Prok. Reinhold Weinländer, Leiter Privatkunden und ausgewiesener Wertpapier-Experte am Standort Wolfsberg der Raiffeisenbank Mittleres Lavanttal persönlich, hat mit den Schüler/innen der 4CK die Welt der Wertpapiere und Finanzmärkte theoretisch erkundet und aktuelle Tendenzen analysiert. Thematisiert wurden sowohl Grundbegriffe der Veranlagung als auch die Anlagekategorien Anleihen, Aktien, Fonds bis hin zu Zertifikaten.

Die Schülergruppe zeigte reges Interesse an den Ausführungen Weinländers und so wurde weiterführend diskutiert, wie sich die Welt der Finanzmärkte in den letzten ein, zwei Jahrzehnten gewandelt hat und wie damit einhergehend mögliche aktuelle Anlagestrategien aussehen (können).

Den Abschluss des fast zweistündigen – aber total kurzweiligen – Vortrags bildete einerseits eine offene Fragerunde und anderseits kam es noch zu einer Sachpreis-Verlosung. Hierbei konnte der Schüler Max Stocker durch besonders gute Aufmerksamkeit brillieren und sich das gesponserte Bluetooth-Headset als Hauptgewinn sichern.

Einen interessanten Einblick in die Kulturbranche erhielt die 4BK bei ihrem Besuch im Theaterservice Graz, das u.a. mit Dekorationsbau, Kostümproduktion und Eventservice eine breite Palette an Dienstleistungen anbietet.

Marlies Maryhofer führte kundig durch die verschiedenen Abteilungen der Kostümwerkstatt und informierte auch über den wirtschaftlichen Hintergrund.

Seit dem Auslaufen des Kontrahierungszwangs 2007 ist das als GmbH geführte Unter­nehmen nicht mehr automatisch Bühnenbildner und Kostümausstatter für die Bühnen Graz. Es gilt, sich gegenüber Mitbewerbern aus Ländern mit zum Teil wesentlich geringerem Lohnniveau, mit Sitz z.B. in Warschau oder Bukarest, am Markt zu behaupten. Dass dies bis heute nicht nur gut gelingt, sondern das Unternehmen zu den Marktführern zählt, verdankt es vor allem der Qualität, z.B. Perfektion in der Produktion, aber auch der Pünktlichkeit (zu jeder Premiere muss alles fertig sein!).

Neben den Grazer Bühnen sind weitere Kunden u.a. die Seefestspiele Mörbisch, die Salzburger Festspiele und die Opernfestspiele im Römersteinbruch in St. Margarethen. Außerdem werden viele kleinere Aufträge abgewickelt, wie z.B. die Anfertigung maßgeschneiderter Ballroben für Privatpersonen.

Neben der Damen- und Herrenschneiderei gibt es u.a. eine eigene Schuhwerksstatt, in der Schuhe erzeugt werden, die es nirgends zu kaufen gibt und die Modisterei, da passende Kopfbedeckungen natürlich ein wesentliches Element für viele Kostüme sind.

Die Schülerinnen und Schüler konnten schließlich noch einen Blick in den reichhaltigen Fundus werfen, der vor allem für die Opernredoute von vielen Ballbesuchern genutzt wird. Ein rundum interessanter und spannender Einblick in eine im Unterricht bisher wenig beachtete Branche – herzlichen Dank!

Die Schülerinnen und Schüler der 2AK freuten sich darauf, ihren „kuhlen“ Patenbetrieb näher kennen zu lernen. Herzlich wurden die Jugendlichen von der Familie Laßnig an zwei Orten willkommen geheißen. Zuerst besuchten sie die Verwaltung und die Produktionshalle im Gewerbepark in Völkermarkt, um den Verkaufs- und Planungsprozess bzw. die Produktion der einzigartigen Holc-Natur-Pools wahrzunehmen und anschließend durften sie einen fertigen Holc-Pool im privaten Anwesen der Familie Laßnig am Bürgerlustpark erleben.

Rasch erkannten die Schüler/innen, dass erfolgreiche Unternehmer immer über den Tellerrand blicken müssen, um neue Trends rechtzeitig wahrzunehmen, um neue Wege zu gehen. Dazu gehört auch „Muht“! Die Guerilla-Marketing-Aktion des Unternehmens „Die Kuh im Pool“ sorgte für Aufregung.

