Am heutigen Vormittag erhielten die Digital-Expert/innen aus 3ABK im Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie fachkundigen Besuch aus der Praxis. Nadja Kropp, Marketingleiterin der Kleinen Zeitung in Kärnten und Osttirol, und Christian Wetternig, Büroleiter der Kleinen Zeitung in St. Veit und Feldkirchen, gaben spannende Einblicke, wie sich der Redaktionsalltag, aber auch das Wirtschaftsmodell von Tageszeitungen in Zeiten der Digitalisierung rasant verändern – Corona-Effekte inklusive!

„Von der Postkutsche zur Eisenbahn“

So beschreibt Wetternig die Wandlung in der Medienbranche, die sich in der jüngsten Vergangenheit vollzieht. „1999 fingen einzelne Kollegen an, Inhalte der gedruckten Zeitung online bereitzustellen, und lange Zeit blieb es bei diesem Vorgehen. Heute sind wir eine Redaktion, die die Bereiche Print und Online gleichermaßen abdeckt. Doch mittlerweile gilt das Prinzip online first. Das erhöht den Druck auf die Mitarbeiter enorm.“ Seit 2016 wird in diesem Zusammenhang auf kostenpflichtige Onlineinhalte gesetzt, auch um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sicherzustellen.

Die vielschichtigen Tätigkeitsfelder der Mitarbeiter/innen der Kleinen Zeitung sind nicht nur vom digitalen Wandel bestimmt. Kropp, die nach der Matura ein Wirtschaftsstudium absolvierte und zunächst in Graz beim größten Medienunternehmen Südösterreichs anheuerte, gab Einblicke in den Eventbereich, den die Kleine Zeitung bedient. So geht das Unternehmen rund 300 Kooperationen jährlich ein, hinzu kommen zahlreiche eigene Events. „Im letzten Jahr waren das natürlich viele Livestreams, es ist uns aber auch wichtig, in die Bezirke zu gehen. Regionalität ist ein wichtiger Wert für uns.“

Deutlich wurde dadurch auch die Verwobenheit von Medien und Wirtschaft. „Unsere Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über den Lesermarkt sowie den Werbemarkt.“ Dabei kann die Kleine Zeitung weiterhin auf einen treuen Kreis an Leser/innen bauen, rund 90.000 Abos werden alleine in Kärnten abgesetzt. Im Steigen begriffen sind die Digitalabos, mittlerweile rund 50.000 – immer häufiger als digital only.

„Wer postet, ist Journalist“

Diskutiert wurden angeregt von Fragen der Schüler/innen auch die Bedeutung von Journalist/innen im Social-Media-Zeitalter, das Thema Fake News und die Zukunft des Berufsfelds. Wetternig: „Wir in der Medienbranche sind uns einig, dass diese Themen in die Schulen müssen. Wer postet, ist heute eine Journalist – dessen muss man sich bewusst sein. Damit hat sich Grundlegendes in der Gesellschaft geändert.“

„Ihr seid die Champs der Zukunft!“

– Christian Wetternig über die Schüler/innen des Multimedia-Schwerpunkts

Sowohl für eine berufliche Karriere in der Medienbranche als auch im Umgang mit Informationen im Alltag sind digitale Kenntnisse heute das Um und Auf, darüber sind sich Kropp und Wetternig einig. „Die Anforderungen und das Tempo steigen in den verschiedensten Bereichen und wer hier einen Bezug zum Digitalen hat, ist enorm im Vorteil. Ihr Jugendlichen seid mit eurer Ausbildung die Champs der Zukunft.“

Für Wetternig war es übrigens eine virtuelle Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Er maturierte 1994 an der Praxis-HAK Völkermarkt und begann im Anschluss ein Studium der Fächer Psychologie und Philosophie. Aus dem Zuverdienst als freier Mitarbeiter bei der Kleinen Zeitung wurde jedoch nach zwei Monaten eine Fixanstellung – ebenso eine Erfolgsstory.

