Mittlerweile schon traditionell ist es der Praxis-HAK schon knapp vor der Halbzeit des Wintersemester gelungen, den Status als eEducation.Expert.Schule für ein weiteres Jahr zu bestätigen. Dafür sind eine Reihe von Maßnahme gesetzt worden, darunter die Abhaltung von Fortbildungen, die Arbeit mit Lernplattformen oder der Einsatz neuer Unterrichtsmethoden.

Neben dem Status als eEducation.Expert.Schule, den die Praxis-HAK seit dem Schuljahr 2016/17 führt, wurde kürzlich auch das eCool-Zertifikat erreicht.

Neues Konzept bringt smartes Lernen

Im aktuellen Schuljahr liegt ein besonderer Fokus auf der Entwicklung von Konzepten, um digitale Lehr- und Lernmethoden in den verschiedenen Fächern effektiv zu nutzen. Anlass dafür ist die Einführung eines neuen Konzepts ab Schuljahr 2020/21.

„In der Smart-Learning-Klasse wird die Arbeit mit digitalen Endgeräten von ersten Tag an zum Standard. Doch auch in den anderen Klassen soll digitales Arbeiten weiter an Bedeutung gewinnen, um die Jugendlichen ideal auf eine völig veränderte Arbeits- und Lebenswelt vorzubereiten“, erklärt Direktorin Michaela Graßler.

Der völligen Neugestaltung der Klassentypen ist ein mehrjähriger Prozess vorangegangen. Graßler: „Wir springen nicht ins kalte Wasser, sondern haben seit 2017 viele Schritte gesetzt. Diese betreffen sowohl die Infrastruktur als auch die individuelle und gemeinsame Fortbildung. Wir sind als Berufsbildende Höhere Schule besonders in der Pflicht.“

Unterrichtsversuche und weitere Vernetzung

Daher sollen auf den Schulentwicklungstag, der Ende Oktober mit Bildungsinnovator Kurt Söser absolviert wurde, weitere Maßnahmen folgen, auch sollen neue Konzepte im Klassenraum erprobt werden. Der Status als eEducation.Expert.Schule wird damit für alle deutlich spürbar.

Ebenso wichtig: Kontinuierlicher Austausch und Vernetzung sollen dabei helfen, Bedürfnisse zu erkennen und Ideen weiterzuentwickeln. Neben der Zusammenarbeit mit Kurt Söser, der auch Beratungsgespräche mit der Schulleitung geführt hat, finden auch Diskussionen in den Fachgruppen, mit Schüler/innen und Ansprechpartnern aus verschiedenen Wirtschaftssektoren statt. eEducation-Schulkoordinator Prof. Martin Erian, dieser Tage für die Virtuelle Pädagogische Hochschule als „Bildungsinfluecer“ auf Instagram im Bilde, war in den letzten Wochen auch an der Pädagogischen Hochschule Kärnten und an der Alpen-Adria-Universität für aktuelle und künftige Lehrkräfte als Vortragender aktiv.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#takeover Martin Erian (@martinerian) übernimmt diese Woche den Account der #virtuelleph. Die nächsten sieben Tage stehen unter dem Thema #digitalegrundbildung #digigrubi – und zwei gleich aus mehreren guten Gründen: Martin moderiert aktuell nicht nur zwei Online-Seminare zur Digitalen Grundbildung, sondern begleitet auch die Digi-Grubi-Ringveranstaltung der Virtuellen PH. Und die beginnt heute! Martin unterrichtet Deutsch, Politische Bildung und Geschichte sowie Multimedia und Informationstechnologie an der Praxis-HAK Völkermarkt. @praxishak_voelkermarkt #insights #gesichterdervph #eeducation #digitalebildung #fortbildung #teachersofinstagram #teachersfollowteachers #digital #innovativ #eLecture #onlineseminar

Ein Beitrag geteilt von Virtuelle PH (@virtuelleph) am

Während die Schüler/innen der Praxis-HAK einen freien Tag genießen durften, fand heute für das Kollegium der diesjährige Schulentwicklungstag statt. Dieser stand voll im Zeichen des neuen Schulkonzepts, das das kommende Schuljahr wird. Fixer Bestandteil: Das Arbeiten mit Laptops samt Stifteingabe wird zum Alltag – in der Smart-Learning-Klasse von Anfang an, in der Start-Up-Klasse nach dem BYOD-Prinzip ab dem dritten Jahr.

