Die Schüler_innen aus 2BK, 4AK und 4BK auf den Pfaden von Keith Haring und weiteren hochkarätigen Künstlern und Künstlerinnen: Im Unterrichtsfach Naturwissenschaften wird die Stilrichtung Pop Art durch Pappmaché- sowie Collagen- und Übermaltechnik kunstvoll umgesetzt und neu interpretiert.

Neben den wirtschaftlichen Schwerpunkten an der Praxis-HAK Völkermarkt bieten wir unseren SchülerInnen auch Einblicke in die bildende Kunst zu gewinnen. Im Rahmen des diesjährigen Projektes mit dem Titel The Love Parade. Sexualität im Wandel der Zeit haben die Schüler_innen so auch die Möglichkeit der künstlerischen Auseinandersetzung mit diesem Thema. Und ihr Zugang dazu ist sehr vielfältig – „divers“ – und entlockt den Jugendlichen auch ihre kreative Seite.

Mit viel Engagement und sehr beherztem Arbeiten entstehen wundervolle Kunstwerke, welche am Ende des Projektes im Rahmen einer Vernissage präsentiert werden.

Am Montag, den 7. März 2022 startet die Fachgruppe Gesellschaft und Kultur der Praxis-HAK Völkermarkt mit den Schüler_innen in einen Projektmonat. Der Titel lautet „The Love Parade – Sexualität im Wandel der Zeit“.

An diesem Projekt sind die Gegenstände Deutsch, Geografie und Wirtschaftskunde, Naturwissenschaften, Politische Bildung und Geschichte, Recht und Religion mit unterschiedlichen Schwerpunkten beteiligt.
Die Schüler_innen sollen sich aus unterschiedlichen Perspektiven einem gemeinsamen Thema annähern, über dieses diskutieren und ihren Horizont somit erweitern.

Der Projektmonat endet am Donnerstag, 7. April 2022. Das Ergebnis wird in Form einer Vernissage und der Vorstellung einer Broschüre, die im Laufe des Projektes entstehen soll, präsentiert werden.

Projektteam: Prof. Tanja Kramer (Koordination), Prof. Claudia Eberhard, Prof. Martin Erian, Prof. Andrea Knauder, Prof. Christoph Kunter, Prof. Rosemarie Puff und Prof. Daniela Wiedenbauer


Am heutigen Freitag unternahmen die Schüler_innen der 3BK und 3BS einen Ausflug ins Joanneumsviertel in Graz, wo sie das Center of Science Activities besuchten. Im „Maker Space“ ging es gleich zur Sache, die Jugendlichen kreierten ihr eigenes Science-Stücke aus Holz/Karton, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Die SchülerInnen hatten alle verschiedenste individuelle Ideen, die sie auch gleich umzusetzen begannen: Es wurden Mini-Balanka-Tische, Holzschläger mit einem Ball an der Schnur, ein Wackelturm, Brettspiele, eine Murmelbahn, ein Auto und vieles mehr in kurzer Zeit hergestellt.

Klassenvorständin Prof. Claudia Eberhard: „Die Schülerinnen und Schüler waren mit Elan und Freude dabei und reaktivierten mit Erfolg ihre erlernten Skills aus dem Werkunterricht der Unterstufe.“

Danach schlenderten sie durch die Ausstellung für Sportgeräte und probierten sich an virtuellen Rennen und Sportgeräten aus. Abschließend ging es noch in die Innenstadt zur Stärkung, bevor die Heimreise angetreten wurde.

Begleitet wurden die Schüler_innen von Prof. Judith Laschkolnig und Frau Prof. Claudia Eberhard, denen der Ausflug mit den Schüler_innen mindestens genauso viel Spaß gemacht hat wie den Schüler_innen selbst.

Andreas Koitz, der größte Massentierhalter Österreichs, stellte heute der Praxis-HAK Völkermarkt seine Insektenzucht „Prime Insects“ vor, die die Larven des Mehlkäfers züchtet. Koitz, der Kopf dieses außergewöhnlichen landwirtschaftlichen Betriebs in Bad St. Leonhard, erzählte von seinem Hof-Alltag am Wartkogel und seiner Züchtung von Insekten.

Seine Produktpalette reicht von gerösteten Würmern, über Chili-Würmer, Schoko- und Müsli-Riegel bis hin zu Backmischungen, hinzu kommen Kooperationen mit der Firma ZIRP und Zotter. Selbst die Exkremente der Mehlwürmer und die Käfer werden weiterverarbeitet, damit stellt der innovative Landwirt hochwertigen Dünger und Hühnerfutter her.