Mutige Menschen braucht das Land! Katja Tscherteu aus Gallizien absolvierte im vergangenen Frühjahr souverän die Reife- und Diplomprüfung an der Praxis-HAK Völkermarkt und stieg anschließend ins elterliche Bauunternehmen ein. Doch nicht nur am Schreibtisch bringt sie ihre Kompetenzen ein, sondern auch am Steuer – und zwar von tonnenschweren LKWs.

Die Plattform vk24.at bat sie daher nun zum Interview und porträtierte die 19-Jährige – Schlagzeile: Sie zeigt 26 Tonnen, wo’s langgeht!

Dabei tritt Tscherteu auch aktiv gegen Klischees auf:

„Heutzutage gibt es selten etwas, was nur ‚Männersache‘ oder ‚Frauensache‘ ist. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass jeder das macht, was ihm Freude bereitet.“

– Katja Tscherteu, Absolventin der Praxis-HAK Völkermarkt 

Zum Interview geht’s hier: Das VK24-Interview: Sie zeigt 26 Tonnen, wo’s langgeht


„Das ist reine Männersache!“ – bei diesem Satz verdrehen viele Frauen stilvoll ihre Augen. Ist diese Aussage in der…

Gepostet von VK24 am Montag, 11. Januar 2021

Unter dem Titel „Kärnten GESTERN – HEUTE – ÜBERMORGEN“ präsentiert die Praxis-HAK Völkermarkt an diesem Wochenende ihren Beitrag zum Jubiläumsjahr „100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“ auf YouTube. Prof. Mario Kraiger gestaltete im Rahmen der Carinthija-2020-Initiative eine sehenswerte Dokumentation, die ab sofort am YouTube-Kanal der Schule abrufbar ist.

Im Kern des Films geht es darum, unser Bundesland aus der Sicht von zwei zugezogenen Kärntnern zu beleuchten. Kraiger: „Neben einer Ist-Analyse der Stärken und Schwächen von Kärnten geht es dabei auch um mögliche Zukunftspotenziale unseres Bundeslandes. Medienmanager/innen des Ausbildungsschwerpunkts Multimedia und Informationstechnologie unserer Schule fungieren bei diesem Projekt als Regisseure des Films und „Forscher“ über ihr Bundesland, um es letztlich multiperspektivisch mit all seinen Facetten und seiner gewachsenen Vielseitigkeit zu erfassen und somit besser verstehen zu können.“


Die Ausbildung an der Praxis-HAK Völkermarkt als Start für vielversprechende Karrieren: Die Wege unserer Absolvent/innen in unterschiedliche Sparten zeigen, wohin die Reise gehen kann. Um jungen Menschen dabei tatkräftig zu unterstützen, spielen eine praxisnahe Ausbildung sowie professionelle Beratung eine wesentliche Rolle.

Ab diesem Schuljahr nimmt sich Prof. Claudia Eberhard dieser Aufgabe an. Was sie vorhat, lesen Sie hier:


Habt ihr euch schon Gedanken über euren Weg nach der Praxis-HAK Völkermarkt gemacht? Oder habt ihr Probleme beim Lernen? 

Liebe Schüler und Schülerinnen der Praxis-HAK Völkermarkt,  

als zukünftige Bildungsberaterin werde ich euch ab 5. Oktober jeden Montag von der dritten bis fünften Schulstunde zur Bildungs- und Berufsberatung zu Verfügung stehen.  

Eure Berufs- und Bildungsorientierung = eure Lebensorientierung 

Eine Liste zum Reservieren von Terminen ist an der Türe des Raums I.20 (1. Stock) angebracht, bitte tragt euch mit vollständigem Namen und Klasse ein.  

Ich informiere 

… über Bildungs- und Berufswege 

… über aktuelle Termine 

… über Schulformen und Studien 

… über Fristen und Anforderungen 

Ich berate 

… zu Interessen und Fähigkeiten 

… bei (Lern)Problemen 

Ich unterstütze 

… bei der Informationsbeschaffung 

… durch Vernetzung und Vermittlung 

Bei konkreten Fragen kannst du mich auch gerne per E-Mail (ebe@hak-vk.at) oder montags zwischen der 3.  und der 5. Stunde im Raum I.20 im ersten Stock persönlich kontaktieren.

Mehr auf Seite zwei.