Aus diesem Anlass gastierte heute der international gefragte Bildungsinnovator Kurt Söser an der Wirtschaftsakademie im Süden Kärntens. Er sprach über die radikale Transformation infolge der fortschreitenden Digitalisierung, die nicht nur verschiedensten Lebensbereichen erfasst, sondern auch die Bildungsinstitutionen vor Herausforderungen stellt.

Und er betonte auch: Es gibt keine App für Pädagogik – den Lehrkräften kommt in der digitalen Welt eine besonders, gänzlich veränderte Rolle zu.

Nach einem intensiven Vormittag, in dem Arbeitsgruppen sich auch mit konkreten Fragen der Schulentwicklung auseinandersetzten, folgte am Nachmittag ein Workshop zu Class Notebook. Söser betonte: Im Zentrum stehe ein neues Denken mit neuen Methoden, veränderten Leistungsanforderungen – und auch dass das A4-Blatt im Arbeitsprozess nicht mehr der fixe Rahmen sein muss.

Direktorin Michaela Graßler: „Seit mehreren Jahren haben wir zahlreiche Schritte gesetzt, um den Herausforderungen der Digitalisierung als Team gerecht zu werden. Der heutige Tag war ein weiterer Mosaikstein auf diesem Weg – und diese Energie wollen wir mitnehmen.“

Während die Schüler/innen am 31. Oktober einen schulautonom freien Tag und somit den Start in ein verlängertes Wochenende genießen dürfen, wartet auf das Kollegium der diesjährige Schulentwicklungstag – ein wesentlicher Moment im Jahr, um neue Projekte zu planen und die eigenen Kompetenzen auszubauen.

Dieser Tag steht heuer ganz im Zeichen der Einführung der neuen Klassentypen: Ab dem kommenden Schuljahr lösen Start-Up- und Smart-Learning-Klassen die bisherigen Business- und Economy-Klassen ab. Die Arbeit mit mobilen Endgeräten wird damit sukzessive in allen Fächern zum Alltag.

Um dieses neue Konzept zu etablieren und auch für die entsprechenden Rahmenbedingungen zu sorgen, absolvierten die Lehrkräfte der Wirtschaftsakademie im Süden Kärntens in den vergangenen Jahren zahlreiche Workshops. Nun gastiert Visionär und Edu-Rockstar Kurt Söser (HAK Steyr) an der Praxis-HAK, um sein Know-how weiterzugeben.

Man darf gespannt sein!

Zahlreiche Einblicke in Kurt Sösers Arbeit finden Sie auf www.kurtsoeser.at sowie auf YouTube:

Passend zum Status als eEducation.Expert.Schule und zur Vorbereitung auf die Einführung von Smart-Learning-Klassen im Herbst 2020 wurde die Praxis-HAK mit Beginn des diesjährigen Schuljahres vom österreichischen Impulszentrum Steyr als eCOOL-Schule zertifiziert.

Bereits seit 2006 wird an der Praxis-HAK mit der Unterrichtsmethode COOL (COoperatives Offenes Lernen) gearbeitet. eCOOL versucht nun, die Methoden des elektronischen Lernens mit dem pädagogischen COOL-Konzept zu vereinen, bzw. den eLearning-Bereich mit seinem methodisch-didaktischem Aufbau zu bereichern.

Was ist COOL eigentlich und was bringt es? Anhand von eigens dafür konzipierten Arbeitsaufträgen fördert der COOLe Unterricht in allen Fächern das eigen- und fremdverantwortliche Lernen. In Kleingruppen erproben die Schüler/innen ihre Teamfähigkeit. Die Lernenden stehen im Mittelpunkt. Die Lehrkraft unterstützt diesen Lernprozess als Trainer.

Mit den Komponenten des eLearnings werden die Lernenden nun nicht nur fachlich und sozial, sondern auch digital optimal für die Anforderungen der Zentralmatura und das künftige Berufsleben vorbereitet.

