65.000 Menschen der Österreicher/innen sind von der Krankheit Epilepsie betroffen. Ein epileptischer Anfall kann von wenigen Sekunden bis zu wenigen Minuten andauern und äußert sich durch Krampfen oder Zucken des Körpers. Wie man beim Ernstfall damit umgeht und was man als Betroffene/r tun kann, haben die Schüler/innen der 1BK heute durch einen Vortrag von Dr. Johanna Mayr erfahren. Die Jugendlichen lernten Fälle von Epilepsie, ihre Ursachen, Symptome und Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen.

Die Schulärztin berichtete aus dem Alltag und wiederholte bzw. übte die stabile Seitenlage. Prof. Claudia Eberhard: „Damit sind unsere Schülerinnen und Schüler für den Ernstfall gewappnet und können im Notfall richtig reagieren und Erste Hilfe leisten.“  

Den Abschluss des ersten Jahres an der Praxis-HAK Völkermarkt bestreiten die Schüler/innen der 1AK mit einem dreitägigen Englisch-Workshop. Lesen Sie nachfolgend den Bericht.


From June 1 to 3 the 1AK took part in a three-day English Workshop. Their trainers were two native speakers, James and Neil, representatives of the “Native Speaker Network” language school. 

They did a lot of different fun activities with their trainers, for instance, playing games, singing songs, telling jokes, acting out sketches and role plays – just to name a few. These activities and the work with native speakers contributed a lot to the students’ confidence in speaking English. At the end of these three days the students received their certificates for participating in the workshop. 

For us as teachers it was really great to have seen the progress happen before our eyes, where the students managed to practice their command of the language in a more and more seamless and natural way. It was a successful workshop and even if it was short, we hope the students will keep the ability to open and express themselves in English alive, and take it further with them.

Prof. Cornelia Konrad and Prof. Verena Hornbogner

Gleich zweifach wertvoll war eine Exkursion in die Arbeiterkammer-Bibliothek in Klagenfurt für die Jugendlichen von 4AK und 4BK. Begleitet von Prof. Heike Straßer und Prof. Daniela Wiedenbauer setzten sie sich mit den Expert/innen der Arbeitnehmervertretung mit zahlreichen alltäglichen Fragestellungen des Rechts auseinander: Wie lange gelten Gutscheine? Wie entkommt man dem Fitnesscenter-Abo? Was gibt das Arbeitszeitgesetz vor? Welche Folgen haben – passend zur nahenden Sommerzeit – Reisewarnungen des Außenministeriums?

Ein besonderes Augenmerk wurde Fragen rund ums Praktikum gewidmet, müssen die Schüler/innen am Weg zur Reife- und Diplomprüfung doch 500 bzw. 300 Stunden Berufserfahrung sammeln. Prof. Daniela Wiedenbauer: „Ab 15 Jahren sind die Jugendlichen rechtlich arbeitsfähig. Was nicht vergessen werden darf: Auch für Praktika gelten Regeln. Sind Merkmale eines Arbeitsverhältnisses gegeben, ist dieses auch laut Kollektivvertrag zu entlohnen.“

Step by step zur Diplomarbeit

Doch nicht nur diese Themen wurden diskutiert, die potenziellen Maturant/innen des Jahres 2020 erhielten auch Einblicke in die reichhaltige Bibliothek in unmittelbarer Nähe zum Klagenfurter Hauptbahnhof. Wiedenbauer: „Nach dem Workshop im inspire! Lab Anfang April war das der nächste wichtige Schritt. Die Schülerinnen und Schüler wissen, was sie erwartet – und dass sie den Sommer nutzen sollten!“


„Kiki Kogelnik aus Kindersicht“ war das Motto des Maturaprojektes von Janine Kummer, Desiree Sadjak (beide 4AK) und Freya Pospischil (4BK). In Kooperation mit der Volksschule Bleiburg wurde ein Kunst- und Kulturworkshop am 8. April veranstaltet. Die bekannte Künstlerin Kiki Kogelnik, die in Bleiburg aufgewachsen ist, stand im Zentrum der kreativen Gestaltung durch die Schüler/innen.