Langbeinige Fotomodels am Poolrand hat jeder. Laßnig hingegen schickte die Kuh Burgi, die sich sichtlich mit frischem Heu und Karotten und sogar einer Nackenmassage wohlfühlte, in seinen Naturholz-Pool. Laßnig: „Damit wollten wir zeigen, wie erfrischend natürlich so ein Naturpool ist!“ Eine wahre „Abkuhlung“! Dieser PR-Gag war sehr erfolgreich und noch immer wird von dieser „kuhlen“ Werbung gesprochen.

Mit dieser Werbung ist Holc-Pool „muhtig“!

– Peter Skuk

Klare Botschaft: Gebt nicht sofort auf, steht auf und sucht nach neuen Wegen!

Den Jugendlichen wurde aber auch deutlich, dass der Weg von der Geschäftsidee, einen Holc-Pool zu bauen, bis hin zum patentierten einzigartigen Natur-Pool kein leichter war. Die Idee dazu entstand im Jahr 2006. Mit Unterstützung des Unternehmensgründungsprogramms build! wurde ein Businessplan erstellt – mit der Rückmeldung, dass diese Geschäftsidee keine Chance habe und das Produkt auf keinen Fall verkaufbar sei. Laßnig aber ließ sich nicht entmutigen, veränderte seine Geschäftsidee und in Zusammenarbeit mit Partnern entstand dann der heutige Holc-Pool.

Das Unternehmen Laßnig aber bleibt nicht stehen, es wird weiter geforscht, weiterentwickelt mit der Vision, dass jeder, der in Zukunft überlegt, einen Natur-Pool zu kaufen, automatisch an Holc-Pool denkt. Beim Wachstum aber ist es wichtig, auch darauf zu achten, dass die Mitarbeiter/innen „mitwachsen“ und damit Veränderungsprozesse mittragen können.

Nachdem das gesamte Marketingkonzept genau unter die Lupe genommen wurde, die 2AK erkannte, wie wichtig die genaue Auseinandersetzung mit der Zielgruppe ist, um die Produkte an ihre Bedürfnisse anzupassen, damit auch den Preis dementsprechend zu gestalten und letztendlich die Kunden mit dem Gefühl zu entlassen, die richtige, nachhaltige Entscheidung getroffen zu haben, ging es für die 2AK zum krönenden Abschluss auf den Bürgerlustpark.

Nun sind die Schülerinnen und Schüler restlos von der Einzigartigkeit des Natur-Pools und dem besonderen Flair dieses Badevergnügens überzeugt. Die regionale, nachhaltige Jause rundete dann diesen besonderen Tag ab. Satt und zufrieden mit vielen Bildern im Kopf verließen sie schweren Herzens diesen so kraftvollen Ort auf der Bürgerlust.

Danke im Namen der Klasse für die herzliche Aufnahme! „Wir kommen gerne wieder! Unser Patenbetrieb kann mit folgenden Worten beschrieben werden: „Einzigartig, natürlich, nachhaltig, innovativ, wachsend… einfach KUUUHL!“

Zum Jahresthema „Nachhaltig die Region gestalten“ und dem Kapitel „internationale Geschäfte“ aus dem Fach Betriebswirtschaft besuchte die 4BK das Werk 2 (Plast Compound Kunstoffprouktion) der Kruschitz Plastics & Recycling GmbH in Kühnsdorf.

Werner Kruschitz, der das Unternehmen von seinem Vater übernommen und in den letzten Jahrzehnten erfolgreich ausgebaut hat, gab den Schüler/innen interessante Einblicke in die Praxis der internationalen Geschäftstätigkeit.

Die Hauptabsatzmärkte liegen noch immer in Europa (Italien und Deutschland), mit zunehmender Globalisierung wird jedoch der asiatische Bereich immer wichtiger, zumal dort aufgrund der Verla­gerung z.B. der Textilfertigung heute wichtige Kunden für die vom Unternehmen vertriebenen Kunststoffgranulate zu finden sind.