ProSiebenSat.1 Media lud dieser Tage in der Marxhalle im dritten Wiener Gemeindebezirk – angelehnt an das gleichname Puls4-Magazin für Wirtschafts-, Technologie- und Innovationsthemen – zum dreitägigen 4Gamechangers-Festival. Mit dabei waren Vortragende aus der ganzen Welt, die Trends im Kontext der Digitalisierung beleuchteten. Die Palette an Themen umfasste unter anderem Medizin und Gesundheit, Smart City und Smart Living und Jobs der Zukunft. Als Rahmenprogramm lockten nicht nur Auftritte von Mando Diao, Silbermond und Großstadtgeflüster, sondern auch Podiumsdiskussionen um eSports und das Finale der Austrian A1 eSports League.

Im Rahmen des Großevents wurde auch der Starke-Schulen-Award 2019 verliehen. Die Praxis-HAK Völkermarkt hatte sich mit einem Beitrag in Kooperation mit der Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten in der Kategorie „Starke Partnerschaft“ beworben und bereits beim Publikumsvoting eine Topplatzierung erreicht.

Als einzige Vertreter/innen einer Kärntner Handelsakademie nahmen Prof. Daniela Wiedenbauer und Prof. Martin Erian nun an der abschließenden Ehrung teil, die im Rahmen des 4Gamechangers-Festivals stattfand und von Vorträgen zu Bildungstrends aus Asien umrahmt wurde. In der Kategorie „Starke Partnerschaft“, in der der Preis für von Schüler/innen initiierte Businesstalks nach Salzburg ging, konnte tatsächlich ein Top-5-Rang erreicht werden.

Erian und Wiedenbauer zogen daher nach der beeindruckenden Veranstaltung zufrieden Bilanz: „Wir konnten in eine Welt eintauchen, die nicht alltäglich ist. Und wir haben gesehen, welche Rollen Schulen in diesem Wandel spielen. Wenn also Experten wie Bildungsforscher Michael Schratz betonen, dass Projekte nicht mehr die Ausnahme sein, sondern zum Schulalltag zählen sollen – dann wissen wir, dass wir mit unserem Schulkonzept auf einem guten Weg sind.


Auch in diesem Jahr gelang es der Praxis-HAK, bereits innerhalb der ersten zwei Unterrichtsmonate den Status als eEducation.Expert.Schule zu bestätigen. Dafür waren verschiedene Leistungen notwendig – von der Verankerung einer eEducation-Strategie im Schulkonzept über gezielte Fortbildungen für das Kollegium bis hin zur Umsetzung von digital unterstützten Lehr- und Lerneinheiten. Das virtuelle Zusammenarbeiten in Gruppen, aber auch mit der Lehrperson zählt bereits seit einiger Zeit zum Alltag an Völkermarkts Berufsbildender Höherer Schule, dank des neu installierten leistungsfähigeren WLANs soll dies in Zukunft noch leichter werden.

Sichtbarkeit als Vorreiter im Bereich eEducation

Bereits seit frühesten Tagen engagiert sich die Praxis-HAK um innovative Unterrichtsmethoden. Dies konnte sie auch in jüngster Vergangenheit bestätigen: Nach dem Sieg beim bundesweiten Kreativwettbewerb „Wie wir in Zukunft mit digitalen Medien lernen werden“ wurde im Frühjahr 2018 auf Schülerinitiative der Bundeslandpreis beim Starke-Schulen-Award für die Bemühungen um eine zeitgemäße Schule gewonnen. Im April fand zudem in Zusammenarbeit mit der Virtuellen PH erstmals ein maßgeschneidertes mehrwöchiges Onlineseminar statt.

„Die Preise sind eine tolle Motivation für unsere Arbeit. Im Vordergrund steht aber der Versuch, im Unterricht schrittweise passende digitale Hilfsmittel einzusetzen. Dabei geht es auch darum, die Jugendlichen auf eine veränderte Arbeitswelt vorzubereiten“, so eEducation-Koordinator Prof. Martin Erian.

Auch im vergangenen Schuljahr wurden an der Praxis-HAK Völkermarkt zahlreiche Schritte gesetzt, um dem Slogan „Schule der Zukunft“ gerecht zu werden. Nur zwei Monate sollte es dauern, um das vorgeschriebene Jahrespensum einer eEducation.Expert.Schule zu erfüllen, aktuell wird daran gearbeitet, auch die technischen Rahmenbedingungen zu verbessern, um die Arbeit mit Smartphones und Tablets im Unterricht zu erleichtern. Als Grundlage dafür wurden bereits über das gesamte Jahr Fortbildungen abgehalten, um digital unterstütztes Lehren und Lernen an der Berufsbildenden Höheren Schule Südkärntens zum Alltag werden zu lassen.

