Ein wichtiger Bestandteil der praxisnahen Entrepreneuship Education an der Praxis-HAK Völkermarkt sind die Junior Companies. Schüler/innen gründen für ein Schuljahr ein eigenes Unternehmen, entwickeln Geschäftsmodelle, erstellen Businesspläne, kalkulieren, setzen sich intensiv mit den Bedürfnissen ihrer potentiellen Kunden auseinander, entwerfen Verkaufsstrategien, bewerben ihr Unternehmen und freuen sich an ihren Verkaufserfolgen. 

Eines haben alle Geschäftsmodelle der gleich vier Junior-Unternehmen, die aktuell in den zweiten und vierten Klassen im Entstehen sind, gemeinsam: Sie alle übernehmen soziale und ökologische Verantwortung.

Unterstützt durch die beiden Professorinnen Messner-Lasnik und Theresia Müller-Tschischej und die Expert/innen Margarete Rechelbacher, Prof. Katharina Smoliner, Stefan Robinig und Verena Mischitz werden die Jugendlichen ihre Produkte entwickeln und verkaufsfertig machen.

Die neuen Junior Companies im Überblick

BellaRoba Junior Company wird mit individuellen natürlichen Pflegeprodukten zur gesunden und nachhaltigen Pflege der Haut beitragen. Derzeit beschäftigen sie sich intensiv mit den Produktionsverfahren von Seifen. Das Seifensieden wird im Rahmen des Chemieunterrichts erlernt werden. Chemie wird damit spürbar gemacht. 

BodyNature Junior Company wird sich ebenfalls mit dem der Pflege und vor allem den Themen Nachhaltigkeit und  Zero Waste auseinandersetzen. Neben weiteren interessanten Produkten wird ein neu entwickeltes, innovatives Rasiermousse Pflege und Reinigung in einem bewirken. Verpackungen sollen retourniert und können auch wieder befüllt werden.  

OwnWay Junior Company wird ebenfalls einen wichtigen Beitrag in Richtung Minimalismus und Müllreduzierung mit ihren einzigartigen To-Go-Bechern, die individuell bedruckt werden und ein besonderes Design aufweisen.  

PureHarmony Junior Company wird mit ihren Duftpölstern und -säckchen in unterschiedlichen Größen und Formen Gerüche aus der Region in jeden Haushalt bringen und einfach Freude bereiten, um auch für kurze Zeit den stressigen Alltag hinter sich zu lassen. 

Derzeit wird an den Prototypen gearbeitet, Produktionsverfahren getestet und an der Produktpräsentation gearbeitet.

Neuer Schwerpunkt: Im Netz erfolgreich sein

Einen besonderen Schwerpunkt legen die Juniors in diesem Schuljahr auf den Onlineauftritt. Eingeleitet wurde dieser Prozess durch einen spannenden Online-Marketing-Workshop mit Verena Mischitz und Stefan Robinig, Absolventen der Praxis-HAK, die ihr Unternehmen HeartOut Clothing erfolgreich unter anderem auch durch ein gutes Online Marketing-Konzept führen.

Die Juniors erkannten – und dafür opferten sie ihren unterrichtsfreien 31. Oktober! -, wie sie auf welchen Social-Media-Kanälen ihre Community zielgruppengerecht ansprechen können. Zu allererst erhielten sie die Aufgabe, einen passenden Archetyp zu finden und eine zugehörige Handlung für ihr Unternehmen zu entwickeln. Mehr zu Archetypen finden Sie hier.

Stefan und Verena zeigten den Jugendlichen, dass es möglich ist, nachhaltig zu agieren – die gesamte Supply-Chain-Kette ihres Unternehmens ist nachhaltig und fair – und dabei ein Unternehmen erfolgreich zu führen. 

„Es hat wirklich Spaß gemacht, mit so vielen engagierten Jugendlichen zu arbeiten!“

– Verena Mischitz nach dem Workshop

Die Social-Media-Auftritte werden demnächst vorgestellt. Eines steht schon jetzt fest: Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein spannendes, lehrreiches und erfolgreiches Jahr mit unseren Junior-Jugendlichen der 2AK und 4AK. 