Schon Steinzeitmenschen ernährten sich von Insekten, noch im 20. Jahrhundert gab es im deutschsprachigen Raum die Maikäfersuppe  

Shrimps, die „Insekten des Wassers“, sind in unseren Alltag längst integriert, unsere heimischen Insekten noch nicht – doch das änderte Koitz mit seinem Vortrag. Insekten enthalten 60% Proteine und 30% gesunde Fette sowie Vitamine und Mineralstoffe, nebenbei besitzen sie keine Schmerzrezeptoren und werden im Winterschlaf „geerntet“, indem sie eingefroren werden: „Sie schlafen ein und wachen nicht mehr auf“, so der Pionier aus dem Lavanttal.  

„Durch das Chitin (Reste von Insektenhäuten) wird ein ,Angriff‘ simuliert, der Dünger wirkt bei den Pflanzen quasi wie eine Impfung. Die Düngeempfehlung liegt bei etwas fünf Gramm pro Liter Erde. Damit ist man für fünf bis zehn Quadratmeter Garten oder Hochbeet bestens gerüstet“, führte der Landwirt aus.

Die Schüler_innen freuten sich über den Besuch des Experten an der Schule, welcher zurzeit Dank der geringen Infektionszahlen möglich ist. Aber nicht nur die Informationen wurden geschmackvoll serviert, die Mutigen durften die Spezialitäten auch kosten und für alle Vegetarier gab es Mehlwürmer zum Streicheln.

„Ein Highlight, das die Woche an der Praxis-HAK abschloss“, so das Resümee von Organisatorin Prof. Claudia Eberhard.


Auch jenseits einer globalen Pandemie spielt das Thema Gesundheit bei der jungen Generation eine große Rolle. Ramona Jann und Michelle Müller (beide 4AK) nutzten die Gelegenheit und absolvierten im vergangenen Jahr eine Ausbildung zum Jugendgesundheitscoach.

Im Interview im aktuellen Jahresbericht verraten die beiden, warum sie diesen Schritt gewagt haben, welche Folgen die Lockdowns für ihre Ausbildung besaßen und welche Tipps sie ihren Mitschüler_innen mitgeben wollen. Auszüge daraus lesen Sie hier:


Was war für euch ausschlaggebend, diese Ausbildung zu absolvieren? Wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen?

Michelle Müller: Ich habe schon lange großes Interesse am Thema Gesundheit, vor allem für Fragen, die für Jugendliche besondere Relevanz besitzen. Daher wollte ich diese Chance nutzen.

Ramona Jann: Frau Prof. Eberhard hat uns diese Ausbildung schmackhaft gemacht und uns zur Teilnahme eingeladen. Ich möchte nach der Matura Psychologie studieren und daher war es für mich naheliegend, mich in diesem Bereich weiterzuentwickeln.

Wie beeinflusste die Corona-Pandemie eure Ausbildung – und wie seid ihr damit zurecht gekommen?

Jann: Natürlich hatte die Pandemie große Folgen, letztlich bekamen wir auch einen Zeitaufschub, um unsere Arbeiten fertigzustellen. Eigentlich hätten wir in den Klassen mit den Jugendlichen in Form von Workshops arbeiten sollen, was nicht möglich war. Wir haben daraufhin in einem Video unsere Inhalte präsentiert und ein Quiz gestaltet, mit dem die anderen Schülerinnen und Schüler unsere Arbeit kennenlernen konnten. Auch die Verleihung unseres Zertifikats erfolgte online, mit dabei waren die Lehrgangsleiterin Cosima Pilz und Ali Mahlodji.

Corona sorgte für viel Zeit daheim. Welche Tipps habt ihr für eine solche Situation?

Jann: Gerade wenn man viel daheim und auf sich gestellt ist, braucht es Pausen an der frischen Luft. Regelmäßig Sport zu machen hilft für den Alltag sehr.

Müller: Man darf nicht in die Lage abrutschen, dass man nichts mehr tut. Man sollte sich klare Ziele setzen und die Freizeit ebenfalls sinnvoll planen. Immer gelingt das aber auch mir natürlich nicht (lacht).

Das gesamte Interview mit Ramona Jann und Michelle Müller finden Sie im Jahresbericht – und den können Sie in digitaler Form hier abrufen.

Auch dieses Jahr durften 28 Schüler_innen der Praxis-HAK Völkermarkt erfolgreich das Zeugnis für den 16-stündigen Erste-Hilfe-Grundkurs entgegennehmen. Um das in Zeiten der strengen Covid-19-Hygienebestimmungen zu ermöglichen, ließen sich Prof. Claudia Eberhard und Schulärztin Dr. Johanna Mayr einiges einfallen.