Neben mehreren Präsenzterminen fand zudem in Zusammenarbeit mit der Virtuellen PH ein Onlineseminar statt, in dem Mitglieder des Kollegiums über drei Wochen im eigenen Tempo und unterstützt durch den regen virtuellen Austausch neue Methoden und Tools kennenlernen konnten. Prof. Martin Erian als eEducation-Koordinator der Praxis-HAK sowie Trainer der Virtuellen PH leitete das Seminar und legte kürzlich Bericht darüber ab.

Der diesjährige Jahresbericht dokumentiert nicht nur die verschiedenen Maßnahmen und Erfolge wie den Sieg beim Starke-Schulen-Award, sondern auch die öffentliche Wahrnehmung:

Die Zukunft ist digital. Um sie mitgestalten zu können, sind nicht nur Innovation und Kreativität essentiell, sondern auch technisches Know-how. Dass die Praxis-HAK Völkermarkt sich diesen Anforderungen der Zukunft stellt, ist in vielen Projekten deutlich sichtbar. Das stellt sicher, dass die Jugend auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet wird. „Immer einen Schritt voraus“ – diesem Motto wird die Praxis-HAK auch auf dem Weg zur Schule 4.0 gerecht.

– Klaus-Peter Haberl, Landesschulinspektor


Ebenfalls im Jahresbericht zu Wort kommt Thomas Strasser. Der gebürtige Oberösterreicher ist Hochschulprofessor für Fremdsprachendidaktik und technologieunterstütztes Lehren und Lernen an der Pädagogischen Hochschule Wien und führender Experte im Bereich eEducation. Auszüge des Interviews lesen Sie auch hier:

Thomas Strasser

Thomas Strasser, Hochschulprofessor an der PH Wien

Anfang 2017 wurde vom zuständigen Ministerium die „Schule 4.0″ ausgerufen. Befindet sich das Schulsystem tatsächlich im Umbruch?

Einen grundlegenden Wandel im System gibt es noch nicht, aber man reagiert. Positiv dabei ist, dass es nun auch um Pädagogik und Didaktik geht und nicht nur um Infrastruktur, die oft angeschafft wird, ohne dass damit wirklich etwas angefangen werden kann. Die Säulen des Konzepts weisen in die richtige Richtung, auch wenn digitales Lernen als Erweiterung unserer Kulturtechniken noch nicht ausreichend in den Köpfen angekommen ist. Das Lernen findet auch längst nicht mehr nur im Klassenraum statt.

Wie bereit sind Lehrer/innen, aber auch Schüler/innen für die Schule 4.0?

Ich war lange selbst in der Schule und kenne die Probleme. Die Community wächst und viele versuchen, in Eigenregie starke Ideen umzusetzen. In der Volksschule sehe ich noch große Mängel, in der Sekundarstufe ist die nötige Awareness vorhanden. Problematisch finde ich, dass Onlinetools oft immer noch als Zuckerl verstanden werden, als Belohnung. Es geht auch darum, eLearning nicht als Extrafach anzusehen, sondern als Teil des Unterrichtsalltags in allen Fächern. Dafür braucht es passende Fortbildungsangebote und Schulentwicklungsmaßnahmen am Standort.

Sie sind selbst in der Aus- und Fortbildung tätig. Wie motiviert man die Lehrkräfte dazu, digitale Potenziale zu nutzen?

Der Benefit digitaler Tools muss erkennbar sein, dafür braucht es Best-Practice-Beispiele. Wichtiger ist insgesamt aber die Frage, wie wir es schaffen, die Anforderungen der Digitalisierung ins professionelle Mindset einer jeden Lehrperson zu bekommen. Mit Fortbildungen betreiben wir oft nur Symptombekämpfung mit Bauchladencharakter, am Ende geht jeder mit ein paar Tools nachhause. Wir schaffen es dabei nicht immer, ein neues Bewusstsein zu schaffen. Angebote wie Onlineseminare sehe ich hier aber als eine große Chance zur Weiterentwicklung, ohne zu überfordern.