Die globale Corona-Pandemie hatte auch für den Schulbetrieb an der Praxis-HAK Völkermarkt vielfältige Folgen. Nicht nur sorgte der Lockdown für wochenlanges Distance Learning, das Lehrkräfte und Schüler/innen gemeinsam gut meistern konnten, sondern setzte auch manchen Praktikumsträumen ein Ende.

Und trotzdem: Auch der Sommer 2020 ermöglicht es vielen Jugendlichen, Berufserfahrungen zu sammeln, und zwar in den verschiedensten Branchen. Bereits zum Schulschluss schnupperten Schüler/inen der ersten Klassen Praxisluft, etwa Antonio Kopic (1BK), der beim A1-Shop in Völkermarkt eine Woche im Dienst stand – und davon auch via Blog berichtete.

https://www.facebook.com/A1shopVK/posts/339594580774900?xts%5B0%5D=68.ARBRbOcwTVWKwnCgb8B0VeUwNnCsP4GidoXmoGhQzKti0liFrdfn5Fruxacu3oGbIIvoCTa7dVcIQPDKEsWxp-HYjcjq0ByW2hrNyI0x3OyfljExAucEtw0lH-fHQTGnTe68QomSBZ1pE4wtzqmFNoXnjuuaNjdpsQ-GjUgA4ilVf-ol_qxdidA0Wg5JF0CjMgqa1qG8eMRNBPfaxsevxUmew_3D5JfOKK2HpQDrc-B_pNCTVNCpaKtWGXdlWfUAUa_q4N2CKfzwJADODnN3H14uDSQPLTYRRSywCWMYQzDgfPzKfThf8aiaJjhE4KIrMpvc0hj-_StS09388xlT8M0&tn=-R

Die Kleine Zeitung Völkermarkt besuchte nun sechs Praktikant/innen, darunter auch Lisa Schirnik (3AK) und Absolvent Alois Meschnark, der im Herbst ein Studium im Fach Technische Mathematik beginnen möchte.

Lesen Sie nachfolgend Auszüge aus dem Bericht, an dem auch HAK-Absolvent Alexander Jegart mitgearbeitet hat:


Für Alois Meschnark (21) war die Anstellung als Praktikant beim Entsorgungsdienst Gojer in Kohldorf aufgrund der Corona-Situation lange fraglich. „Es gab bereits eine voraussichtliche Absage. Umso mehr habe ich mich gefreut, als im Juli die Nachricht kam, dass ich doch arbeiten darf“, so Meschnark. Dabei reichen seine Aufgabe von Sortierungs- und Reinigungsarbeiten im Bauhof bis zum Beifahrer bei der Müllabfuhr. Im Herbst steigt der Praxis-HAK-Absolvent aus Völkermarkt in das Studium „technische Mathematik“ an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt ein. Das Praktikum macht Meschnark, weil er damit sein Studium finanzieren und auch zusätzlich etwas für die Umwelt tun kann. „Wer diesen Job machen will, sollte sich auch lieber schnell an die harte Arbeit und das frühe Aufstehen gewöhnen, denn die Müllabfuhr startet bereits um 5 Uhr früh“, so Meschnark.

Da die meisten Firmen heuer keine Praktikanten aufnehmen, tat ich mir schwer, ein Unternehmen zu finden, in dem ich mein Pflichtpraktikum absolvieren kann“, sagt Lisa Schirnik, Schülerin der Praxis-HAK Völkermarkt. Schlussendlich fand die 17-Jährige doch noch eine Praktikumsstelle bei der Uster Installationen GmbH in Kühnsdorf. Dort macht sie so gut wie alle Stationen der Firma einmal durch. Vom Posteingang bis zur Personalverrechnung ist alles dabei. Für die Schülerin ist es sehr wichtig, heuer ein Praktikum zu absolvieren. „Für die Schule muss ich ein einmonatiges Praktikum machen“, so Schirnik. Im Herbst kommt sie in die vierte Klasse. Sorgen aufgrund der Corona-Krise macht sie sich keine. Sie hofft aber, dass es bis zu ihrer Matura keine Probleme mehr durch Corona gibt. Was Schirnik nach ihrer schulischen Ausbildung vor hat, lässt sie sich noch offen.