Anhand der Vorlagen „Venetian Heads“, die zu den bekanntesten Werken der Künstlerin gehören, kreierten die begeisterten „Nachwuchskünstler/innen“ selbst gestaltete Zeichnungen. Auf Basis dieser Zeichnungen bemalten die Kinder im Anschluss mit der Unterstützung der Schüler/innen der Praxis-HAK Völkermarkt ihre Gesichter. Dabei spielte der Spaßfaktor eine große Rolle.

„Ich fand es toll, dass der Unterricht zur Abwechslung so lustig war und vor allem verging der Schultag so schnell.“

– Alexander Pospischil, Schüler der zweiten Klasse

Janine Kummer machte unter anderem 300 Fotos, die sie im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie für die Erstellung eines Fotobuches verwenden wird.

Zusammenfassend – so das Resümee der von Prof. Judith Laschkolnig betreuten Gruppe – kann gesagt werden, dass dieses Projekt für alle Beteiligten ein Erfolg war, denn die Zusammenarbeit zwischen den Schüler/innen unterschiedlichen Alters verlief reibungslos.

„Wie ein Fisch im Baum“ – so lautet der Titel des Romans der US-amerikanischen Autorin Linda Mullaly Hunt, mit dem sich die Schüler/innen der 1AK in den letzten zwei Monaten im Deutschunterricht beschäftigt haben. Im Mittelpunkt des Buches steht Ally Nickerson, die sich durch den Schulalltag zu schummeln versucht, ohne lesen und schreiben zu können.

„Ich habe schon so oft geübt, gebetet und gehofft, aber einen Text zu lesen ist für mich immer noch so, als würde ich versuchen, in einem Teller Buchstabensuppe einen Sinn zu finden. Ich weiß wirklich nicht, wie andere Leute das machen.“

Lynda Mullaly Hunt: Wie ein Fisch im Baum, S. 18

Ihren Abschluss fanden die intensiven Wochen der Arbeit heute mit einem Vortrag der professionellen Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin Christina Kummer. Sie, selbst Absolventin der Praxis-HAK, betreibt in Völkermarkt die „Praxis für individuelle Hilfe bei Lernbarrieren“.

In einem spannenden Workshop berichtete Kummer aus ihrem Berufsalltag und zeigte auf, wie eng Schwächen im Bereich des Lesens und Schreibens mit frühkindlichen Entwicklungen zusammenhängen können. Die Folgen bekam nicht nur Schüler Thomas Duindam, der sich für verschiedene Übungen zur Verfügung stellte, zu spüren, sondern die gesamte Gruppe, als es darum ging, mit Ohrstöpseln Gehörschwächen zu simulieren.

„In meinem Kopfkino sehe ich einen Film, in dem ich durch einen Wald aus aufeinandergetürmten Buchstabenklötzchen laufe. Sie schwanken wie Bäume im Wind, und ich befürchte, dass sie gleich auf mich herabstürzen werden.“

Lynda Mullaly Hunt: Wie ein Fisch im Baum, S. 66

Beschäftigt haben sich die Jugendlichen in den letzten Wochen aber auch mit Themen rund um Legasthenie, funktionalen Analphabetismus und die gesellschaftlichen Folgen, die auch in Österreich Hunderttausende betreffen. Sind Burschen und Mädchen gleichermaßen betroffen? Wie bekämpfen Betroffene ihre Scham? Kann die Schwäche vollends abgelegt werden? Diese Fragen richteten sie heute auch an die Expertin.

Prof. Martin Erian begleitete den Workshop: „Die Einheit mit Christina Kummer hat das Projekt wunderbar abgerundet und gezeigt, dass Legasthenie ein komplexes Thema ist. Wir danken für die spannenden Einblicke!“


Wenn Buchstaben verschwimmen und tanzen: Die 1AK hat sich in den letzten Monaten intensiv mit Legasthenie und…

Gepostet von Praxis-HAK Völkermarkt am Dienstag, 12. März 2019

Verschiedene Gründe tragen dazu bei, dass die Europäische Union im Frühjahr 2019 besondere Aufmerksamkeit erfährt. Die Modalitäten des Ausscheiden Großbritanniens aus der europäischen Staatengemeinschaft sind weiterhin ungeklärt, Ende Mai finden die EU-Parlamentswahlen statt und lenken das Interesse der Öffentlichkeit verstärkt auf europäische bzw. globale Themen – und diese spielen im Unterrichtsalltag der Praxis-HAK Völkermarkt dank Fächern wie Politische Bildung, Recht und Internationale Wirtschafts- und Kulturräume ohnehin eine besonders große Rolle.