Kurz vor dem Start ins neue Schuljahr erscheint es wie der perfekte Abschluss zum auslaufenden Jahresthema Nachhaltig die Region gestalten: Absolventin Verena Mischitz veröffentlichte zuletzt gleich zwei Beiträge am Blog flow des Energiekonzerns Verbund in der Serie „ichkannklimaschutz“. Mischitz formulierte dabei ihre Gedanken, wie jede/r im Alltag, beim Einkauf oder auf Reisen durch verantwortungsvollen Konsum einen Beitrag zu einer gesunden Umwelt beisteuern kann:

Konsumgewohnheiten tragen dazu bei, wie und in welche Richtung sich eine Gesellschaft entwickelt. […] Menschen, die minimalistisch leben, treffen Kaufentscheidungen bewusst, übernehmen diese Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Natur und leisten somit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Verena Mischitz‘ Plädoyer für den Minimalismus

Dabei möchte die Studentin Menschen nicht zum Verzicht zwingen, sondern die Lust darauf entfachen, dass etwa im Kleiderschrank anstelle von Massenware nur ausgewählte Lieblingsteile hängen könnten. „Man kann und soll sich durchaus Dinge leisten – nur weniger, dafür qualitativ hochwertiger und nachhaltiger.“

Mischitz, die 2017 an der Praxis-HAK Völkermarkt maturiert hat, absolvierte zuletzt ein zweimonatiges Praktikum in der Kommunikationsabteilung der Verbund AG, die, so Wikipedia, 40 Prozent des österreichischen Strombedarfs deckt und nach eigenen Angaben mittlerweile fast ausschließlich mit klimafreundlicher, erneuerbarer Wasserkraft Energie erzeugt. Mischitz war Teil des Social-Media-Teams und konnte auch thematisch einige Akzente setzen: „Nachhaltigkeit spielt im Unternehmen eine große Rolle. Da konnte ich mich ein wenig einbringen und auch andere Themen als grünen Strom aufgreifen.“

Die Praxis-HAK-Absolventin studiert an der Universität Wien Publizistik und Politikwissenschaften. In Publizistik ist mit dem Wintersemester der Bachelorabschluss geplant, Masterstudien in beiden Fächern sollen folgen. Beruflich ist der Journalismus ihr großes Ziel – und Mischitz sammelt weiter Praxiserfahrung. Bei HeartOut Clothing, der Gründung ihres einstigen Mitschülers Stefan Robinig, kümmert sie sich um den Bereich Kommunikation.

Nicht nur für die Schüler/innen der Praxis-HAK Völkermarkt, sondern auch für junge Absolvent/innen sind die Sommermonate eine Phase der spannenden Praktika, um im In- und Ausland an ihrer künftigen Karriere zu basteln und Geld dazuzuverdienen.

Nicole Burger, Maturantin des Jahres 2018, arbeitete auch in diesen Wochen wieder für die Raiffeisenbank Eberndorf – ein idealer Job, um die erworbenen Wirtschaftskompetenzen einzusetzen. Schon im vergangenen Sommer war sie für die Raiffeisenbank aktiv und bloggte daraufhin über ihren Weg, besonders über die soeben absolvierte Reife- und Diplomprüfung:

Die „Maturazeit“ war für mich eine besonders prägende Phase, denn ich konnte viele Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Ich war Situationen ausgesetzt, wie ich sie vorher noch nicht kannte. Es war eine Zeit, in der ich mich und meine Grenzen noch besser kennenlernen durfte.

Fünf Jahre arbeitet man darauf hin, das Reife- und Diplomprüfungszeugnis in den Händen halten zu dürfen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ein Gefühl der Erleichterung, aber auch ein Gefühl der Ungewissheit, denn nun ist man an dem Punkt angekommen, an dem man sich mit einer ganz zentralen Frage auseinandersetzen muss: Wo soll es hingehen?

Nicole Burger im Sommer 2018

Das Comeback in der Bank täuscht: Burger zieht es in eine ganz andere Richtung. Seit Herbst 2018 absolviert sie wie auch Jahrgangskollegin Veronika Pudgar den Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der Fachhochschule Kärnten und hat für sich den idealen Weg gefunden, auch dank der vielen Berufserfahrungen seit Schultagen. In ihrem neuen Blog berichtet sie auch über Selbstzweifel:

Trotz alledem, heute sitze ich hier und bin unendlich stolz auf mich selbst! Ich habe die ersten zwei Semester an der Fachhochschule mit Bravour gemeistert und diese schwere Zeit überstanden. Durch all die Startschwierigkeiten habe ich ein noch viel größeres Selbstbewusstsein gewonnen.