Der wesentliche Erfolgsfaktor für sein internationales Geschäft ist ein guter Ruf, der Markt ist derzeit noch überschaubar klein und das vom Unternehmen systematisch aufgebaute positive Image ist Ausgangspunkt vieler Geschäftsanbahnungen.

Die Marktbearbeitung erfolgt mit Vertretern, die entweder fix angestellt sind oder auf Provisions­basis arbeiten. Sehr wichtige Kunden werden von Kruschitz persönlich betreut. Unabhängig davon sind der persönliche Kontakt – zumindest einmal im Jahr mit einem gemeinsamen Essen – und Grundkenntnisse in der Sprache vor Ort wichtige Faktoren für nachhaltig gute Geschäftsbeziehungen.

Weitere Ausführungen zu den Modalitäten der Zahlungsabsicherung und der Fixierung der Liefer­bedingungen rundeten die Ausführungen ab. Besonders betont hat Kruschitz in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Incoterms. Deren Auswirkungen auf Kosten und Risiko genau zu kennen, ist äußerst wichtig und Fehler können enorme negative, finanzielle Folgen nach sich ziehen.

Anschließend führte Andreas Köstl, Einkaufsleiter, die Gruppe kundig durch das Werk 2, in dem aus unterschiedlichen Kunststoffabfällen hochwertige Granulate produziert werden.

Wir bedanken uns herzlich für die freundliche Aufnahme und die interessanten Informationen.

Die 2BK besuchte begleitet von Prof. Judith Laschkolnig und Prof. Gabriela Wertjanz in dieser Woche das Stammhaus von Kastner & Öhler in der Grazer Innenstadt. Dort erhielten die Jugendlichen von Annemarie Haindl, Assistentin der Geschäftsführung, Einblicke in die historische gewachsene Unternehmensphilosophie, die aus einem kleinen Greißlerladen ein im oberen Preissegment angesiedeltes Kaufhaus gemacht hat. Heute zählt allein das Haupthaus in der Grazer Sackstraße rund 900 Mitarbeiter.

„Die Exkursion hat verdeutlicht, wie sich ein Kaufhauses gegenüber der Konkurrenz positioniert, gerade angesichts der omnipräsenten Onlinehändler. Shopping muss ein Erlebnis sein – und dafür steht Kastner & Öhler in besonderer Weise“, resümierte Prof. Laschkolnig.



Die Schüler/innen der 4BK konnten sich bei einem Besuch des Fertigteilhausproduzenten Griffnerhaus von dessen nachhaltiger und ökologischer Bauweise überzeugen. Unter dem Leitspruch „Daheim sein ist alles“ werden am Standort Griffen durchschnittlich einhundert Häuser jährlich gefertigt. Bis auf den Rohstoff Kork bezieht das Unternehmen sämtliche Materialien für den Holzbau aus Österreich.

Die Jugendlichen erfuhren aus kundigem Munde auch, welche Erwartungen in die Mitarbeiter/innen gesetzt wird. Eigentümer und Geschäftsführer Georg C. Niedersüß betonte die Bedeutung einer guten Ausbildung und das Vorweisen von guten Zeugnissen bei Bewerbungen. Geboten werde dafür beste Betreuung, gehöre es doch zur Unternehmensphilosophie, die rund einhundert Mitarbeiter als „Familie“ zu betrachten.

Daniela Maierhofer, zuständig für Human Ressources informierte über Mitarbeitermotivation, zu der unter anderem eine flache Hierarchie, individuelle Weiterbildungen und freies und selbständiges Arbeiten gehört. „Die Mitarbeiter sind das Herz des Unternehmens und bilden die Grundlage des Erfolges“, so Maierhofer.

Internationale Perspektiven und Chancen für die nächste Generation

Hauptzielmärkte für diese Qualitätshäuser sind die Großräume Wien, Graz, Linz und Salzburg. Beim Besuch in den Musterhäusern an zahlreichen Standorten in Österreich sowie in Italien, Deutschland, Schweiz und in Tschechien kann der Kunde das Wohngefühl und das Raumklima spüren.