Dieses Momentum veranlasste Prof. Daniela Wiedenbauer, in Zusammenarbeit mit der EU-Koordinationsstelle des Landes Kärnten und dem Europahaus Klagenfurt eine Wanderausstellung für mehrere Tage nach Völkermarkt zu holen. Als Vertreter der Kooperationspartner boten Johannes Maier und Marc Germeshausen den Schüler/innen von 4AK und 4BK heute einen Workshop, der verschiedene Themen beleuchtete.

Die Ausstellung steht noch bis kommenden Mittwoch für die interessierten Mitglieder der Schulgemeinschaft bereit. Ort des Geschehens ist die Aula im Eingangsbereich der Schule, die dafür von Schulwart Günter Hanin bereitgestellt wurde.

Passend zum hundertsten Jubiläum der Republiksgründung stand auch an der Praxis-HAK der heutige Vormittag ganz im Zeichen der Geschichte. So durften die Schüler/innen der 2AK und 2CK ihr geschichtliches Wissen um die Erfahrungen und Erlebnissen eines Zeitzeugen aus den Jahren 1938 bis 1945 erweitern. Kärnten im Zweiten Weltkrieg, Judenverfolgungen, aber auch die Situation der Kärntner Slowen/innen sind Themen, die den Jugendlichen normalerweise nur durch den Geschichtsunterricht zugänglich sind. Doch wie dramatisch waren die Umstände zu dieser Zeit? Wie kann man sich den Alltag vorstellen?

Der Kärntner Slowene und Zeitzeuge Franz Kukovica, geboren am 2. November 1933 in Blasnitzen in der Gemeinde Eisenkappel, gibt den Schüler/innen der Region seit vielen Jahren Aufschluss über den Alltag im Zeichen des Hakenkreuzes, den täglichen Schulweg und die nazistische Propaganda zu dieser Zeit. Er selbst erlebte das Verbot seiner slowenischen Muttersprache, den Widerstand gegen den Nationalsozialismus und die Veränderungen des Schulalltags nach 1938. Die Eindeutschung der slowenischen Vor- und Familiennamen und Propagandaversuche durch die Landkarte Kärntens mit dem Hinweis, dass man über die Vergrößerung Kärntens durch Hitler dankbar sein solle, sind nur wenige Beispiele, die den Schüler/innen imponierten. Außerdem erzählte er von seiner Zeit in der Hitlerjugend, in welcher er, zur Mitgliedschaft gezwungen, nicht nur das Marschieren im Gleichschritt lernte, sondern zusätzlich auch propagandistische Lieder einstudieren musste: „Wir werden weitermarschieren, bis alles in Scherben fällt, denn heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt!“

Neben den historischen Fakten und Eindrücken schaffte es Kukovica so wieder einmal, die Jugendlichen authentisch, ehrlich und nebenbei auch humorvoll für seine Lebensgeschichte zu begeistern: „Es war wieder ein sehr interessanter und lebendiger Vortrag von Herrn Kukovica. Einiges wird den Schülerinnen und Schülern dadurch sicher in Erinnerung bleiben“, so Prof. Andrea Knauder, deren Einladung der Sittersdorfer gefolgt war.

Letzten Freitag besuchte Mag. Christiane Kollienz-Marin die Praxis-HAK in Völkermarkt. In Kooperation mit den Schulsozialarbeiterinnen Simone Tschreschnig und Martina Miklau sowie Prof. Tanja Kramer wurde im Rahmen des Religionsunterrichtes ein Workshop zum Thema Suchtprävention abgehalten.