Der steinige Weg zum großen Ziel: Ich werde Leben retten!

Nicole Burger verfolgt ihren Traum

Den gesamten Text finden Sie hier.


Übrigens: Bereits im letzten Jahr schaute Burger an ihrer mittlerweile „alten“ Schule vorbei, teilte Erfahrungen und sprach den damaligen angehenden Absolvent/innen der Handelsschule Mut zu:

„Mit dem richtigen Ziel und dem notwendigen Einsatz kann man alles schaffen.“ Gertrud Drobesch hat es mit ihrem Weg vorgemacht: Sie hat als Absolventin der Praxis-HAK Völkermarkt mit gezielten Schritten eine Karriere hingelegt, die sie in eine Spitzenposition in einem großen Konzern gebracht hat. Nach Matura, Studium, Praktika und verschiedenen Projekten steht sie nun bereits seit 2005 an der Spitze der Personalabteilung der Donau Versicherung und bezeichnet sich als „beruflich angekommen“. Mit Schulfreunden steht sie bis heute in Kontakt – und Tipps hat sie für die nächste Generation.

Von der Praxis-HAK Völkermarkt über die Wirtschaftsuniversität Wien in die erweiterte Geschäftsführung der Donau Versicherung. Bitte skizzieren Sie Ihren Weg.

Im Studium habe ich mich auf Versicherungswirtschaft spezialisiert und während dieser Zeit als Ferialpraktikantin in die Donau Versicherung hineingeschnuppert. Meine erste berufliche Station nach dem Studium war dann die IT-Abteilung der Wiener Städtischen Versicherung. Dort konnte ich mir umfassendes IT-Know-how aufbauen, in vielen interessanten Projekten mitwirken und diese später auch leiten. Mein größtes IT-Projekt war die Einführung von SAP-HR in der Gehaltsverrechnung für den gesamten Konzern, wo ich nach Abschluss des Projektes die fachliche Leitung der Abteilung übernehmen durfte. Seit 2005 leite ich die Personalabteilung der Donau Versicherung –  damit bin ich beruflich angekommen.

Ihre Biografie liest sich wie ein stetiger Weg nach oben. Wie gelingt dieses Kunststück?

In einem Konzern stehen viele Karrierewege offen. Drei Dinge sind aus meiner Sicht wesentlich, um den richtigen einzuschlagen: konkrete Ziele setzen, mit offenen Augen durch die Welt gehen und das, was man gerade tut, soll man mit Herzblut machen. Ich habe mich nach meinem BWL-Studium gezielt in einer IT-Abteilung beworben, weil mir klar war, dass das die Zukunft sein wird und bei mir hier eine Wissenslücke bestand – die habe ich geschlossen. In meine Aufgaben habe ich immer viel Engagement gesteckt. So konnte ich Vertrauen bei Kollegen und Vorgesetzten aufbauen und habe mich dadurch für Positionen mit mehr Verantwortung qualifiziert.

Seit knapp eineinhalb Jahrzehnten sind Sie mittlerweile Personalchefin eines Unternehmens mit 1.400 Mitarbeiter/innen. Welche Aufgaben zählen zu Ihrem Arbeitsalltag?

Mein Aufgabengebiet ist sehr abwechslungsreich und vielseitig. Es beinhaltet unter anderem die Suche von neuen Mitarbeitern, die Konzeption und Umsetzung von Aus- und Weiterbildungsangeboten und -maßnahmen, ich bin für die Kosten und Ressourcenplanung verantwortlich. Darüber hinaus setzen mein Team und ich eine Reihe von Personalentwicklungsmaßnahmen, wie z.B. die Karriere- und Nachfolgeplanung. Nicht zu vergessen ist natürlich auch die pünktliche Verrechnung und Auszahlung der Gehälter.

Die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch. Wie können Sie Ihre Kolleg/innen dabei unterstützen?

Die Personalentwicklung ist eine meiner Kernaufgaben. Gemeinsam mit meinem Team entwickle ich Programme, die Mitarbeiter und Führungskräfte auf die Anforderungen von morgen vorbereiten. Fachlich und persönlich. Wesentlich ist dabei, die Potenziale von Menschen zu erkennen und entsprechend zu fördern. Wir stellen die richtigen Tools und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung, damit uns das gut gelingt.