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1551676215012365&id=394737410706257&__xts__[0]=68.ARDqjkh3T4QRqJyKV8HPS9dh8jx0ez8KKbjmxXeMzlrp_bl1D7vTlqqDhsy5P0V2k7la8wgL9K5P0tRfCt0cp44sTlunye8WodKZTJsxUdym9vmS-KNv_6-UMeU75l9_u2TVH48LMGXLacURimS8LFXv4V2BCGUJmao2c4TvodRhm-HDxB4Yn_zIKhHW-Y3XdILaqHv3cz1pv6B5x8q35kHYbGQKwoVWdp9wA-izFkz8Efesw_XWlMjQxjy_oJZas-3sKi7hWKYVQxWEskhkltJDaLnKXOOVsD4NG9aEYEv7IXm-z3qzURaXWEAe1gPDA4ip7BXDPagk1z0nEYGdn45Wig&__tn__=-R

Die Abschlussarbeit „Handelsschule einst und jetzt“ von Brahim Gashi, Franz Haimburger und Michael Sommer aus der 3BS wurde am 08. März 2020 mit der Organisation eines Handelsschulabsolventen-Stammtisches gekrönt. Im City-Cafe des Handelsschulabsolventen Franky Wastl in St. Michael ob Bleiburg tauschte man bei einem gemütlichen Kaffeekränzchen Anekdoten und Erinnerungen an die Schulzeit aus.

Zum ersten Treffen dieser Art konnte das Projektteam ehemalige Absolventinnen und Absolventen sowie bereits im Ruhestand befindliche und aktive Professorinnen begrüßen. Da die Projektidee beim Absolventenverein der Praxis-HAK Völkermarkt sogleich großen Anklang gefunden hatte, fungiert dieser als Projektaufftraggeber und unterstützte diese erstmalige Veranstaltung auch finanziell.

Franky Wastl und seine Frau Monika, ebenfalls Absolventin des Jahrgangs 2004/05, freuten sich über den Besuch und hoffen auf eine Wiederholung des gelungenen ersten HAS-Tags mit Stammtisch.

Bericht: Prof. Ulrike Messner-Lasnik und Prof. Maria Mrčela

Dietmar Ruhdorfer, Verkaufsleiter der Donau Versicherung und Vanessa Karisch, Absolventin der Praxis-HAK Völkermarkt, Mitarbeiterin im Außendienst in Völkermarkt informierten die Schülerinnen und Schüler der 4AK über Karrieremöglichkeiten in einer Versicherung.

Gertrud Drobesch | Foto: Klaus Vhynalek

Gertrud Drobesch, ebenfalls Absolventin unserer Schule, Mitglied des erweiterten Vorstandes und Leiterin der Personalabteilung der Donau Versicherung in Wien, hat es bereits bewiesen.

„Türklinken-Putzer-Dienst“ beim genervten Kunden?

Mit dieser Frage wurden die beiden Gäste in der 4AK begrüßt.

Diese Frage wurde mit einem eindeutigen Nein beantwortet. Vanessa hat durch ihr zweimonatiges Praktikum, das sie im vierten Jahrgang in der Praxis-HAK zu absolvieren hatte, die spannende Welt der Versicherung kennen- und lieben gelernt. Dieses Praktikum wurde auch damals durch Hofrat Mag. Klaus-Peter Haberl, jetzt Leiter des Pädagogischen Dienstes der Bildungsdirektion Kärnten, und Theresia Müller als Praxis-Koordinatorin zur Sicherung der Ausbildungsqualität hinterfragt, mit sehr erfreulichen Ergebnissen. Mag. Andreas Schaller, Bestandsmanager der Donau Versicherung, lobte nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern zeigte auch die möglichen beruflichen Perspektiven in ihrem Unternehmen auf. Diese Chance hat Vanessa Karisch wahrgenommen.