Die beiden ersten Jahrgänge der Praxis-HAK Völkermarkt, 1AK und 1BK, beschäftigen sich in dem zweistündigen Workshop mit unterschiedlichsten Bereichen, die dieses aktuelle Thema betreffen. Besonders im Fokus standen Themen wie legale Drogen, das Jugendschutzgesetz, Gründe und Folgen von Drogenkonsum, sowie die Frage, wer oder was kann davor schützen kann.

Dazu meint Prof. Kramer: „Für den Besuch von Frau Mag. Christiane Kollienz-Marin als Expertin, welche die Suchtberatungsstelle für den Bezirk Völkermarkt und Wolfsberg leitet, bin ich einfach dankbar. Es ist mir ein besonderes Anliegen, die Schülerinnen und Schüler so früh wie möglich für dieses Thema zu sensibilisieren, um mit ihnen über die Gefahren und Folgen von Sucht reflektieren zu können.“

Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Humorvoll und mit viel Temperament brachte Edith Reitzl den Schülerinnen und Schülern des zweiten Jahrgangs wichtige Regeln für das richtige Benehmen im Geschäftsleben näher.

Ausgangspunkt der Ausführungen bildete die Bedeutung des ersten Eindrucks. In Millisekunden und ohne bewusste Einflussmöglichkeiten des Gegenübers entsteht bei der erstmaligen Begegnung ein prägendes Bild. Die zentralen Botschaften in diesem Zusammenhang:

  1. Jeder ist selbst für diesen ersten Eindruck verantwortlich.
  2. Es gibt keine zweite Chance für diesen ersten Eindruck!

In vielen anschaulichen Beispielen und mit praktischen Übungen wurden wichtige Regeln für den richtigen Händedruck, das passendes Outfit im Bewerbungsgespräch, das richtige Benehmen bei einem Geschäftsessen und zahlreiche andere Themen behandelt.

Wir bedanken uns für den kurzweiligen Workshop mit vielen hilfreichen Informationen für das Leben und die zukünftigen Pflichtpraktika.

Am heutigen Vormittag stand gleich für drei Klassen wieder einmal gehörige Abwechslung am Programm: Die Mitarbeiter/innen der Junior Companies Wellax und FeelGreat sowie die Schüler/innen der 3AK absolvierten einen Workshop mit der Bloggerin Lydia Kulterer. Die junge Kärntnerin präsentierte ihr erfolgreiches Projekt We Go Wild und erklärte den Jugendlichen, wie der Alltag einer Bloggerin im Coworking Space tatsächlich abläuft.

Dabei zeigte Kulterer, dass es nicht nur wunderbare Adjektive für den ultimativen Blogeintrag benötigt, sondern auch den einen oder anderen Kniff, um im World Wide Web die nötige Sichtbarkeit zu erlangen. So entwickeln sie und ihr Team in mehrstufigen Verfahren jene Beiträge, die die Zielgruppe tatsächlich ansprechen – und die Suchmaschinen wie Google an möglichst prominenter Stelle platzieren. Mit Verweis auf die zunehmende Bedeutung von Videos im Netz sprach Kulterer über ihr Vorhaben, künftig auch einen eigenen YouTube-Kanal zu bespielen. Derzeitiger Haken: 85% der über 200.000 monatlichen Klicks stammen aus Deutschland und spießen sich damit gelegentlich mit dem Kärntner Dialekt.

Aus Sicht der Workshopteilnehmer/innen stellte Kulterers Gastspiel in mehrerer Hinsicht einen wichtigen Impuls dar. Die Junior Companies haben neue Einblicke erhalten, worauf sie bei ihren Social-Media-Aktivitäten verstärkt zu achten haben, die Schüler/innen der 3AK konnten ihre grundlegenden Kenntnisse zum Thema Bloggen vertiefen. Sie sind von der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten damit beauftragt worden, selbst schreiberisch aktiv zu werden und im Frühjahr 2018 mit eigenen Texten neue touristische Perspektiven auf die Region zu werfen.

Für Kulterer, die derzeit auch begeisterte Schreib- und Fototalente sucht, war es eine Heimkehr an ihre alte Wirkungsstätte, maturierte sie doch im Jahr 2008 an der Praxis-HAK Völkermarkt. Ihr Fazit auf Instagram: Loved it!