Das Unternehmen engagiert sich auch in der Lehrlingsausbildung. Es werden derzeit sechs Lehrlinge in den Lehrberufen Fertigteilhausbauer/in, Zimmereitechniker/in, Technische/r Zeicher/in und Bürokaufmann/Bürokauffrau ausgebildet. Auch die Lehre mit Matura bzw. eine Lehre nach der Matura ist möglich. Es sind zudem Ferialpraktikanten sowie Pflichtpraktikanten in den Bereichen BWL, Marketing und Finanzwirtschaft willkommen, die eine aussagekräftige Bewerbung an Maierhofer übermitteln.

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Blick hinter die Kulissen

Gezeigt wurde den Schüler/innen die Lagerhalle, in der große Mengen an Rohstoffen für die Produktion bereitliegen. Viele Produkte sind lagernd, Fenster beispielsweise werden just in time geliefert. Insgesamt arbeiten 150 Lieferanten mit dem Unternehmen zusammen, wobei die terminliche Einhaltung besonders wichtig ist. Ein Hauptspediteur beliefert die Baustellen, an denen in ca. zwei Wochen das Haus aufgebaut wird.

Der Bereich Marketing/Vertrieb nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Viele Maßnahmen zur Kundengewinnung und -betreuung werden umgesetzt, u.a. das Online-Marketing, Events, Projekte, Katalogerstellung, Bauherren-Info-Abende, Open-House-Feste, Messen, Interessentenbetreuung und andere. Das Managementsystem CRM und der Social-Media-Auftritt sollen zur Image- und Kundenpflege sowie zur Kundengewinnung beitragen.

Prof. Judith Laschkolnig, die die Gruppe begleitet hat, resümiert den intensiven Vormittag: „Wir bedanken uns für die interessante Führung durch die Lager- und Produktionshalle und für die umfassenden betriebswirtschaftlichen Informationen. Wir wurden davon überzeugt, dass wirtschaftliches Know-How und die professionelle Bearbeitung eines Nischenmarktes durch ein hochqualitatives Produkt den Erfolg eines Unternehmens ausmachen.“

Das neue Semester startete für die 2AK mit einer Exkursion an die Mur. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt ging es ins Univiertel von Graz, um einen Vorgeschmack auf das spätere Studentenleben zu erhalten. Ziel des Tages war jedoch das Kaufhaus Kastner & Öhler in der Innenstadt der steirischen Metropole, in der Annemarie Haindl, Assistentin der Geschäftsleitung, mit intensiven Einblicken aufwarten sollte.

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Kastner & Öhler ist eine österreichische Kaufhauskette, die mittlerweile in der fünften Generation geführt wird. Spannend war für die Jugendlichen, dass das Stammhaus von Kastner & Öhler in der Innenstadt in Graz durch Zufall entstanden ist: 1883 versäumte Karl Kastner in Graz schlicht und einfach den Anschlusszug und fand in der Innenstadt in Graz ein freies Geschäftslokal, das er anmietete. „Frau Haindl veranschaulichte uns die Entwicklungsschritte vom kleinen Laden zur heutigen imposanten Zentrale sehr deutlich“, so Begleiterin Prof. Theresia Müller-Tschischej.

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Die Schüler/innen erkannten dabei deutlich, was eine erfolgreiche Unternehmerin bzw. einen erfolgreichen Unternehmer ausmacht: eine Vision zu haben und über den Tellerrand hinauszublicken, um Trends rechtzeitig zu erkennen. So war Kastner & Öhler in Europa ein Pionier dabei, Fixpreise einzuführen, um den Versandhandel ins Leben rufen zu können. Auch hatte das Unternehmen – heute schwer vorstellbar, da dies in jedem mehrgeschossigen Geschäft Standard ist – die erste Rolltreppe in Betrieb genommen.