Die Jugendlichen starteten in Präsenz, wo ihnen vor Ort alle wichtigen Grundlagen der Erste Hilfe vermittelt wurden, wie Lagerungen, Verhalten in Gefahrensituationen, Helmabnahme, der Rautekgriff, Notfallcheck etc. Anschließend ging es ins Home-Office. Dort mussten die Schüler/innen unterschiedliche Aufgaben lösen und dies per Video oder Foto festhalten.

Abgeschlossen wurde der Grundkurs mit einer weiteren Präsenzphase. In dieser wurde nochmals wiederholt und Szenarien wie Atemkreislaufstillstand, Verschlucken etc. durchbesprochen, auch eine Notfallsituation wurde von den Kandidat_innen erfolgreich gelöst.

Prof. Claudia Eberhard: „Es hat auch unter diesen Bedingungen gut funktioniert. Dr. Johanna Mayr war wie ich über das Interesse der Schülerinnen und Schüler sowie ihr Engagement sehr erfreut.“

Ramona Jann und Michelle Müller, Schülerinnen der 4AK, haben trotz der schwierigen Zeit ihre Ausbildung als Jugendgesundheitscoaches erfolgreich abgeschlossen. Den Abschluss bildete ein virtueller Festakt am heutigen Nachmittag.

Nach der offiziellen Begrüßung unter anderem von Kärntens Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair übernahm die Veranstaltungsleitung Cosima Pilz das Wort. Cosima Pilz begleitet die Jugendlichen bei der Ausbildung zum Jugendgesundheitscoach, sie erörterte ausführlich wie viel Mühe und mit welcher Freude die Jugendlichen bei der Ausbildung teilgenommen haben.
Sie wies dabei gleich auf das wichtige Thema der psychischen Gesundheit hin, was mehr denn je durch die Pandemie in den Vordergrund rückt. 91% der Jugendlichen sind erhöhtem Stress ausgesetzt, 86% der Jugendlichen leiden an Schlafstörungen und sozialer Isolation.

Der Lehrgang fand bereits im Februar 2020 in Bleiburg statt, dabei haben die Schülerinnen sehr interaktiv gearbeitet und einen Einblick in die unterschiedlichsten Themen rund um das Thema Gesundheit bekommen. 28 Schüler und Schülerinnen aus den unterschiedlichsten Schulen in Kärnten haben teilgenommen.

Mit dem Input von diesem Lehrgang und etlichen Lehrunterlagen, die ihnen gratis zu Verfügung gestellt wurden, suchten sich die SchülerInnen Themen aus, mit denen sie sich intensiver beschäftigten und welche sie dann durch ihre Peer-Arbeit weiteren Schüler/innen näher brachten.

Schwerpunkte: Sucht und psychische Gesundheit

Michelle Müller wählte das Thema Sucht und Ramona Jann wählte das Thema psychische Gesundheit. Umgesetzt wurde das Projekt mithilfe eines Videos und eines anschließenden Online-Quizzes multimedial. Insgesamt haben Ramona Jann und Michelle Müller mit ihrem Vortrag 300 Schüler und Schülerinnen aus Völkermarkt und Wolfsberg erreicht.

Auf das Resümee der Projektarbeit von Pilz folgte ein Vortrag von Keynote-Speaker Ali Mahlodji zum Thema Zusammenhalt. Er sprach besonders die Jugendgesundheitscoaches an und ihre wertvolle Aufgabe Wissen weiterzugeben und das Leben einer Person positiv zu beeinflussen.

„Ihr habt euch die Zertifikate wirklich verdient und könnt stolz auf euch sein! Das Zertifikat ist nicht das Ende einer Reise, sondern der Beginn.“

– Ali Mahlodji

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit der Vorstellung der Projekte und die offizielle Verleihung der Zertifikate.

Begleitet wurden die Gesudheitscoaches von Prof. Claudia Eberhard, Prof. Tanja Kramer und Schulärztin Dr. Johanna Mayr.

Die Schüler/innen der 5. Jahrgänge widmeten sich im Rahmen des Unterrichtsfaches Technologie, Ökologie und Warenlehre der Land- und Forstwirtschaft und betrachteten dabei die Entwicklungen von den ursprünglichen Formen bis heute. Im Zuge dessen wurden biotechnologische und gentechnologische Verfahren miteinander vergleichen und somit auch ökologische mit konventionellen Landwirtschaften einander gegenübergestellt. Auch der Wald als Ökosystem und Lebensraum sowie als ein wesentlicher Wirtschaftszweig wurde in den Mittelpunkt gestellt.