Junge Menschen stellen sich heute die Frage, ob ihr Traumjob in einigen Jahren überhaupt noch existiert. Wie verändern sich die Anforderungsprofile in Ihrer Branche?

Prozesse verändern sich ebenso wie die Kommunikationsmittel, die Digitalisierung beschleunigt die Arbeitswelt. Wir alle entwickeln uns mit ihr mit – der eine schneller und mit mehr Freude, der andere ist vielleicht nicht gleich bei den Ersten dabei, die neue Technologien nutzen wollen. In der Versicherungsbranche gibt es eine Konstante – vor allem in der Beratung: Das ehrliche Interesse am Gegenüber. Das macht die Aufgaben als Versicherungs- und Vorsorgeberater so spannend und für viele zu einem echten Traumberuf.

Umgekehrt gefragt: Wenn es den Versicherungsvergleich per Suchmaschine und den Berater als Social Bot gibt, ist ein Versicherungsunternehmen dann überhaupt noch ein attraktiver Arbeitgeber?

Auf jeden Fall, weil sich das Grundbedürfnis nicht geändert hat. Menschen brauchen Sicherheit. Wir geben unseren Kunden diese, indem wir mit ihnen darüber sprechen und zeigen, wie wir sie absichern können – gegen Unvorhergesehenes, bei Unfall, Krankheit oder Tod. Es geht um sehr persönliche Themen und die wird man auch in Zukunft mit einem Menschen besprechen wollen, der aufmerksam ist und professionelle Beratung bietet. Die Qualität zeigt sich dann bei der Leistungserbringung im Schadensfall.

Ihre eigene Schulzeit an der Praxis-HAK Völkermarkt liegt einige Jahre zurück. Wann hatten Sie zuletzt Kontakt zur Schule bzw. zu einstigen Klassenkamerad/innen?

Beim 20-jährigen Maturatreffen hatte ich den letzten Kontakt zur HAK. Zu einzelnen Klassenkameraden besteht bis heute eine Verbindung – einer davon ist seit der Schulzeit mein bester Freund.

Welche Erinnerungen, etwa an besondere Situationen, dominieren in Ihrem Gedächtnis?

Ich bin heute sehr dankbar für die gute wirtschaftliche Ausbildung, die die Basis für mein Studium und letztlich auch für meinen Beruf waren. Meine Lieblingsfächer waren Sport, Mathematik – und die Pausen mit den Schulkollegen. Gerne denke ich auch an einige Lehrer, die mir Vorbild und Wegbegleiter waren – unter anderem mein Klassenvorstand Valentin Blantar oder mein Deutschlehrer Manfred Pototschnig.

Was hat die Schule mit Blick auf Ihre eigenen Erfahrungen, aber auch auf die Gegenwart jungen Menschen mitzugeben?

Mit dem richtigen Ziel und dem notwendigen Einsatz kann man alles schaffen. Das Leben eröffnet einem viele Chancen. Wichtig ist es, sie zu erkennen und jene zu ergreifen, die zu den eigenen Fähigkeiten und Interessen passen. Seine Talente herauszufinden und die eigenen Stärken zu stärken, ist das Erfolgsrezept für ein zufriedenes, erfolgreiches Berufsleben. Dafür kann die Schule meines Erachtens den Grundstein legen.

Energie hatte sie schon immer, Absolventin Nicole Höchtel, die 2014 an der Praxis-HAK maturierte. Und eben diese Energie lässt sie einen Weg gehen, der nicht ganz alltäglich ist. Hier verrät sie, wie ihr Werdegang nach der Reife- und Diplomprüfung verlief.


Kurz bevor ich mein Reife- und Diplomprüfungszeugnis erhielt, stellte ich mir selbst die Frage, was ich mit meinem weiteren Leben und der neu gewonnen Freizeit anfangen möchte. Dank der praktischen Erfahrungen (Praktika, Übungsfirma etc.), welche ich in den fünf Jahren des Besuchs der Praxis-HAK sammeln durfte, stand meine Entscheidung nach kurzem Überlegen fest. Diesbezüglich möchte ich hier rückblickend ein großes Lob an die Schule aussprechen, da unsere Professor/innen immer versucht haben, die Schüler/innen individuell zu fördern und deren Stärken auszuloten und auszubauen und mögliche Schwächen zu kompensieren.