Karisch_Haberl Donau_August2017

Unmittelbar nach der Matura hat sie sich bei der Donau Versicherung beworben und wurde als Mitarbeiterin im Außendienst sofort aufgenommen. In den ersten sechs Monaten hat Vanessa die Grundausbildung durch den Besuch zahlreicher Seminare in ganz Österreich absolviert. In diesen Seminaren wurden alle Versicherungsarten im Detail aufbereitet und zusätzlich wurde sie auf das Führen von Kundengesprächen gezielt vorbereitet. In einem Verkaufscheck, einem simulierten Verkaufsgespräch, das sie mit Bravour bestanden hat, war sie bereit, Kunden zu beraten und hat begonnen ihren eigenen Kundenstock aufzubauen. Im Fokus des Kundengespräches steht jedoch nicht der Hochdruckverkauf von Produkten, damit gab sie auch eine Antwort auf die anfänglich gestellte Frage in Richtung „Türklinken-Putzer“, sondern die Kundin und der Kunde mit all ihren/seinen Bedürfnissen. Dieser Vertrauensaufbau, dieses Gefühl den Menschen in allen Lebenslagen zu begleiten, zu beraten, Sicherheit zu geben, das macht diese Arbeit so schön und wertvoll.

Vanessa hat jedoch noch viele weitere berufliche Ziele. Sie wird in einem Jahr die BÖV-Prüfung (Bildungsakademie der Österreichischen Versicherungswirtschaft) ablegen und möchte dann berufsbegleitend das Bachelor-/Masterstudium an der Karl-Franzens-Universität in Graz im Bereich Versicherungskauffrau bzw. Finanzdienstleister absolvieren.

Ein spannender Weg liegt noch vor ihr – eine Versicherung und somit ein Arbeitgeber mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Wir freuen uns schon auf nächsten Besuch Vanessas zum Thema „Umgang mit Risiken von Jugendlichen“.

Nur vor einer Woche, am 10. Dezember, wurde der Tag der Menschenrechte gefeiert. Dies ist der Gedenktag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde.

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde geboren. Sie … sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 1, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Die Schüler/innen der vierten Klassen haben sich im Fach Recht ausführlich mit diesem Thema beschäftigt und herausgefunden, dass die Bedeutung der Menschenrechte und auch der Einsatz für die Wahrung dieser wichtiger sind denn je.

Weiterführend wurden im Unterricht das Asylverfahren in Österreich und die Verteilung von Flüchtlingen in der Europäischen Union thematisiert. Um Informationen aus der Praxis zu erhalten, wurde Mag. Manuela Augustin vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) an die Schule eingeladen. Sie gab ihr Wissen zum Thema Asylverfahren in Österreich an die Schüler/innen weiter und beantwortete fachkundig zahlreiche Fragen. Sie hat auch das ein oder andere Vorurteil gegenüber Flüchtlingen, das sich oft in den Köpfen der Bevölkerung manifestiert, diskutiert und mit Fakten und rechtlichen Grundlagen unseres Rechtsstaates widerlegt.

Eine Heimkehr an die alte Wirkungsstätte

Besonders erfreulich war der Besuch Augustins, da sie selbst Absolventin der Praxis-HAK Völkermarkt ist und sehr gerne wieder an ihre ehemalige Ausbildungsstätte zurückgekehrt ist. Es gab auch die Gelegenheit sich mit ihren damaligen Lehrern/innen auzutauschen und sich über ihre Zeit an der Schule zu unterhalten.

„Für mich ist es besonders wichtig, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, Wissen von Personen aus der Praxis zu erhalten. Außerdem ist es mir gerade beim Thema Menschenrechte so ein großes Anliegen, dass wir offen und vorurteilsfrei auf andere zugehen. Daher stehen das wissens- und faktenbasierte Argumentieren für mich im Vordergrund, denn die Menschen laufen oft Gefahr, sich aus Angst oder Unwissenheit heraus eine Meinung zu bilden und daraus die falschen Schlüsse zu ziehen“, so Prof. Daniela Wiedenbauer, die den Workshop organisiert hat.

Markus Slamanig ist nach der Reife- und Diplomprüfung an der Praxis-HAK Völkermarkt in die weite Welt gezogen. Heute lebt er in den Vereinigten Staaten und arbeitet als Unternehmensberater. Längst ist dabei SAP seine technologische Heimat geworden – ein System, das nun auch in der Ausbildung an der Praxis-HAK Einzug hält.