Müller: „Es wurde klar, dass es ­wichtig ist, immer vorausschauend zu handeln, um immer dem Mitbewerber einen Schritt voraus zu sein.“ Damit dies möglich ist, wird laufend der Markt, das Verhalten der Konsumenten und der Mitbewerber beobachtet, zudem werden zahlreiche Messen besucht, um rechtzeitig richtige strategische Entscheidungen zu fällen bzw. Strategien anzupassen. „Die Jugendlichen verstanden damit, dass die Marktforschung die Basis für das Schnüren eines optimalen Marketing-Mixes ist.“

Neu für die Jugendlichen waren Begriffe im Modehandel wie „first mover“. Das sind jene modeaffinen Kund/innen, die ganz zu Beginn der Saison die neuesten Trends verfolgen, oder die – tatsächlich branchenüblichen – Begriffe „Renner“ und „Penner“. Während die Renner, die sogenannten Verkaufshits, erst zu Saisonende abverkauft werden, werden die sogenannten Penner schon während der Saison als Schnäppchen angepriesen.

Müller: „Damit wurde klar, dass im Rahmen des Marketings laufend produktpolitische Maßnahmen kombiniert mit den dementsprechenden preis- und kommunikationspolitischen Entscheidungen getroffen werden, um ein Geschäftsjahr erfolgreich abschließen zu können.“


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Ein abwechslungsreiches Programm erwartete die Schüler/innen der 2CK und 3BK an ihrem Outdoortag in Graz. Erste Station war der Trampolinpark JUMP25, in dem Kondition gefragt und Spaß angesagt waren. Anschließend gab es im Shopping Center Seiersberg interessante Informationen von Herrn Walcher (Gebäudetechnik) und Frau Mag. Gorny (Marketing) zum viertgrößten Einkaufszentrum Österreichs mit 180 Shops, 85.000 m2 Verkaufsfläche, 2000 Mitarbeitern, 10 Millionen Besuchern und einem Jahresumsatz von 310 Millionen Euro.

Aufgabe des Centermanagements ist einerseits die Bereitstellung und Wartung der gesamten Infrastruktur wie z.B. Heizung, Lüftung, Reinigung, Müllabfuhr, Schneeräumung usw. und andererseits das Centermarketing, das von einem fünfköpfigen Team weitgehend selbständig geplant und umgesetzt wird.

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Die besondere Herausforderung ergibt sich dabei aus der sehr umfangreichen und vielfältigen Zielgruppe aufgrund des Branchenmix, der im Center vertreten ist. Dementsprechend vielfältig sieht auch das Marketing aus, welches neben klassischen Instrumenten wie Plakat-, Inserat- und Radiowerbung auch Maßnahmen „belowtheline“, wie z.B. Sportsponsoring oder die Organisation von bis zu 300 Events im Jahr, die im Center stattfinden, umfasst. Daneben wird versucht, mit dem Kundenbindungsprogramm „Friends of Seiersberg“ einen klaren „Mehrwert“ anzubieten, um sich von Mitbewerbern abzugrenzen.

Signifikant an Bedeutung nimmt außerdem der Onlinebereich zu und es müssen immer mehr, vor allem personelle, Ressourcen in diesen Bereich investiert werden, um zeitgemäß präsent zu sein.

Wir bedanken uns herzlich für die Informationen aus der Praxis.

Die beiden Businessklassen 2ACK stehen in den Startlöchern, um in Kürze ihre Junior-Unternehmen zu gründen. Geschäftsideen werden entwickelt und Prototypen dazu gebaut. Viele Fragen stellen sich die Jugendlichen. Wird es uns gelingen, uns erfolgreich am Markt zu positionieren? Worauf sollten wir bei der Unternehmensgründung besonders achten? Um auf diese Fragen und viele andere eine Antwort zu bekommen, wurde der Jungunternehmer Dominik Pototschnig von Janine Weitzer, Schülerin der 2AK, zu einem Gespräch eingeladen.

Dominik Pototschnig gründete mit seinem Partner Stefan Wölcher mit 21 Jahren das Start-Up Unternehmen Wogenfels (www.wogenfels.com). „Es begann alles mit der Unzufriedenheit über die Lederbrieftaschen. Diese sind nach kurzer Zeit kaputt und die  Visitenkarten sind schnell verbogen bzw. verknittert“, erklärt Potoschnig den Jugendlichen. Die von den beiden Jungunternehmern hergestellte Holzbrieftasche sollte dieses erkannte Problem lösen. In Kooperation mit dem Holzforschungsinstitut W3C in St. Veit an der Glan wurde nach Lösungen gesucht, diese Brieftaschen durch Lackierung und Verleimung widerstandsfähiger zu machen und damit weiterzuentwickeln.