Durch diese individuelle Förderung fand ich heraus, dass ich ein besonders kommunikativer Mensch bin, welcher große Freude daran hat sich mit Menschen, im Besonderen mit Kindern, zu beschäftigen.

Durch das Erkennen meiner Stärken und in Verbindung mit meinem Hobby, dem Reisen, wuchs in mir der Entschluss, dass ich das Angenehme mit dem Brauchbaren verbinden könnte – so entschied ich mich für ein Lehramtstudium in den Fächern Deutsch und Geografie in Klagenfurt.

Vom Zuverdienst zur Herzensangelegenheit

Um mein Leben rund um das Studium finanzieren zu können, begann ich zeitgleich mit einem Kinderbetreuungsjob im Tourismusbetrieb Minimundus am Wörthersee. Ich hatte und habe nach wie vor die Aufgabe beispielsweise Kindergeburtstage, Kinderanimationen und dergleichen zu organisieren und durchzuführen.

Da meine freundliche und offene Art bei den Gästen aus vielen Ländern Europas scheinbar gut ankam, wurde ich nach kurzer Zeit gebeten auch Führungen in verschiedenen Sprachen durch das Gelände für Groß und Klein anzubieten. Dies ist eine Tätigkeit, die meinem offenen Naturell sehr entgegenkommt und daher viel Freude bereitet.

Da Minimundus vom Verein „Rettet das Kind“ gegründet wurde und dieser nach wie vor noch der Eigentümer des Betriebes ist, blieben meine Tätigkeiten dort nicht unentdeckt und so wurde ich immer öfters gebeten, für den Verein beispielsweise bei Charityveranstaltungen, Pressekonferenzen oder dergleichen tätig zu sein.

Non scholae sed vitae discimus

Mein Studium habe ich zwischenzeitlich natürlich immer weiter vorangetrieben und musste mich in den verschiedensten Schulen in Form von Praktika beweisen. Derzeit befinde ich mich im Endspurt und bin gerade dabei meine Diplomarbeit zu schreiben. Nach Studienabschluss plane ich die Laufbahn in der Schule einzuschlagen und möchte gerne als Lehrerin arbeiten. Gleichzeitig ist es aber auch mein Wunsch, weiterhin für den Verein „Rettet das Kind“ und Minimundus tätig zu sein.

Rückblickend lässt sich sagen, dass ich alle notwendigen Basiskompetenzen für meinen Werdegang an der Praxis-HAK erlernt habe – sei es die Kommunikationsfähigkeit in den verschiedenen Sprachen, das Fachwissen in den allgemeinbildenden und kaufmännischen Fächern oder der realitätsbezogene, praxisnahe Umgang mit alltäglichen kaufmännischen Problemstellungen aber auch zwischenmenschlichen Dingen.

Das Wichtigste, was ich aber lernen durfte, war, dass man mit genügend Fleiß und Strebsamkeit alles schaffen kann, was man will.

In einem lateinischen Sprichwort heißt es, dass wir nicht für die Schule lernen, sondern fürs Leben. Die Richtigkeit dieser Aussagen hat sich während meiner Schulzeit immer wieder bestätigt: Der Unterricht in der Praxis-HAK hat mich gelehrt, dass das Ganze aus mehr besteht als nur aus der Summe seiner Teile. Dank der Schule habe ich gelernt, dass Wissen nicht nur dazu dient, einfach konsumiert und verarbeitet zu werden, sondern um uns Schüler/innen aufs Leben vorzubereiten und uns als Menschen zu prägen. Danke dafür und für die tolle Schulzeit.

Bilder 3 und 5: Minimundus GmbH

Den heutigen Tag nutzten die Schüler/innen der 2BS, um dem Arbeitsmarktservice einen Besuch abzustatten. Mag. Thomas Zankl, selbst Absolvent der Handelsakademie Völkermarkt, schilderte beeindruckend seine eigene Laufbahn und wies auf die Bedeutung der Berufsorientierung als Lebensplanung hin. Sehr überzeugend argumentierte er, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit der beruflichen Laufbahn auseinanderzusetzen.