Im Interview gibt Slamanig Einblicke in seine Biografie und gibt der nächsten Generation wertvolle Tipps.


Völkermarkt – Klagenfurt – Wien – Hollywood: Bitte benennen Sie Etappen Ihres beruflichen Werdegangs.

Ich wurde in Völkermarkt geboren und bin dort aufgewachsen. Nach der Matura an der HAK habe an der Klagenfurter Universität Angewandte Betriebswirtschaft und Wirtschaft und Recht studiert. Während meines Studiums absolvierte ich ein Joint-Study-Programm bei der UWF. Dies war der Wendepunkt, an dem ich versuchte, das Leben in den USA, konkret in Florida, Wirklichkeit werden zu lassen.

Nach dem Abschluss bin ich nach Wien gezogen, wo ich drei Jahre für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young gearbeitet habe. Danach bekam ich ein Stellenangebot bei Coca Cola, wo ich zum ersten Mal mit SAP in Berührung kam. Ich war im SAP-Implementierungsprojekt.

Da es nicht einfach war, sich direkt für einen Job in den USA zu bewerben, habe ich meinen MBA an der FIU (Florida International University) in Miami erworben. Während meiner einjährigen OPT (Optional-Practical-Training) wechselte ich in eine Festanstellung nach Fort Lauderdale. Diese Firma hat schließlich meine Greencard gesponsert. Ich bin heute immer noch bei der gleichen Firma beschäftigt.

In Amerika Fuß fassen zu können, ist auch organisatorisch nicht leicht. Warum wollten Sie es trotzdem unbedingt dorthin?

Ganz ehrlich, ich liebe den Sommer und Florida war der Ort für Leute, die den Wintermonaten entfliehen wollen.

Ich wusste von Anfang an, dass es angesichts der strengen Visa-Bestimmungen nicht einfach werden würde, mich in den USA niederzulassen, aber ich hatte Glück, dass es für mich geklappt hat.

Beruflich sind Sie permanent global vernetzt. Wie darf man sich einen typischen Arbeitstag vorstellen?

Angesichts der Spezifik des Beratungsgeschäfts bestehen Reiseanforderungen für die Standorte der Kunden vor Ort. Das heißt, ich reise ungefähr zwei bis drei Wochen pro Monat. Den Rest des Monats arbeite ich fern von Zuhause.

Obwohl wir einen Bürostandort in Fort Lauderdale haben, treffen wir uns nur an zwei Tagen pro Woche, wenn man nicht gerade beruflich unterwegs ist. Das erlaubt mir die Flexibilität, von jedem Ort aus zu arbeiten.

Heute prägt die Unternehmenssoftware SAP Ihren Alltag. Wie erklären Sie Laien, was die globale Bedeutung SAPs ausmacht? Ist es Ihrer Meinung nach wesentlich, auch die Jugendlichen einer kaufmännischen Schule mit SAP zu konfrontieren?

SAP ist im Allgemeinen mehr als nur eine Buchhaltungssoftware. Es ist sehr komplex und deckt im Wesentlichen alle Geschäftsbereiche ab, vom Verkauf bis zum Kundenbeziehungsmanagement, von der Produktionsplanung bis zur Ausführung und Lieferung der Produkte. Die Hauptkomponenten sind das Rechnungswesen (Finanz- und Managementwesen). Das Verstehen der SAP-Logik ist von Vorteil und der Kontakt mit SAP in der frühen Schulungsphase verschafft jemandem einen Wettbewerbsvorteil.

Aus Ihrer Erfahrung: Welche Skills sind heute unverzichtbar – und welche Werte sind heute am Arbeitsmarkt wichtig?

IT-Kenntnisse sind heutzutage ein Muss. Darüber hinaus sind aber auch soziale Kompetenzen wichtig. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass sich die Kompetenzkategorien selbst geändert haben, wenn man IT im Vergleich zu sozialen Kompetenzen betrachtet, aber mit Sicherheit hat sich der Kontext geändert. IT war früher nur MS Office, aber heutzutage bedeutet IT ebenso soziale Netzwerke und andere Tools.

Eine weitere wichtige Fähigkeit ist es, flexibel und offen für Veränderungen zu sein. Denn Veränderung ist die einzige Konstante in der heutigen Geschäftswelt.