Durch die Einführung der digitalen Grundbildung steht die Sekundarstufe I im Fokus. Welchen Beitrag können bzw. müssen höhere Schulen und insbesondere Handelsakademien leisten?

Ich selbst bin HAK-Absolvent und sehe gerade für die Berufsbildenden Schulen großes Potenzial, denn hier geht es um einen realistischen Lebensweltbezug. Nur wenn man den Innovationen offen begegnet, kann man die Jugendlichen auf ihre Zukunft vorbereiten. Es geht dabei um zeitgemäße Programme, aber auch um Skills wie den Umgang mit Quellen und den sozialen Netzwerken. Bereiche wie die Übungsfirmen oder auch projektorientierter Unterricht sind für digitale Tools prädestiniert, nicht umsonst sind die HAKs mit eLearning-Projekten immer ganz vorne mit dabei.

Dass die kurzfristige Teilnahme am Starke-Schulen-Award 2018 beim Publikumsvoting zu einer Platzierung in den Top Ten gereicht hatte, war schon eine kleine Sensation – und es sollte noch dicker kommen: Für den eingereichten Beitrag unter dem Titel „Gemeinsam die Schule der Zukunft gestalten“ wurde die Praxis-HAK Völkermarkt von der Expertenjury um Universitätsprofessor Michael Schratz (Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung, Universität Innsbruck) mit dem Bundeslandpreis ausgezeichnet. Dabei konnten andere Kärntner Schulen, die beim Publikumsvoting sogar österreichweit die Spitzenplätze eingenommen hatten, in die Schranken gewiesen werden.SSA_2018

Anlässlich der feierlichen Überreichung der Auszeichnung begründete Johann Reitsammer, Salzburger Vertreter der Initiative für starke Schulen, die Entscheidung: „Wir hatten eine Vielzahl ansprechender Einreichungen. Was den Völkermarkter Beitrag auszeichnet, ist das Feuer, nicht auf eine ferne Zukunft zu warten, sondern schon heute die Dinge in die Hand zu nehmen und gemeinsam einen Schritt weiterzukommen.“

Die Gratulation nahm das stolze Projektteam trotz Maturastress geschlossen entgegen. Zur Erinnerung: Die Teilnahme verdankte die Schule einer kurzfristigen Initiative der angehenden Maturantin Tamara Laßnig (5BK), die in den Semesterferien auf die Ausschreibung aufmerksam geworden war. Ihre erste Reaktion: Da müsse die Praxis-HAK auf jeden Fall dabei sein. „In kürzester Zeit ist auf Tamaras Vorschlag hin ein Text entstanden, der unsere Bemühungen zeigen soll, den Slogan ‚Schule der Zukunft‘ mit Leben zu füllen. Nicht nur der Filmdreh am letzten Tag der Einreichfrist hat viel Spaß gemacht, sondern auch das Engagement der Jugendlichen. Sie zeigen, wie viel Lust sie darauf haben, ihre eigene Schule mitzugestalten“, so Prof. Martin Erian, der gemeinsam mit Laßnig, Daniel Sager und Jasmin Wedenig (alle 5BK) das Vorhaben in Form eines kurzen Videos umgesetzt hat.

Auch Direktorin Michaela Graßler freute sich über die überraschende zusätzliche Auszeichnung des Projekts: „Gerade die Begründung der Jury zeigt, dass unsere Idee ankommt. Wir wollen aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste herausholen und brauchen dafür jede helfende Hand und jeden kreativen Kopf. Wenn das noch dazu von unseren Jugendlichen so mitgetragen wird, ist das eine tolle Rückmeldung für unsere Arbeit.“

Titelfoto: Petra Lammer

Ein tolles Ergebnis konnte die Praxis-HAK Völkermarkt beim zweiten Starke-Schulen-Award des Veritas-Verlags erzielen, in der Kategorie Starkes Miteinander konnte unter zahlreichen Teilnehmern der respektable siebte Platz erreicht werden. Dabei erfolgte die Bewerbung auf Initiative von Schülerin Tamara Laßnig (5BK) am allerletzten Tag, gedreht wurde dafür ein kurzes Video zu den Bemühungen von Lehrer/innen und Schüler/innen im Bereich Schule 4.0.