Zankl betonte: Jeder Einzelne sollte sich Gedanken darüber machen. „Was tue ich gerne, was fällt mir leicht, was kann ich gut? Diese Fragen muss man sich selbst beantworten.“

Das AMS ist nicht nur Servicestelle für Arbeitssuchende und Arbeitgeber, sondern bietet über das „BIZ“ Informationen über 1.800 Berufe, Ausbildungen nach der Handelsschule, Jobchancen, Trends am Arbeitsmarkt sowie Hilfestellungen bei Bewerbungen an. Mit dem Onlinedienst www.ams.at werden Berufe zudem filmisch vorgestellt, u.a. wird gezeigt, welche geistigen, körperlichen und charakterlichen Voraussetzungen jeweils erforderlich sind.

Lebenslanges Lernen ist angesagt

Eine Statistik besagt, dass 44% der Schulabgänger/innen des BMS-Bereiches eine weitere Ausbildung entweder in Form einer Lehre oder eines Aufbaulehrganges an einer HAK machen. Zankl: „Eine gute Ausbildung ist etwas Fundamentales.“ Welche Möglichkeiten warten also auf unsere zukünftigen Absolventen/innen nach der Abschlussprüfung der Handelsschule?

  • Einstieg in das Arbeitsleben, wobei die Schüler/innen auf ein gutes Zeugnis hinarbeiten sollten.
  • Aufbaulehrgang an einer Handelsakademie zur Erlangung der Reife- und Diplomprüfung.
  • Lehre mit Matura berufsbegleitend (Dauer: vier Jahre) oder eine Berufsreifeprüfung.

Bei einem abschließenden Kahoot-Quiz glänzten die Schüler/innen mit sensationellen Ergebnissen, was beweist, dass sie bereits jetzt schon über viele Kompetenzen verfügen und diesen Vortrag mit großem Interesse genossen haben.

Bereits mehr als zwei Jahre ist es her, dass Stefan Robinig als Jungunternehmer für Aufsehen sorgte. Mit seiner Künstleragentur Upstream Booking organisierte er – neben seinem Alltag als Schüler der Praxis-HAK Völkermarkt – Konzerte, beim Völkermarkter Wirtschaftstag saß er mit dem damaligen Staatssekretär Harald Mahrer am Podium. Nicht nur Mahrers Funktion hat sich geändert – er ist heute unter anderem Präsident der Wirtschaftskammer, des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) und des Generalrats der Nationalbank –, auch Robinig hat den nächsten Schritt gewagt.

Nach der bestandenen Matura – für die er gemeinsam mit Marie Messner, Verena Mischitz und Valentina Wutte mit Beute[l]schema Kärntens beste Junior Company auf die Beine gestellt hatte – im Juni 2017 übersiedelte er nach Wien. In die Bundeshauptstadt zog es Robinig fürs Studium, doch der Gründergeist ruht nicht. Vor kurzem präsentierte er HeartOut Clothing. Mehr dazu verrät er im Interview.

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Stefan Robinigs neuestes Projekt: HeartOut Clothing

Dein neues Projekt heißt HeartOut Clothing. Erkläre uns kurz, was es damit auf sich hat und welche Ziele du damit verfolgst.

HeartOut Clothing ist ein neues Slow-Fashion-Modelabel mit dem Ziel, nachhaltige und faire Kleidung zu einem niedrigen Preis anzubieten. Unsere Produkte werden unter strengen Kriterien hergestellt, um die Umwelt und Arbeiterinnen und Arbeitern in den Fabriken zu schützen. Durch die mehrfachen Zertifizierungen werden die Hersteller auch ständig von verschiedenen, unabhängigen Organisationen geprüft – nur so kann dieser Standard gesichert werden.

„Frei von Chemie. Voll mit Liebe“ – so lautet einer der Slogans von HeartOut Clothing. Aus der Sicht junger Menschen ist nachhaltige Kleidung aber meist kaum leistbar und eher uncool. Wie willst du die potenziellen Kunden vom Gegenteil überzeugen?

Nicht ausschließlich junge Menschen verbinden mit Öko-Kleidung den Stil der „Blumenkinder“, also z.B. Shirts mit Batik-Muster oder viel zu weiten Haremshosen, hauptsächlich die älteren Generationen stehen diesen sehr kritisch gegenüber, trotz dem stetig wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Wir von HeartOut sind der Meinung, dass es jede und jeder verdient hat, ganz egal welches Budget zur Verfügung steht, sich Kleidung leisten zu können, die weder die eigene Haut und die Umwelt verletzt, noch die Ausbeutung der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Produktionsstätten unterstützt. Aus diesem Grund bestehen unsere Shirts ausschließlich aus qualitativ hochwertigen Rohstoffen, zeitlosen Designs und hautfreundlichen Materialien, zu einem Preis, mit dem wir auch mit großen Mainstream-Mode-Ketten mithalten können.