Flexibilität zählt: „Veränderung ist die einzige Konstante in der heutigen Geschäftswelt.“

Aus der Sicht des Profis: Wie muss die Schule mit dieser Entwicklung umgehen?

Universitäten und Hochschulen müssen die sich ändernden Geschäftsumgebungen in ihr Bildungsprogramm einbeziehen. Um die Schüler auf die Zukunft vorzubereiten, ist es erforderlich, sich von den Standardmethoden für die Ausbildung abzuwenden und die Projektarbeit mit festgelegten Zielen zu ermöglichen.

Auch die Sensibilisierung für die Kultur ist von Vorteil, wenn wir uns in einer globalisierten, integrierten Belegschaft bewegen. Beispielsweise arbeitete ich während meines Studiums und arbeite auch jetzt noch mit Menschen aus Indien, China, Lateinamerika usw. zusammen. Daher erleichtert es mir die Zusammenarbeit erheblich, zumindest die jeweilige Kultur zu verstehen.

Sie selbst haben auf die Matura – mit Auszeichnung – an der Praxis-HAK Völkermarkt gleich zwei Abschlüsse an der Universität Klagenfurt sowie weitere Studien in den USA draufgesetzt. Welche Ziele hatten Sie damals vor Augen?

Das Hauptziel meines Studiums war es, Grundkenntnisse in verschiedenen Geschäftsbereichen zu erwerben. Und ganz ehrlich, ohne Abschluss ist es heutzutage sehr schwierig, einen anständigen Job zu finden. Lernen ist ein kontinuierlicher Prozess während der gesamten Karriere.

Abgesehen davon, dass ich den Abschluss gemacht hatte, hatte ich zu Beginn kein klares Ziel vor Augen. Es hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und ich bin schließlich zu SAP gewechselt. Das ist, was ich jetzt noch mache, aber es ist nicht in Stein gemeißelt, dass ich dies für immer tun werde. Wenn sich neue Möglichkeiten ergeben, werde ich mich entsprechend anpassen.

Sie kennen das Bildungssystem in Österreich und den Vereinigten Staaten. Wo liegen die Parallelen und Unterschiede?

Wenn man österreichische und US-amerikanischen Universitäten vergleicht, gibt es große Unterschiede. Zunächst müssen Studierende in den USA den GRE/GMAT (Graduate Record Examination/Graduate Management Admission Test) als Zugangsvoraussetzung bestehen. Danach sind die Studienkosten in den USA natürlich sehr hoch. Abhängig von den jeweiligen Universitäten kann der Preis für das gesamte Programm zwischen 30.000 und 200.000 US-Dollar liegen. Ein weiterer großer Unterschied ist die Prüfungskultur, die hauptsächlich auf Multiple-Choice-Prüfungen basiert. Schriftliche Aufsatzprüfungen sind eher die Ausnahme.

Welche Rolle spielen Österreich und Kärnten in Ihren weiteren Planungen?

Österreich und Kärnten sind für mich immer noch „Heimat“. Sag niemals nie! Aber ich gehe davon aus, dass ich noch mindestens ein paar Jahre in den USA bleiben werde.

Wenn Sie an Ihre HAK-Zeit in Völkermarkt zurückdenken: Welche Momente bleiben unvergessen?

Ich würde sagen Freunde, bestimmte Lehrer und das „Stadtcafé“.

Welchen Rat würden Sie den Jugendlichen geben?

Haben Sie ein Ziel und einen Plan für dieses Ziel! Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie gerne tun! Dann arbeiten Sie auf dieses Ziel hin!

Aber genießen Sie auch das Leben und die schöne Natur Kärntens, denn es kann vorkommen, dass Sie es erst wiedersehen, wenn Sie in Ihrer „Heimat“ Urlaub machen. Seien Sie froh, in einem reichen Land wie Österreich aufzuwachsen und nehmen Sie nicht alles als selbstverständlich hin. Freunde von mir mussten aufgrund der instabilen politischen Lage und der schwachen Wirtschaftslage aus ihrer Heimat fliehen.