„Starke Schule“ heißt starke Beziehungen zwischen SchülerInnen und LehrerInnen, starke Persönlichkeiten bei den Unterrichtenden und Lernenden sowie ein professionelles Schulmanagement. Darüber hinaus soll Bewusstsein geschaffen werden für Probleme und relevante Themen im Schulalltag.

Initiative für starke Schulen

Prof. Martin Erian betreute das Projekt und zieht zufrieden Bilanz: „Dass wir es gegen so viele Bewerber in die Top 10 schaffen, ist ein schöner Erfolg. Noch erfreulicher ist aber wohl, dass Schüler von sich aus die Initiative ergreifen und sagen, unsere Schule sei bei einem solchen Wettbewerb gut aufgehoben.“ Erian unterstützte auch den Videodreh, bei dem neben Laßnig auch Daniel Sager und Jasmin Wedenig (ebenfalls 5BK) vor der Handylinse standen. Das Miteinander stand beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen ebenfalls im Vordergrund. „Für 85 Sekunden brauchten wir eineinhalb Stunden. Auf die perfekte Aufnahme warteten wir vergeblich, das Gelächter bei kleineren und größeren Textfehlern war dafür umso größer.“

Um den bundesweiten Sieg sind noch zwei Kärntner Schulen im Rennen: Die NMS 2 aus Klagenfurt und die NMS Kötschach hoffen in den Kategorien Starkes Miteinander und Starker Unterricht auf den Sieg, am 25. April erfolgt die Auszeichnung im Rahmen einer Gala.

Sabrina Kolier, Verena Reinwald und Michaela Uran aus der 4AK befinden sich derzeit mitten in den Vorbereitungsarbeiten für ihr Maturaprojekt „dress for success 2018“ aus dem Ausbildungsschwerpunkt Marketing, Tourismus und Eventmanagement. Als Auftraggeber konnten die Schülerinnen die Berufs- und Bildungsorientierung Kärnten (die BBOK wird finanziert  durch das AMS und dem Land Kärnten mit Unterstützung der Industriellenvereinigung) mit Marion Hasse als Projektverantwortliche gewinnen.

Das Maturaprojekt „dress for success 2018“ ist ein Zeichenwettbewerb für Schüler/innen der 7. und 8. Schulstufe des Bezirkes Völkermarkt. Die Themen, die die Zeichnungen behandeln sollen, sind:

  • Hast du schon deinen Traumberuf?
  • Stell dir vor, du bist 30 Jahre alt. Welchen Beruf wirst du ausüben?
  • Entwerfe dazu die passende Kleidung modisch und funktionell!
  • Welche Auswirkung hat die Digitalisierung auf deinen zukünftigen Beruf?

Mit diesem Projekt wird ein umfassender Einblick in die zukünftige Arbeitswelt aus Schülerperspektive gegeben und es bietet die Möglichkeit, sich intensiv und kreativ mit den damit verbundenen, häufig digitalen Herausforderungen der beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Die Prämierungsveranstaltung wird am 26. April 2018 im Festsaal der Musikschule Völkermarkt stattfinden.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird auch ein Film einer Maturaprojektgruppe aus dem Ausbildungsschwerpunkt Multimedia und Informationstechnologie bestehend aus Matthias Baumann, Stefan Haimburger, Alexander Jegart, Lisa Krutner und Oliver Unterwurzacher gezeigt. „Jobs der Zukunft“ lautet der Titel dieses Films, der die Perspektiven regionaler Arbeitgeber/innen und die sich verändernden Anforderungen an ihre Mitarbeiter/innen in puncto Digitalisierung und auch die notwendigen Kompetenzen dafür in den Mittelpunkt stellt.

Diese beiden Projekte zeigen deutlich, dass der technologische Wandel nur durch ein Miteinander von Arbeitgebern/innen und Arbeitnehmern/innen erfolgreich sein kann – und dass er auch die Schulen erfassen muss. Projektbetreuerin Prof. Daniela Wiedenbauer: „So liegt es auch auf der Hand, dass wir als Schule die richtigen Schritte in Richtung Digitalisierung zu setzen versuchen, um die damit verbundenen Chancen zu sehen und auch zu nutzen. Denn wir wollen unseren Beitrag zur Sicherung und den Ausbau des Wirtschaftsstandortes Völkermarkt leisten und unseren Schülerinnen und Schülern für ihre Zukunft das notwendige Rüstzeug mitgeben.“