Vor Kurzem aber hat Pototschnig ein zweites Unternehmen gegründet und sich damit ein weiteres Standbein geschaffen. Dem Grundstoff Holz ist er treu geblieben. Er stellt Schlüsselanhänger, Fotos und Untersetzer aus Holz her (www.holz-fotogravur.com). Während seines derzeitigen berufsbegleitenden Studiums Wirtschaftsingenieurwesen  an der Fachhochschule in Villach hat er begonnen, mittels CO2-Laser individuelle Botschaften auf Holz zu brennen. „Die Entscheidung diese Produkte über die relativ teuere Verkaufsplattform Amazon zu vertreiben, war absolut richtig“, erzählt Pototschnig.

Folgende Tipps hat Pototschnig den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern der 2ACK mit auf den Weg gegeben:

Dominik Pototschnig

  • Versteckt eure Geschäftsideen nicht! Redet viel darüber! Entwickelt sie weiter!
  • Wartet nicht zu lange, bis euer Produkt „perfekt“ ist. Testet den Markt, ob überhaupt ein Markt vorhanden ist!
  • Nutzt unterschiedliche Mentoring-Programme, damit ihr mit vielen interessanten Menschen in Kontakt kommt.
  • Seid offen für Neues!
  • Fragt viel! Fragt „blöd“! Es wird immer wieder Menschen geben, die euch weiterhelfen!

Die angehenden Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer der 2ACK erkannten, dass es wichtig ist herauszufinden, welches Problem sie mit ihren Produkten bzw. Dienstleistungen lösen, bzw. welche Bedürfnisse sie wecken können bzw. befriedigen könnten. Gleichzeitig aber stellten sie fest, dass Produkte und Dienstleistungen laufend weiterentwickelt werden bzw. dass es wichtig ist, gute Netzwerke zu besitzen. Damit sind sie dem Traum der erfolgreichen Junior Company wieder einen großen Schritt nähergekommen.

Die Sommerzeit ist traditionell die Zeit der vielen Praktika. Auch in den diesjährigen Ferien konnten sich die Schüler/innen der Praxis-HAK Völkermarkt wieder bei kleineren und größeren Ausflügen in die Berufswelt präsentieren und einen klareren Blick auf ihre persönliche Zukunft entwickeln. Insbesondere die Mitglieder der 4AK gewannen in den letzten Wochen und Monaten in verschiedenen Branchen im In- und Ausland intensive Eindrücke, absolvierten sie doch das erweiterte Pflichtpraktikum, das in der Business-Klasse verpflichtend am Programm steht und daher das Schuljahr bereits mit Anfang Juni enden ließ.

Zur Sicherung der Ausbildungsqualität wurden auch in diesem Jahr Gespräche mit allen Praxisgebern geführt, um eine für alle Beteiligten lohnende Form der Zusammenarbeit sicherzustellen. Um den Schulversuch der erweiterten Pflichtpraxis zu evaluieren, besuchten Anfang August Landesschulinspektor OStR Klaus-Peter Haberl und Praxiskoordinatorin Prof. Theresia Müller-Tschischej die Kärntner Sparkasse in Völkermarkt sowie die Donau Versicherung in Klagenfurt und blickten dabei den Praktikantinnen Semina Malovčić und Vanessa Karisch über die Schulter.

In den Gesprächen mit den dortigen Verantwortlichen, Kevin Müller als Filialleiter der Kärntner Sparkasse in Völkermarkt und Mag. Andreas Schaller als Bestandsmanager der Donau Versicherung, wurde das Praxiskonzept einer strengen Probe unterzogen – mit erfreulichen Ergebnissen: Die Unternehmen ermöglichten den Schülerinnen die Mitarbeit in verschiedenen Bereichen und lobten nicht nur ihre fachliche Kompetenz. Sie strichen auch ihre Flexibilität und ihre Offenheit positiv hervor und betonten die beruflichen Perspektiven der angehenden Absolvent/innen der Praxis-HAK Völkermarkt.

Ein Dank gilt allen Praxisgebern, die unseren Schüler/innen zu diesen wesentlichen Erfahrungen verholfen haben.