„Wir von HeartOut sind der Meinung, dass es jede und jeder verdient hat, ganz egal welches Budget zur Verfügung steht, sich Kleidung leisten zu können, die weder die eigene Haut und die Umwelt verletzt, noch die Ausbeutung der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Produktionsstätten unterstützt.“

Frühere Klassenkolleg/innen sind im Netz mit Mode von HeartOut Clothing zu sehen. Wie unterstützen sie dich bei diesem Projekt?

Da wir ein noch kleines Modelabel sind, reichen unsere finanziellen Mittel leider nicht für großangelegte Werbekampagnen und so mussten wir bei unseren Shootings auf professionelle Models verzichten: Also wurden Freundinnen und Freunde gebeten, für das Label an einem – kalten! – Samstagnachmittag vor der Kamera zu stehen – und ich denke, die Ergebnisse sprechen für sich. Profis hätten es nicht besser machen können. Mit dabei waren u.a. meine ehemaligen HAK-Kolleginnen Verena Mischitz, die auch für die Designs der neuen Kollektion verantwortlich ist, und Janine Negrea, zu der ich schon seit Schulzeiten eine gute Freundschaft pflegte.

Wie schafft du es, Kleidung zu leistbaren Preisen tatsächlich nachhaltig zu produzieren? Wer sind dabei deine Partner?

Obwohl der Einkaufspreis für ethisch und ökologisch vertretbare Shirtrohlinge bis zu zehn Mal höher ist, als der von nicht fair produzierten und umweltschädlichen Produkten, ist es trotzdem möglich, wirtschaftlich zu arbeiten – trotz des niedrigen Verkaufspreises. Dahinter gibt es kein Geheimrezept, wir verringern lediglich unsere eigene Gewinnspanne. Der niedrige Preis sorgt natürlich oft für Verwunderung und kritische Betrachtung, weil er anscheinend suggeriert, dass darunter die Qualität bzw. die Strenge der Zertifizierung leide. Beides kann ich jedoch mit bestem Gewissen zurückweisen.

Nicht nur unsere Schüler/innen interessiert natürlich die Frage, welches Geschäftsmodell hinter dem Projekt steht. Welches Risiko gehst du ein? Wann möchtest du schwarze Zahlen schreiben?

Dadurch, dass wir die Shirts selbst bedrucken, können wir sehr flexibel sein und haben somit kein großes Lagerrisiko, da für jede Bestellung extra bedruckt wird. Somit können wir z.B. Designs, die bei unseren Kunden schlechter ankommen, einfacher aus dem Sortiment nehmen, ohne auf einem Altbestand sitzen zu bleiben: Dies führt dazu, dass wir auch mit einer größeren Anzahl an Designs experimentieren können. Somit haben wir eine geringe Kapitalbindung – und können hoffentlich schon gegen Ende des Jahres einen Gewinn erzielen.

Es ist nicht dein erster unternehmerischer Versuch, als Schüler warst du Geschäftsführer der erfolgreichen Junior Company Beute[l]schema. Helfen dir die Erfahrungen von damals heute weiter?

Selbstverständlich hat meine HAK-Ausbildung wesentlich zur Gründung von HeartOut Clothing beigetragen. Meine Diplomarbeit z. B. handelte vom Gründungsprozess eines Unternehmens: Dieses Wissen erleichterte den gesamten Vorgang natürlich sehr. Auch die Entwicklung von Geschäftsmodellen oder das Schreiben von Businessplänen wurde in der Schule sehr praxisnah vermittelt, was natürlich auch sehr hilfreich gewesen ist. Mit der Junior Company konnte dieses Wissen das erste Mal am realen Markt getestet werden und es stellte sich schon damals heraus, dass trotz der vielfältigen Ausbildung noch einiges mehr beachtet werden muss. Somit versuchte ich, mit HeartOut Clothing nicht dieselben Fehler zu begehen, die uns bei der Junior Company unterlaufen sind, und die gesammelten Erfahrungen in das neue Label miteinzubringen.

Was man nicht vergessen sollte: In erster Linie bist du Student. Welchen Weg hast du nach der Matura 2017 eingeschlagen – und wo soll er dich noch hinführen?

