierten die Schüler/innen der zweiten Klassen einen dreitägigen Workshop mit Native Speakern, um ihre Kompetenzen in der Fremdsprache Englisch zu verbessern. Prof. Georgi Wehr, der mit Prof. Silvia Macek die Klassen betreut hat, berichtet:


Like it or not, English has become the most popular language globally, and this makes it automatically the most dominant language in the business world. According to the Harvard Business Review „more and more multinational companies are mandating English as the common corporate language“ (Harvard Business Review 2012) and international companies, such as Airbus, Samsung and Microsoft use the lingua franca – English – for their internal and external communication.

As the Praxis-HAK has prepared their students for the world of work, English has become a vital constituent of the curriculum. For the last years, first graders have not only enjoyed an additional conversation class, but also the native-speakers project days, which were held in the last week of the school year. Due to the Corona virus pandemic the project had to be postponed and took place from September 16th to 18th.

The now second-graders enjoyed three wonderful days together with native speakers from the US and the UK and had to participate in games, conversations and debates – solely in English. This can be seen as a wonderful basis for the upcoming school year as the Praxis-HAK has intertwined English with other subjects, such as history, math, geography, business studies etc., with the intention to strengthen the English proficiency and preparing the students for both, self and career exploration, in the ever-changing landscape of the global economy.

Some feedback from students:

Janis Barth, 2AK: “It was really great having a non-conventional English lesson”.

Selina Pistotnik, 2AK: “It was a wonderful start into a new school year.”

Christine Micheu, 2AK: “Getting to know various accents was really interesting. Moreover, playing so many games was great fun too”.

Jürgen Koraschnigg, 2AK: “All three native speakers were excellent. The lessons were interesting!”


Auch im ausgehenden Schuljahr präsentierten sich die Schüler/innen der Praxis-HAK Völkermarkt immer wieder von ihrer kreativen Seite. Davon zeugen zahlreiche Beiträge, die in den vergangenen Monaten auf dem schuleigenen Kulturblog kultur.hak-vk.at veröffentlicht wurden.

Der aktuellste Beitrag wurde von Prof. Aleksander Lukan beigesteuert: Schüler/innen der vierten Klassen nahmen an der zehnten Ausgabe des Schreibwettbewerbs „Pisana promlad“ teil. Für den Sieg reichte es diesmal nicht, Gewinner/innen sind die Teilnehmer/innen dennoch. Das betont auch Prof. Lukan: „Jede/r Schüler/in bzw. jedes Team fand ein passendes Thema und mit der Unterstützung unserer Sprachassistentin Katarina Žagar, konnten die Schüler/innen nicht nur ihre Grammatikkenntnisse und den Wortschatz wiederholen, sondern auch ihrer Kreativität freien Lauf lassen.“

Die besten Beiträge lesen Sie hier.

In die Sommerpause verabschieden sich die Kreativköpfe damit noch nicht. Angekündigt ist noch ein Beitrag von Schüler/innen der 2BK zu den 44. Tagen der deutschsprachigen Literatur.

Anlässlich des Gedenkjahres 2020 initiierte die Praxis-HAK Völkermarkt in Kooperation mit der Europeada einen mehrsprachigen Schreibwettbewerb, der vom Land Kärnten im Rahmen der Carinthija-2020-Initiative gefördert wird. Doch dann kam Corona. Die Pandemie brachte den traditionellen Unterrichtsalltag, die Wirtschaft und auch die Kultur zum Erliegen, doch das Leben geht weiter – und ebenso das Schreiben.

Ursprünglich hätte der Bewerb bereits in diesem Frühjahr abgeschlossen werden sollen. Die besondere Situation führt nun allerdings zu neuen Fristen. Koordinator Prof. Martin Erian erklärt: „Die Jurymitglieder aus Bildung, Kultur und Wissenschaft haben sich intensiv ausgetauscht und schnell war klar: Ein Abbruch ist keine Lösung. Auch das Land Kärnten stand sofort hinter einer Fortführung des Projekts.“

Der bekannte slowenische Dichter Srečko Kosovel schrieb einst: »Die letzte Wahrheit des Menschen ist der Sieg der Schönheit.« Diese Schönheit spiegelt sich in Zeiten wie diesen in unserem Zusammenhalt, der gegenseitiger Hilfe und der Liebe zum Mitmenschen wider.

– Milena Olip, Organisationsteam der Europeada

In den letzten Wochen der Isolation sollte das Motto together unique | skupaj enkratni | zusammen einzigartig eine völlig neue Bedeutung erhalten, ein „Corona-Wettschreiben“ ist aber nicht das Ziel. Erian: „Im Mittelpunkt steht das Thema Mehrsprachigkeit mit seinen historischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Potenzialen.“

https://www.facebook.com/together.unique.2020/photos/a.101435238143463/131425251811128/?type=3&theater

Finale im Herbst – Einreichungen behalten Gültigkeit

Junge Autorinnen und Autoren haben nun bis 8. November 2020 die Gelegenheit, literarische Versuche einzureichen. Bereits eingelangte Arbeiten werden natürlich weiterhin berücksichtigt, die betroffenen Jugendlichen wurden entsprechend informiert.

Begleitet wird der Bewerb von einer vielsprachigen Jury, der unter anderem Hofrat FI Dr. Michael Vrbinc. Dr. Luca Melchior, Universitätsprofessor für Mehrsprachigkeit an der Universität Klagenfurt, und der zweisprachige Literaturwissenschaftler und Autor Dominik Srienc (Robert Musil-Institut für Literaturforschung) angehören.

Informationen zu den Vorgaben sowie zur Jury finden Sie hier.


https://www.instagram.com/p/B9wNXOUggGR/