Übersetzung: Prof. Verena Hornbogner

Ein wichtiger Bestandteil der praxisnahen Entrepreneuship Education an der Praxis-HAK Völkermarkt sind die Junior Companies. Schüler/innen gründen für ein Schuljahr ein eigenes Unternehmen, entwickeln Geschäftsmodelle, erstellen Businesspläne, kalkulieren, setzen sich intensiv mit den Bedürfnissen ihrer potentiellen Kunden auseinander, entwerfen Verkaufsstrategien, bewerben ihr Unternehmen und freuen sich an ihren Verkaufserfolgen. 

Eines haben alle Geschäftsmodelle der gleich vier Junior-Unternehmen, die aktuell in den zweiten und vierten Klassen im Entstehen sind, gemeinsam: Sie alle übernehmen soziale und ökologische Verantwortung.

Unterstützt durch die beiden Professorinnen Messner-Lasnik und Theresia Müller-Tschischej und die Expert/innen Margarete Rechelbacher, Prof. Katharina Smoliner, Stefan Robinig und Verena Mischitz werden die Jugendlichen ihre Produkte entwickeln und verkaufsfertig machen.

Die neuen Junior Companies im Überblick

BellaRoba Junior Company wird mit individuellen natürlichen Pflegeprodukten zur gesunden und nachhaltigen Pflege der Haut beitragen. Derzeit beschäftigen sie sich intensiv mit den Produktionsverfahren von Seifen. Das Seifensieden wird im Rahmen des Chemieunterrichts erlernt werden. Chemie wird damit spürbar gemacht. 

BodyNature Junior Company wird sich ebenfalls mit dem der Pflege und vor allem den Themen Nachhaltigkeit und  Zero Waste auseinandersetzen. Neben weiteren interessanten Produkten wird ein neu entwickeltes, innovatives Rasiermousse Pflege und Reinigung in einem bewirken. Verpackungen sollen retourniert und können auch wieder befüllt werden.  

OwnWay Junior Company wird ebenfalls einen wichtigen Beitrag in Richtung Minimalismus und Müllreduzierung mit ihren einzigartigen To-Go-Bechern, die individuell bedruckt werden und ein besonderes Design aufweisen.  

PureHarmony Junior Company wird mit ihren Duftpölstern und -säckchen in unterschiedlichen Größen und Formen Gerüche aus der Region in jeden Haushalt bringen und einfach Freude bereiten, um auch für kurze Zeit den stressigen Alltag hinter sich zu lassen. 

Derzeit wird an den Prototypen gearbeitet, Produktionsverfahren getestet und an der Produktpräsentation gearbeitet.

Neuer Schwerpunkt: Im Netz erfolgreich sein

Einen besonderen Schwerpunkt legen die Juniors in diesem Schuljahr auf den Onlineauftritt. Eingeleitet wurde dieser Prozess durch einen spannenden Online-Marketing-Workshop mit Verena Mischitz und Stefan Robinig, Absolventen der Praxis-HAK, die ihr Unternehmen HeartOut Clothing erfolgreich unter anderem auch durch ein gutes Online Marketing-Konzept führen.

Die Juniors erkannten – und dafür opferten sie ihren unterrichtsfreien 31. Oktober! -, wie sie auf welchen Social-Media-Kanälen ihre Community zielgruppengerecht ansprechen können. Zu allererst erhielten sie die Aufgabe, einen passenden Archetyp zu finden und eine zugehörige Handlung für ihr Unternehmen zu entwickeln. Mehr zu Archetypen finden Sie hier.

Stefan und Verena zeigten den Jugendlichen, dass es möglich ist, nachhaltig zu agieren – die gesamte Supply-Chain-Kette ihres Unternehmens ist nachhaltig und fair – und dabei ein Unternehmen erfolgreich zu führen. 

„Es hat wirklich Spaß gemacht, mit so vielen engagierten Jugendlichen zu arbeiten!“

– Verena Mischitz nach dem Workshop

Die Social-Media-Auftritte werden demnächst vorgestellt. Eines steht schon jetzt fest: Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein spannendes, lehrreiches und erfolgreiches Jahr mit unseren Junior-Jugendlichen der 2AK und 4AK.