Durch die theoretische Auseinandersetzung mit der Thematik erlangten die Schülerinnen und Schüler die Grundlage für Diskussionen. Den Abschluss dieses Inhaltsbereiches bildete ein Online-Vortrag mit Gabriel Meusburger vom Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum. In einem sehr spannenden Vortrag wurden seinerseits nochmals auf die Auswirkungen der Globalisierung sowie auch auf die Folgen des Klimawandels hingewiesen. Auch die Schüler/innen zeigten sich sehr interessiert und beteiligten sich an einer regen Diskussion.

Quintessenz aus dieser Diskussion

Unsere Land- und Forstwirte leisten durch das Anpflanzen von Laubmischwäldern einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel und sorgen für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft, die das Aushängeschild Österreichs darstellt. Nur so kann Österreich auch in Zukunft touristisch als wahre Erholungsoase punkten.

Um auch weiterhin die Regionalität unserer Lebensmittel zu bewahren, liegt es an uns. Nur durch die Unterstützung heimischer Landwirte können viele Kleinbetriebe erhalten bleiben und uns somit ein großes Angebot an vielfältigen Produkten liefern. Durch Diversifizierung ihrerseits gelingt es ihnen, am Wirtschaftssektor zu bestehen und sich gegen große Konzerne zu behaupten. Und um dies auch noch künftig zu wahren, gilt es weiterhin regional und saisonal einzukaufen.

Bericht: Prof. Rosemarie Puff und Prof. Claudia Eberhard

Der heutige Tag erinnert uns an eine weitere Pandemie, die bis heute noch nicht besiegt wurde. Aus Solidarität gegenüber den Infizierten und zur Prävention neuer Ansteckungen möchte die 1AK der Praxis-HAK Völkermarkt ein kurzes Erklärvideo zum Thema HIV und AIDS veröffentlichen.

Gestaltet wurde dies im Rahmen des Faches Naturwissenschaften. Die letzten Unterrichtseinheiten drehten sich rund um das Thema HIV und AIDS und als Abrundung dieser Thematik produzierten die Schüler/innen ein Kurzvideo, natürlich im Homeoffice.

HIV-positive Menschen werden noch immer diskriminiert aufgrund von Vorurteilen und Unwissenheit, das möchten wir ändern.

Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember rückt näher und im Fach Naturwissenschaften werden die Schüler/innen auf diesen wichtigen Tag durch unterschiedliche Aufgaben und Projekte aufmerksam gemacht. Den Startschuss gaben die zweiten Klassen mit einem Online-Workshop mit Magdalena Holzer von der Aids-Hilfe Kärnten.  

Anschaulich und umfangreich wurde über den HI-Virus und die Erkrankung Aids gesprochen. Die Aids-Hilfe Kärnten bot einen guten Überblick über ihre Arbeit in Kärnten. Der soziale Aspekt spielte im Vortrag eine wesentliche Rolle. Deutlich wurde: Die Zeit hat sich geändert. Aids ist zwar eine unheilbare, aber keine tödliche Erkrankung mehr.

Durch medizinische Fortschritte der letzten Jahrzehnte ist HIV eine gut behandelbare chronische Erkrankung. Menschen mit HIV führen ein „normales“ Leben mit allem, was dazugehört, wie Familie, Arbeit, Liebespartner etc. Sie besitzen durch die Medikamente eine hohen Lebenserwartung sowie eine gute Lebensqualität. Leider lässt die Entstigmatisierung in Bezug auf HIV noch auf sich warten und steht im Gegensatz zur Forschung noch in den Kinderschuhen.

Weitere wesentliche Punkte, die im Online-Vortrag angesprochen wurden, waren die Ansteckungsmöglichkeiten sowie die direkte Einnahme von PEP und PrEP. Bei PEP handelt es sich um eine Postexpositionsprophylaxe, d.h. dieses Medikament wird dann eingenommen, wenn man Geschlechtsverkehr ohne Kondom hatte bzw. dieses durch einen sogenannten Sexunfall abgerutscht ist oder beschädigt wurde und der Partner / die Partnerin mit hoher Wahrscheinlichkeit HIV-positiv ist und sich nicht in medikamentöser HIV-Therapie befindet. 
 
PrEP bedeutet Prä-Expositions-Prophylaxe, wird vorbeugend eingenommen und schützt bei korrekter Einnahme genauso wirksam vor einer HIV-Infektion wie ein Kondom.  

Abgerundet wurde der Vortrag durch eine Diskussion mit einigen Fragen der Schüler/innen, die ausführlich von der Expertin der Aids-Hilfe Kärnten beantwortet wurden.