Im Herbst nach der Matura habe ich meinen Zivildienst in Klagenfurt angetreten und bin im Sommer darauf nach Wien gezogen. Deswegen habe ich aufgrund des Ortswechsels und Zeitmangels auch meine Künstleragentur aufgegeben. Im Wintersemester 2018 begann mein Studium des Umwelt- und Bioressourcenmanagements an der Universität für Bodenkultur und seit dem Jahreswechsel studiere ich zusätzlich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Wir wünschen für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf die nächsten Schlagzeilen!

Gestern, am 18. Februar 2019, gab es an der Praxis-HAK Völkermarkt ein großes Wiedersehen mit einigen Absolventinnen und Absolventen aus den vergangenen Jahren. Die Bildungsberaterin der Schule, Prof. Lisa Künstl, organisierte das Treffen, das den Schülerinnen und Schülern der 4. und 5. Klassen die Möglichkeit geben sollte, sich aus erster Hand Informationen zu holen, wohin die Wege nach dem Abschluss der Handelsakademie führen könnten und was sie auf diesen Wegen erwartet.

Gerade für diejenigen, die noch nicht wissen, was sie nach der Matura machen wollen, gab es viele Ideen, Anregungen und auch ein paar gute Tipps.

Ein Dank ergeht an Emanuel Blantar, Daniel Kulter, Julia Matschek, Verena Mischitz, Daniela Polaschek, Peter Polaschek, Pascale Possautz, Tamara Stocker und Melanie Suette, dass ihr euch Zeit genommen habt und mit vollem Einsatz dabei wart!

Nach 30 Jahren trafen sich die ehemaligen Schüler/innen der Klasse 5CK 1987/88 an der Handelsakademie Völkermarkt wieder. Die Obfrau des Absolventenvereins, Judith Laschkolnig, empfing am Samstag, den 10. November die doch etwas aufgeregten Damen und Herren, die nach so langer Zeit wieder an ihren Lernort zurückgekehrt waren.

Die knappe zwei Stunden dauernde Führung überraschte die Absolventen/innen, wie sehr das Schulgebäude modernisiert wurde, oder auch die technisch bestens ausgestatteten EDV-Räume. Sie erinnerten sich mit Humor an den ehemaligen EDV-Unterricht mit den damaligen Personalcomputer. Prof. Laschkolnig stellte im „Betriebswirtschaftlichen Zentrum“ den aktuellen Unterricht und die Philosophie der neuen Praxis-HAK vor.

Ihr damaliger Klassenvorstand, Prof. Mag. Valentin Blantar ermöglichte dieses Treffen und auch er beteiligte sich angeregt an den Gesprächen, wie die Schulzeit von damals noch heute in Erinnerung geblieben ist.

Ein anschließendes Abendessen im Brauhaus ließ diesen ereignisreichen Abend ausklingen.

Nicht nur die Schüler/innen der 5. Klassen sind Anfang September in das finale Jahr ihrer Laufbahn an der Praxis-HAK Völkermarkt gestartet – der Bericht zur Abschlussreise nach Barcelona folgt in Kürze -, sondern auch die Jugendlichen der 3BS, auf die im Frühjahr die Abschlussprüfung im Rahmen der dreijährigen Handelsschule wartet.

Zur Einstimmung statteten heute die Absolventinnen Nicole Burger, Chiara Petek und Veronika Pudgar der Gruppe einen Überraschungsbesuch ab. Sie haben im Juni dieses Jahres ihre Reife- und Diplomprüfung abgelegt und halten in Kürze wieder eine Schultüte als Anfängerinnen in Händen: Burger und Pudgar studieren künftig an der FH Kärnten Gesundheits- und Krankenpflege, Petek beginnt ein Studium in Wirtschaft und Recht an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Ihr Wissen aus dreizehn Jahren Schule gaben sie nun – wie bereits im Rahmen des Maturastreichs – an die nächste Generation weiter, zum Verfassen der Abschlussarbeit, dem Ablegen der mündlichen Prüfungen, aber auch zum Finden des richtigen Wegs nach dem Schulabschluss. Ihr Credo: „Nutzt die verbleibende Zeit, sprecht euch mit eurer Projektgruppe ab und nehmt die Hilfsangebote eurer Betreuerinnen in Anspruch. Dann klappt das!“

Top-Tipps für den Abschluss – mit besten Grüßen von den diesjährigen Absolvent/innen